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Thema: Einsamkeit


  1. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Ich bin einfach nur mit wenigen Menschen kompatibel. Damit meine ich, dass ich bei ihnen so sein darf wie ich bin.
    Wie bist du denn?

    bisher haben wir:

    negativ, depressiv, sarkastisch, studiert, sportlich, kreativ, einsam, sehnsüchtig, lebenserfahren, gebildet,....

    (so mein Eindruck aus dem, was du schreibst über dich und wie du das schreibst)

    Was noch?

    Du meinst also, du seist für die allermeisten "Normalen" (die mit den Kerlen, Kindern, Hunden, Schwiegermüttern, Eigenheimen, Hypotheken...) zu sarkastisch, frustriert und negativ?

    Weil die "Normalen" immer nur über deren Monster-Hochzeiten reden und du da entweder die Wahl hast, dich komplett zu verstellen (Interesse heucheln) oder aus dem Sozialrahmen zu fallen.

    So in etwa?

    Okay - kann sein. Kann aber auch sein, dass du eine möglicherweise nicht-negative, nicht-depressive Seite an dir nicht wahrnimmst. Weißt, so wie die "Normalen" nicht abendfüllend das Normalsein durchhalten, so ist ein "Unnormaler" nicht dauernd nur unnormal. Das sind wenn überhaupt Trends, Schwerpunkte.

    Würdest du es denn aushalten, mal lustig, locker zu sein? Einfach so? NICHT, weil du dich verstellst. Sondern weil Du AUCH so bist. Unter anderem. Nichts ist reinrassig irgendwas. Nichts. Männer haben einen bemerkenswerten Östrogenanteil und Frauen einen Testosteronanteil. Kein Mensch ist nur hetero oder schwul

    Ich glaube, du hast den Anteil von dir, der kein "Problembär" wäre total vergraben. Vielleicht versuchst du einfach mal in kleinen Schritten auch den Glücksbären aus der Höhle zu locken.

    Die, die so laut und viel und demonstrativ von der Super-Hochzeit reden, die tun das vielleicht, weil sie Angst haben und diese Angst mit Gedöns kaschieren. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

    Eines kann ich dir wirklich versichern, Lisalena. Mit diesem Alien-Gefühl bist du nicht alleine. Das schlimmste am Alien sein ist, dass die anderen Aliens wie die Normalen wirken - auf die Aliens.

    Aber ich frage noch mal, bezogen auf ein früheres Post von mir, hast du mal probiert, dass du was sagst, machst? Also so Sozial Bla bla?


  2. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Noch kurz eine andere Frage. Meine Therapeutin hat mich gebeten, sie nach ihrem Urlaub anzurufen, wahrscheinlich möchte sie mich davon überzeugen, weiterzumachen. Ich bin zwiegespalten. Denn nach zwei Jahren hat sich absolut nichts geändert, ich sitze ihr gegenüber und schweige sie 50 Minuten an. Denn ich habe ihr nichts mehr zu erzählen. Ich habe gefühlt alles erzählt, im Alltag erlebe ich nichts, was ich ihr erzählen müsste. Wenn es mal was gibt, dann nützt es mir nichts, mit ihr darüber gesprochen zu haben. Ich bin nur noch genervt. Andererseits werde ich so nie erfahren, ob es doch noch was hätte bewirken können. Und natürlich macht es mir Angst, plötzlich dann mit allem wieder ganz allein zu sein, man gewöhnt sich ja doch daran, einen „Seelenmülleimer“ zu haben. Was würdet ihr tun?
    Es gibt doch noch andere Therapiearten als nur Gesprächstherapie. Ich kenne mich allerdings zu wenig aus, vielleicht kann dir hier jemand einen Tip geben. Irgendjemand hat ja schon Gruppentherapie angesprochen, da könnten dir andere direkt Rückmeldung geben, wie sie welche Verhaltensweise an dir finden. Ewig nur alles zum zigsten Mal durchkauen, dazu hätte ich auch keine Lust mehr.....

  3. Avatar von Tabea57
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    AW: Einsamkeit

    Ich bin einfach nur mit wenigen Menschen kompatibel. Damit meine ich, dass ich bei ihnen so sein darf wie ich bin. Somit habe ich wohl auch zu hohe Ansprüche an die Menschen und empfinde gegenüber den meisten wenig Interesse, wodurch dann auch wohl nur wenig von ihnen zurückkommt. Ich wüsste nicht, was ich daran ändern sollte.
    Das ist eine Einstellungssache bzw. eine Sache der inneren Haltung.
    Ansprüche kann man runterschrauben und Menschen können auch erst mal nur Bekannte sein, mit denen man eine Aktivität teilt. Zum Beispiel eine Frau, die auch gerne wandert - da ist alleine das Tun schon ein Wert an sich, da muss man nicht unbedingt auf einer Wellenlänge liegen, was Literatur; Musik oder Humor angeht.

    Oder eine Kollegin, mit der man ab und zu ins Kino geht - da reicht ein ähnlicher Filmgeschmack. Macht nix, wenn man mit ihr nicht Sarkasmus teilen kann.

    Aber wenn Du wenig Interesse anderen Menschen gegenüber empfindest, wieso sollten die dann an Dir mehr Interesse haben? Das strahlst Du doch aus, und damit stehst Du Dir total selbst im Weg!

    Tja, und Negativität: Da werden sich die meisten Menschen schützen. Das Leben schenkt uns allen genug Negatives, da möchte man in der Freizeit vielleicht mal etwas Schönes, Aufbauendes erleben.

    Versuch mal, Deinen Fokus auf Positives zu legen. Das ist Übungssache, oder glaubst du, den Anderen fiele das total leicht?
    z.B, die Sportkollegin, die nur von ihrer bevorstehenden Hochzeit redet - hast Du schon mal versucht, Dich mitzufreuen? Wenigstens ein bisschen mal NICHT an Dich denken und daran, dass Du ja nie... usw. (Das ist sowieso ein blöder Glaubenssatz, selbst mit 70 kannst Du noch eine Partnerschaft aufbauen). Auch wenn es schwer ist, Du könntest Ihr ihr Glück gönnen
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  4. Avatar von Tabea57
    Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    R_Rokeby:

    Ich sehe es wie Du.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009


  5. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Irgendwie ein unpassender Beitrag. Wie kommst du darauf, dass ich nur auf dem Sofa sitze? Es mangelte nie daran, Leute zu treffen, sondern daran, langfristige enge Beziehungen mit Menschen auf meiner Wellenlänge aufzubauen.

    Depressionen habe ich hier doch gar nicht erwähnt ...
    Ich finde es passend, denn Du gehst doch nicht mehr auf Menschen zu, sie langweilen Dich doch alle, Du lässt ja nix mehr zu....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  6. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    .
    Geändert von sweetydivine07 (30.07.2019 um 18:07 Uhr)

  7. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Meine Therapeutin hat mich gebeten, sie nach ihrem Urlaub anzurufen, wahrscheinlich möchte sie mich davon überzeugen, weiterzumachen. (...) Was würdet ihr tun?
    Aufgrund der fehlenden Erfolgserlebnisse im Laufe von immerhin zwei
    Jahren würde ich nicht mehr hingehen.

    Keine Therapie der Welt nutzt etwas, wenn der Patient sich selbst nicht
    einbringt und wirklich mitarbeitet. Therapie ist niemals eine passive Angelegenheit.

    Genauso, wie ich die Sinnhaftigkeit jahrelanger (!) Einnahme von Antidepressiva,
    die anscheinend nichts bewirken, hinterfragen würde. Ein wenig selbst mitzudenken
    halte ich für unerlässlich.

    Ich habe schon den Eindruck, dass Du Dir selbst im Weg stehst.
    Du möchtest - so scheint es mir - weiterhin an Deinem Pessimismus, Deiner negativen
    Weltsicht unbedingt festhalten, weil das eben Dein Dir vertrautes emotionales Terrain
    ist.

    Vertrautes loszulassen und es zugunstem etwas Neuem zu ersetzen ist mit Sicherheit
    nicht einfach. Aber ... sich den zahlreichen Facetten des Lebens zu öffnen erfordert
    auch etwas Mut und vor allem entsprechende Bereitschaft. Letzteres vermisse ich in
    Deinen Eigenbeschreibungen.


    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Ich bin leider ein sehr negativer Mensch und verzweifelt und unglücklich.
    (...)
    Somit habe ich wohl auch zu hohe Ansprüche an die Menschen und empfinde gegenüber den meisten wenig Interesse, wodurch dann auch wohl nur wenig von ihnen zurückkommt. Ich wüsste nicht, was ich daran ändern sollte.
    Du hast keine "zu hohen" Ansprüche an die Menschen - sondern sehr
    unrealistische.

    Ich habe gerne ein offenes Ohr für die Sorgen und Ängste meiner Lieben,
    aber wenn sich eine Beziehung nur (!) darauf beschränken würde, dass jemand
    seine schwarze Sicht der Dinge bei mir ablädt - und gleichzeitig zu keiner
    Veränderung bereit ist .... das würde ich nicht wollen - es würde mich einfach
    runterziehen.

    So gesehen, halte ich das Maß an Egoismus (der sich auch darin äußert, dass
    Du anderen Menschen Null Interesse entgegenbringst), dem Du Dich hingibst, für
    einen tatsächlichen Inkompatibilitätsfaktor.

    ist nicht böse gemeint - aber versuche doch auch mal, die Sichtweise und
    emotionale Lage Deiner Mitmenschen einzunehmen. Das kann sehr erhellend sein.


    So, ich stehe jetzt mal auf, das Wetter geht ja einigermaßen. Nur habe ich außer einem Arzttermin heute leider nichts vor.
    Ich habe es ja bereits angesprochen:
    warum bleibst Du so lange, bis zur Mittagszeit, im Bett liegen?
    Mit dem Wetter hat das absolut nichts zu tun.

    Dass Du heute lediglich einen Arzttermin hast deutet auf völlig fehlende Struktur des
    Alltags hin. Und auch hier bist Du ganz alleine dafür verantwortlich, das zu ändern.

    Dein Äußeres beschreibst Du ebenfalls ausschließlich negativ.
    Woran Du das festmachst, lässt sich natürlich nicht beurteilen - aber gäbe es Optimierungsmöglichkeiten?
    (@Rokeby hat auch schon nachgefragt, sehe ich ...)

  8. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Liebe lisalena,

    die beschriebene Therapie würde ich abbrechen, was sollte das noch bringen.

    Es gibt m.E. zwei Ansätze, etwas gegen Einsamkeit zu tun, abhängig von einer Grundfrage:

    Magst Du Dich?*
    *im Sinne von: tief in Dir hältst Du Dich für "richtig"

    1) Wenn nein - dann muss sich erst das ändern, bevor sich etwas am Verhältnis zu anderen Menschen ändert. Das wäre eine ganz andere Fragestellung als die Thread-Ausgangsfrage.

    2) Wenn ja - dann können verhaltenstherapeutische Ansätze wie die in diesem Strang vorgeschlagenen helfen (unter Berücksichtigung des Sonderfalls bei Dir, dem Thema "Negativität", s.u.).

    Negativität: Ja, das schreckt andere ab, sofern es eine Grundhaltung ist, weil Negativität (wie Positives auch) abfärbt, in diesem Fall herunterzieht.
    Dein Dich-Verstellen ist daher nachvollziehbar in Fällen wie z.B. im Job, wo Du einen Mindestkontakt aufrechterhalten musst.
    Hier musst Du Dich entscheiden, bist Du bereit, die Negativität zu einem Teil bewusst temporär zurückstellen (nicht gemeint: lügen, sondern z.B. stundenweise einen Positiv-Modus versuchen oder Glückstagebuch führen, etc....), oder käme das für Dich einem Verleugnen Deines Wesenskerns gleich?
    In letzterem Fall kann die Lösung auch sein, dass Du es zu akzeptieren versuchst, dass Du inkompatibel mit den meisten bist und es vom Zufall abhängt, ob Du Sarkasmus-Gefährten findet wirst , oder dass du diese gezielt suchst, indem Du Dich gleich als Negative outest (T-Shirt-Aufdruck, Kontaktbörsen, etc.).

    Findest Du Dich hier wieder?


  9. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    .
    Geändert von sweetydivine07 (30.07.2019 um 18:07 Uhr)

  10. Avatar von Arabeske_H
    Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Noch kurz eine andere Frage. Meine Therapeutin hat mich gebeten, sie nach ihrem Urlaub anzurufen, wahrscheinlich möchte sie mich davon überzeugen, weiterzumachen. Ich bin zwiegespalten. Denn nach zwei Jahren hat sich absolut nichts geändert, ich sitze ihr gegenüber und schweige sie 50 Minuten an.
    ...
    Hast du mal eine therapie in richtung traumatherapie gemacht, bzw. wurde daran mal gedacht? Depressionen, die sich so gar nicht "bewegen", können auf ein trauma, eine posttraumatische belastungsstörung hindeuten.
    Wenn die Hand eines Mannes
    die Hand einer Frau streift,
    berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.
    Khalil Gibran

    ***********************************
    Das beste Vorspiel ist die Einhaltung eines strikten Zeitplans.
    Sheldon Cooper

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