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  1. Avatar von Horus
    Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    wieviele Menschen mit Depressionen, Süchten und sonstigen psychischen Problematiken zu kämpfen haben.
    Ich bin nicht überzeugt davon, dass wirklich alle solchen Fälle sich mit einem "nachhaltig psychologischen Schaden anrichtenden Elternhaus" als Ursache erklären lassen. Manches - und zwar mehr, als man denkt - ist auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  2. Registriert seit
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    137

    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ja, die genetische Veranlagung ist vielleicht da, aber erst die Umstände lassen diese " Schwachstelle" dann "aufbrechen".
    Und woher kommt die genetische Veranlagung? Vielleicht weil sich familiäre Probleme schon über mehrere Generationen fortsetzen.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Das weiß ich nicht.

    Was mir nur auffällt: viele gerade sehr alte Menschen trinken gerne Alkohol.
    Ich habe versucht - meinen sehr alten Vater darauf hin zu weisen.

    Und mich auch mit anderen ausgetauscht deren Verwandte sehr alt wurden.
    Da war ich baff, auch auf die Antworten: lass sie doch.

    Ob es da eine Neigung geben kann, gerade im Alter öfters zur Flasche zu greifen?
    Vor ein paar Jahren betreute ich eine ältere Dame, 76 Jahre alt.

    Da bemerkte ich dann auch nach ein paar Monaten dass sie wohl ziemlich regelmässig was trinkt.
    Und ich dann als Beschaffer dienen sollte.

    Die wollen das alle nicht wahr haben.
    Finde ich traurig.
    Um ein tadelloses Mitglied
    einer Schafherde sein zu
    können, muß man vor allem
    ein Schaf sein.
    Albert Einstein


  4. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen

    Ich bin nicht überzeugt davon, dass wirklich alle solchen Fälle sich mit einem "nachhaltig psychologischen Schaden anrichtenden Elternhaus" als Ursache erklären lassen. Manches - und zwar mehr, als man denkt - ist auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen.
    Es ist selten was monokausal.

    Trotzdem glaube ich, dass wer in sich ruht weil er dieses Urvertrauen entwickeln konnte psychisch deutlich stabiler sein wird.


  5. Registriert seit
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    79

    Grinsen AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von heimat Beitrag anzeigen
    Genau so sehe ich das Problem wie Du es schilderst. Fyona da bin ich bei Dir
    Hat mir gefallen ....intelligente Menschen sind voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen .....
    Heissa, die Katz' - endlich weiss' ich, warum ich so voller Selbstvertrauen bin - ich bin einfach strohdumm!!!!!

  6. Avatar von Septima
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Henriette1 Beitrag anzeigen
    Heissa, die Katz' - endlich weiss' ich, warum ich so voller Selbstvertrauen bin - ich bin einfach strohdumm!!!!!

    Da bleibt einem intelligenten Menschen doch nur die Flucht in die Depression. Denn sowie er Boden unter den Füßen bekommt und seine Zweifel beseitigt sind, flutscht er in die Dummen- Schublade. Und wer möchte das schon?
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio


  7. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    halt eben weil es hakt, stört, nervt, belastet, hinderlich ist?

    Weil man Dinge nicht tun kann, die man gerne tun würde, aufgrund alter Hemmungen, Ängste und Selbstzweifel?
    Dazu fällt mir spontan der Satz ein: "Das Leben ist kein Ponyhof." Es wird nie möglich sein alles tun zu können, was man gern tun würde.
    Das man vieles versucht und ausprobiert, liegt in der menschlichen Natur. Aber partout etwas erreichen zu wollen, wozu einem grundlegende Voraussetzungen fehlen, halte ich persönlich ab einem bestimmten Punkt der erfolglosen Versuche für vertane Zeit. Ich wende mich dann lieber anderen Dingen zu, die - vielleicht - für mich einfacher funktionieren.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das sind dann doch meist Dinge, die mehr sind als eine kleine Macke oder Marotte. Sondern Sachen, die einem immer wieder eine Vollbremsung reinhauen, wo andere locker flockig durchsegeln und noch nicht mal auf die Idee kommen, dass man dort Probleme haben könnte.
    Jeder hat seine Stärken und Schwächen, dem einen fällt dies oder das schwer oder leicht, beim nächsten ist umgekehrt oder noch anders. Der , der das Kap der guten Hoffnung locker umsegelt, bleibt vielleicht im Nord-Ostsee-Kanal stecken. Und es gibt Menschen mit mehr und andere mit weniger Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und doch, natürlich ist das Muster "vernünftig und sachlich reden können" besser als das Muster "cholerisch ausrasten beim geringsten Anlass", zum Beispiel.
    Ich greife mal dieses Beispiel auf. Das eine schließt das andere nicht aus und man kann auch mit der Neigung zum Ausrasten durchs Leben gehen.

    Ich hatte einen Chef, der seine cholerischen Anfälle nicht in den Griff bekam. Aber er hatte andererseits sehr viele, sehr gute Fähigkeiten und Eigenschaften. Er arbeitete mit erwachsenen Menschen zusammen, denen ihrerseits Verhaltensmuster zum Umgang mit cholerischen Ausfällen zur Verfügung standen, sei es in Form von zurückbrüllen, weggehen oder stur die Ruhe behalten. Ich wil nicht sagen, dass diese Seite an ihm schön war, aber andere Kollegen oder Chefs haben halt andere "Fehler", 100% gibt es doch nahezu nie

    Dieser Chef hat versucht, an seinen Ausfällen zu arbeiten. Darauf angesprochen, sagte mal, vielleicht haben Sie bemerkt, dass ich immer ein paar Sekunden aus dem Fenster schaue, bevor ich losbrülle. Vielleicht wäre ihm aber viel seiner großartigen Spontanität abhanden gekommen, wenn seine Verzögerungs- und Beruhigungsübungen erfolgreicher gewesen wären. Wer weiß das schon, was einem mit der Beseitigung eines unguten Verhaltens an gutem Verhalten verloren geht?
    Er hat sich in seinem Leben mit diesem Fehlverhalten eingerichtet, hatte z. B. eine sehr selbstbewusste und unabhängige Frau an seiner Seite, die mit diesen Ausrastern, die er, wie er zugab,auch privat hatte, umgehen konnte.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und ja, es ist doch normal, ein gutes Leben zu wollen. Und danach zu streben. "Selbstoptimierung" hat ja nicht den Zweck, das schönste Instagram-Profil zu kreieren, oder sonst ein aalglattes Bild von sich zu schaffen, sondern halt eben dafür zu sorgen, dass es einem selbst gut geht?
    Kann es einem gut gehen, wenn man immer an sich "rumbastelt"? Damit wird man doch nie fertig.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wer von diesen beiden Dingen verschont wird, hat viel Glück. man darf nicht davon ausgehen, dass das der Normalfall ist.
    Traumata sind die Folge von belastenden Ereignissen *von außergewöhnlichem Umfang oder katastrophalem Ausmaß*, davon bleiben zum Glück die meisten Menschen in ihren Elternhäusern verschont. Irgendwas Mitgenommenes aus dem Elternhaus später abarbeiten, aufarbeiten, ablegen, verändern, hinterfragen usw. zu müssen bzw. Fehlendes nachholen, ist der Normalfall, würde ich meinen.

    Aber nichts für ungut. Dass im Leben Veränderungen angestrebt werden und man dabei auch bei sich Veränderungen herbeiführt, finde ich gut und richtig. Aber vieles ist eben einfach nur anders und deswegen noch nicht besser, soweit sowas überhaupt objektiv betrachtet werden kann.
    Geändert von Lea1958 (17.09.2019 um 11:27 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Ich argumentiere nach meiner Erfahrung im Bekanntenkreis etc.
    Was bedeuted Unfug? Fühlt sich Jemand angesprochen?
    Könnte auch sagen zu wenig Erfahrung oder auch Glück gehabt

  9. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Das weiß ich nicht.

    Was mir nur auffällt: viele gerade sehr alte Menschen trinken gerne Alkohol.
    Ich habe versucht - meinen sehr alten Vater darauf hin zu weisen.

    Und mich auch mit anderen ausgetauscht deren Verwandte sehr alt wurden.
    Da war ich baff, auch auf die Antworten: lass sie doch.

    Ob es da eine Neigung geben kann, gerade im Alter öfters zur Flasche zu greifen?
    Vor ein paar Jahren betreute ich eine ältere Dame, 76 Jahre alt.

    Da bemerkte ich dann auch nach ein paar Monaten dass sie wohl ziemlich regelmässig was trinkt.
    Und ich dann als Beschaffer dienen sollte.

    Die wollen das alle nicht wahr haben.
    Finde ich traurig.

    Also ehrlich gesagt - wenn ich über 80 werden sollte und jemand mir mein tägliches Gläschen ausreden wollte, dem würd ich was erzählen.
    Momentan kann ich mir das noch nicht leisten, da noch voll im Arbeitsalltag und auch noch zu jung. Aber wenn nicht dann, wann dann, solange es mir bekommt.
    Womit ich jetzt keinen Vollrausch meine oder eine ganze Flasche Wein pro Tag.

    (Ich hoffe nur, dass bis dann auch wieder Alkohol geniessen kann, momentan kann ich den gar nicht so gut verstoffwechseln.)
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  10. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Wie empfindet ihr das älter werden?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Also ehrlich gesagt - wenn ich über 80 werden sollte und jemand mir mein tägliches Gläschen ausreden wollte, dem würd ich was erzählen.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.

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