Für mich ist regelmäßiger Sport nichts, was meine "aaaah, es sind zu viel Leute um mich rum, alle sind doof oder wollen irgendeinen Sch*** von mir und gehen mir fürchterlich auf den Wecker !" ausgleicht. Da braucht es mindestens lange (!) einsame (!) Wanderungen. Vier Tage oder mehr.
Das muß ich organisatorisch oder perspektivisch lösen.
Schlafen hilft oft kurzfristig. Wenn ich geladen aus der Arbeit komme und mich eine halbe Stunde hinlege, ist danach alles nicht mehr so dramatisch. Müdigkeit oder Hunger schieben die Reizbarkeit auf Anschlag.
Kein Sport macht mich unzufrieden, aber auch träge. Das gleicht sich ein bißchen aus.
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08.07.2019, 12:16
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
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08.07.2019, 12:38Inaktiver User
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
Ich habs weiß Gott versucht. Freizeitmäßig, weil man ja nicht im Alter aus den Nähten platzen will. Meine Gedanken waren dann immer nur, ich habs gemacht, weil es nur so mit der Gewichtskontrolle klappt. Aber man läuft und läuft und irgendwann merkt man das alles von einem abfällt?....ging mir nie so.
Bin auch kein Wettkampftyp, da fehlt mir der Ehrgeiz.
Und quälen weil ich ja über mich hinaus wachsen will und vor lauter wachsen kaum noch laufen kann und mir alles weh tut, ne, da bin ich wohl nicht masochistisch genug dafür.
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08.07.2019, 12:46
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
Geht mir beim Laufen auch nicht sol. Ich geh nur laufen, weil ich die damit verbundene Ausdauer will.
Damit mich Sport runterholt, muss er
a) anstrengend genug sein - also die Muskeln erschöpfen und
b) das gesamte oder immerhin grosse Teile des Muskelsystems beanspruchen. Laufen allein tut zB zuwenig für den Oberkörper.
Die coolen Fühlgut-Wirkungen am Ende kriegt man wohl wirklich nur dann, wenn man sich auch etwas quält. Wenn man immer unter dieser Schwelle bleibt, wird wohl auch nicht alles Adrenalin abgebaut.Und quälen
gruss, barbara
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08.07.2019, 13:18
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
Ein Sport, nach dem ich mich immer glücklich fühle, ist Bouldern. Ich hab leichte Höhenangst, und das Hin und Her mit der Adrenalinreaktion ist ein Trip. Motorradfahren auf ruhigen Straßen ist auch nicht schlecht, weil es so eine passive, tiefenentspannte, aber vollkommene Konzentration auf das Jetzt braucht.
Das würde ich aber beides nie machen, wenn ich genervt oder aggro bin. So passieren Unfälle.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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08.07.2019, 13:37Inaktiver User
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08.07.2019, 13:41Inaktiver User
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
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08.07.2019, 13:41
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
Funzt bei mir nicht. Ich kann umfallen, ich kann so KO sein, daß man mich aus dem Hang retten muß, ich kann für den folgenden Nachschlaf auf Schmerzmittel angewiesen sein, ich drei Tage oder zwei Monate anschließend krank sein, und ich habe immer noch keinen Spaß und kein Erfolgserlebnis.
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08.07.2019, 13:49Inaktiver User
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08.07.2019, 14:31
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
#2 klappt bei mir nicht. Klappt dramatisch nicht.
#1, Statt Tagebuch zu führen, verwandele ich das lieber in Kurzgeschichten, Spottverse, Bühnennummern, oder albern überhöhte Plots für 80er-Jahre Actionfilme. Sie sind nicht immer gut, aber sie sind. Leider sind viele Sachen viel zu dumm und trivial, da mosere ich dann in Foren...
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
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09.07.2019, 20:00
AW: Wie geht man mit aufgestautem Frust & Agressionen um?
Hast du nicht am Anfang mal was von Kickboxen geschrieben? Also, je nach Verein/Club und Grundausrichtung finde ich so'n Kampfsport resp. eine Kampfkunst echt hilfreich. Nach vielen Jahren Karate und Trainingsabstinenz jetzt in der Schwangerschaft weiß ich im Moment sehr genau, dass mir auch DAS fehlt - eigene Grenzen überwinden, Körper und Geist gleichzeitig trainieren, mit passenden Trainingspartnerinnen mal ein bisschen Aggressionen rauskämpfen und Schmerz spüren (locker, ganz locker, wir sind ja nicht mehr 20 und können uns dämliche Verletzungen nicht leisten...), Liegestütz und Sit-ups über das eigene Limit raus.
Also, es hilft schon langfristig ,weil es die Aggression, die in uns ist, in "vernünftige" Bahnen lenkt.
Andererseits sind Achtsamkeitsübungen wie "die Wut einfach wahrnehmen und nichts tun" auch SEHR wichtig, um Aggros nicht noch zu pushen. Also, üben kann man das durchaus - auch mit anderen Sachen, ist MEINE Taktik bei Exraucherinnenschmacht ;-) - nur wahrnehmen, geht vorbei, vielleicht noch bisschen hinterherstänkern und bewusst sagen: Du Suchthirn/Wutfetzen/Mistlaune... kriegst mich nicht, pah!
Klappt nicht immer in höchster Not, beileibe nicht, aber man kann es ganz grundsätzlich als Gefühlsachtsamkeit üben (Freude, Desinteresse, Trauer,...) und dann erweitern.
Nur so ne Idee.


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