So ganz hab ich noch nicht verstanden, um was es geht: freuen über eine Leistung, oder einfach so am Leben freuen?
Das ist für mich nochmal ein Unterschied.
Ich hab da eine ganz andere Sicht, ich denke mir nicht, Glas halbvoll oder halbleer, sondern bin eher froh, dass ich überhaupt ein Glas habe!
Das Thema hab ich bei einer engen Freundin auch, und oft könnte ich sie einfach nur schütteln, weil ich den Eindruck habe, für sie ist alles selbstverständlich, was gut läuft, aber jede kleinste Unannehmlichkeit verdirbt ihr die Laune. Ich versteh nicht ganz, wieso man da nicht den Kopf einschaltet und wirklich mal hinschaut, im Vergleich zu anderen Zeiten und Orten z.B.. wie supergut es einem doch geht??
Allein dass man hier jeden Abend in ein schönes Bett liegen kann, sauber, warm, trocken - kann man sich drüber freuen, find ich. Oder dass man überhaupt am Leben ist, keinen Hunger hat, keine Schmerzen - hallo? Ist das nicht wunderbar?? Muss man sich nicht freuen drüber - nur ist es schade, finde ich. Mit ein bisschen Dankbarkeit und Demut lebt es sich doch angenehmer, und man muss sich auch nicht explizit mit egal was "belohnen", weil man sich doch eh schon freut.![]()
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 46
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26.06.2019, 11:22Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
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26.06.2019, 11:33
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Hast ja recht, Vorbei.
Aber Moralkeule hilft nicht immer.
Außerdem kann man die Methoden ja kombinieren:
Besonderer Lippenstift für die makellos und fristgerecht eingereichte Steuererklärung und mal innehalten und sich vor Augen führen, welche Vorteile es schon hat, in einem Land zu leben, wo man überhaupt Steuererklärungen abgeben kann
@Kara, Methodenvielfalt auch hier
Wenn man nur Essen als Belohnungs-/Kompensationsritual kennt, dann ist das zuwenig.
Besser, man kennt auch Wellness/Lippenstift/Schuhe/Sauna/Wanne/Vogue/Blumenstrauß/Kino/Sex/schlafen/walken im Nebel und dann heißer Tee oder Glas Schampus und Sternenhimmel
Hast du dich denn nur mit Essen belohnt/beruhigt? Das ist natürlich blöd. Genauso blöd, wenn man nur "shoppen" kennt - das geht auf Dauer auch schief. Alk sowieso. Bei Sex bin ich unentschlossen, wie hoch das durchschnittliche Gefährungspotenzial für die durchschnittliche Mitt-Vierzigerin ist. Kommt wohl auch auf den Partner an
Methodenvielfalt
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26.06.2019, 12:06
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Ängste?
Alles, was man hat, kann man schließlich verlieren. Und vielleicht fühlt man, daß man es nur hat, solange man ständig darum kämpft. Jeder Moment nachlassender Arbeit oder Wachsamkeit kann der letzte sein, den man in Bequemlichkeit und trügerischer Sicherheit verbracht hat.
Ist vermutlich entweder ein Sozialisationsschaden, oder man liest zu viel Nachrichten.
Bei (leichten) Ängsten hilft oft, sich der eigenen Möglichkeiten, Kompetenzen und Widerstandskraft mehr bewußt zu werden. So kann ein, platt gesagt, "ich schmeiß mir jetzt ne Runde Konfetti" eine positive Rückkopplung in Gang setzen. Während "...ich müßte doch eigentlich dankbar sein" wenn man sich von Wölfen umkreist fühlt, nur einen Wolf hinzufügt.
Gut ist, was funktioniert. Wenn "im Moment ist alles gut" reicht, um sich dran zu freuen anstatt sich darüber zu sorgen, wunderbar.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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26.06.2019, 13:06Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
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26.06.2019, 13:09Inaktiver User
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Stimmt, das kann sein. Mangelndes Vertrauen vielleicht auch, in sich und die Welt und das Leben?
Aber eben drum - wir alle können in der nächsten Sekunde tot umfallen.Alles, was man hat, kann man schließlich verlieren.
Das hat für mich in letzter Konsequenz auch was befreiendes, heißt ja, jetzt bin ich noch am Leben. Immerhin.
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26.06.2019, 13:22
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Oder verbringt das halbe Berufsleben in den Ecken, wo Nachrichten her kommen.

In irgendeiner Sekunde werden wir alle tot umfallen. Daran läßt sich gar nichts ändern, und dieser Gedanke hat für mich etwas sehr beruhigendes: Egal was ich tue oder nicht tue, am Ende bin ich tot. Ist das morbid? Ich finde ja nicht. Und es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: entweder gibt es ein Leben nach dem Tod, dann wird’s spannend, was dann passiert. Oder es gibt keins, dann kriege ich das nicht mit. Wenn das nicht eine Win/Win-Situation ist, dann weiß ich nicht was eine ist!
@Bae, es ist nur meine Doktorarbeit, die ich jetzt also als Monograph bearbeite und veröffentliche. Die Welt wird das nicht verändern, aber meinen CV aufhübschen.
Aber danke für die Glückwünsche (auch an Wildwusel!)
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26.06.2019, 13:37Inaktiver User
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26.06.2019, 13:45
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27.06.2019, 12:21Inaktiver User
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27.06.2019, 20:39
AW: Zufriedener sein, sich mehr freuen können
Hätte ja auch Cambridge University Press sein können. Ist es aber nicht geworden - wobei es schon eine anständige Klitsche ist.
Davon abgesehen macht Veröffentlichen wesentlich weniger Spass als man sich das gemeinhin so vorstellt. Es dauert lange, ist viel Arbeit und man hat nicht viel anGestaltungsmöglichkeit was Titel, Cover, etcetera angeht. Okay, das wusste ich schin vorher, ich weiss ja, was auf mich zukommt. Ist ja nicht das erste Mal.....
Das es wesentlich besser ist, so viele Artikel wie möglich zu veröffentlichen, Bücher zählen eher in den Geisteswissenschaften, und ich bin Sozialwissenschaftlerin: Artikel in einem Journal mit einem guten Impaktfaktor sind besser, aber eben auch noch schwieriger unterzubringen. Und peer review ist in der Höhle erfunden worden.Was hast du für‘s nächste Mal gelernt?
Aber ich wollte das blöde Ding jetzt endlich vom Tisch haben. Nun gut, dass wird es dann endlich sein.



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