Mein erstes Zwischenergebnis:
Leute, holt Euch externe, neutrale Hilfe für alle Familienmitglieder.
Vielleicht Heilpädagogik mit Elternberatung oder Familientherapie.
Das Umfeld -mich natürlich und insbesondere eingeschlossen!- ist inzwischen so voreingenommen, dass von dort kein neutraler Rat mehr möglich ist.
Ich denke weiter nach, das war noch nicht das gelbe vom Ei.
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 116
Thema: Umgang mit Betriebsblindeit?
-
20.06.2019, 22:30Inaktiver User
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
-
21.06.2019, 07:26
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Wenn Du euren Beziehungsstatus als dermaßen familiär definierst,
dann wundere ich mich, dass das "Problemkind" und "Wunderkind"
(das ist sicher nicht abwertend von Dir gemeint, oder??)
nicht schon längst thematisiert wurde - bzw. Du Deine konstruktiven
Vorschläge noch nicht angebracht hast.
Und mich würde immer noch interessieren, wie Du zu der Auffassung
gelangst, dass der Vater sein Kind nicht leiden kann. Eine ziemlich
heftige Aussage, wie ich finde.
-
21.06.2019, 07:52
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Schafwolle, sie _hat_ das Problemkond doch längst thematisiert! Und andere auch.
Man erreicht die Eltern nicht.
Das Problem ist, dass das Thema mittlerweile so dominant ist, dass die Bedürfnisse des Kindes darin untergehen und die Eltern entweder völlig blockieren (Mutter) oder resignieren (Vater).
Das Wort Problemkind oder Wunderkind ist ganz sicher nicht abwertend gemeint, sondern eine Zustandsbeschreibung.
Und ich bin der Meinung (du hattest ja gefragt), dass man dem Vater sehr wohl auf die Füße treten darf. Er zieht sich raus, in dem er sich nahezu ausschließlich um das andere Kind kümmert. Das geht nicht, das tut auch dem.“Problemkind“ nicht gut.
Wenn man sich so gut und lange kennt, darf man auch deutliche Worte zueinander finden.
Das Vertrauen scheint ja vorhanden zu sein, wenn der Vater sich so offen äußert.
Wer sonst darf sich denn äußern, wenn etwas offensichtlich schief läuft? Wem sonst hört man zu?
Du vermagst Dir nicht vorstellen zu können, dass Kinder so erziehungsresistent und agressionsgeladen sein können, das sie ohne viel Aufwand Veranstaltungen sprengen können und jede Spielverabredung zu einer Horrorveranstaltung werden kann, immer und immer wieder.
Die gibt es aber.
Wegschauen und sagen, das geht mich nichts an, wenn man selber nah dran ist, ist keine Option.
Ich finde, hinter dem „was geht dich das an“ und „das ist übergriffig“ versteckt sich nur Tatenloses zusehen.
-
21.06.2019, 08:31Inaktiver User
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Na-ich, Du hast es genau erfasst.
-
21.06.2019, 09:26Inaktiver User
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Alma - irgendwo weiss ich nicht, was ich hier schreiben soll. Es gibt
- ein Dorf ( sprich ein Kontakt-Kommunikationskonstrukt das aus Nachbarschaft und Verwandtschaft und Freundschaft besteht, wo sich mehrere gegenseitig kennen )
- Du und Deine Freunde/ Nachbarn / Verwandte und dein Kind und dessen Freunde und seine Eltern
Vor fünf Jahren ( ich schätze mal das Themakind ist fünf Jahre alt) war in deinem Dorf und in deiner Interaktion damit alles im grünen Bereich. Manche Bekannte waren nett - manche doof - aber keiner war völlig neben der Spur. Vor fünf Jahren warst du 20 bis 25 Jahre lang mit der Themenkindmutter bekannt-befreundet-verwandt. Da war alles im sehr grünen Bereich - ich vermute, du fandst sie damals nett - sympathisch - hast mal länger mal kürzer mit ihr geredet.
Dann kamen - mehr oder weniger zeitgleich - dein Kind Nr. 1 und das Kind Nr. 1 der Themenkindmutter auf die Welt und ihr seid immer wieder in einer Säuglingsgruppe aufeinandergetroffen. Und in der Säuglingsgruppe hat sich die Themenkindmutter total isoliert - so verhalten, wie wenn sie dem Mütterjahrgang 1920 oder ähnlich angehören würde - und der Kontakt zwischen ihr und dir ist vereisst- gestorben -hat nicht weiter -existenrt trotz scheinbarer weiterer "gewechselter Worte" (Und irgendwann später kam Kind nr. 2 der Themenkindmutter auf die Welt ??) Irgendwie ist die themenkindmutter in dieser Zeit in die totale Isolation gerutscht - man hat über sie geredet, hat hinter ihrem Rücken über ihre Säuglingsbetreuung geredet - aber sie gehörte nicht mehr "zum Dorf". Und dieser Zustand dauerte Jahre .
Dann war im Dorf zu hören, dass das Themenkind was macht ? Das würde mich interessieren.
Dann hat das Themenkind Freundschaft mit deinem Kind geschlossen oder umgekehrt und ab da hast du das Themenkind nach mehreren Jahren wieder getroffen - aber Gespräch mit der Mutter gab es anlässlich der Kinderbegegnungen nicht - keine Einladung zum Kaffee - hinsitzen - gemeinsam jammern über die Gewichtszunahme nach der Schwangerschaft oder über die fettigen Haare weil Keine Zeit ist zum Frisuer zu gehen- gemeinsam reden, ob man mit den Kinder zum Kinderturnen oder zum Maibaumfest oder zum Pferdemarkt oder sonstwohin geht. Keinen Dorfklatsch-tratsch -" Du unsere Schulfreundin hat jetzt blaue Haare - steht ihr gar nicht" Kein Erwachsenengespräch nurt " Hallo Alma hier ist Themenkind - ich komme in fünf Stunden wieder" "Ja Themenkindmutter - dann bis in fünf Stunden"
Ich spekulier jetzt einfach mal ins Blaue hinein: Die Themenkindmutter wurde über Jahre hinweg aus dem
"Dorfgespräch" den "Müttergesprächen" ausgegrenzt - nicht mit Streit sondern mit Vereisung, mit Kontaktabbruch , mit Schweigen - könnte man den Ablauf der vergangenen fünf Jahre so beschreiben ?
-
21.06.2019, 09:38
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
@na_ich ... es ist ja nett, dass Du anstelle der TE anwortest, die leider auf
viele Fragen gar nicht erst eingeht.
Auf mich wirkt es nicht so, als hätte @Alma schon etwas Konkretes
gegenüber der Mutter geäußert.
Sonst ergäbe das hier keinen Sinn:
*Kitty, ich weiß ... dass ich das irgendwann sagen muss.*
"Wunderkind" ist mit Sicherheit keine Zustandsbeschreibung.Das Wort Problemkind oder Wunderkind ist ganz sicher nicht abwertend gemeint, sondern eine Zustandsbeschreibung.
Ich sehe das anders.Und ich bin der Meinung (du hattest ja gefragt), dass man dem Vater sehr wohl auf die Füße treten darf. Das Vertrauen scheint ja vorhanden zu sein, wenn der Vater sich so offen äußert.
Das ist ein innerfamiliäres Problem.
Für mich ist das hier --->
*Er liebt die Mutter sehr, das Kind vielleicht auch, aber er kann es nicht leiden.*
keine Aussage, die der Vater selbst getroffen hat, sondern eine - mE
wirklich grenzwertige - Einschätzung der TE.
Eben.Wenn man sich so gut und lange kennt, darf man auch deutliche Worte zueinander finden.
Deshalb hatte ich ja in meinem Beitrag # 102 nachgefragt.
Das musste ja kommen ;).Ich finde, hinter dem „was geht dich das an“ und „das ist übergriffig“ versteckt sich nur Tatenloses zusehen
Allerdings finde ich dass die Tatsache, dass die Kinder viel zu warm angezogen
sind und ständig "glühen", schon ein Fall fürs Jugendamt ist. Da geht es ja um
einen gesundheitlichen Aspekt.
Außerdem hat @Alma ihre Devise ja doch schon gefunden:
-
21.06.2019, 09:58Inaktiver User
-
21.06.2019, 10:26
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Hallo,
mein Eindruck ist, da kann man nur Schadensbegrenzung betreiben. Die Eltern ermutigen, die Kinder in Ganztagsbetreuung/Hort zu geben. Der Mutter vorschlagen, wieder länger arbeiten zu gehen, oder sich ein Ehrenamt zu suchen, oder ein Hobby. Großeltern, Paten und Freunde stärker einbeziehen, so daß beide!! Kinder mehr Außenkontakte haben.
Bleib dran, Gruß,
s12Geändert von Silvia12 (21.06.2019 um 10:44 Uhr)
-
21.06.2019, 13:01Inaktiver User
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?
Ich stehe hier vor keinem Inquisitionskommittee und werde nicht alles detailliert beantworten. Manches muss auch bewusst im unklaren bleiben.
Alle Beiträge, auch die kritischen (gerade die!!), helfen mir. Danke von Herzen!
Wir sind schon immer Freunde,
Väter erzählen manchmal beim Lagerfeuer nach zwei Gläsern Wein zu viel mehr als sie ohne Wein erzählt hätten (Disclaimer: es gibt kein Alkoholproblem!!),
es gibt noch keine gesellschaftliche Ausgrenzung, aber häufig gerollte Augen 'oh, die haben das Kind schon wieder mitgebracht, aber die Eltern sind nett'.
Die Kinder sind in hoher Stundenzahl in Betreuung, beide Eltern berufstätig,
es gibt eine präsente Oma, die leider überfordert ist.
Randstundenbetreuung aka Spielbesuche würde man mir gern öfter als ich es gestatte andienen.
Ich habe viele Jahre in akuten Situationen gefragt, Einwände erhoben, ermutigt, erzählt was wir so machen. Mal waren Mutter und Kind geschmeidiger, mal war es stressiger.
Es gab auf Initiative der Mutter kürzlich ein Gespräch über das Kind, und ich habe dann sehr deutlich und freundlich meine erfragte Meinung abgegeben. Dann war ich in ihren Augen gegen sie.
Ich mag die ganze Familie und mir ist schleierhaft, wie bzw wieso die Mutter so strikt mit dem Baby umging und jetzt, wo es nötig wäre, oft lasch und entschuldigend oder dann wieder sehr streng.
Das Kind war ein Highneed-Baby, ich denke, sie hat ihr Heil in "Jedes Kind kann schlafen lernen" gesucht, es völlig überzogen angewendet und dann den Turn auf normal nicht mehr hinbekommen.
Eben haben wir uns getroffen, Muttern war freundlich und entspannt mit mir ,( :-) ) und hat berichtet, dass sie lange mit dem Kind über die Sache mit der Erzieherin (das war der Aufhänger für das Gespräch) gesprochen hätte. Es gab zwar kein Ergebnis oder es wurde mir nicht mitgeteilt, aber vielleicht hab ich einen Impuls geben können.
Dadurch, dass ich hier schreibe, war ich viel entspannter, denn das Thema belastet mich schon.
Das Kind ist von Natur aus ein ziemliches Kaliber, die Extreme sind mE der Erziehung geschuldet.
Ich weigere mich ein Kind, einen cleveren Kopf als Monster abzustempeln und auch mein Kind merkt, dass ich die mitunter schwierige, meist jedoch erstaunlich leichte, Kinderfreundschaft wohlwollend begleite.Geändert von Inaktiver User (21.06.2019 um 13:14 Uhr)
-
21.06.2019, 14:47Inaktiver User
AW: Umgang mit Betriebsblindeit?



Zitieren
