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  1. Inaktiver User

    Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Mich interessieren eure Erfahrungen.

    Ich war und bin immer noch so naiv zu denken daß man sich jemanden sucht mit dem man sich wohlfühlt um einander das Leben schöner zu machen, bei mir hat das eigentlich doch zumindest zweimal über längere Zeit ganz gut funktioniert. (vielleicht mit nicht soo viel Leidenschaft aber liebevoll, zugewandt ohne Streit und Dramen).

    Nach einer Erfahrung im letzten Jahr denke ich allerdings wirklich über diese Aussage (Tatsache ?) nach daß man angeblich treffsicher jemanden aussucht um "Lernaufgaben" zu erfüllen, Kindheitstraumen aufzuarbeiten, manche Menschen die Erfahrung machen immer wieder an ähnliche Partner zu kommen, Beziehungen an den selben Themen scheitern.

    Odergenerell, wen habt ihr in euer Leben gezogen und welchen Sinn hatte das?

  2. Avatar von Opelius
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    16.236

    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Was soll Dir es nützen, wenn Menschen hier ihre Erfahrungen in der Zweisamkeit und Einsamkeit schildern? Du bist auf der Suche. Dein Weg ist mit Sicherheit ein anderer als meiner.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  3. Registriert seit
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    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    @Ewiger Bub.

    Gut, lassen wir dich, @Opelius als mehrfachen Großvater im Ruhestand mal beiseite


    in den div. Theorien gibt es 2 große Prinzipien:

    1.
    Anziehung von Unterschieden ("Batterieprinzip + / -)

    2. Man will, was man kennt ===>> Ähnlichkeit

    Das geht in Varianten und Mischformen.

    Ich finde immer, das asiatische Yin und Yang-Symbol zeigt das sehr schön:
    Die beiden Hälften ergänzen idealiter, das, was der anderen Hälfte fehlt. Inkl. des kleinen Binnenpunktes, der immer wie ein fremder Fleck im Meer des anderen liegt.

    Und dann kommt es drauf an, wie der individuelle Mensch halt so tickt. Wie seine Prägung durch die Primärbezugspersonen (Mama, Papa - prägen auch durch Abwesenheit, übrigens ) und sein Persönlichkeitsstil so ist.
    Da sähe ich - allein durch die Lektüre hier auch deutliche Unterschiede zu Opelius und E.B.

    Klassiker (reinrassig übertrieben dargestellt) sind:

    - Frau kennt von Kind an dominante, Gewalt ausstrahlende Männer, deren Zugneigung oder Aufmerksamkeit sich man verdienen muss
    Als Partner wählt sie Avatare des Vaters. OHNE sich dessen bewusst zu sein.

    Prinzip: man kauft, was man kennt. Markentreue ist ein Riesengeschäft

    - Frau ist durch dieselben Einwirkungen geprägt worden. Aber, sie wählt (auch erstmal instinktiv und unbewusst) das Gegenprogramm als Partner.
    Prinzip: Ausgleich durch Ergänzung.

    Ich habs an anderer Stelle schon mal geoutet : Ich bin eher die vorsichtige, pessimistische Spaßbremse.
    Ich brauche einen Partner, der das bissl relativieren kann durch seinen Persönlichkeitsstil.
    Mich ziehen Männer an, die Kraft durch Optimismus, Lebensfreude und Großzügigkeit ausstrahlen (unter uns gesagt, krasses Anti-Programm zum Papa...)

    Also, E.B. - mal überlegen, wie die Frau Mama war.
    Ob man will oder nicht (meistens ja eher nicht ) Das sind die ersten und für lange Zeit wichtigsten Menschen im Leben eines Kindes. Diese Prägung vergeht nie. Auch nicht durch Therapie. Die kann sie nur bewusster machen und dann ein Handling vermitteln, das einem gut tut.

  4. Avatar von schafwolle
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    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wen habt ihr in euer Leben gezogen und welchen Sinn hatte das?
    Die Sinnfrage - bzw. die Antwort darauf - ergibt sich so gut wie immer
    erst im Nachhinein. Und auch nur dann, wenn man das Thema ausgiebig
    hinterfragt und überhaupt willens ist, eine Beziehung zu analysieren.


  5. Registriert seit
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    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder generell, wen habt ihr in euer Leben gezogen und welchen Sinn hatte das?
    Über den Sinn oder Unsinn haben sich schon Generationen von Wissenschaftlern den Kopp zerbrochen.

    Ein Fazit gibt es aber wohl meinungsübergreifend: In Bruchteilen von Sekunden entscheiden die Menschen, auf wen sie sich einlassen. Da läuft ein Evolutionsprogramm ab, das wir zumindest phasenweise nicht beeinflussen können. Was dann hinterher zwischen den Menschen passiert, wenn der Hormonpegel wieder Normalstatus angenommen hat, ist ne andere Geschichte. Da muss dann geguckt werden, wie weit die Übereinstimmungen oder die doch letztlich trennenden Aspekte eine Rolle spielen.

    Wir werden hier nicht das Ei des Kolumbus finden oder eine Anleitung, wie es 100 % klappen kann.
    Man lebt nur einmal. Stellt man's richtig an, reicht das auch.

  6. Avatar von linsemo
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    5.395

    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich interessieren eure Erfahrungen.

    Ich war und bin immer noch so naiv zu denken daß man sich jemanden sucht mit dem man sich wohlfühlt um einander das Leben schöner zu machen, bei mir hat das eigentlich doch zumindest zweimal über längere Zeit ganz gut funktioniert. (vielleicht mit nicht soo viel Leidenschaft aber liebevoll, zugewandt ohne Streit und Dramen).

    Nach einer Erfahrung im letzten Jahr denke ich allerdings wirklich über diese Aussage (Tatsache ?) nach daß man angeblich treffsicher jemanden aussucht um "Lernaufgaben" zu erfüllen, Kindheitstraumen aufzuarbeiten, manche Menschen die Erfahrung machen immer wieder an ähnliche Partner zu kommen, Beziehungen an den selben Themen scheitern.

    Odergenerell, wen habt ihr in euer Leben gezogen und welchen Sinn hatte das?
    Ich bin auch der Meinung, daß man sich Menschen aussucht, egal ob Freunde oder Partner, nach dem Wohlfühlmoment. Wenn ich mich mit einem Menschen nicht wohlfühle, dann gehe ich.
    Dann habe ich keine Beziehung und auch keine Freundschaft mit demjenigen. Bei der Leidenschaft bin ich der Meinung, daß sie mit der Zeit verfliegt und ich finde sie völlig nutzlos.

    Erstmal: Nicht alles was in der Kindheit passiert löst ein Trauma aus und wenn es ein Trauma geworden ist, dann kommt man da selber nicht raus und sollte eine Traumatherapie, EMDR, machen.

    Zu den Lernaufgaben: Ich meine, daß man auf der Welt ist, um zu lernen. Aus den Erfahrungen, die es im Leben gibt, zu lernen, zu reflektieren, zu lernen was man möchte, zu lernen was man nicht möchte, seine wunden Punkte kennenzulernen. Man sucht sich den Menschen nicht aus. Es liegt daran, daß man seine Themen nicht ver- oder bearbeitet hat und die Probleme können bei jedem Menschen, mit dem man zusammenkommt, auftreten. Ist ein Mensch mit allem im Reinen, trägt zwar Altlasten mit sich herum, aber sie machen keine Probleme mehr, die das Leben dieses Menschen und anderer Menschen negativ beeinflusst. Frauen sollten sich Gedanken über ihre Beziehung zu ihrem Vater machen und Männern über ihre Beziehung zur Mutter. Denn oft sucht man sich genau das aus, was zu Hause erlebt hat, man will aber etwas anderes, bekommt es aber nicht, weil einem die Beziehung zu den Elternteilen nicht klar war.

    Es gibt keine Menschen, die zu 100 % zusammenpassen, es gibt immer etwas mit dem anderen, was nicht übereinstimmt und wo man Kompromisse eingehen wird.

    Nach dem Sinn, warum ich mit jemandem zusammen war, habe ich mich auch immer gefragt. Die Antwort für mich war aber nicht der Sinn sondern die Antwort war, was habe ich nicht verstanden.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Geändert von linsemo (17.03.2019 um 09:58 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Die Frage kann man zweierlei beantworten: Welchen Eindruck man hat, wie andere vorgehen und wie man sich selbst in dieser Hinsicht einschätzt, wobei die Selbsteinschätzung noch einmal hinterfragbar sein darf.

    Mein Eindruck, wie andere vorgehen bzw. wie die Dinge so laufen - denn oft sind es unbewusste Abläufe - ist gemischt.
    Ich kann nicht feststellen, dass es immer nach diesen Mustern abläuft, wonach man sich Leute aussucht, um Lernaufgaben zu erfüllen, Kindheitstraumen aufzuarbeiten usw.
    Das gibt es, aber eben nicht nur und immer.
    Das so zu anderen Menschen.

    Was mich angeht, sehe ich im Laufe der Zeit einen Wandel von früher eher unbewussten Abläufen zu allmählich immer bewussteren.

    Beziehungen scheitern oft dann immer wieder an den selben Theman, wenn man es nicht schafft, mit eigenen Problemen fertigzuwerden. Das sind dann auch die "Klassiker", wo sich Muster wiederholen-


  8. Registriert seit
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    1.746

    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Ich denke nicht, dass man auf der Welt ist um zu lernen. Wofür sollte das gut sein? Also Buddhisten haben vielleicht noch mal ne Chance es besser zu machen, aber so der normale Mensch, der wahrscheinlich nicht reinkarniert...

    Ich für meinen Teil bin auf der Welt, um Spaß zu haben, zu genießen und vielleicht ein wenig zu helfen, weil das auch glücklich macht. Und ich hab Menschen in meinem Leben, mit denen das geht. Alle anderen dürfen mich im Mondschein...


  9. Registriert seit
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    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Bei der Leidenschaft bin ich der Meinung, daß sie mit der Zeit verfliegt und ich finde sie völlig nutzlos.
    .... zumindest wenn sie Leiden schafft .

    Ist das nicht der Fall, war's schon ne tolle Phase (+ Lerneffekt).
    Man lebt nur einmal. Stellt man's richtig an, reicht das auch.

  10. gesperrt
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    1.783

    AW: Wen zieht man an, mit wem geht man eine Beziehung ein und warum?

    Ich habe eigentlich unbewusst, wenn man das so sagen kann, seit meiner ersten Schulschwärmerei mit gut 13 denselben Typ an Jungen/Mann angezogen. Ich war nie an den beliebteren Personen des anderen Geschlechts interessiert. Die waren mir immer zu langweilig und einfach gestrickt. Man kannte die Person als Bekannten und wusste eigentlich schon die meisten Punkte über die Person. Besonders später im Internet ist mir das aufgefallen, dass ich irgendwie immer an Personen mit irgendwelchen 'Problemen' geraten bin, oft auch psychischer Natur. Ich habe natürlich weitaus mehr Kontakte geknüpft, keine Frage, aber jene die sich intensiviert haben und wo auch eine Beziehung hätte entstehen können, waren sich doch irgendwie immer ein bisschen ähnlich. Ich habe schon früh, in der Grundschule, die Tendenz entwickelt eine Art offenes Ohr für alles und jeden zu sein, dann kam später das Interesse für Psychologie hinzu und bald wurde ich in meiner Jugend zur Hobbypsychologin, bevor ich mich mit 20 rum ausführlich damit zu beschäftigen begann. An sich kann ich mich aber über diesen Umstand nicht beklagen, da ich all diese Kontakte in positiven Erinnerungen behalten habe. Vielleicht lag es auch daran, dass ich Menschen schnell durchschaut habe und hinter die Fassade blicken konnte, auf die alle anderen im näheren Umfeld vertraut haben.

    Im Gegensatz zu dir, TE, bin ich aber ich sage es mal kein Fan von einfach und ohne Dramen. Ich bevorzuge da eher das Gegenteil. Bis mein Freund und ich zum Beispiel offiziell zusammenkamen, kannten wir uns erst einmal schon über drei Jahre, dann begann das romantische Interesse und danach hat es vier Jahre mit Hi und Her, Drama und Co gedauert, bis wir auch endlich richtig zusammenkamen. Heute bin ich mit weniger Drama zufrieden, aber ich wäre es nicht, wenn es nicht kompliziert gewesen wäre die Beziehung einzugehen. Alles, das im Leben einfach ist und mir einfach so zufällt, das schätze ich eigentlich kein bisschen. Das ist für mich Selbstverständlichkeit. Ich habe immer nach mehr gesucht und wusste einfach, dass eine Beziehung, wenn sie für mich einfach und banal erscheint, nicht von Dauer sein würde, dann dann wäre mein Interesse wohl bald wieder verschwunden.

    Manches Mal kommt es mir aber auch so vor, als würde ich die gescheiterte Ehe meiner Eltern aufarbeiten,w wie du es mit der treffsicheren Wahl der Partner bezeichnet hast. Meine Mutter hatte in meiner frühen Kindheit einen schrecklichen Streit mit meiner Großmutter väterlicherseits, die sowieso eine schwierige Frau war, doch hatte sich meine Mutter eben immer zurückgehalten, bis sie ein Kind hatte. Danach hat meine Großmutter sie vor die Tür gesetzt, weshalb sie nie mehr mitgefahren ist, wenn ich z.B. an Weihnachten für den Nachmittag eben mit meinem Vater zu seinen Eltern fuhr. Mein Vater war nie der Typ, der seiner Mutter großartig widersprochen oder sich eingesetzt hätte. Die Mutter von meinem Freund ist auch nicht einfach und ich bin schon öfter mit ihr aneinandergeraten. Im Gegensatz zu meinem Vater hört mein Freund aber eben nicht auf seine Mutter und kann ihr auch die Meinung sagen. Das ist interessant zu erleben.

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