Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 116
  1. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    in klein-bullerbü die eltern nach-erziehen?

    gute nacht, marie

  2. User Info Menu

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Ich gehe einmal in der Woche in einen Kindergarten zum vorlesen. Was ich da manchmal von den Erzieherinnen mitbekommen, denen könnte ich vors Schienbein treten.

    Ein Mädchen, ich schätze ca. 4/5 Jahre alt, die hat nicht gesprochen. Sie war keine Deutsche, aus welchem Land sie kam, weiß ich nicht. Da ist eine Erzieherin mal ausgerastet, weil die Kleine Brot in den Müll geworfen hat. Das Mädchen hat wohl öfter solche Aktionen gestartet. Wenn ich kam, hat die Kleine mich angelacht, der Mund ging von einem Ohr zum anderen. Es sah für mich aus als ob sie Aufmerksamkeit sucht. Sie hat fürchterlich geschielt und ich gebe zu, mein erster Reflex war Ablehnung. Das war doof von mir. Da tat mir die Kleine leid und ich habe sie dazu animiert mit zum Vorlesen zu kommen. Man Kinder können nichts dafür. Sie hat sich dann ein anderes Buch genommen und sie dazu gesetzt und immer wieder Blickkontakt zu mir gesucht. Ich habe sie angelacht, um ihr Mut zu machen und dann fing sie auf einmal an zu sprechen, ich habe sie leider nicht verstanden, aber ich fand es toll, sie sprach. Jetzt habe ich sie ein paar Wochen nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht, ob sie noch da ist.

    Heute morgen hat ein Junge Rotz und Wasser geheult. Ich bin zu ihm und habe ihn abgelenkt und getröstet. Von der Erzieherin habe ich erfahren, daß es ums Aufräumen ging und sie hat irgendetwas nicht eingesehen. Sorry, wie bescheuert...…. da fällt mir nichts mehr ein. Mein Gott was für ein Kinkerlitzchen.

    Ich nehme Kinder immer in den Schutz, egal was ist, wenn was ist, versuche ich zu erklären. Ich hätte mir auch gerne andere Eltern gewünscht, Eltern, die mit mir reden. Hat nicht geklappt. Und genau aus diesem Grund helfe ich Kindern und ich habe eine unendliche Geduld, die ich bei Erwachsenen überhaupt nicht habe.

    Was ich an Kindern kennengelernt habe: Sie haben ein unglaubliches Selbstbewußtsein, sie wissen genau was sie wollen und wenn man mit ihnen redet, sie fragt, dann geben sie auch Antworten, wenn man ihnen etwas erklärt, natürlich so, daß sie es verstehen, dann klappt auch der Umgang. Und ich merke, sie hören zu, wenn man ihnen erklärt was sie anders machen können. Ich mache ihnen eine Vorschlag und dann frage ich sie, was sie davon halten, ob wir es so machen wollen. Die größeren sagen dann auch schon mal etwas anderes und dann gucken wir weiter. Und wenn etwas überhaupt nicht geht, dann bin ich konsequent.

    Wenn man ein Kind ausschließt, dann kommt es nicht weiter. Vielleicht ist das ein Grund, warum die Krankenkassen Therapien bezahlen *räusper* Die Allgemeinheit hats vermasselt also können sie auch bezahlen *nochmal räuspert und bitte dazu keine Kommentare*. Wenn Eltern bescheuert sind und man das Kind ausschließt, kommt es nicht weiter. Mich hat man auch ausgeschlossen und ich kam nicht weiter. Ich hatte keinen Menschen, der zu mir hielt und das ist für ein Kind ein Hundeelend keine Aufmerksamkeit zu bekommen, allen egal zu sein. Auch wenn die Eltern, ich sag mal Idioten sind, aber helft doch bitte bitte dem Kind. Es kann nichts dafür. Bitte versucht es.

    Wenn sie anfängt Mist zu machen, dann geht zu ihr hin und unternehmt mit ihr etwas spielen, lesen, Ameisen zählen, weiß der Geier was auch immer. Ein Kind kommt nicht auf die Welt und ist gehässig, schlecht und gemein. Es ist auf die Erwachsenen angewiesen.

    Noch etwas: Ein Mädchen (5 Jahre) aus dem Kindergarten hat mich vom rauchen wegbekommen. Sie hat zu mir gesagt ich würde stinken und ich sollte mir die Zähne putzen. Ich wußte das ja das Raucher stinken, aber es so gesagt zu bekommen, ist nochmal eine andere Nummer. Und ich liebe sie dafür. Ich rauche nicht mehr.
    Geändert von linsemo (19.06.2019 um 15:49 Uhr)
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  3. VIP

    User Info Menu

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Ich habe unser Nachbarskind, nach dem ich es aus zwei gefährlichen Situationen „gerettet“ habe, er sich nicht an Ansagen und Regeln hielt, nicht mehr zu Besuch empfangen.

    Dafür übernehme ich keine Verantwortung. Wir haben häufig und viele Kinder gleichzeitig zu Besuch, die halten sich alle an die Regeln und die klettern auch nicht aus dem Dachfenster oder nehmen sich einfach einen Schraubenzieher und schrauben an Schränken herum. Obwohl da auch einige schwierige Kinder dabei sind (meine Kinder ziehen diese an).

    Wer sich selbst oder mit seinen Taten andere gefährdet, fliegt er raus. Die Eltern wurden erst einsichtig, als sich viele Eltern an uns ein Beispiel nahmen und auch die Schule Druck ausübte (Medikamente, Therapie, Privatschule), bringt aber immer noch Gruppen durcheinander, provoziert Erwachsene und stört Veranstaltungen (Konfirmation).
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Kind ist dem Kind gewachsen und hat besänftigenden Einfluss auf es. Es gibt zwar oft genug Tränen, aber auch immer wieder Highlights. Die beiden haben sich gegenseitig mit knapp 5 Lesen und Schreiben beigebracht.
    Dein Kind kommt offenbar mit der ruppigen, ungeschickten, energievollen Art klar. Gut so!


    Dank der Sicherungsmaßnahmen ist die Zerstörung für mein Kind gefühlt begrenzt.
    also alles im grünen Bereich. Keine Katastrophe. Gut so!


    Nach der letzten körperlichen Attacke hat mein Kind das erste mal ausgenutzt, dass es körperlich überlegen ist und das Kind unsanft zu Boden geworfen. Seitdem gab es keine körperlichen Angriffe mehr, aber eine Rückfrage der Mutter, ob mein Kind nicht wisse, dass man sich nicht an kleineren vergreift.
    ich würde da wohl etwas sagen wie "ich habe meinem Kind beigebracht, sich zu wehren, wenn es angegriffen wird".

    oder womöglich gar nicht auf eine fruchtlose Diskussion einsteigen, wer weiss.

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    wir hatten in unserer wohnung eine feste regel. alle haben sich daran gehalten. auch besucher-kinder.
    an einem nachmittag hat mich meine nachbarin gefragt ob ihre tochter für eine halbe stunde zu uns kommen kann, sie musste ihren mann in der notaufnahme abholen. überhaupt kein thema.
    die kleine lady meinte, mit ansage und mir frech ins gesicht grinsend gegen die regel zu verstossen. trotz verwarnung nochmal.
    ich habe sie und meine hausschlüssel geschnappt. wir haben im treppenhaus auf ihre eltern gewartet. sie wollte unbedingt in meine wohnung. ging nicht.
    ihr vater war angepisst ohne ende- seine prinzessin!. die mutter hat nur gegrinst und meinte: richtig so!

    es gab bei uns wenige regeln- aber für die bin ich eingestanden. und wer bei uns schon mal platzverweis hatte- kam vor der abi-feier nicht mehr rein.

  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Alma, du wirst die Eltern nicht erziehen. Auch nicht, wenn du ein Fass in Bullerbü aufmachst.

    Mein Eindruck ist, dass das Kind vollkommen grenzenlos agieren kann, ohne Einschränkungen und dadurch regelrecht entwurzelt und zutiefst gestört ist in seinem Empfinden, sich selbst gegenüber und anderen. Es hat keinen Halt und auch keine Liebe, bekommt keine Gefühle und Werte "übermittelt", womit es leben könnte. Mir tut das Kind leid.

    Es nimmt mich für dich ein, dass du diesem Kind die Möglichkeit gibst, in ein funktionierendes und soziales Familienleben zeitweise eintauchen zu können, geprägt von Liebe, Erziehung, Spiel und Grenzen. Möglich wäre auch, dass das Kind hochsensibel ist und nicht weiß wohin mit sich. In der Gesellschaft deines Kindes fühlt es sich ernst genommen, und es bedeutet ihm/ihr anscheinend sehr viel.

    Ich würde auf die Einhaltung meiner Hausregeln sehen und pochen, angedrohte Konsequenzen wahr machen, und die Mutter sofort anrufen und das Kind abholen lassen, bei grobem Fehlverhalten des Besuchskindes. Und, wie schon geschrieben, ganz trocken und unverblümt sagen, dass es sich nicht benommen hat und die Regeln verletzt hat. Es hat dann mindestens 3 Tage Besuchsverbot, das musst du dem Kind sagen, und der Mutter.

    Mehr kannst du nicht tun. Aus meiner Sicht.

    Alles Gute

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Manchmal hilft es, die Prämisse anzuerkennen (das Kind ist ein Engel) und die Effekte auch (aber es kriegt immer Ärger, weil etwas auf Leute so und so wirkt, was es bestimmt aus besten Motiven tut.)

    Anderes Verhalten würde die besten Motive und den wunderbaren Charakter des Kindes dem Rest der Welt zugänglicher machen und sein Leben wesentlich vereinfachen!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen

    Heute morgen hat ein Junge Rotz und Wasser geheult. Ich bin zu ihm und habe ihn abgelenkt und getröstet. Von der Erzieherin habe ich erfahren, daß es ums Aufräumen ging und sie hat irgendetwas nicht eingesehen. Sorry, wie bescheuert...…. da fällt mir nichts mehr ein. Mein Gott was für ein Kinkerlitzchen.

    Ich nehme Kinder immer in den Schutz, egal was ist, wenn was ist, versuche ich zu erklären. Ich hätte mir auch gerne andere Eltern gewünscht, Eltern, die mit mir reden. Hat nicht geklappt. Und genau aus diesem Grund helfe ich Kindern und ich habe eine unendliche Geduld, .
    So was nenne ich total übergriffig. Du weisst überhaupt nicht um was es ging. Kinder weinen aus unterschiedlichsten Gründen, manchmal kann es tatsächlich einfach nur Trotz sein.
    Du bist einmal in der Woche in dem Kindergarten und maßt dir an, die Situation genau analysieren zu können.

    Kinder sollten die Chance haben, die Konsequenz ihres Verhaltens zu erfahren. Man muss sie nicht immer in Schutz nehmen, egal was ist. So kann man kein soziales Verhalten lernen.

    Alma: dein Haus, deine Regeln, wie hier schon geschrieben wurde.
    Ich bewundere deine Geduld, in dem Moment, wo ich alle Türen absperren müsste, wäre der Ofen für mich aus.

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    @Alma: ich habe den Eindruck, dass du dich für das Problemkind verantwortlich fühlst - das bist du aber nicht. Ich würde auch nicht den Weg gehen, wegen der Freundschaft mit deinem Kind auf Biegen und Brechen den Kontakt zu erhalten. Dein Kind wird sich nach ein paar Tagen dran gewöhnt haben, dass das Problemkind nicht mehr kommt.

    Erziehungsversuche deinerseits finde ich ein Stück weit unangemessen - das Problemkind hat Eltern.

    Ich wiederhole ansonsten die Frage - warum spielt dein Kind nicht beim Problemkind?

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit Betriebsblindeit?

    Mein Kind spielt gelegentlich dort.

    Ich will das Kind ja auch gar nicht erziehen, ich würde gern die Mutter erreichen, dass sie sich Hilfe von Profis holen.

Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •