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Thema: Einsamkeit

  1. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    WO?
    Post Nr. 136 von Schafwolle zB

    Wie gesagt: man kann da keine Bauanleitung geben im Sinne von: ziehen Sie Schraube A fest und verbinden dann die Teile B und C. Aber Tips, wo man mal hinschauen könnte, gab es hier im Strang durchaus.

  2. User Info Menu

    AW: Einsamkeit

    Danke, @Kara_Thrace

    Die Mitschreibenden hier denken sich ja etwas beim Verfassen
    ihrer Beiträge.

    @lisalena
    Mir fällt auf, dass Du schnell dabei bist, andere Menschen bzw. deren
    Aussagen hier zu verurteilen und/oder mit ausgesprochener Unfreundlichkeit
    zu reagieren. Bestes Beispiel ist Deine patzige Antwort auf @Mediterraneee, der
    Du (übrigens nicht zutreffende) "Unverschämtheit" unterstellst.

    Es wird hier im Forum wohl kaum die Antwort schlechthin auf dem Silbertablett geben, die Dein
    Problem zu lösen vermag. Du musst Dir schon die Mühe machen, aus dem zahlreichen
    Input die für Dich passenden Ansätze herauszufiltern.


    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Schließe Dich Menschen an, die etwas TUN: ... Vorlesepatenschaften; Flüchtlingshilfe; Besuche in Altenheimen.
    Offen gestanden, bin ich, was Ehrenamt betrifft, etwas zwiegespalten in diesem Fall.

    Das ist lediglich meine persönliche Meinung - aber ich finde, dass der Wunsch,
    anderen Menschen zu helfen, tatsächlich im Vordergrund stehen sollte. Wer ein Ehrenamt
    quasi instrumentalisiert, um seine eigenen Probleme zu lösen, tut weder sich selbst noch
    den Empfängern der guten Taten unterm Strich einen Gefallen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Beziehungen sind immer endlich. Keiner bleibt ewig bei Dir - aus Gründen, für die du oft nicht mal was kannst.
    Da ist viel Wahres dran.

    Deshalb ist der Fokus auf bzw. die Idealisierung von Verpartnerung überhaupt
    nicht zielführend.

    Wenn Du, @lisalena, auf ausschließlich (!) - wenn ich Dich recht verstanden habe -
    sehr negative Beziehungserfahrungen zurückblicken kannst, dann stellt sich schon
    die berechtigte Frage, ob vielleicht auch Du einen Anteil dran hattest?

  3. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ja, mit Mut und Engagement und einer gewissen Resilienz gegenüber Rückschlägen und Misserfolgen, und all das auch über einen längeren Zeitraum. Und das kostet Kraft. Aber es ist der einzige Weg.
    Nein, stimmt nicht.
    Man kann sich auch einfach in die Ecke setzen und verbittern. Aber will man das?
    Ohne jetzt auf Kontra aus zu sein:
    Ja, sich einfach mal in die Ecke zu setzen und nüscht zu tun kann gut sein.
    Und führt bestimmt nicht zur Verbitterung. Wieso auch?

    Ich glaube - man kann einfach in einem falschen Leben landen.
    Das ist dann wie ne Einbahnstrasse.

    Mediterraneee, glaubst du wirklich nur Bemühungen führen zu einem glücklichen Leben?
    Auf mich wirkt die TE einfach auch nur erschöpft.

    Ich würde an ihrer Stelle warten.

    Auch zum Nichts-tun gehört Mut. Ich mache in solchen Situationen einfach die Schotten dicht.
    Was ich übrigens ganz toll fand und hilfreich. War ein Vorschlag von einer Userin hier: das Buch: Der Weg des Künstlers.
    Einfach mal befolgen. Da sind so Vorschläge drin: 1 mal in der Woche etwas Kulturelles, kann auch einfach nur ein Besuch in der Bibliothek sein, einmal in der Woche einfach nur spazieren gehen, ohne Hund und Handy.....

    Man kann schon hier von den Vorschlägen profitieren.
    Das Buch habe ich mir schon soo oft aus der Bücherei ausgeliehen und Gebühren bezahlt.
    Das hätte ich schon längst besitzen können.

    Was ich daran gut finde: das Buch treibt an im Sinne von du musst. Aber, keiner weiß es.
    Also muss ich einmal die Woche spazieren gehen. Was ich da alles so entdeckt hatte.

    Keiner weiß davon. Aber, es verselbständigt sich.
    Jeder Mensch braucht doch seine Krücken.

  4. User Info Menu

    AW: Einsamkeit

    Scheherazade, keine Sorge, ich habe nicht das Gefühl, dass Du "auf Kontra" aus bist.

    Ja, ich glaube, dass nur Bemühungen einen weiterbringen. Und ich glaube ganz fest, dass Du Dich irrst, wenn Du schreibst, dass man im falschen Leben landen kann. Denn man ist für sein Leben und vor allem für die eigene Weiterentwicklung selbst verantwortlich. Man kann in sehr schwierige Lebensumstände geraten oder schon hineingeboren werden, aber man hat IMMER die Möglichkeit, aktiv zu werden und an den äußeren Umständen und an sich selbst zu arbeiten.

    Man kann sich in die Ecke setzen und warten, ja. Das kann sehr gut sein, wenn man Kraft tanken muss und wenn einem alles zu viel wird. Aber man wird dadurch nicht erreichen, dass sich die Umstände ändern, und man wird vor allem nicht erreichen, dass man selbst sich weiterentwickelt. Es wird einfach alles so bleiben, wie es ist. Und wenn dieser Ist-Zustand einen nicht glücklich macht, dann wird warten nichts daran ändern.
    Wir werden weitermachen!

  5. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Ich habe lange überlegt, ob ich mich in diesem Thread zu Wort melden soll. Ich habe mich nun entschlossen, das zu tun. Es folgt ein längerer Beitrag, und ich würde mich freuen, wenn die interessierten User sich bemühen, diesen Beitrag wirklich in Ruhe zu Ende zu lesen und ihn mal etwas auf sich wirken zu lassen.

    Es ist leider so: Es gibt kein Patentrezept, um andere Menschen kennenzulernen. Man kann so gesehen immer nur wieder versuchen, in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Aber genau das hat die TE ihr Leben lang immer wieder versucht, und sie versucht es offensichtlich bis heute. Es ist anscheinend nicht so, dass sie nur allein zu Hause sitzt und darauf wartet, dass andere auf sie zukommen. Sie hat auch immer wieder andere Menschen kennengelernt. Was aber eben nicht geklappt hat, sind längere, tiefergehende Beziehungen oder gar eine Partnerschaft aufzubauen. Das ist aber durchaus ein menschliches Grundbedürfnis. Immer nur lockere Bekanntschaften, keinerlei Paarbeziehung – das dürfte wohl für die wenigsten auf Dauer erfüllend sein.

    Das muss nun nicht zwangsläufig daran liegen, dass die TE dann eben selbst schuld ist und immer irgendetwas grundlegend falsch gemacht haben muss. Sie hat vielleicht einfach das Pech gehabt, in ihrem Umfeld keine ähnlich schwingenden Menschen zu finden; sie schreibt ja in ihrem EP sinngemäß selbst, dass sie nicht so massenkompatibel ist. Und/oder sie hat das Pech gehabt, trotz großer Bemühungen ihrerseits irgendwie ein wenig den Anschluss verpasst zu haben und dadurch immer mehr außen vor geraten zu sein. Das ist mit Sicherheit aber etwas, was hier vielen anderen eben nicht genauso ergangen ist, auch wenn sie ihrerseits gewiss ebenfalls Phasen der (gefühlten) Einsamkeit gehabt haben mögen. Und ich fände es wirklich sehr wünschenswert, dass andere einfach mal versuchen, wertfrei und ohne Vorwürfe anzuerkennen, dass ihre Lebenssituation und ihre Lebenserfahrungen nicht automatisch eins zu eins auf die TE übertragbar sind.

    In anderen Threads, wo User über eine momentan sehr schwierige Lebenssituation klagen – z. B. schwere Erkrankung eines ihnen nahestehenden Menschen –, wird gern mal gefragt, ob diese User Menschen im Umfeld haben, mit denen sie darüber reden können, die sie auffangen und stützen können etc. Warum wohl wird diese Frage gestellt? Weil es für Menschen im Allgemeinen eben sehr wohl wichtig ist, enge Vertrauenspersonen zu haben. In diesem Thread wird über diesen Wunsch/dieses Bedürfnis der TE aber mit Allgemeinplätzen oder zum Teil auch aggressiven/gehässigen Kommentaren hinweggebügelt. Warum eigentlich? Ist es so schwer zu ertragen, dass hier ein Mensch schreibt, dem es leider nicht gelungen ist, sich ein „normales“ Leben aufzubauen? Ist es so schwer, sich vorzustellen, dass manche Menschen – durchaus auch ohne offensichtliches eigenes Verschulden – irgendwie durchs Raster fallen und die Kluft zu anderen „normalen“ Menschen im Laufe des Lebens immer größer wird? Und bitte: Es möge jetzt keiner mit Phrasen à la „Was ist schon „normal“?“ ankommen. Ich denke, im Grunde weiß hier jeder ganz genau, was gemeint ist.

    Wie gesagt, hier haben viele sicher schon schwere Zeiten erlebt, sind durch Täler der Tränen gegangen etc. Das ist ein Stück weit auch normal, das gehört auch zum Leben dazu. Aber wie viele gibt es hier, deren Lebenssituation wirklich zu nahezu 100 % mit der der TE übereinstimmt? Die mit 40 Jahren noch nie eine richtige Partnerschaft hatten und augenscheinlich auch keine engeren Freundschaften? Ausgehend von dem, was ich hier bisher gelesen habe, möchte ich behaupten: Keine. Und das sollten sich die User doch bitte mal vor Augen halten, bevor sie zum Teil sehr unbarmherzig über die TE richten und/oder erwarten, die TE möge sich doch bitte überschlagen vor Dankbarkeit für Tipps à la „Geh doch einfach mal unter Menschen!“, zumal sie das sowieso tut.

    Und wenn hier von Selbstliebe etc. die Rede ist: Man kann diese Selbstliebe im Allgemeinen nicht immer nur aus sich selbst heraus generieren. Man braucht auch andere Menschen, die einem spiegeln, dass man so in Ordnung ist, wie man ist. Auch das Maß an Resilienz hat sehr viel damit zu tun, ob man auch mal von außen bestärkt wird oder immer nur allein dasteht. Der Mensch an sich - von Ausnahmen abgesehen - ist ein soziales Wesen, das auf Kontakt zu Artgenossen angewiesen ist.

    Ich möchte an dieser Stelle noch einen Beitrag einstellen, den ich vor einem knappen Jahr in einem anderen "Einsamkeit"-Thread geschrieben habe und der m. E. auch hier ein Stück weit passt:

    "Ich möchte mich mal etwas allgemeiner zum Threadthema äußern.

    Es gibt ja immer so „schöne“ Sprüche:

    „Jeder hat sein Päckchen zu tragen.“ – Ja, das stimmt einerseits, aber andererseits gibt es doch Unterschiede:
    einer hat ein Päckchen zu tragen, der andere mehrere;
    einer hat ein leichtes Päckchen zu tragen, der andere ein schweres;
    einer hat Hilfe beim Tragen, der andere muss allein tragen;
    einer ist von Natur aus stärker, der andere schwächer.

    „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ – Ja, das stimmt einerseits, aber andererseits gibt es auch hier Unterschiede:
    einer kann sich aus einer komplett eingerichteten Werkstatt bedienen, ein anderer hat zumindest einen Werkzeugkoffer, wieder ein anderer hat nur einen kleinen Spielzeughammer.

    Was ich damit sagen will: auch wenn es sicher viele Menschen gibt, die Probleme haben, unter anderem mit Schüchternheit, Einsamkeit etc., so ist doch jeder Fall wieder ein bisschen anders gelagert. Und was dem einen möglich ist, um seine Situation zu verbessern, ist einem anderen vielleicht nicht möglich. Ich finde es wünschenswert, das ein Stück weit einfach mal ohne Wertung und ohne Vorwürfe anzuerkennen.

    Natürlich kann man davon berichten, wie man selbst seine Probleme in den Griff bekommen hat. Dem einen oder anderen mag das durchaus Denkanstöße geben bzw. weiterhelfen. Man sollte aber auch ohne herablassende Worte anerkennen, dass der eigene Weg nicht jedem anderen ebenfalls möglich ist, weil eben jeder Fall wieder ein bisschen anders ist und nicht jeder Mensch über die gleichen Ressourcen verfügt.

    Was meiner Meinung nach auch ganz wichtig ist: wenn jemand – unter Umständen auch unter allergrößten Anstrengungen – ein Stück weit über seinen eigenen Schatten springt und dann innerhalb kurzer Zeit positive Rückmeldungen bekommt, wird er sich sicher etwas leichter tun, diesen Weg weiterzugehen. Wenn jemand dieses Glück aber nicht hat und statt dessen kein Feedback oder sogar explizit negatives Feedback bekommt, wird er sich sicher umso schwerer tun oder gar nicht mehr in der Lage sein, es erneut zu versuchen.

    Ebenfalls ganz wichtig meiner Meinung nach: manche Menschen sind massenkompatibler, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, andere passende Menschen zu finden. Manche Menschen sind wenig bis gar nicht massenkompatibel, was es natürlich schwieriger macht, andere Menschen, die ähnlich schwingen – diese Formulierung wurde in diesem Thread ja auch schon verwendet –, zu finden. Wobei dann manch einer dieser Wenig-bis-nicht-Massenkompatiblen das Glück hat, dass sich in seinem Umfeld doch einige ähnlich schwingende Menschen befinden, während ein anderer dieses Glück nicht hat, so dass er sucht und sucht und sucht und nicht findet und irgendwann keine Kraft und Zuversicht mehr hat, um noch weiterzusuchen.

    Mein Fazit: bei allen Ähnlichkeiten gibt es eben doch auch immer viele Unterschiede. Daher sollte man m. E. nicht zu schnell und zu rigoros über andere urteilen, auch wenn man selbst glaubt, die Situation doch bestens zu kennen. Man mag die Situation bestens kennen, aber doch kann es im Detail viele Unterschiede geben, die den einen handlungsfähiger machen und den anderen weniger."

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Ich habe mich jetzt bei nebenan.de umgesehen, aber ich finde dort nur Angebote zu Aktivitäten, zu denen man allein geht, wie z.B. eine Ankündigung zu einem Flohmarkt oder Einschulungsgottesdienst und im Bereich Freundschaft hauptsächlich geschlossene Gruppen. Hm ... das wird mich einiges an Überwindung kosten, da einer Gruppe beizutreten ...
    Bei mir ist es so, dass diese Gruppenfunktion nur deshalb da ist, damit man bei soovielen Gruppen (wären sie öffentluch) nicht ständig ALLES lesen muß

    Nicht vergleichbar mit den Bri Gruppen, da geht es ja darum, das große Forum nicht mitlesen zu lassen

    Da das Ganze sehr regional ist, kann sich da auch "mehr und das direkt um die Ecke"entwickeln

    Ich persönlich kenne es, dass Freundschaften sich durchaus aus sehr spontaner Sympatie ala auch sehr langsam entwickeln können
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  7. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen



    Offen gestanden, bin ich, was Ehrenamt betrifft, etwas zwiegespalten in diesem Fall.

    Das ist lediglich meine persönliche Meinung - aber ich finde, dass der Wunsch,
    anderen Menschen zu helfen, tatsächlich im Vordergrund stehen sollte. Wer ein Ehrenamt
    quasi instrumentalisiert, um seine eigenen Probleme zu lösen, tut weder sich selbst noch
    den Empfängern der guten Taten unterm Strich einen Gefallen.
    Wenn es so wäre wie Du sagst, hätten wir mindestens 4 Mal weniger Ehrenämtler - was meinst Du wie viele Feuerwehrler über die Jugendfeuerwehr angefangen haben, dito bei anderen großen Organisationen mit angeschlossenen Jugenorganisationen?
    Die machen das als Teenager aus Spaß und bleiben als Erwachsene aus Gewohnheit dabei, wenn man da fordern wollte, dass nur ja "Helfen wollen" das einzige Motiv ist, stünde man schlecht da!


    Außerdem frage ich mich immer noch, ob die Beiträge der TE denn nicht gelesen werden: Ehrenämter und aushäusige Aktivitäten jemand zu empfehlern, der all das schon tut, und zwar seit Jahrzehnten (!) ist doch nun wirklich sehr kaltschnäuzig.

  8. User Info Menu

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie hat auch immer wieder andere Menschen kennengelernt. Was aber eben nicht geklappt hat, sind längere, tiefergehende Beziehungen oder gar eine Partnerschaft aufzubauen.

    Das muss nun nicht zwangsläufig daran liegen, dass die TE dann eben selbst schuld ist und immer irgendetwas grundlegend falsch gemacht haben muss.
    Hier geht es ja nicht um Schuld, sondern um Ursachenforschung.

    Für mich stellt die eigene Aussage bzw. Einsicht von@lisalena ein Stück der Kernproblematik
    dar, nämlich --->

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    Ich erzähle wirklich hauptsächlich Schlechtes, verpacke es aber oft in Ironie und Sarkasmus oder erzähle es lachend. Aber es ist negativ.
    Das kann durchaus der Grund sein, warum andere Menschen die von ihr gewünschte
    Nähe nicht zulassen wollen.

    Gleichgesinnte - als Menschen, die ebenfalls eine fast ausschließlich negative Sicht
    auf die Mitmenschen und das Leben haben - zu finden, dürfte sich als schwierig darstellen.
    Zumal das in meiner Vorstellung unweigerlich dazu führt, dass einer den anderen noch
    mehr runterzieht. Und dass das der gewünschte Effekt sein soll übersteigt meine Vorstellungskraft.

    Man muss nicht immer tiefenpsychologisch "wühlen".
    Manche Dinge sind auch so offensichtlich.

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Einsamkeit

    Danke, juli-elli, du hast wunderbar ausgedrückt, was mir seit Stunden, seit ich den Strang gelesen habe, im Kopf rumgegangen ist.

    Einsamkeit, gerade in Grossstädten, ist ein riesiges Thema. International. Und da gehts nicht nur um Senioren.


    Liebe lisalena, ich kenne deine Situation ein klein wenig, ich hatte in meinen Dreissigern solche Phasen, wo ich ganze WE nicht ein Wort geredet habe (ausser mit der Supermarktkassiererin). Ich bin viel beruflich umgezogen und grösstenteils in Orte, wo ich erstmal Niemanden kannte. Das war oft nicht lustig. Und wenn es dann noch ständig regnet und die Gegend nicht so prickelnd ist .. .. und anscheinend jeder das Leben besser kann als ich.
    Bis auf ein paar Beziehungen, die nie länger als 2-8 Jahre dauerten, war und bin ich Single. Jetzt mit Mitte 50 suche ich nicht bewusst, aber bin durchaus offen für Begegnungen und mehr. Wenn's passt.

    Ich hab auch irgendwann gemerkt, dass es nichts bringt, sich zu Unternehmungen a la Meetup etc zu zwingen, an denen man keinen Spass hat und man nur hingeht weil man da auf Menschen trifft.
    Die Sache an sich muss mir Spass machen, so sehr, dass ich sie auch alleine machen würde. Dann ist die Basis für angeregten Austausch mit anderen da.

    Ich wünsche dir Gelassenheit, die momentane Situation und die langen Wochenenden auszuhalten. Auch wenn die Situation schon lange dauert, bedeutet das ja nicht, dass sie für immer so sein wird. Nichts ist in Stein gemeisselt.
    Das Buch 'Der Weg des Künstlers' ist wirklich gut. Vielleicht setzt sich ja was in Bewegung, wenn du dich mehr auf dein Leben fokussierst, ohne den Gedanken im Hinterkopf 'ich hätte aber gern'.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  10. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    @schafwolle: Ich verstehe durchaus, was du meinst.

    Das Problem ist aber, dass die negative Einstellung der TE vermutlich nicht völlig aus dem Nichts kommt, sondern etwas mit ihren Erfahrungen und dem Verlauf ihres Lebens zu tun hat. Und wer immer wieder nur Rückschläge, Niederlagen, Enttäuschungen erlebt, und wem langfristig echte Unterstützung, Zuneigung, Bestätigung durch andere fehlen, der wird auf Dauer eher nicht mehr optimistisch und lebensfroh in die Zukunft sehen. Und das wird hier von vielen meiner Meinung nach übersehen, obwohl das, wie ich finde, auch absolut offensichtlich ist.

    Die meisten User hier gehen logischerweise von sich aus und glauben, sie könnten die Situation der TE bestens beurteilen. Bei vielen ist es aber, ausgehend von dem, was sie schreiben, so, dass sie zwar natürlich schon sehr schwere Zeiten erlebt haben, aber keineswegs über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ohne Partner, Kinder, Freunde dagestanden haben. Und das sollte man m. E. ein wenig im Hinterkopf behalten, ganz wertfrei und ohne Verurteilungen. Es hat nicht jeder die gleichen Voraussetzungen und Ressourcen.

    Und was die vermeintlich guten Tipps der User angeht: Glaubt denn jemand wirklich ernsthaft, er würde der TE einen riesigen Gefallen tun, wenn er ihr rät, einfach mal unter Menschen zu gehen? Mal davon abgesehen, dass sie schon mehrfach betont hat, dass sie das bereits tut. Ich denke, es wäre für die TE sehr viel hilfreicher und tröstender, ihr einfach mal ein wenig Mitgefühl entgegenzubringen. Und einfach auch mal ein Stück weit auszuhalten, dass es der TE schlecht geht.

    Ja, nun kann man natürlich sagen, das ist auch keine Lösung. Es gibt aber im Moment (und vielleicht auch leider dauerhaft) keine für die TE befriedigende Lösung. Aber mal ein wenig Verständnis und Mitgefühl - das könnte schon mal ein wenig die wunde Seele streicheln und einen kleinen Unterschied im Leben der TE machen.

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