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Thema: Einsamkeit

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Kealakekua Beitrag anzeigen
    Mir ist aufgefallen, dass Du die anderen Menschen grundsätzlich als "die glücklichen" beschreibst, und dass Du daher so wenig Berührungspunkte mit ihnen hättest. Wahrscheinlich überschätzt Du die Glücklichkeit z.B. der erwähnten jungen Familien. Rein statistisch sind z.B. gerade junge Eltern eher unzufrieden mit ihrem Leben als die Durchschnittsbevölkerung. Mir kommt es so vor, als ob Du Dich etwas unglücklicher einschätzt, als Du es in Wirklichkeit bist, und in die anderen gemäß dem üblichen Vorurteil höchste Glückseligkeit hineinprojizierst.

    Die Wahrheit ist doch, dass jeder mit 40 schon ein paar harte Schicksalsschläge verkraften musste. Die anderen etwas weniger, die anderen ein bißchen mehr. Aber es hilft doch, damit ehrlich und offen umzugehen und sich gerade nicht zu verstellen.
    Statistisch sind Eltern aber im Alter glücklicher als die Kinderlosen. Ich bin aber ja bald nicht nur kinderlos, sondern auch familienlos. Ich weiß, dass man noch unglücklicher sein kann als ich es jetzt bin, das weiß ich aus der Phase vor meinen AD und während eines Absetzversuches. Das war die Hölle auf Erden.

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    AW: Einsamkeit

    .
    Geändert von lisalena79 (08.08.2019 um 17:25 Uhr)

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    @Ambiva toller Beitrag!



    @TE
    Die Frage ist ja, geht es Dir gut so, wie es ist?

    Wenn ja, es gibt immer mal Leute,die gern Verständnis/Mitleid wasauchimmer brauchen,aber im Loch bleibenwollen....Verständnis von Menschen, die "im Loch sitzenbleiben", um diese Metapher zu benutzen, wirst Du wenig bekommen, liebe TE. Die schreiben hier eher nicht....

    Wenn nein, dann nutze die Stellschrauben, es wurden Dir hier schon viele genannt....

    Und das Gefühl "Alle anderen sind glücklicher als ich"...Mach Dir mal die Mühe, hinter die Fassade zu schauen, meist ist da ne Menge Kummer, Unglück usw.Die Meisten lassen das im Alltag nicht so raus, weil wir in der Öffentlichkeit, im Job zu 99% unsere "Alles ist toll" Maske aufhaben.

    Kennst Du das Buch "Anleitung zum Unglücklichsein"?
    Hinter die Fassade kann ich natürlich nicht gucken, aber bei den meisten wird aus den Erzählungen schon deutlich, dass ich mit ihrem Leben zufriedener wäre als mit meinem.

    Ich habe schon sehr viele Ratgeber gelesen und denke dann auch meist: „Oh toll, stimmt irgendwie. Aber umsetzen kann ich es nicht.“ An vielen Ratgebern stört mich, dass immer automatisch davon ausgegangen wird, dass man einen Partner hat.

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von lisalena79 Beitrag anzeigen
    JLeute in meinem Umfeld und bei meinen Aktivitäten sich miteinander privat verabreden. Da hat mich noch nie jemand gefragt.
    Und du?
    Wieso fragst du nicht?

    Ich bin Sternzeichen Trampel : ich höre 2 reden über einen Besuch der Landesgartenschau. Ich denke mir "das will ich auch"
    Ich sage "hey, toll. das interessiert mich auch sehr. wann fahrt ihr denn? Darf ich mich vielleicht anschließen?"

    Antwort: Freilich. Gerne.
    (wir waren dann letztendlich zu Fünft ... )

    Nicht so schüchtern.

    Warte nicht, dass du gefragt wirst. Frage selber. Lade ein, hab Ideen.

    klar, es ist schöner, wenn die mich gefragt hätten. Bauchpinselnder, Egoschmeichelnder. aber auch abhängig machender.

    @lies erst mal, kein Stress
    Geändert von R_Rokeby (08.08.2019 um 18:12 Uhr)

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    AW: Einsamkeit

    Nicht schon wieder schreiben, ich komme nicht hinterher!

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann nachvollziehen, dass es wenige Leute gibt, mit denen Du harmonierst.
    Geht mir ähnlich. Ich dachte, bei mir liegt es am Umfeld. Die Themen der meisten Leite hast Du schon genannt, Urlaub, Hochzeit usw. Gähn.

    Wieso soll ich mich über die ausufernden Feiern anderer Leute freuen, die schrecklichen Jungesellinnenabschiede, wenn ich nicht mal dazu eingeladen werde?
    Und selbst wenn, dabei nicht mal Spaß habe.

    Ok, ich weiß schon, ich könnte in einen Lesekreis, in einen Kunstinteressiertenkreis eintreten, doch dafür fehlt mir die Energie. Interessante Leute trifft man nicht irgendwo. Doch es ist absoluter Zufall, wo man die trifft. Zuhause jedenfalls nicht.

    Du hast das Glück studiert zu haben, ein Fach, das Dir Spaß macht, da triffst Du doch bei der Arbeit interessante Leute, mit denen eine Unterhaltung Spaß macht?

    Ich für mich habe eine Verhaltenstherapie gemacht (aus anderen Gründen), da habe ich schon einiges mitgenommen.

    Beshäftige mich mit Yoga, AT und Meditation(im Moment weniger).

    Versuche mir selbst die beste Freundin zu sein, die ich nicht habe. Versuche viel alleine zu machen, das geht bei meinen Hobbys ausgezeichnet.

    Dieses und letztes Jahr hat mich echt gebeutelt, privat gab es Rückschläge, zb werde ich so gut wie nie zu jemandem eingeladen.
    Freizeitmäßig muss ich selbst aktiv werden und alles selbst planen. ( Mein Mann ist da ganz für sich und geht da wo er hin will auch ganz alleine hin).

    Unglücklich bin ich nicht, einsam schon, manchmal.

    Ich versuche demnächst einige Dinge anzupacken, zb auch mal alleine Essen zu gehen, oder in Urlaub zu fahren.
    Ich habe hobbytechnisch und freizeitmäßig echt vieles gemacht. Seit ein paar Jahren bin ich nun bei drei Aktivitäten pro Woche, mehr schaffe ich nicht. Ich bin körperlich durch chronische Schmerzen eingeschränkt und brauche die Abende auf der Couch. Außerdem merke ich ja sowieso nur, dass ich doch nirgendwo „andocken“ kann, weil nie die richtigen Menschen dabei sind bzw. waren. Und wenn doch mal, dann hat es nicht gehalten.

    Vielleicht ist das Maß nun auch einfach voll. Es hält nie, ich reiche nie, bin zu doof, zu negativ, keine Ahnung. Ich mag nicht mehr. Auch, was Männer betrifft. Ich spüre nichts mehr. Kein Interesse. Nicht mal an Sexuellem. Gestern habe ich mich mal wieder auf ein Online-Date eingelassen. Das erste seit einem Jahr. Aber auch das war ein Reinfall.

    Ich habe kein Problem damit, allein etwas zu unternehmen. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig.

    Nicht unglücklich sein? Ich weiß nicht mehr, wie sich das anfühlt. Seit meiner späten Kindheit nicht mehr.

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    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass Du schon alles probiert hast.
    Du hast, so wie ich das sehe, noch nicht probiert, Deinen Blickwinkel zu ändern. Vielleicht probierst Du das mal aus.

    Du schreibst oben "Und dann finde ich es tatsächlich besser, von anderen zu hören, dass es ihnen ähnlich geht, statt einen Haufen „Handlungsanweisungen“ zu bekommen."
    Das klingt für mich so, dass Du Bestätigung haben möchtest, dass bei Dir sowieso Hopfen und Malz verloren ist. Vielleicht hast Du ja auch diesen Strang nur deshalb eröffnet.

    Und weißt Du was? Ich kann das supergut verstehen. Ich habe in meinem Leben auch schon einige Löcher gehabt, in denen ich saß und in denen es dunkel und grau und hoffnungslos war, aus verschiedenen Gründen. Und all die guten Ratschläge, wohlgemeinten "Aufbauarbeiten", fröhlichen Mach-doch-einfach-mal-Sprüche, die haben mich so was von genervt. Ich fühlte mich unverstanden, abseits, elend, keiner konnte sich in meine Situation versetzen. Ich hatte (mich) aufgegeben. Klappe zu, Affe tot, mein Leben wird nur noch so weitergehen, da bewegt sich nix mehr.

    Irgendwann hat mir mal eine Bekannte gesagt, dass ihr auffällt, dass ich eigentlich immer nur negative Dinge sage. Mich hat das bestürzt, so habe ich mich gar nicht wahrgenommen. Und dann habe ich versucht, mal meinen Blick auf mich selbst und meine Lebensumstände zu verändern. Weil ich gemerkt habe, dass meine Suche nach Verständnis für meine Situation mich nicht weiterbringt.
    Erstens, weil es schwierig ist, Menschen zu finden, die verstehen möchten und können, wenn alles immer nur schlecht ist.
    Zweitens, weil sich dadurch ja auch nichts bewegt. Was nützt es, wenn da jemand mit Dir gemeinsam jammert und leidet. Ist zusammen jammern und leiden denn eine Verbesserung?

    Ich habe damals ganz bewusst mal aufgeschrieben, was eigentlich an mir und meinem Leben gut ist.
    Wie ist das bei Dir?

    Deinen Postings entnehme ich, dass Du
    - körperlich gesund bist
    - einen Job hast
    - Akademikerin bist
    - noch beide Eltern hast
    - auf eine glückliche Kindheit zurückblicken kannst
    - sportlich aktiv bist
    - Dich gut ausdrücken kannst

    Und all das zeigt sich in nur wenigen Sätzen von Dir. Bestimmt fällt Dir selbst noch viel, viel mehr ein.

    Hast Du Dir schon mal überlegt, dass Du damit ganz vieles hast, wovon andere träumen und es nicht haben? Worum man Dich beneiden kann? Was echte Gründe sind, um glücklich und positiv durch´s Leben zu gehen?

    Ich glaube, wenn Du erst einmal Deinen Blick auf Dich selbst veränderst, dann nerven Dich auch all diese fröhlichen, glücklichen Leute nicht mehr. Denn dann siehst Du Dich nicht mehr als Gegensatz zu ihnen. Und dann kannst Du auch mit ihnen in Interaktion gehen, ohne Dich verstellen zu müssen. Du kannst Du selbst sein, weil in Dir auch ganz viel Positives steckt, das seinen Raum bekommt (im Moment verwehrst Du Dir selbst diesen Raum, Du entfaltest Dich nicht). Und vielleicht empfindest Du die Kommunikation mit anderen dann nicht mehr als so anstrengend und kannst Beziehungen zulassen, egal ob sie nun oberflächlich oder tiefgehend sind.

    Ich denke, Deine Einsamkeit ist nicht das Hauptproblem. Und auch nicht die (vermeintliche) Tatsache, dass Du ein Alien bist. Das Problem ist, wie Du zu Dir selbst stehst. Du bist Dir selbst keine Freundin. Ich wünsche Dir, dass Du lernst, Dir eine zu sein.
    Das mit den negativen Äußerungen hat mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Ich erzähle wirklich hauptsächlich Schlechtes, verpacke es aber oft in Ironie und Sarkasmus oder erzähle es lachend. Aber es ist negativ. Es hat mich noch nie einer darauf hingewiesen, aber es scheint so zu sein. (Das ist bei meiner Mutter genauso, ist mir aber nicht störend aufgefallen.) Nun ist es aber so, dass mir Menschen, die ständig alles toll finden, tierisch auf den Senkel gehen. Ich mag derbere Menschen mit einem Hang zu Ironie und Sarkasmus. Davon gibt es nur nicht so viele.

    „Ändere deinen Blickwinkel“ - auch da denke ich: „Jaaa, schon, stimmt ja ...“. Aber wie??? Wie soll ich 25 Jahre Enttäuschungen vergessen? Ich kann da keinen Schalter umlegen. Ich kann da rational herangehen und mir sagen, dass ich jetzt öfter anderen Leuten mal auch was Positives erzähle (nur was???). Aber dann bin ich wieder dabei, mich zu verstellen, und das hatte ich hier schon beschrieben. Ich verstelle mich, um sozial akzeptiert zu werden. Es ist jetzt schon so anstrengend, meine Laune jeden Tag zu kaschieren. Mir ist nach Weinen, aber ich blödle mit Kollegen herum.

    So eine Liste habe ich nich nie geschrieben, da kämen aber leider auch nur Dinge wie „regelmäßiges Gehalt“ und „Eltern sind noch ein paar Jahre hier mit Glück“ drauf. Es fehlen Liebe (die bleibt) und Freundschaft (die bleibt) und Freude (=in meinem Leben stehen noch schöne Ereignisse an). Ich sehe nichts in meinem jetzigen und vor allem zukünftigen Leben, worum man mich beneiden könnte. Natürlich gibt es immer Menschen, denen es schlechter geht. Aber wenn der Gedankengang wirklich helfen würde, gäbe es 90% dieses Forums nicht.

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    AW: Einsamkeit

    So, und nun brauche ich eine Pause. Ich habe versucht, auf das Wichtigste einzugehen, kann aber nicht jeden Satz in vollem Maße mit einem ausführlichem Post würdigen.

    (Übrigens: Ich nehme mir, da ich hier privat unterwegs bin, das Recht heraus, nur auf die Beiträge einzugehen, deren Verfasser mir wohlgesonnen gegenüber treten.)

  9. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Wenn Du mal nur maximal zwei Dinge benennen solltest, die sich ändern müssten, damit du so was wie „Zufriedenheit“ verspürst, welche wären das ?

    Ich frage deshalb, weil du aus meiner Sicht ganz viele unterschiedliche Themen benannt hast („echte“ Freunde, Partner, Kinder, Job, nicht mehr allein alles entscheiden müssen etc.) . Wenn du parallel versuchst, an allen Ecken zu schrauben, kommt ja nicht viel dabei herum meistens . Weniger ist mehr, langsamer ist schneller.

  10. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich bemühe mich (mit wechselndem Erfolg ) es so zu fühlen:

    Nicht:

    "Ich habe zwar x, y und z, ABER mir fehlt a, b und c"
    (Subtext: und daher ist xyz irgendwie nix wert)

    Das versuche ich mir abzugewöhnen, umzudenken, anders zu fühlen:

    "ich habe x, y und z UND es fehlt mir a, b, c"

    Gleich ganz was anderes.
    Ich schaffe das nicht. Ich hätte gerne ganz viel Geld. Richtig viel. Einen Lottogewinn. Fänd ich super. Dafür habe ich einen Plan.

    Jetzt bin ich schon über 50 Jahre ohne Lottogewinn. Ganz klar: das mit den Wünschen ans Universum und Fülle denken und so‘n Quatsch funktioniert alles nicht.

    Ansonsten lebe ich ein ganz normales mittelprächtiges Leben. Mit mehr Tiefen als Höhen.

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