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  1. Moderation

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Das ist ein sehr klares Beispiel, denn es gibt ganz einfache und praktische Handlungsalternativen,
    Genau.
    Du kannst dich anders verhalten: Was Rokeby schreibt. Oder woanders hingehen. Oder deine Kaffee zuhause trinken.
    Und es kann sein, daß du dazu Erwartungen gehen lassen mußt.

    Oder du kannst die Erwartungen nicht gehen lassen und bis zum jüngsten Tag keinen Kaffee kriegen, weil du nach einem Modell der Welt handelst, das nicht zutrifft.

    Sind das hinreichend gute Motivationen, um Erwartungen kritisch zu betrachten und untaugliche nicht mehr als Handlungsbasis zu nehmen? Denn, wie man Erwartungen losläßt war ja deine Frage.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Meine Frage: Wie kann man diese Erwartungshaltung los werden oder abschwächen? Es funktioniert ja auch nicht, sich selbst zu sagen, „jetzt hab ich aber mal keine Erwartumgen“, wenn man unbewusst oder tief drinnen die Erwartungen einfach hat...Was tun?
    Mit dieser Erwartungshaltung macht man sich abhängig. Wenn man das mal erkannt hat, ist es nicht so schwer, das loszulassen. Im Übrigen gibt es den "einer für alle Lebenslagen"-Menschen ja selten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass letztlich alle deine Erwartungen erfüllt werden, aber eben nicht immer von der gleichen Person. Oder auch von Personen, von denen du es so gar nicht wahrnimmst, weil du sie nicht so auf dem Radar hast.

    Ich habe das neulich schon mal in einem anderen Strang geschrieben: Es gab in einer Ausgabe des Flow-Magazins aus dem Frühjahr einen interessanten Artikel über Freundschaft, in dem berichtet wurde, dass Freundespaare (= zwei Freundinnen, zwei Freunde) ihre Freundschaft in den seltensten Fällen gleich intensiv empfinden. Das heißt: wenn du dich mit jemandem sehr freundschaftlich verbunden fühlst, ist es eher unwahrscheinlich, dass er oder sie das wirklich genauso intensiv empfindet - ein seltener Glücksfall also. Umgekehrt hast du Menschen um dich herum, die du selbst bestenfalls als Bekannte bezeichnen würdest, die das selbst aber ganz anders sehen - nur das nimmst du vermutlich gar nicht wahr.

    Ich persönlich fahre gut mit dem Konzept der "Freunde für bestimmte Zwecke" - Freunde für den Sport. Freunde für's Kino. Freunde für einen gemütlichen Abend mit Kochen. Die Freunde geben mir dann jeweils das, was ich in dem jeweiligen Kontext erwarte, und ich mache das genauso. Ich würde zB von einem Sportsfreund nicht erwarten, dass er sich merkt, dass ich Vegetarierin bin - falscher Kontext. Von unseren Koch-Freunden dagegen schon.

    Wovon ich mittlerweile Abstand nehme, sind problemzentrierte Freundschaften. Da sind Fettnäpfchen vorprogrammiert.

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Kennst du das, daß du im Café sitzt, und der Kellner ignoriert dich komplett? Nach 20 Minuten haben, die Leute am Nachbartisch, die fünf Minuten nach dir reingekommen sind, bestellt, ihren Kaffee gekriegt, ihn getrunken, und jetzt zahlen sie. Du hast inzwischen die Zeitung durch, die du gelesen hast, immer noch Durst, und gehst.
    ahaha; Soviel zu meiner Erwartungshaltung; Es gab Zeiten, da wäre mir das so richtig recht gewesen. In eine Restauration zu gehen, einfach nur weil man irgendwo gemütlich sitzen will ohne konsumieren zu müssen. Mit solchen Vernachlässigungen kann man mich so gut wie gar nicht herausfordern, ganz im Gegenteil. Ich gehe dann auch ohne Gezeter. Kommt leider viel zu selten vor. Ich sehe jetzt sicher nicht aus wie ein Konsumjunkie aber mir wäre weniger Aufmerksamkeit sogar manchmal lieber gewesen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Hi Wildwusel, genau.Nur finde ich es an deinen klaren Beispiel viel verständlicher, weil man hier konkret diverse andere Wege gehen kann.
    Im zwischenmenschlichen Bereich finde ich das nicht so klar.
    Wie z.B. Bei der TE, die enttäuscht ist, wenn sie zum Abschied nur eine Blume statt einem großen Strauß bekommt. Wieso hätte sie die Erwartung für einen Strauß nicht haben dürfen, wenn es in ihrer Firma Usus ist, bei Abschieden immer Sträuße zu verschenken?
    Es ist doch natürlich, dass sie da enttäuscht ist. Und soll sie dann in der nächsten Firma völlig erwartungslos ihren Abschied/ Geburtstag etc begegnen?
    Auch im zwischenmenschlichen Kontakt hat man Erwartungen. Wie sollte man die abstellen können? Was für einen Sinn macht es, Freundschaften einzugehen und zu pflegen, wenn man da bestimmte Erwartungen wie Zuverlässigkeit, Fairness, Verständnis, Vertrauen etc. nicht haben darf?
    Dann könnten einem doch alles Menschen gleich (egal) sein.

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Was sind denn Problemzentrierte Freundschaften? Freundschaften in denen man über Probleme spricht?
    Klar macht man mit der einen Freundin das lieber mit anderen das andere...
    ich erwarte auch nicht mit jedem Freund alles machen zu können.Trotzdem decken Freundschaften ein weites Spektrum ab.Sonst sind das lediglich Freizeitpartner für mich! Jemanden, den ich nur zum Tennisspielen treffe und der nicht weiß, dass ich Vegetarierin bin oder dass ich zwei Kinder habe, das ist kein Freund!Das ist ein Freizeitpartner!
    Klar kennt nicht jeder Freund jedes Detail von mir, aber das Wissen um Familienstand, Vegetarismus, wie es im aktuellen Job läuft etc. gehört für mich echt zu dem Basics.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Was sind denn Problemzentrierte Freundschaften? Freundschaften in denen man über Probleme spricht?
    Klar macht man mit der einen Freundin das lieber mit anderen das andere...
    ich erwarte auch nicht mit jedem Freund alles machen zu können.Trotzdem decken Freundschaften ein weites Spektrum ab.Sonst sind das lediglich Freizeitpartner für mich! Jemanden, den ich nur zum Tennisspielen treffe und der nicht weiß, dass ich Vegetarierin bin oder dass ich zwei Kinder habe, das ist kein Freund!Das ist ein Freizeitpartner!
    Klar kennt nicht jeder Freund jedes Detail von mir, aber das Wissen um Familienstand, Vegetarismus, wie es im aktuellen Job läuft etc. gehört für mich echt zu dem Basics.
    Mit dieser Unterscheidung „Freizeitpartner vs Freunde“ machst du dir das Leben aber unnötig schwer aus meiner Sicht und bringst ein riesiges Bündel an Erwartungen mit. Der Übergang ist doch fließend. Ich habe mir abgewöhnt, in solchen Kategorien zu denken.

    Problemzentriert heißt für mich: der Zweck der Freundschaft besteht darin, dass einer (oder beide) die Freundschaft hauptsächlich nutzen, um ein Problem abzuladen bzw den anderen von dem Problem zu „therapieren“.

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Es gibt sie tatsächlich die Menschen, die aus irgendwelchen Gründen total interessant für Andere sind und um die die Leute rumschwirren. Habe ich auch öfter erlebt. Keine Ahnung wie das kommt

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Beliebte Menschen sind die, die sehr präsent sind.Sich beteiligen ohne zu nerven, positiv sind, meistens gut gelaunt, was zu erzählen haben, sich für andere Interessieren und oft nem guten Spruch auf Lager haben.

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    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Danke für die Erläuterung.
    Ich persönlich finde es einfach realistisch, auch Erwartungen zu haben.
    Was soll ich mit Leuten von denen ich nix erwarten kann?
    Und Freunde sind doch nochmal näher und was anderes als Freizeitpartner.Wobei aus Freizeitpartnern auch Freunde werden können....

  10. Inaktiver User

    AW: Ich bin vollkommen unbedeutend für andere Menschen :-(

    Zitat Zitat von Tinkerbell123 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich finde es einfach realistisch, auch Erwartungen zu haben.
    Was soll ich mit Leuten von denen ich nix erwarten kann?
    ....
    Natürlich kann man Erwartungen haben. Nur wenn sie permanent nicht erfüllt werden und man deshalb unzufrieden ist, sollte man die Erwartungshaltung überdenken.

    Ich erwarte erst mal grundsätzlich gar nichts von anderen - ich genüge mir selbst, kann 24h am Tag problemlos füllen, mein Job ernährt mich, und ich habe ein Dach über dem Kopf. Alles andere ist „nice to have“, aber nicht essentiell. Wenn mich jemand zu irgendwas einlädt, freue ich mich. Aber ich erwarte es nicht, denn käme die Einladung nicht, wäre da keine Lücke. Ich feiere nie meinen Geburtstag, und daher stört es mich nicht, wenn mich keiner gratuliert (warum sollten sie auch, sie werden ja nicht eingeladen).

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