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    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meistens haben diese "Hach, bin ja so spontan und mach nur was mir gefällt"-Typen doch einen Partner im Hintergrund, der für ein Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank sorgt.
    Häh? Ich verstehe da den Zusammenhang nicht? Beim Immobilienkauf hat natürlich unsere finanzielle Situation eine Rolle gespielt. Bei den anderen Projekten nicht.

    Natürlich würde ein Umzug ins Ausland heute mit Mann und Kindern nicht mehr so schnell umzusetzen sein.

    Aber nichtsdestotrotz: Von der ersten wilden Idee bis zur definitiven Entscheidung "ja, das machen wir" vergeht bei mir und uns sehr wenig Zeit. Entweder gleich aus dem Bauch heraus oder die Idee verläuft im Sande.

    Das notwendige weitere Planen und Vorbereiten kommt danach bzw. dazwischen. Aber da ist das Ganze schon im Rollen und es gibt (fast) kein zurück mehr. Und das ist auch gut so.

    Oder anderes Beispiel wie ich das meine mit Spontanität und Typsache:

    Eine Freundin plant die Feier für ihren runden Geburtstag ein Jahr im voraus. Für mich unvorstellbar.

    Wir selbst haben zu meinem runden Geburtstag vier Wochen vorher spontan eine Reise (weiter weg, nicht Europa) gebucht. So mag ich das und fühle mich lebendig.

  2. Inaktiver User

    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Sonnenblume2019 Beitrag anzeigen
    Wir selbst haben zu meinem runden Geburtstag vier Wochen vorher spontan eine Reise (weiter weg, nicht Europa) gebucht. So mag ich das und fühle mich lebendig.
    Nun ja, es benötigt aber trotzdem insoweit eine gewisse Planung, als man rechtzeitig Urlaub einreichen muss. Auch als Selbstständiger muss es in die Jahresplanung und zur Auftragslage passen.

  3. Inaktiver User

    AW: Wirklich machen!

    Sonnenblume, du kannst dann "planlos" spontan in Urlaub fahren, wenn die Umgebundsvoraussetzungen stimmen

    a) Geld muss auf dem Konto sein
    b) notwendige Visa oder Impfungen müssen vorhanden sein / Reisepass noch 6 Monate gülti
    d) Blumengießen muss organisierbar sein - es sei den, du lebst mit Plastikpflanzen
    e) Arbeitgeber muss mitmachen - also das Urlaubssystem uss so sein, dass du den Urlaub kurzfristig einreichen kannst
    f) Handwerkertermine / Arzttermine die in dies Zeit fallen musst du absagen ( das ist geplantes tun)
    g) Kühlschrank muss zum Abflugtermin geleert sein - ob in die Mülltonne oder in den Gefrierschrank ist egal
    h) Kleidung muss vorhanden sein - egal ob Bikini oder Bergsteigerstiefel - und die müssen auch noch eingelaufen sein
    ij) Auslandskrankenversicherungsschein sollte bestellt sein

    Und wer sagt eigentlich , dass deine Bekannte die sich die Freude macht ein Jahr lang an der Feier zu ihrem runden Geburtstag zu stricken nicht dabei spontane Entscheidungen trifft und Ideen hat die sie verwirft und neue Ideen entwickelt ? Es ist nicht dein s - aber es ist ihrs

  4. Inaktiver User

    AW: Wirklich machen!

    Auslandskrankenschein???

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    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auslandskrankenschein???
    ???

  6. Inaktiver User

    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Palmanova Beitrag anzeigen
    Der Traum, mein Leben so zu führen wie es für mich selbst am bestmöglichen halte und die zu sein, die ich sein möchte, sollte doch Motivation genug sein!
    Nach meinen eigenen Erfahrunen ist das Streben nach dem Hervorgehobenen aussichtslos. Wir können nur diejenigen sein, die wir ohnehin sind - natürlich mit jeweils ausbaufähigem Entwicklungspotential in diesen Bereichen.
    (Falls das schon geschrieben wurde, entschuldigt bitte die Wiederholung.)

    Was nicht unserem Charakter und unseren Neigungen entspricht, werden wir nicht durchhalten, auch weil die Grundlagen fehlen, um darin wirklich gut zu werden. Die Motivation geht flöten, wenn es immer nur Anstrengung ist, ohne großartige und vor allem auch für uns selbst wirklich erstrebenswerte Erfolge zu erzielen. Unser Unterbewusstsein ist da vielleicht manchmal vorausschauender und weiß schon, dass dies oder jenes Ziel am Ende gar noch so eine tolle Sache sein wird.

    Ausprobieren kann man natürlich alles nur Denkbare, da gibt es keine oder kaum Grenzen. Aber wenn man merkt, das ist es nicht, ist es gut, es ohne Bedauern auch wieder sein zu lassen. Man probiert und weiß dann zumindest, nochmal brauche ich das nicht.

    Bei mir sind z. B. folgende mal verfolgte Pläne abgehakt: Nein, ich mache keinen Sport, ich fahre lieber Fahrrad und gehe Wege zu Fuß, auch wenn das keine Wirkung auf die Figur, Beweglichkeit usw. hat. Nein, ich versuche nicht, immer gestylt und sorgfältig gekleidet unterwegs zu sein, der Aufwand ist mir zu groß und ich kann dadurch keine Verbesserung meines Lebensgefühls ausmachen. Und anderes mehr.

    Dann gibt es aber auch noch Sachen, bei denen das Dabeibleiben leicht fällt, auch wenn die Resultate bescheiden bleiben. Das kann man gut weiter betreiben, da lohnt sich Energie reinzustecken, denn da ist das Tun Motivation genug und auch schon kleine Resultate machen zufrieden.

    Und letztlich, so wahnsinnig viel echte Wahlfreiheit bei der Art der Lebensgestaltung hat man dann letztlich gar nicht. Dadurch, dass man ein, zwei, drei (sogar große) Schalter umlegt, wird das Leben nicht völlig anders, weil man selbst darin immer dieselbe bleibt. Geänderte Umstände machen keinen anderen Menschen.

  7. Moderation

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    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Sonnenblume2019 Beitrag anzeigen
    Rückblickend muss ich sagen: Alles was wirklich gut war, war äußerst spontan, ohne lange Planung im voraus.
    Da bin ich wirklich ganz anders verpackt. Ehe ich etwas mache, überlege ich oft *Jahre* ob ich mich das machen sehen kann, wie ich das angehen könnte, ob ich das möchte, ob es sinnvoll ist, ob es das wert ist. Fünf Jahre Vorlaufzeit ist normal. Da aber niemand die Vorlaufzeit sieht, kann ich unheimlich spontan wirken. Zum nächsten Ersten für sechs Monate ins Ausland? Moment, laß mich meine Katzenhüter anrufen... Kein Problem! Immobilie kaufen? Nehm ich mir eine Woche frei, um was passendes zu finden. Das geht alles so scheinbar locker, weil ich Jahre damit verbracht habe, das "Gelände" zu erforschen und die nötigen Entscheidungen zu treffen, so daß es nur noch die Gelegenheit braucht, die Frage "willst du" mit "Ja" zu beantworten. (Wenn ich sie mit "nein" beantworte, passiert offensichtlich nichts. Egal wie lange der andere mir zuredet. Da sind so etwa fünf Jahre Denkarbeit zu toppen, das macht keiner mal so eben.)

    Sachen, die im Prinzip schon lange durchdacht sind, gehen dann immer. Gilt bei mir zum Beispiel bei Reisen. Und bei Sachen, die in Sachen Geld, Aufwand und Risiko aus der Portokasse zu stemmen sind, ist die Entscheidung auch meist schon vor Jahrzehnten getroffen.

    Aber etwas Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr zu tun, wenn es jeden Tag wieder die Möglichkeit gibt, es nicht zu tun, sondern auf dem Sofa zu sitzen und Katzenbilder anzugucken -- das ist noch mal eine ganz andere Kategorie. Und die bediene ich mit Gewohheiten und Terminen. Ich gehe jede Woche zum Singen, zum Sport, zum Spieletreffen, weil ich mich entschieden habe, es zu tun, Zeit gefunden habe, es zu tun, und jemand bin, der seine Termine einhält. (Die gleiche Art, auf die ich zur Arbeit gehe, wenn auch mit etwas anderem emotionalen Hintergrund.) Das jeden Tag wieder neu und spontan zu entscheiden wäre erstens für die Leute, die sich auf mich verlassen, unzumutbar und eine Frechheit, zweitens für mich jeden Tag wieder anstrengend (Entscheidungen sind für mich nicht kostenlos, die belegen Platz im Gehirn), und drittens wäre die Entscheidung dann nur selten "ja". Denn morgen ist ja auch noch ein Tag. Morgen ganz bestimmt.

    Ich denke, gerade wenn man etwas wirklich mal machen will, gilt, "Erkenne dich selbst". Wenn einen der Gedanke an "Dienstag abend singen" belastet, weil man dann Dienstag abend nicht spontan sein kann, dann ist "in einer Band/einem Chor/einem Projekt singen" für einen einfach nichts, was man "wirklich machen" *kann* und man sollte keine Energie darauf verschwenden, es zu wollen.

    ***

    @Lea, für mich ist "die sein, die ich sein möchte" eine sehr zentrale Motivation. Das läßt sich zum Teil taschenspielerhaft aus der Umkehrung begründen: Warum sollte ich etwas tun, was mich weniger zu der Person macht, die ich sein möchte, wenn ich die Möglichkeit habe, es nicht zu tun? Mein Selbstverständnis über das, was ich bin und sein will (einschließlich meiner Ambitionen, Werte, und meines Engelchens-auf-der-Schulter) hat meist das erste Wort wenn es um "machen oder nicht"? geht.

    Allerdings ist es zu wenig, um alleine eine Umsetzung zu bewirken. Es ist mehr so eine Verkehrsampel, nicht ein Motor. Und es gibt viel zu viele Sachen, die zu mir passen, um sie alle zu tun!
    Geändert von wildwusel (30.03.2019 um 20:46 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Sonnenblume2019 Beitrag anzeigen
    Wunderbare Selbstironie.
    ...
    Und zum Thema talentfrei: ein Ikea-Regal selbst zusammenbauen, das nenne ich Talent. Ich kann das nicht, da würde auch ein Kurs nichts helfen. Ganz sicher.
    Nope, das ist leider wirklich so. Hat nix mit Selbstironie zu tun.

    Ich bin vermutlich die einzige auf dem Planeten, die zwei Wochen gebraucht hat, bis sie eine Kurve mit dem Snowboard fahren konnte (alle anderen brauchen dafür maximal zwei Tage), oder drei Wochen Kite-Camp, bis ich da auf dem Brett war. Reparieren kann ich auch überhaupt nichts, und alles, was irgendwie ansatzweise mit Kunst oder Musik zu tun hat, kann ich gar nicht (nicht mal Strichmännchen zeichnen). Daher hilft es mir nicht, nach „Talent“ zu gehen. Ich bin nur gut in „aufstehen, Krone richten, weiter machen - notgedrungen.
    Geändert von Inaktiver User (30.03.2019 um 21:03 Uhr)

  9. gesperrt

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    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin vermutlich die einzige auf dem Planeten, die zwei Wochen gebraucht hat, bis sie eine Kurve mit dem Snowboard fahren konnte (alle anderen brauchen dafür maximal zwei Tage),
    Ich hab das mal anderthalb Tage lang erfolglos versucht und dann beschlossen, Snowboard sei nichts für mich.


    alles, was irgendwie ansatzweise mit Kunst oder Musik zu tun hat, kann ich auch überhaupt nicht (nicht mal Strichmännchen zeichnen).
    Sowas kann man lernen, wenn man will, das ist ein Handwerk, das braucht vor allem Transpiration, nicht Inspiration. Das sind alles technische Dinge, die man lernen kann.

    gruss, barbara

  10. Moderation

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    AW: Wirklich machen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nope, das ist leider wirklich so. Hat nix mit Selbstironie zu tun..
    Ich hab auch so Sachen, da brauch ich etwa 10 bis 20 Mal so lange wie jeder andere, um sie von, "gar nicht" auf "naja, so gerade eben" zu lernen. Wenn ich auf "klappt meist irgendwie, sieht aber sch*** aus" bin, sind andere auf Profi-Niveau.

    Umgekehrt gibt's das aber ebenso.

    Am besten sind die Sachen, wo weder das eine noch das andere zutrifft, denn die lassen sich erfolgreich lernen und verbessern. Wenn etwas zu einfach für einen ist, versteht man es oft nicht gut genug, um dazuzulernen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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