Statistisch sind Eltern aber im Alter glücklicher als die Kinderlosen. Ich bin aber ja bald nicht nur kinderlos, sondern auch familienlos. Ich weiß, dass man noch unglücklicher sein kann als ich es jetzt bin, das weiß ich aus der Phase vor meinen AD und während eines Absetzversuches. Das war die Hölle auf Erden.
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Thema: Einsamkeit
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08.08.2019, 17:17
AW: Einsamkeit
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08.08.2019, 17:19
AW: Einsamkeit
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Geändert von lisalena79 (08.08.2019 um 17:25 Uhr)
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08.08.2019, 17:25
AW: Einsamkeit
Hinter die Fassade kann ich natürlich nicht gucken, aber bei den meisten wird aus den Erzählungen schon deutlich, dass ich mit ihrem Leben zufriedener wäre als mit meinem.
Ich habe schon sehr viele Ratgeber gelesen und denke dann auch meist: „Oh toll, stimmt irgendwie. Aber umsetzen kann ich es nicht.“ An vielen Ratgebern stört mich, dass immer automatisch davon ausgegangen wird, dass man einen Partner hat.
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08.08.2019, 17:25
AW: Einsamkeit
Und du?
Wieso fragst du nicht?
Ich bin Sternzeichen Trampel : ich höre 2 reden über einen Besuch der Landesgartenschau. Ich denke mir "das will ich auch"
Ich sage "hey, toll. das interessiert mich auch sehr. wann fahrt ihr denn? Darf ich mich vielleicht anschließen?"
Antwort: Freilich. Gerne.
(wir waren dann letztendlich zu Fünft ...
)
Nicht so schüchtern.
Warte nicht, dass du gefragt wirst. Frage selber. Lade ein, hab Ideen.
klar, es ist schöner, wenn die mich gefragt hätten. Bauchpinselnder, Egoschmeichelnder. aber auch abhängig machender.
@lies erst mal, kein Stress
Geändert von R_Rokeby (08.08.2019 um 18:12 Uhr)
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08.08.2019, 17:27
AW: Einsamkeit
Nicht schon wieder schreiben, ich komme nicht hinterher!
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08.08.2019, 19:57
AW: Einsamkeit
Ich habe hobbytechnisch und freizeitmäßig echt vieles gemacht. Seit ein paar Jahren bin ich nun bei drei Aktivitäten pro Woche, mehr schaffe ich nicht. Ich bin körperlich durch chronische Schmerzen eingeschränkt und brauche die Abende auf der Couch. Außerdem merke ich ja sowieso nur, dass ich doch nirgendwo „andocken“ kann, weil nie die richtigen Menschen dabei sind bzw. waren. Und wenn doch mal, dann hat es nicht gehalten.
Vielleicht ist das Maß nun auch einfach voll. Es hält nie, ich reiche nie, bin zu doof, zu negativ, keine Ahnung. Ich mag nicht mehr. Auch, was Männer betrifft. Ich spüre nichts mehr. Kein Interesse. Nicht mal an Sexuellem. Gestern habe ich mich mal wieder auf ein Online-Date eingelassen. Das erste seit einem Jahr. Aber auch das war ein Reinfall.
Ich habe kein Problem damit, allein etwas zu unternehmen. Es bleibt mir auch nichts anderes übrig.
Nicht unglücklich sein? Ich weiß nicht mehr, wie sich das anfühlt. Seit meiner späten Kindheit nicht mehr.
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08.08.2019, 20:11
AW: Einsamkeit
Das mit den negativen Äußerungen hat mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Ich erzähle wirklich hauptsächlich Schlechtes, verpacke es aber oft in Ironie und Sarkasmus oder erzähle es lachend. Aber es ist negativ. Es hat mich noch nie einer darauf hingewiesen, aber es scheint so zu sein. (Das ist bei meiner Mutter genauso, ist mir aber nicht störend aufgefallen.) Nun ist es aber so, dass mir Menschen, die ständig alles toll finden, tierisch auf den Senkel gehen. Ich mag derbere Menschen mit einem Hang zu Ironie und Sarkasmus. Davon gibt es nur nicht so viele.
„Ändere deinen Blickwinkel“ - auch da denke ich: „Jaaa, schon, stimmt ja ...“. Aber wie??? Wie soll ich 25 Jahre Enttäuschungen vergessen? Ich kann da keinen Schalter umlegen. Ich kann da rational herangehen und mir sagen, dass ich jetzt öfter anderen Leuten mal auch was Positives erzähle (nur was???). Aber dann bin ich wieder dabei, mich zu verstellen, und das hatte ich hier schon beschrieben. Ich verstelle mich, um sozial akzeptiert zu werden. Es ist jetzt schon so anstrengend, meine Laune jeden Tag zu kaschieren. Mir ist nach Weinen, aber ich blödle mit Kollegen herum.
So eine Liste habe ich nich nie geschrieben, da kämen aber leider auch nur Dinge wie „regelmäßiges Gehalt“ und „Eltern sind noch ein paar Jahre hier mit Glück“ drauf. Es fehlen Liebe (die bleibt) und Freundschaft (die bleibt) und Freude (=in meinem Leben stehen noch schöne Ereignisse an). Ich sehe nichts in meinem jetzigen und vor allem zukünftigen Leben, worum man mich beneiden könnte. Natürlich gibt es immer Menschen, denen es schlechter geht. Aber wenn der Gedankengang wirklich helfen würde, gäbe es 90% dieses Forums nicht.
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08.08.2019, 20:15
AW: Einsamkeit
So, und nun brauche ich eine Pause. Ich habe versucht, auf das Wichtigste einzugehen, kann aber nicht jeden Satz in vollem Maße mit einem ausführlichem Post würdigen.
(Übrigens: Ich nehme mir, da ich hier privat unterwegs bin, das Recht heraus, nur auf die Beiträge einzugehen, deren Verfasser mir wohlgesonnen gegenüber treten.)
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08.08.2019, 20:31Inaktiver User
AW: Einsamkeit
Wenn Du mal nur maximal zwei Dinge benennen solltest, die sich ändern müssten, damit du so was wie „Zufriedenheit“ verspürst, welche wären das ?
Ich frage deshalb, weil du aus meiner Sicht ganz viele unterschiedliche Themen benannt hast („echte“ Freunde, Partner, Kinder, Job, nicht mehr allein alles entscheiden müssen etc.) . Wenn du parallel versuchst, an allen Ecken zu schrauben, kommt ja nicht viel dabei herum meistens
. Weniger ist mehr, langsamer ist schneller.
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08.08.2019, 20:50Inaktiver User
AW: Einsamkeit
Ich schaffe das nicht. Ich hätte gerne ganz viel Geld. Richtig viel. Einen Lottogewinn. Fänd ich super. Dafür habe ich einen Plan.
Jetzt bin ich schon über 50 Jahre ohne Lottogewinn. Ganz klar: das mit den Wünschen ans Universum und Fülle denken und so‘n Quatsch funktioniert alles nicht.
Ansonsten lebe ich ein ganz normales mittelprächtiges Leben. Mit mehr Tiefen als Höhen.



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