Na ja, du schriebst, dass du seit zwei Jahren ständig aneckst.
Es geht also nicht um die akuten Scharmützel mit deinem Mitbewohner, die du hier einstreust.
Also ich würde auch sagen, Ruhe einkehren lassen.
Ich hätte auch nach all dem Stress niemanden bei mir einziehen lassen.
Eigentlich brauchst du Zeit ganz für dich allein.
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Ergebnis 51 bis 53 von 53
Thema: Permanentes Anecken
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16.07.2019, 12:45
AW: Permanentes Anecken
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16.07.2019, 15:44
AW: Permanentes Anecken
Fian
ich muss gestehen, mich hätte das "gegenchecken via Google" auch sehr genervt.
Das mit seinem sensationellen IQ halte ich für ein aus der Not geborenes (vielleicht typisch männliches, auf jeden Fall typisch Menschliches
) Rückzugsgefecht. Da hätte ich total lachen müssen. Nächste Stufe wäre dann der Schw.vergleich. 
Du schreibst, "seit Jahren anecken" - das wird ja jetzt nicht immer mit dem Ex sein, oder?
Weil die Konstellation Du-Ex-Deine Wohnung .... - ist uns wohl allen klar, was da in der Metaebene oder so vor sich hin stinkt.
Was war denn mit anderen Personen das Problem? Auch so Alltagszeug?
Weil, du nennst es selber "permanentes anecken" und das ist was anderes, als "mein blöder Ex hockt mir in meiner Bude auf der Pelle und ich bereue es eh dass ich ihn reingelassen habe und er wohl auch"
Magst noch weitere Situationen schilderen, wo du das Gefühl hattest anzuecken?
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18.07.2019, 07:58
AW: Permanentes Anecken
Hallo Fian,
ich lese eine große "Überforderung" heraus, vielleicht auch deshalb, weil sie mir (aus anderen Gründen in anderer Lebenslage) gerade sehr bekannt vorkommt.
Ich frag mal:
Bist du gerade gern allein für dich? Gehen dir andere Menschen - und seien sie noch so nett, gleichgültig, freundlich... - zurzeit eher auf die Nerven?
Magst du es zz. für dich selbst zu sein und "rumzumengen" und mal keine Rechenschaft abzulegen für dein Tun?
Bist du voll beschäftigt mit der Verantwortung für DICH und Hilfebedarfe Anderer (und seien sie noch so gering) übersteigen schlicht deine aktuellen Kraftreserven?
Erwartest du viel von dir selbst - vielleicht mehr, als du zz. schaffen kannst?
Erwartest du viel von dir selbst, vielleicht mehr als du ALLEIN schaffen kannst?
Gibt es Menschen, denen du weiterhin vertraust und die aufrichtig mit dir sind und hilfreich? Also, ich denke da gerade an meine (wenigen, aber wichtigen) Freundinnen, bei denen ich ganz und gar echt sein kann, gerade so aneckend, konfus, kaputt, geschafft, müde, unsicher, wie mensch halt manchmal ist in und nach schweren Lebensphasen. Hast du solche Menschen irgendwo, auf die du dich verlassen kannst, dass sie ehrlich und wohlwollend mit dir sind?
Und nach dem Fragen noch die Aussagen:
Sei nicht zu hart mit dir selbst, du erscheinst mir SEHR reflektiert und du erkennst auch einige Zusammenhänge. Ich kenne das ähnlich zz. bei mir seit einigen Monaten, dass ich (Gründe sind jetzt mal wurscht) "zu" wenig lache und locker reagiere, dass ich - wirklich - schnell ausraste bei Lappalien (also völlig überreagiere), ganz vieles viel zu ernst nehme und mir ganz vieles schnell "durch die Haut geht", damit ecke ich an - bevorzugt bei Menschen, die ich oft sehe, logisch. Ich sehe für mich inzwischen, dass es eine Mischung ist aus vollkommen berechtigten eigenen Bedürfnissen und meiner derzeit leider nur und noch geringen Fähigkeit, diese Bedürfnisse so auszudrücken und zu befriedigen, dass ich Andere dabei nicht überstrapaziere. Das wird aber besser, wenn die belastenden Stressfaktoren (deine überstandene schwere Erkrankung, die aus deiner letzten Beziehung resultierende Unsicherheit, der Verlust deines Partners und die Trauer...) weniger akut sind und wenn du sie bzw. den Umgang mit ihnen nach und nach in dein Leben integrieren kannst und daraus neue Kraft wächst.
Und auch, wenn du schaust, was ist mein Bedürfnis, das hinter dem "Anecken" steckt, und wie kann ich es vielleicht (langsam, langsam übend) anders ausdrücken und auch befriedigen?
Alles Gute wünsche ich dir!


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