Der ist schon ein Weilchen her, aber trotzdem: Danke!
Kann ich git nachvollziehen!](ich leide ja schon zutiefst an einer popeligen Diplomarbeit von zwanzig Seiten, die ich theoretisch mal schreiben sollte und SO KEINEN BOCK drauf hab...)Und ganz ehrlich: das Leben ändert sich nicht sehr dadurch, man kann ganz hervorragend ohne Titel leben!
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Ergebnis 31 bis 40 von 46
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27.06.2019, 20:42
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
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27.06.2019, 22:27Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
@Katzir: ok, bei dem Beispiel ist die Veröffentlichung „gut“, aber nicht „exzellent“. Du hast deine Schlüsse gezogen und wirst demnächst nach Höherem streben. Das finde ich einen ganz normalen Prozess für ehrgeizige Menschen, denen Mittelmaß nicht reicht. Wer sich nur ständig selbst beklatscht, kommt ja inhaltlich nicht weiter. Ein gesunder Mix aus Freude über das Erreichte und Streben nach Verbesserung ist doch eine gute Sache
... Das sind genau die Fähigkeiten, die du brauchst, um längerfristig in der Akademia voran zu kommen.
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28.06.2019, 06:27
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Den Titel, den ich will und brauche, habe ich schon. Ich könnte noch höhere Titel anstreben, aber eben: null Bock drauf. ist teuer und aufwendig und bringt mir nichts, das ich im Moment gern hätte.
Dass überall und ständig irgendwelche Ausbildungspapierchen verlangt werden, macht mich eher unzufrieden. beziehungsweise solche Veranstaltungen absolvieren zu müssen. seufz.
gruss, barbara
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28.06.2019, 07:36
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Mich nicht.
Ich mag diese ‘Veranstaltungen’, ich lerne mit Begeisterung. Deswegen bin ich ja an der Uni: in keinem Bereich (den ich kenne) ist die Chance, sich mit Wissen auseinanderzusetzen so groß. Der Prozess der Promotion ist (in meinen Augen) ganz klar ein Privileg: ich meine, ich wurde dafür bezahlt vormich hinzuforschen (und werde das auch jetzt nach der Promotion).
Nur fühlt sich ‘den Titel haben’ oder jetzt eben ‘den Buchvertrag haben’ nie so gut an wie ich es erhoffte.
Erstaunlicherweise sag ich all meinen Studenten, und mein es durchaus ernsthaft, dass die Graduierung ein Riesenerfo,g ist und jetzt sollen und können sie sich mal freuen.
Irgendwann sollte ich mir das mal glauben.
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28.06.2019, 07:48Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
vielleicht steckt hinter dem innerlichen gemecker ja auch eine sorge, wenn man sich freut, anschließend den allerwertesten nicht mehr hochzukriegen?
also, ich steige einen berg hoch und wenn ich einen tollen aussichtspunkt irgendwo auf der strecke erreicht habe, bleibe ich lieber nicht stehen und schaue und genieße, sondern gehe schön weiter - weil ich mit der pause vielleicht aus dem rhythmus komme und dann den rest der strecke nicht mehr schaffe?
so ungefähr?
freuen, das ist auch immer entspannung und loslassen...
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28.06.2019, 08:22
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Das mit dem Bezahlen ist in der Tat ein Privileg, von dem ich als Mediziner bei der Promotion nur träumen kann. Hier muss man die irgendwie so zwischendurch und nach dem Studium erledigen. Wenn alles klappt, geht sie heute in den Druck!
Deine Gedanken kann ich ziemlich gut nachempfinden, mit ging es z:B. nach dem Examen ähnlich, durch das mir am wenigsten liegende Thema in einem Fach ganz knapp das optimale Ergebnis verfehlt- da konnte ich mich auch nicht richtig freuen drüber. Auch wenn es im Endeffekt überhaupt keinen Unterschied macht.
Ich habe dieses unmittelbare Zufriedenheitserlebnis im Sport (Laufen). Ob im Training oder ganz besonders nach einem Wettkampf: man kann ganz direkt spüren, was man geschafft hat. Da spielen sicher auch hormonelle/Neurobiologische Faktoren mit, dass man sich dann sehr zufrieden fühlt. Wie sieht es damit bei dir aus?
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29.06.2019, 10:01Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Ich habe in diesem Strang zwar nie mitgeschrieben, kenne den Tipp aber aus einem anderen Kontext und finde, es ist eine gute Idee, sich auf Schönes in seinem Leben aufmerksam zu machen und dadurch vielleicht eine gewisse Grundzufriedenheit zu erreichen.
Die "drei schöne Dinge heute" - Liste
Wenn man sich abends einen guten Tee oder ein anderes leckeres Getränk (vielleicht nicht unbedingt Alkohol) gönnt und in Ruhe den Tag Revue passieren lässt, dabei den Fokus auf Positives legt und sich drei von den schönen Erlebnissen/Erfahrungen/Gedanken aufschreibt.
Man kann entweder ein schönes kleines Büchlein dafür gestalten, ein kleines Kistchen in das man täglich ein neues Zettelchen legt oder (in neumodisch) eine Whatsapp-"Gruppe" mit sich selber erstellen (in die man Bilder, Sprachnachrichten oder kurze Texte einstellt). So sammelt sich im Laufe der Zeit wirklich ein kleiner Schatz an, von dem man dann auch profitieren kann, wenn es mal nicht so gut läuft.
Anfangs kann es richtig schwer sein, drei Dinge zusammenzusuchen, aber je regelmäßiger man das macht, desto häufiger kommt man dann auch tagsüber an den Punkt, dass man auf Dinge/Situationen aufmerksam wird, die man abends aufschreiben kann.
Es gibt auch eine sehr schöne Geschichte, mit einem ähnlichen Thema:
kurzgeschichten-verlag.de/weihnachtsgeschichten/weihnachtsgeschichte-079.html
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29.06.2019, 10:09
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
ich lerne gern, aber deutlich lieber auf meine eigene Weise. von andern strukturierter Unterricht scheint mir oft eher ein Hindernis als eine Hilfe beim Lernen zu sein.
und das seriöse, methodische Abarbeiten von allen Fällen einer Sache, die ganzen formalen Bedingungen, die erfüllt werden müssen in der Akademie - bah. bin froh wenn andere das erledigen und ich nicht muss.
Oder sonst lerne ich sehr gerne, wenn ich selbst die Lehrerin bin.
Internet und der Zugang zu Büchern und Menschen reicht mir völlig aus.Deswegen bin ich ja an der Uni: in keinem Bereich (den ich kenne) ist die Chance, sich mit Wissen auseinanderzusetzen so groß.
na dann organisier mal eine Party für dich, um dem Gefühl etwas auf die Sprünge zu helfen!Nur fühlt sich ‘den Titel haben’ oder jetzt eben ‘den Buchvertrag haben’ nie so gut an wie ich es erhoffte.
gruss, barbara
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29.06.2019, 19:08Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
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30.06.2019, 07:16
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Ich glaube, das hier ist gefährlich und ist ein punkt, an dem auch ich hänge und ich kenne das nur zu gut von zu hause, aus meiner kindheit.
Es ist entweder nicht alles richtig. Meine mutter war lehrerin, sie hat in ihren bereichen (also nicht nur schulisch gesehen) immer! etwas gefunden, einen fehler, etwas, was noch zu verbessern gewesen wäre.
Oder, sie hat tatsächlich nichts gefunden, dann war es (zu) einfach und jeder konnte es (siehe beispiel oben).
Oder es war nichts (wert), weil nicht ihr bereich, weil bringt ja nichts, weil ist zu nichts zugebrauchen, nicht erarbeitet, nicht mit hand und fuß etc.
Mit dem ergebnis, dass ich unbewußt wohl immer auf der suche nach nischen war, also bereiche, die nicht ihre waren und dass ich mit schöner regelmäßigkeit aus einer total glücklichen stimmung nach schönen erlebnissen völlig unvermittelt in ein großes loch falle oder begegnungen, aktionen, arbeiten von mir, die zunächst rundherum gelungen schienen, hinterher anfange gedanklich zu sezieren und die fehler zu suchen - und zu finden.
Und von solchen "mitbringseln" gilt es, sie zu entlarven und sich davon zu befreien.
arabeskeGeändert von Arabeske_H (30.06.2019 um 10:53 Uhr)
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.



Und ganz ehrlich: das Leben ändert sich nicht sehr dadurch, man kann ganz hervorragend ohne Titel leben!
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