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Thema: Einsamkeit

  1. Avatar von schafwolle
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Die TE trifft beim Gassigehen noch Leute und redet immerhin mit ihnen.
    Die TE hat doch gar keinen Hund.


  2. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    Ja, das ist richtig! Lisalena hat schon Freundschaften gehabt, die aber wohl nie sehr lange gehalten haben. Oftmals sind diese im Sande verlaufen, sobald die anderen Kinder bekommen haben. Und ich habe lisalena so verstanden, dass sie wohl oft auch den Eindruck gehabt hat, dass sie für die anderen nicht die Bedeutung gehabt hat wie diese für sie.
    .
    Der erste Teil dieses Beitrags relativiert aber deine Aussage, die TE habe „nie“ Wertschätzung erfahren.

    Der zweite Teil des Satzes ist eine sehr subjektive Einschätzung. Man kann nicht in die Köpfe anderer Menschen schauen.

    Ich denke, die TE hat am ehesten ein Resilienz-Thema, und daraus resultiert dann das Problem mit der Einsamkeit. Freundschaften und Beziehungen zu erhalten „in guten und in schlechten Zeiten“ ist ebenfalls eine Frage der Resilienz.
    "Battlestar Galactica: The Eye of Jupiter (#3.11)" (2006)
    __________________________________________________ ______________
    Captain Kara 'Starbuck' Thrace: Can I make a suggestion that you won't like?
    Major Lee 'Apollo' Adama: Do you make any other kind?

    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

  3. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Einsamkeit

    juli-elli,
    Du "wirbst", wie Du selbst schreibst, für Verständnis. Schön. Verständnis ist immer gut. Das tut gut, das tröstet, da fühlt sich die eigene Situation für einen Moment nicht so schlimm an.
    Aber das war´s dann auch.

    Will man die unglückliche Lebenssituation hinter sich lassen, sind Handlungsmöglichkeiten gefragt. Und die meisten derer, die hier mitschreiben, tun genau das. Sie denken darüber nach, was jemand in lisalenas Lage tun könnte. Manche dieser Ideen mögen banal erscheinen, wenig sinnvoll. Aber sie sind zumindest eins: lösungsorientiert.

    Es gibt natürlich Menschen - und damit meine ich nicht lisalena - die wollen einfach nur "auf´n Arm". Denen ist es viel zu anstrengend, das eigene Leben wirklich zu hinterfragen und umzukrempeln. Aber die haben ihr Problem dann eben in fünf oder zehn oder zwanzig Jahren immer noch...
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich weiß jetzt nicht so genau, was Du meinst mit "so wie Du". Falls Du meinst, dass ich - wie Du im Satz danach schreibst - glaube, dass man alles allein und aus eigener Kraft schaffen und sich nicht helfen lassen muss - nein, ganz entschieden nein! Hilfe ist etwas wunderbares. Aber auch da ist man nicht passiv. Denn man muss Hilfe auch zulassen können, man muss sie suchen, man muss sie manchmal erbitten. Auch da wird man aktiv.
    das glaube ich eben nicht.
    Die Hilfe, das Leben kommt manchmal einfach auf einen zu.

    Indem man es zulässt - und mal die ganzen Scheißaktivitäten sein lässt.

    Ich würde das fast so was wie Demut nennen. Sich hilflos zeigen können, ohne so große Heultiraden.
    Das meine ich nicht.

    Weißt du ich meine wirklich mit Dauer-Aktivität kannst du das Leben als solches auch total überfrachten und übertünchen.
    Allerdings geht man eben auch die Gefahr ein, dass sich manche Menschen an die Hilfe erinnern.

    Ich wollte mal schreiben was gut sein kann an dieser Einsamkeitszeit - und mir fiel nichts ein.
    Jetzt weiß ich es wieder: wenn man da durch ist erfährt man wieder Nähe.

    Das ist es ja wohl auch was der TE fehlt. Die Nähe zu Menschen - zu ihrem eigenen Leben.

    Wenn man seinen Stolz mal zur Seite schieben musste und so die Hilflose gewesen ist.
    Und dann aber diese Zeit überstanden hat: verneigen sich fast die Menschen vor einem.

    Ja, so ist es.

    Aber, vor dem Weitermachen kommt eben immer der Kniefall.
    Um ein tadelloses Mitglied
    einer Schafherde sein zu
    können, muß man vor allem
    ein Schaf sein.
    Albert Einstein


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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Zeige mir bitte die Posts, in denen konkret beschrieben wird, was ich machen soll. Ich finde sie nicht. Und bitte auch welche, die umsetzbar sind..
    #142 ff. (z. B.)

  6. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Einsamkeit

    Scheherazade, das ist für mich irgendwie haarscharf am Thema vorbei. Aber egal.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



    Mein Avatar zeigt ein Gemälde von Ramón Lombarte.


  7. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Was wir noch nicht hatten an Tipps für die TE (glaube ich): Jakobsweg. Sie kann ihn zwar nicht wandern, aber das geht bestimmt auch mit Bussen (hatte ich mal gehört). Eine Bekannte von mir ist ihn gewandert, und obwohl weder ich noch sie besonders spirituell sind, fand ich die Erzählungen beeindruckend. Und: so eine Herausforderung zu meistern stärkt das Selbstbewusstsein.

    Meine Bekannte hat vor und nach dem Jakobsweg ganz viel in ihrem Leben verändert - zum Guten, wie ich ihr wünschen würde 😊...

  8. Avatar von agathe13
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    AW: Einsamkeit

    Auch von mir noch ein paar versprengte Gedanken dazu:

    Erhöhung der Grundgesamtheit:
    Wenn man sich wirklich mit 99,99% der Menschen nicht kompatibel fühlt, dann muss es doch die allerwichtigste Maßnahme sein, die Menge der Menschen zu erhöhen, aus denen sich die 0,01% rekrutieren könnten. Also viele, viele Dinge tun, bei denen man viele, viele Menschen erstmal oberflächlich kennenlernt.

    Kompatibilität:
    Woran merkst du, TE, das überhaupt, ob die vorhanden ist?
    Gibt es überhaupt in deinem Bekanntenkreis derzeit Leute, die aus deiner Sicht kompatibel sind und mit denen du gerne mehr zu tun hättest? Und wissen die das?

    Eine andere Sicht der Dinge:
    man könnte z.B. mein Leben entweder so beschreiben, dass man mich zutiefst bedauert und bemitleidet, wenn man nämlich die nachteiligen, traurigen Aspekte erwähnt und betont. Man könnte aber ebenso mit Fug und Recht alles so beschreiben, dass man mich beneidet und bewundert. Indem man eben andere Dinge betont. Ich vermute, das geht bei dir, TE, auch. Z.B. erwähnst du eine glückliche Kindheit und eine stabile berufliche Situation - das sind schon mal gute Grundlagen, die nicht jeder hat. Dito Intelligenz. Du kannst natürlich sagen, dass die traurigen Dinge für dein Leben prägender sind - aber sei dir bewusst, dass das dann eine Entscheidung ist, die du auch anders treffen könntest. Ich jedenfalls habe durchaus ein Päckchen zu tragen und entscheide mich aus purem Eigennutz für die positive Geschichte.

    Selbstmitleid:
    Man darf sich selbst bedauern, aber man muss es nicht. Ich persönlich finde, dass Selbstmitleid mein größter Feind ist, man verliert sich leicht drin und findet nicht mehr raus aus dieser Anklageposition.

    Perspektive des Mangels:
    jeder braucht etwas und jeder hat etwas zu geben. Man kann sich darauf konzentrieren, was einem fehlt und was einem anderen geben sollen, aber auch darauf, was man hat und was man anderen geben will. Jederzeit. Auch da ist es eine Entscheidung, die man treffen muss.

    Freundschaften:
    was, liebe TE, unterscheidet für dich Freundschaften und Bekanntschaften?

    "es hat nicht gehalten"
    Wenn man z.B. 2 Jahre befreundet war und dann verliert man sich aus den Augen, ist das dann ein enttäuschendes "es hat nicht gehalten"? Oder eher "es war 2 Jahre lang eine schöne Freundschaft"? Wenn es 10 Jahre gehalten hat und dann verliert man sich aus den Augen, was dann? Sind die 10 Jahre dann egal, denn "es hat nicht gehalten"? Ich denke: Alles endet einmal und das Ende entwertet nicht das, was vorher war.

    Leidenschaft und Hingabe:
    Gibt es, liebe TE, trotz deiner Depressionen etwas, was du mit Leidenschaft und Hingabe machst, ganz ohne darüber nachzudenken oder darauf zu spekulieren, dass du da Leute kennenlernst, mit denen es mehr als eine Bekanntschaft werden könnte? Dinge, die du selbstvergessen und inbrünstig tust und bei denen du dich selbst spürst? Die dir kindliches Vergnügen und tiefe Zufriedenheit bereiten? Flow bescheren? Menschen bei so etwas zu erleben, macht sie attraktiv. Wenn es so etwas gibt, tu es in Gesellschaft anderer Menschen und womöglich werden die Dinge plötzlich sehr viel einfacher. So jedenfalls meine Erfahrung - Menschen, die ich unattraktiv und dröge befand, bis ich sie schweißgebadet und mit leuchtenden Augen gesehen habe.

  9. Avatar von Tabea57
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen

    Offen gestanden, bin ich, was Ehrenamt betrifft, etwas zwiegespalten in diesem Fall.

    Das ist lediglich meine persönliche Meinung - aber ich finde, dass der Wunsch,
    anderen Menschen zu helfen, tatsächlich im Vordergrund stehen sollte. Wer ein Ehrenamt
    quasi instrumentalisiert, um seine eigenen Probleme zu lösen, tut weder sich selbst noch
    den Empfängern der guten Taten unterm Strich einen Gefallen.
    Ich meinte nicht, dass sie ihre Probleme so lösen kann, sondern dass es eine Möglichkeit (unter vielen anderen Möglichkeiten) ist, andere Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
    Allerdings sollte zur Pflege dieser Kontakte dann schon eine Grundhaltung vorhanden sein, die offen und zugewandt ist und davon ausgeht, das sowohl Lisa als auch die anderen Menschen okay und gut sind, so wie sie sind.
    Daran scheint es hier zu fehlen, leider.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009


  10. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Auch von mir noch ein paar versprengte Gedanken dazu:

    Erhöhung der Grundgesamtheit:
    Wenn man sich wirklich mit 99,99% der Menschen nicht kompatibel fühlt, dann muss es doch die allerwichtigste Maßnahme sein, die Menge der Menschen zu erhöhen, aus denen sich die 0,01% rekrutieren könnten. Also viele, viele Dinge tun, bei denen man viele, viele Menschen erstmal oberflächlich kennenlernt.

    Kompatibilität:
    Woran merkst du, TE, das überhaupt, ob die vorhanden ist?
    Gibt es überhaupt in deinem Bekanntenkreis derzeit Leute, die aus deiner Sicht kompatibel sind und mit denen du gerne mehr zu tun hättest? Und wissen die das?

    Eine andere Sicht der Dinge:
    man könnte z.B. mein Leben entweder so beschreiben, dass man mich zutiefst bedauert und bemitleidet, wenn man nämlich die nachteiligen, traurigen Aspekte erwähnt und betont. Man könnte aber ebenso mit Fug und Recht alles so beschreiben, dass man mich beneidet und bewundert. Indem man eben andere Dinge betont. Ich vermute, das geht bei dir, TE, auch. Z.B. erwähnst du eine glückliche Kindheit und eine stabile berufliche Situation - das sind schon mal gute Grundlagen, die nicht jeder hat. Dito Intelligenz. Du kannst natürlich sagen, dass die traurigen Dinge für dein Leben prägender sind - aber sei dir bewusst, dass das dann eine Entscheidung ist, die du auch anders treffen könntest. Ich jedenfalls habe durchaus ein Päckchen zu tragen und entscheide mich aus purem Eigennutz für die positive Geschichte.

    Selbstmitleid:
    Man darf sich selbst bedauern, aber man muss es nicht. Ich persönlich finde, dass Selbstmitleid mein größter Feind ist, man verliert sich leicht drin und findet nicht mehr raus aus dieser Anklageposition.

    Perspektive des Mangels:
    jeder braucht etwas und jeder hat etwas zu geben. Man kann sich darauf konzentrieren, was einem fehlt und was einem anderen geben sollen, aber auch darauf, was man hat und was man anderen geben will. Jederzeit. Auch da ist es eine Entscheidung, die man treffen muss.

    Freundschaften:
    was, liebe TE, unterscheidet für dich Freundschaften und Bekanntschaften?

    "es hat nicht gehalten"
    Wenn man z.B. 2 Jahre befreundet war und dann verliert man sich aus den Augen, ist das dann ein enttäuschendes "es hat nicht gehalten"? Oder eher "es war 2 Jahre lang eine schöne Freundschaft"? Wenn es 10 Jahre gehalten hat und dann verliert man sich aus den Augen, was dann? Sind die 10 Jahre dann egal, denn "es hat nicht gehalten"? Ich denke: Alles endet einmal und das Ende entwertet nicht das, was vorher war.

    Leidenschaft und Hingabe:
    Gibt es, liebe TE, trotz deiner Depressionen etwas, was du mit Leidenschaft und Hingabe machst, ganz ohne darüber nachzudenken oder darauf zu spekulieren, dass du da Leute kennenlernst, mit denen es mehr als eine Bekanntschaft werden könnte? Dinge, die du selbstvergessen und inbrünstig tust und bei denen du dich selbst spürst? Die dir kindliches Vergnügen und tiefe Zufriedenheit bereiten? Flow bescheren? Menschen bei so etwas zu erleben, macht sie attraktiv. Wenn es so etwas gibt, tu es in Gesellschaft anderer Menschen und womöglich werden die Dinge plötzlich sehr viel einfacher. So jedenfalls meine Erfahrung - Menschen, die ich unattraktiv und dröge befand, bis ich sie schweißgebadet und mit leuchtenden Augen gesehen habe.

    Ich finde den Beitrag toll!
    Vielleicht kannst du, Lisalena, für dich was entdecken darin?
    Nicht nur, aber insbesondere der letzte Absatz ist eine Perle.
    Wäre schön, wenn bei dir das eine oder andere auf fruchtbaren Boden ....
    Alles hat seine Zeit...

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