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Thema: Einsamkeit


  1. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen

    Ich habe so etwas zu Hause. Sie sagt, sie wäre mit den Charakteren der meisten Menschen heute nicht kompatibel.
    Es tut weh, da zuzusehen, aber wirklich helfen kann man nicht.
    @juli-elli, du hast wohl recht und ich entschuldige mich für meine Trampeligkeit in der Tat schließt man ja häufig von sich auf andere, und v. a. fällt man schnell in so einen Problemlösungsmodus.

    @lisalena, es tut mir leid ich war trampelig. Mit tut es leid, dass du so verzweifelt bist. Ich habe dann immer den Drang, das aufzulösen 😉. Eine Frage habe ich dennoch, eher aus Interesse, und dazu nehme ich mal das Zitat oben von Kleinfeld.

    Was genau bedeutet das? Jetzt schließe ich wieder von mir auf andere: Ich habe schon sooo unterschiedliche Menschen getroffen. Ein beträchtlicher Teil davon liegt mir ganz ok, für eine Bekanntschaft und nen Kaffee ok, aber mehr auch nicht, ein kleiner Teil passt super, und ein durchaus beträchtlicher Teil überhaupt nicht. Sie sind aber alle sehr verschieden. Daher frage ich mich: Was ist denn nicht kompatibel? (Ich verstehe es wirklich nicht, bitte ignorieren, wenn die Frage zu doof ist).


  2. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Oder was ist dein Vorschlag?
    Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, habe ich keinen konkreten Vorschlag zur Lösung des Problems. Alles, was man vorschlagen kann, macht die TE doch sowieso schon seit Jahren. Meine einzige Bitte ist, dass man versucht, wertfrei und ohne Vorwürfe anzuerkennen, dass manche Menschen aus welchen Gründen auch immer irgendwie außen vor bleiben, nie so richtig Anschluss finden etc. Und zwar auch dann, wenn man es selbst nicht verstehen kann, weil man es selbst anders erlebt (hat).

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Klar kann sie viel ausprobiert haben, aber irgendwas muss ja sein, damit sie niemanden findet. Ich kann mir das alles nicht so wirklich vorstellen, dass ein Mensch so viel Pech hat (12 Jahre Onlinedating und niemand finden usw.).
    Diese Aussage impliziert, dass die TE zwingend irgendetwas falsch machen muss und/oder irgendwie komisch sein muss, denn sonst wäre sie nicht in der Situation. Nein, das muss nicht zwingend so sein. Sie hat vielleicht einfach das Pech, dass sie in ihrem Umfeld leider keine ähnlich schwingenden Menschen findet oder dass die ähnlich schwingenden Menschen alle schon sozial fest integriert sind und an weiteren (engeren) Kontakten kein Interesse haben. Und ja, so etwas gibt es, was für die Betroffenen oft einfach sehr tragisch ist. Und auch hier wieder meine Bitte, das einfach mal wertfrei und ohne Vorwürfe anzuerkennen, auch wenn man es sich selbst nicht vorstellen kann, weil man es selbst anders erlebt (hat).

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    da liegst du falsch.
    Das sehe ich nicht so. Ich fand die Erläuterungen der Therapeutin in der Reportage absolut einleuchtend.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Es gibt Kinder, die keine Zuneigung erhalten haben und sogar misshandelt wurden, dennoch resilient sind, aber einige eben nicht. Vielleicht ist das auch in den Genen angelegt.
    Es mag ein Stück weit Veranlagung sein. Aber es kann eben durchaus auch sein, dass diese Kinder/Jugendlichen/jungen Erwachsenen von irgendjemandem in ihrem Umfeld doch positive Bestätigung erfahren haben, z. B. von einem Lehrer, von einem Nachbarn, von den Großeltern, so dass sie dadurch trotz aller widrigen Umstände ein gewisses Maß an Resilienz entwickeln konnten.

    Es gibt Menschen, die - obwohl sie im Grunde durchaus normal sind und keineswegs besonders verhaltensoriginell oder irgendwie komplett extrem in ihren Ansichten - nie so richtig den Fuß in die Tür des Lebens bekommen. Das scheint aber für viele schwer zu akzeptieren zu sein, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. So jemand muss doch irgendeine schwere Macke haben, sonst wäre das doch nicht so. Ja, solche Fälle gibt es natürlich auch, aber es gibt eben auch viele andere Fälle, wo das nicht so ist. Und es ist sicher leider oft auch ein Teufelskreis, aus dem man kaum wieder herauskommt, zumal man kaum ehrlich sagen kann, dass man einsam ist, weil andere eben doch oft denken: "Komische Person, mit der stimmt doch was nicht, damit will ich nichts zu tun haben."

    Und leider ist es auch nicht so, dass sich doch die Einsamen dann einfach zusammentun können, damit sie nicht mehr einsam sind. Die Einsamkeit allein verbindet nicht automatisch. Damit will ich nicht sagen, dass Selbsthilfegruppen für Einsame Unsinn sind. Nein, das sind sie sicher nicht. Aber auch hier gibt es keinen Automatismus. Abgesehen davon, dass auch nicht jeder Einsame für so eine Gruppe gemacht ist, was völlig legitim ist und nichts mit "Na, dann ist er aber wirklich selbst schuld!" zu tun hat.

  3. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Einsamkeit

    juli-elli, zwei Dinge zu Deinem Posting:

    Du gehst immer davon aus, dass wir lisalenas Situation alle nicht aus eigener Anschauung kennen. Gut, in der Ausprägung und in dem langen Zeitraum nicht, aber es schreiben hier sicher auch Frauen und Männer mit, die sehr wohl um die Bitterkeit wissen, die die Einsamkeit mit sich bringt. Und die es irgendwie herausgeschafft haben.

    Du hast sicher recht, dass lisalena vieles tut, sie hat ja beispielsweise deutlich gemacht, dass sie immer Kontakt gesucht hat. Und Du hast sicher auch recht damit, dass es fatalerweise sein kann, dass man einfach keinen Menschen begegnet, die zu einem passen. Was mir aber zu kurz kommt, ist die Möglichkeit, die Gründe für diese mangelnde Kompatibilität einmal bei sich zu suchen. Warum sucht man den Kontakt zu mir nicht? Warum lasse ich niemanden an mich heran? Was für Mechanismen sind es, die immer wieder verhindern, dass Begegnungen tiefer gehen? Und was kann ich dagegen tun, ohne mich zu verbiegen?
    Lisalena hat im Laufe dieses Strangs schon formuliert, dass sie eine gewisse Negativität an sich erkannt hat, die ihr bisher nicht bewusst war. Daran kann man arbeiten. Das wäre ein Anfang.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



    Mein Avatar zeigt ein Gemälde von Ramón Lombarte.

  4. Avatar von animosa
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    AW: Einsamkeit

    Vielleicht ist es auch möglich, die Tipps nicht alle eins zu eins umsetzen oder besser gesagt verstehen zu wollen.

    Das führt dann so zu Reaktionen wie: „Ich mag nun mal keine Sprachkurse“ oder „Hier gibt es keine Stammtische“ und so weiter

    Solche Bekannten habe ich auch. Da hat man den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da wissen Sie schon, das dies nichts für sie ist. Und ich denke dabei: So ist es ja auch nicht gemeint. Es ist ja nur eine Anregung. Diese muss man nun so umgestalten, dass sie zu einem selber passt.

    Einen Stammtisch kann man doch immer selber gründen. Die Aussage, dass es keinen in der Nähe gibt, zeigt doch schon, dass man sich mit jedem Gedanken gleich in eine Sackgasse begibt. Sackgassen gilt es zu vermeiden. Umwege sind wichtig. Dass man sie geht. Vieles dauert einfach lange. Aber irgendwann ist das Ziel erreicht.

    Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, sich einzureden, dass man einfach schlechter gestellt ist als andere Menschen. Das mag mal ganz gut tun, sich bemitleiden zu lassen. Aber das ist nun wirklich nicht der richtige Weg.
    Geändert von animosa (12.08.2019 um 21:39 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Ja wie gesagt wir wissen nichts genaues über die TE. Ich lese nur ständig, dass sie alle Lösungsvorschläge (sorry ich bin Problemlöser und so gepolt) irgendwie gleich mit "ist nichts für mich" abhakt. Ich würde nur gerne wissen, ob es in ihrem Leben nie jemanden gab wie Geschwister, Verwandtschaft oder Freunde. Was war damals in der Schule? falls sie studiert hat im Studium? oder später in den Jobs?

    Man kann nun alles negativ sehen oder das positive wahrnehmen: ein Plausch beim Spaziergang ist doch immerhin etwas, der Gruß beim Bäcker auch ok usw. es sind viele kleine Begegnungen und es ist immerhin etwas. Wenn sie z.B. öfters ins gleiche Cafe geht, kennt man irgendwann den Besitzer und redet dann.


    Zum Thema Onlinedating: liebe TE warst du an einem Stück, also 12 Jahre am Suchen oder hast du nach ein paar Dates aufgehört und irgendwann wieder neu angefangen?
    Ich kenne das Problem von mir nämlich auch. Ich melde mich an und habe ein paar Dates, dann bin ich frustiert und melde mich ab. Nach ca. 1 Jahr fange ich dann wieder an und breche ab. Verstehst du was ich damit sagen will? So kann ich auch behaupten ich suche, aber letzendlich suche ich nicht so wie man suchen sollte. Dann wundere ich mich selbst auch nicht, dass ich niemanden finde (im innersten will ich nicht). Könnte das bei dir auch so sein? Manche Leute wollen zwar einen Partner und Freunde, aber lassen die Nähe nicht zu. Das passiert unterbewusst.
    Es ist ein Unterschied, ob man dabei bleibt. Ich glaube @mediteranee schrieb, dass sie 7 Jahre gesucht hat. Sie war dann eben so richtig auf der Suche.


  6. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Du gehst immer davon aus, dass wir lisalenas Situation alle nicht aus eigener Anschauung kennen.
    Nein, das habe ich so nicht geschrieben.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Gut, in der Ausprägung und in dem langen Zeitraum nicht, aber es schreiben hier sicher auch Frauen und Männer mit, die sehr wohl um die Bitterkeit wissen, die die Einsamkeit mit sich bringt. Und die es irgendwie herausgeschafft haben.
    Genau das ist der Knackpunkt, den ich mehrfach erwähnt habe: Natürlich sind hier viele schon durch sehr schwere Zeiten gegangen und haben sich einsam gefühlt. Bei der TE geht es aber nicht um ein paar schwere Jahre, sondern um ihr komplettes bisheriges Erwachsenenleben.

    Und klar, wer es geschafft hat, aus einer schweren Phase herauszukommen, kann im Nachhinein relativ leicht reden. Das kommt bei der TE in ihrer Situation und Verzweiflung doch aber gar nicht als hilfreich oder hoffnungstiftend an. Wie auch? Dazu kommt, dass eben manche auch von schweren Zeiten schreiben, gleichzeitig aber ihren Partner, ihre Kinder etc. erwähnen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich will das nicht verurteilen. Aber dass das in den Ohren der TE ein wenig wie Hohn klingt - ist das wirklich so gar nicht zu verstehen? Ich verstehe das schon.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Was mir aber zu kurz kommt, ist die Möglichkeit, die Gründe für diese mangelnde Kompatibilität einmal bei sich zu suchen. Warum sucht man den Kontakt zu mir nicht? Warum lasse ich niemanden an mich heran? Was für Mechanismen sind es, die immer wieder verhindern, dass Begegnungen tiefer gehen? Und was kann ich dagegen tun, ohne mich zu verbiegen?
    Nicht massenkompatibel zu sein, ist nicht automatisch gleichbedeutend damit, dass man irgendwie falsch ist und sich ändern muss. Zumal man das vermutlich auch nicht kann. Den Grad der Kompatibilität sucht man sich im Allgemeinen eher nicht selbst aus.

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Lisalena hat im Laufe dieses Strangs schon formuliert, dass sie eine gewisse Negativität an sich erkannt hat, die ihr bisher nicht bewusst war. Daran kann man arbeiten. Das wäre ein Anfang.
    Lisalena fehlt anscheinend seit Jahren echte positive Bestätigung durch andere Menschen. Daran muss sie nicht zwingend selbst schuld sein. Dieses dauerhafte Fehlen der positiven Bestätigung macht eine positive Lebenseinstellung im Allgemeinen sehr schwer.

    Diese echte positive Bestätigung bekommt man m. E. vor allem durch tiefergehende Beziehungen, sprich Partnerschaften und Freundschaften. Genau das fehlt lisalena seit jeher. Das ist eben leider so ein verdammter Teufelskreis.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Einen Stammtisch kann man doch immer selber gründen. Die Aussage, dass es keinen in der Nähe gibt, zeigt doch schon, dass man sich mit jedem Gedanken gleich in eine Sackgasse begibt. Sackgassen gilt es zu vermeiden. Umwege sind wichtig. Dass man sie geht. Vieles dauert einfach lange. Aber irgendwann ist das Ziel erreicht.
    Wer sich seit Jahren nach Kräften bemüht, seine Situation zu verändern/zu verbessern, dem aber leider das nötige Quäntchen Glück fehlt, der ist womöglich irgendwann einfach komplett erschöpft und kann nicht mehr. Der hat keine Kraft mehr für irgendwelche Umwege, da mögen die Umwege noch so richtig und wichtig sein.

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, sich einzureden, dass man einfach schlechter gestellt ist als andere Menschen. Das mag mal ganz gut tun, sich bemitleiden zu lassen. Aber das ist nun wirklich nicht der richtige Weg.
    Diese Aussage liest sich für mich wie eine Anklage. Glaubst du ernsthaft, dass das der richtige Weg ist? Glaubst du wirklich, dass du lisalena damit erreichst? Ich glaube das nicht.

    Zitat Zitat von wildflower_85 Beitrag anzeigen
    Man kann nun alles negativ sehen oder das positive wahrnehmen: ein Plausch beim Spaziergang ist doch immerhin etwas, der Gruß beim Bäcker auch ok usw. es sind viele kleine Begegnungen und es ist immerhin etwas. Wenn sie z.B. öfters ins gleiche Cafe geht, kennt man irgendwann den Besitzer und redet dann.
    Ich finde, das kommt aber eben auch immer sehr auf die konkrete Situation an. Natürlich können auch kleine Begegnungen hier und da etwas Schönes sein, gar keine Frage. Wer aber dauerhaft nur das hat und eben nichts Tiefergehendes (keinen Partner, keine engen Freunde) - soll der sich ernsthaft jahrzehntelang wie ein Schneekönig darüber freuen? Das dürfte wohl den wenigsten möglich sein.


    Den einen oder anderen scheine ich mit meinen Beiträgen wirklich (!) erreicht zu haben. Entweder weil er sich selbst (oder eine ihm nahestehende Person) ein Stück weit darin wiedererkannt hat. Oder weil er dadurch eine etwas andere Sichtweise kennengelernt hat, an die er vorher nicht gedacht hat. Denn eines möchte ich auch noch mal ganz ausdrücklich betonen: Meine Beiträge beziehen sich natürlich zum einen auf lisalena, das ist ja klar. Aber sie sind schon auch allgemein gemeint, denn es gibt viele lisalenas da draußen - auch männliche -, die in ihrer größten Verzweiflung vielleicht einfach mal (virtuell) in den Arm genommen werden müssen.

    Nein, das löst nicht deren Probleme. Aber manchmal muss/sollte man - das gilt für die Betroffenen und für die Ratschlaggeber - leider ein Stück weit anerkennen, dass es womöglich tragischerweise keine befriedigende Lösung gibt. Das nennt man dann wohl radikale Akzeptanz. Dieser Begriff wurde hier, glaube ich, auch schon von Scheherezade erwähnt.
    Geändert von juli-elli (12.08.2019 um 23:22 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Knackpunkt, den ich mehrfach erwähnt habe: Natürlich sind hier viele schon durch sehr schwere Zeiten gegangen und haben sich einsam gefühlt. Bei der TE geht es aber nicht um ein paar schwere Jahre, sondern um ihr komplettes bisheriges Erwachsenenleben.
    ich schätze deine beiträge sehr, aber das stimmt so nicht. sie berichtete, dass sie durchaus schon freundschaften hatte, und, so wie ich es verstanden habe, auch sehr gute.
    nur gingen die wieder auseinander.

    aber es ist auch nicht so, dass nie was geklappt hätte. nur hat sich nichts bleibendes aufbauen lassen. dass sie darunter leidet, kann ich auch vollkommen verstehen.

    andererseits ist sie auch sehr kritisch gegenüber anderen menschen und offenbar tun ihr die meisten nicht gut. das macht es wirklich schwierig...

    Lisalena fehlt anscheinend seit Jahren echte positive Bestätigung durch andere Menschen. Daran muss sie nicht zwingend selbst schuld sein. Dieses dauerhafte Fehlen der positiven Bestätigung macht eine positive Lebenseinstellung im Allgemeinen sehr schwer.
    umgekehrt scheint ihr wiederum die begeisterungsfähigkeit für andere menschen zu fehlen. vielleicht ist das sogar eine wechselwirkung?
    Nein, das löst nicht deren Probleme. Aber manchmal muss/sollte man - das gilt für die Betroffenen und für die Ratschlaggeber - leider ein Stück weit anerkennen, dass es womöglich tragischerweise keine befriedigende Lösung gibt. Das nennt man dann wohl radikale Akzeptanz. Dieser Begriff wurde hier, glaube ich, auch schon von Scheherezade erwähnt.
    da stimme ich dir auf jeden fall zu.


  8. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    ich schätze deine beiträge sehr, aber das stimmt so nicht. sie berichtete, dass sie durchaus schon freundschaften hatte, und, so wie ich es verstanden habe, auch sehr gute.
    nur gingen die wieder auseinander.

    aber es ist auch nicht so, dass nie was geklappt hätte. nur hat sich nichts bleibendes aufbauen lassen. dass sie darunter leidet, kann ich auch vollkommen verstehen.
    Ja, das ist richtig! Lisalena hat schon Freundschaften gehabt, die aber wohl nie sehr lange gehalten haben. Oftmals sind diese im Sande verlaufen, sobald die anderen Kinder bekommen haben. Und ich habe lisalena so verstanden, dass sie wohl oft auch den Eindruck gehabt hat, dass sie für die anderen nicht die Bedeutung gehabt hat wie diese für sie.

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    andererseits ist sie auch sehr kritisch gegenüber anderen menschen und offenbar tun ihr die meisten nicht gut. das macht es wirklich schwierig...

    umgekehrt scheint ihr wiederum die begeisterungsfähigkeit für andere menschen zu fehlen. vielleicht ist das sogar eine wechselwirkung?
    Ja, das macht es in der Tat wirklich schwierig, so traurig das ist. Es mag aber eben sein, dass diese Haltung auch aus ihren Erfahrungen heraus entstanden ist. Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Ich vermute, dass sich das in Fällen wie diesen oft nicht eindeutig beantworten lässt, weil da ein unglückseliges Zahnrad ins andere unglückselige Zahnrad greift. Da kann dann leider wirklich so eine unschöne Wechselwirkung entstehen. Und darin liegt m. E. eine große Tragik.


  9. Registriert seit
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    AW: Einsamkeit

    Findet ihr das in Ordnung, so in die Breite über jemanden zu sprechen, statt mit ihm?

    Die TE wird hier zu einem Objekt gemacht.
    Das gilt insbesondere auch für dich juli-elli. Gerade deine Beiträge vereinnahmen die TE geradezu. Ich betrachte sie nicht ohne Skepsis.


  10. Registriert seit
    20.04.2018
    Beiträge
    441

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von putulu Beitrag anzeigen
    Findet ihr das in Ordnung, so in die Breite über jemanden zu sprechen, statt mit ihm?

    Die TE wird hier zu einem Objekt gemacht.
    Das gilt insbesondere auch für dich juli-elli. Gerade deine Beiträge vereinnahmen die TE geradezu. Ich betrachte sie nicht ohne Skepsis.
    Diese Sichtweise steht dir natürlich frei, auch wenn ich sie in dieser Form nicht nachvollziehen kann und sogar ein wenig erschrocken darüber bin. Ich mache lisalena weder zu einem Objekt (das empfinde ich auch bei den anderen Usern hier nicht so, völlig unabhängig davon, welche Meinung sie hier vertreten), noch vereinnahme ich sie. Ich finde es, ehrlich gesagt, befremdlich und fast schon boshaft, meine Beiträge auf eine solche Art und Weise auszulegen.

    Natürlich geht es in diesem Thread zum einen um lisalena, das ist ja logisch, denn es ist ihr Thread. Zum anderen geht es mir persönlich aber auch darum, ganz allgemein etwas zum Thema Einsamkeit zu sagen bzw. um ein bisschen Mitgefühl und Verständnis für Einsame zu "werben", da mir dieses Thema am Herzen liegt. Das habe ich mehrfach deutlich gemacht, zumindest habe ich es versucht, und einige oder viele dürften das auch verstanden haben, egal, ob sie meine Ansichten teilen oder nicht.

    Und ob ich persönlich nur über lisalena spreche, statt mit ihr, das weißt du nicht. Das nimmst du lediglich an.

    Ich werde aber versuchen, mich nun aus diesem Thread zurückzuziehen. Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte, und das sogar mehrfach - wie viele andere User in diesem Thread und in vielen anderen Threads übrigens auch. Das liegt wohl in der Natur der Sache, dass jeder sich wünscht, verstanden zu werden und dann dazu neigt, sich ein ums andere Mal zu erklären, weil er den Eindruck hat, noch nicht richtig verstanden worden zu sein.
    Geändert von juli-elli (13.08.2019 um 02:03 Uhr)

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