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  1. Registriert seit
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    AW: Alte Themen loslassen

    @lania: ich bin 49


  2. Registriert seit
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    AW: Alte Themen loslassen

    Zitat Zitat von greeneyeredhair Beitrag anzeigen
    ich bin 49
    Ah, danke, ich war neugierig, weil ich mir schon dachte, dass Du so uuungefähr in meiner Altersklasse sein müsstest.


  3. Registriert seit
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    AW: Alte Themen loslassen

    Ihr Lieben! Danke für Eure Gedanken und Impulse!
    Gestern habe ich lange nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass mich das sehr geprägt hat, immer Teil eines Paares zu sein.
    Ich hatte auch nie eine eigene Wohnung, bin direkt von meinen Eltern mit meinem langjährigen Partner zusammengezogen.

    Nun bin ich zum ersten Mal seit 30 Jahren ohne Mann und ich habe mich gefragt „ Definiere ich mich über einen Mann“ ( So wie meine Mutter es 65 Jahre lang tut)
    Ich hab noch keine abschließende Antwort... Einerseits war ich immer berufstätig, auch mit Kind und während der Elternzeit, bin viel mit Freundinnen weggegangen, auch Wochenendtrips und habe viele eigene Interessen.
    Dennoch muss das nicht heißen, dass ich mich nicht über den Mann definiert habe. Oder doch?
    Emotional habe ich oft meine Bedürfnisse die des anderen untergeordnet. Oft auch bei Kleinigkeiten im Alltag.

    Im Moment fühle ich grenzenlose Freiheit ( endlich tun was ich will... ob das der knallrote Lippenstift ist oder einen Sonntag lang lesend im Bett zu liegen) und gleichzeitig auch Einsamkeit.

    Wenn ich ganz ganz ehrlich in mir reinsprechen, merke ich, dass ich mich trotz tollen Job und unabhängigem Verhalten ohne Mann nicht „ ganz“ fühle.
    Und nun?


  4. Registriert seit
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    AW: Alte Themen loslassen

    Du fragst nach Defintion (über den Mann) - und wir definieren uns über ALLES, was wir haben oder womit wir zusammen sind!
    Deine Wohnungseinrichtung definiert dich, deine Kleidung, deine Bücher,die du liest, das, was du isst, mit welchen Menschen du dich umgibst, welche Arbeit du ausführst, wie du deine Freizeit verbringst.
    ALLES definiert uns.
    Ebenso, ob wir einen Partner haben oder nicht- Definition ist doch nichts anderes als eine Beschreibung und irgendeine hat jeder!

    Zitat Zitat von greeneyeredhair Beitrag anzeigen
    Wenn ich ganz ganz ehrlich in mir reinsprechen, merke ich, dass ich mich trotz tollen Job und unabhängigem Verhalten ohne Mann nicht „ ganz“ fühle.
    Und nun?
    Es geht also um die Bewertung, die für dich offenbar gerade unklar ist.
    Und wenn dir hier alle sagen "schlimm!"- ist es für dich auch schlimm?

    Es geht um DEINE Bewertung- wie DU es findest.

    Die Liebe ist das Hauptthema in der Musik und ist vielleicht ein schönes Beispiel, wie deutlich wir uns doch alle nach einem Menschen sehen, der uns begleitet und mit seinen Eigenschaften unser Leben vervollkommnet.
    google mal nach "Kugelmensch"- mythologisch ein schönes Bild und eine Beschreibung, wie sich viele Menschen fühlen.

    Ich glaube, wir können alle auch ohne Partner leben und ein erfülltes tolles Leben leben. Brauchen im Sinne von "überleben", ist nicht gegeben.
    Und das spricht gleichzeitig nicht dagegen, dass wir soziale Wesen sind und uns häufig in einer Beziehung wohler fühlen. Jemand, der da ist, man ist nicht alleine- man kann gemeinsam die Alltagssorgen und Lebensaufgaben bewältigen- der andere ergänzt das eigene Handeln und Denken.
    Wohlgemerkt in einer Beziehung, die gut läuft

    Leider wird gerne gewertet und da muss die Frau von heute, emanzipiert sein und sich auf jeden Fall auch ohne Partner wohlfühlen müssen! Wenn nicht.......stimmt was nicht mit ihr!
    Blödsinn!

    Wir sind so gestrickt, dass wir Beziehung suchen - schau dich doch um, wo die meisten Themen liegen? im Zwischenmenschlichen.
    Oder denkst du, alle in einer Beziehung könnten nicht alleine?

    Mal hinschauen und reflektieren ist gut- letztlich solltest du dich aber vor allem annehmen und nicht in Frage stellen
    Selbst WENN ein Partner für dich DAS Lebensziel wäre- wenn es dir damit gut geht, ist doch alles ok.

  5. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Alte Themen loslassen

    @ kenzia

    Danke für deine immer interessanten Ansichten und Einblicke.

    Liebe greeneyeredhair,

    mein Thema ist schon sehr lange ein ganz ähnliches.
    Wenn auch vor einem völlig anderen Hintergrund.

    In dem Zusammenhang bin ich auf einen Artikel gestoßen, den ich sehr spannend fand.

    Er bezieht sich auf verschiedene Studien, was für mich besser verständlich ist, als esoterische Erklärungsversuche.

    Selbsterkenntnis: Zehn Dinge, die Sie uber sich wissen sollten | ZEIT ONLINE

    Der original Text ist aus "Gehirn und Geist"

    Vielleicht ist ja was für dich dabei.

    Dort wird nämlich unter anderem sehr verständlich beschrieben, was Selbsterkenntnis überhaupt ist,
    wie sehr man oft mit der Eigenwahrnehmung daneben liegt und welchen Einfluss
    das nicht nur auf Paarbeziehungen hat.

    Dir weiter alles Gute auf deinem Weg zu dir
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  6. Registriert seit
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    AW: Alte Themen loslassen

    hallo greeneyeredhair :) und natürlich auch Hallo an alle anderen :)

    Ich habe auch Erfahrungen mit einigen der hier benannten Themen.
    Ich war auch in einer langjährigen Beziehung in der ich meine Bedürfnisse zurückgestellt habe. Mit einem Mann, den ich sehr lange auch unglaublich stark geliebt habe, habe ich nach einigen Jahren der Partnerschaft und der Freude und des Wachstums, auch eine Zeit des Schmerzes erlebt.
    In dieser Zeit habe ich mich verloren..... es ist schwer zu beschreiben!

    Mit Hilfe einer Therapeutin konnte ich mich langsam aus einem Drama befreien. Fand heraus, dass dieser Mann eine Persönlichkeitsstörung - eine sogenannte Narzisstische Persönlichkeitsstörung hatte und wie ich eine Art Opfer davon wurde - ständig mit Schuld beladen und mit Vorwürfen gequält, war das was mal eine Liebe war, ein totales Martyrium, ... ich hatte bestimmt auch etwas krankhaftes in mir entwickelt - auf jedenfall weiß ich im Nachhinein, "gesund" war ich nicht mehr,... "frei" lange nicht mehr, ...
    im Gegenteil: ich war auf irgendeine Art abhängig, war in diesem negativem "Was-auch-immer" gefangen und kam nur langsam und unter vielen Leiden und seelischen Qualen wieder heraus.
    Ein grober Umriss dieses Chaoses - ich hoffe es ist einigermaßen verständlich ausgedrückt - bitte fragt, wenn ihr etwas wissen möchtet. Mittlerweile kann ich gut darüber reden.
    @greeneyeredhair Kommt Dir etwas bekannt vor ? ;)
    Auf jedenfall gratuliere ich Dir an dieser Stelle zu Deinem Befreiungsschlag aus dieser Beziehung, die, wenn ich Dich richtig verstehe, sehr destruktiv geworden ist / war.

    Ich möchte noch auf einige Tipps eingehen: Gewaltfreie Kommunikation ist ein wirklich tolles Konzept was ich auch gerne jedem empfehle, der seine Komm. verbessern möchte und damit auch seine Beziehungen.
    Wege zur Selbsterkenntnis / zum Selbst gibt es ja viele... Ich habe mit Yoga und Achtsamkeit viel erreicht.... Die Kraft der Gegenwart ist ein Schlüssel zum Glück in wirklich jeglicher Hinsicht - hier verweise ich auf den Autor Eckhart Tolle.
    Er hat auch eine Menge Hörbücher neben seinen Büchern - wer gerne hört findet hier ganz großartige Lektüre .


  7. Registriert seit
    26.02.2019
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    AW: Alte Themen loslassen

    Zitat Zitat von greeneyeredhair Beitrag anzeigen
    ist mir klargeworden, dass da ganz schön viel in mir schlummert.

    Ich hab gemerkt, dass ich durch meine empathische Art und meinem selbstbewussten Auftreten ein perfektes Objekt für Männer war, die ein unverarbeitetes Thema haben ( Themen haben wir alle, es geht mir darum dass es einen Unterschied macht, ob ich dieses Thema anschaue und bearbeite)

    Ich habe auch viele Glaubenssätze mit auf den Weg bekommen die eher den Inhalt hatten, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen.

    Der erste große Schritt war, die lange Beziehung zu beenden als ich kapiert habe, dass ich es ihm nie recht machen würde können.
    Das war eine große Befreiung

    Ich glaube, es geht da auch sehr um das innere Kind.
    Dann viel Spaß beim Erwachsen werden, denn nichts anderes ist es, festzustellen, dass man eben nicht mehr das Kind ist und da Bewusstsein in dessen Verhaltensmuster und schlummernde alte Verletzungen zu bringen und diese nicht mehr erneut in Beziehungen nachzustellen. Ich finde es in jedem Fall toll, dass Du Dir die Zeit dafür nehmen willst.

    Ich bin seit Oktober letzten Jahres getrennt und habe endlich Raum und Zeit für mich. Letztendlich sollten wir uns unser Leben recht machen und nicht anderen, wie Partner, Eltern oder den Kindern. Gut denen je nach Alter schon. Da ist man eher in der Pflicht und hat ja auch die Verantwortung für sie übernommen.

    Heute könnte ich mir z.B. nicht mehr vorstellen mit einem neuen Partner zusammenzuziehen. Das ist für mich so ein Zeichen, dass ich viel mehr mein eigenes Leben behalten werde, selbst wenn es irgendwann eine neue Liebe gibt und auch dadurch dann mehr Freiheit und Raum habe mein Leben zu gestalten und ich finde diese Einstellung sehr erwachsen. Damit ist auch das Grenzen ziehen leichter und man hat Zeit die Beziehung auch mal mit Abstand zu reflektieren.

    Mir haben Ansätze von Mike Hellwig, Roland Kopp-Wichmann und einigen mehr sehr geholfen alte Muster zu erkennen und die alten Gefühle/Muster loszulassen. Aber das ist ein Prozess und er geht weiter. Ich kann sagen, dass ich heute wesentlich lebensfroher bin als noch vor Monaten. Mich stoßen sogar negative Menschen ab und ich mache, wo es geht einen Bogen drum, zwar freundlich aber bestimmt. Ich fühle mich für sie nicht mehr verantwortlich aber für mich.
    Geändert von fromanotherplanet (06.06.2019 um 08:50 Uhr)

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