Das kommt davon, wenn man rumkorrigiert und nicht Korrektur liest.
Nochmal:
Ich bin NICHT UNZUFRIEDEN mit meinem Lebensmodell.
Mir gefällt mein Lebensmodell, auch wenn es manchmal anstrengend ist, und der Stoßseufzer „Ein Partner, oder ein 6er im Lotto wären echt prima“ durchaus vorkommt.
Wie die Postkarte schon sagte:
Das Leben ist wunderschön. Von „einfach“ hat keiner was gesagt.
Antworten
Ergebnis 561 bis 570 von 571
-
07.04.2019, 19:41
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
-
07.04.2019, 20:19Inaktiver User
-
07.04.2019, 21:30
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Selbst wenn's stimmen würde, wär's nicht relevant. Bestenfalls kann man das als Vorschlag nehmen, "guck mal, ob das für dich möglich wäre". Aber meistens meinen's die Leute gar nicht als Appell, sondern meditieren nur in Worten über ihr eigenes Leben, oder sie suchen den Aus-Schalter für anderer Leuts Probleme. (Das scheint so ein Reflex zu sein.)
Argh, zu viel Satz, zu wenig Zeichen, sorry.
Die, die Geld (meistens in Form eines gut verdienenden Ehemanns) in der Hinterhand hatten, hatten öfter die "coolen" oder "schönen" Jobs. Zum Teil sogar mit Erfolg und guter Bezahlung. Mit 50 hatten sie diese Jobs aber überwiegend schon seit Ewigkeiten aufgegeben, selbst, wenn sie keine Kinder hatten.
Die, die arbeiten *mußten* hatten eher die "Brotjobs", wo jetzt niemand mit 20 sagt, "das klingt so klasse", oder "das ist bestimmt interessant" oder "da gibt's echt viel Kohle". Aber die verdienten mit 50 immer noch ihr eigenes Geld, egal ob Mann (mit nicht viel Geld) oder Kinder, oder nicht, und waren mit ihren Job auch überwiegend zufrieden.
(Der ganze Artikel war natürlich anekdotisch und fand in der gehobenen Mittelschicht statt, muß man dazusagen.)
Die stärkste Auswirkung ist, wie entspannt ich mit Veränderungen, die sich abzeichnen, umgehe.
Aber nicht nur: Auch Sachen wie, "kann ich mir leisten, den Job zu wechseln, kann ich mir leisten, es *nicht* zu tun", "soll/kann ich eine/diese Immobilie kaufen", "kann ich Stunden aufstocken/reduzieren", "soll ich eine aufwendige Fortbildung machen", "kann ich in eine Gegend ziehen, die mir besser gefällt", bei solchen Entscheidungen hängt schon immer groß im Hintergrund, "Was gewinne ich daduch, was kostet es mich, wie hoch ist das Risiko, wie sieht dann das Gesamtbild meines Lebens aus, und ist das das, was ich will?"** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
08.04.2019, 08:52Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Solche Überlegungen stellt man doch - natürlich - auch an, wenn man gut Kohle hat.
Ich könnte z.B. nicht in eine Gegend ziehen, die mir noch besser gefällt, denn ich habe einen "Orchideenjob", den ich so, mit diesen Konditionen, in meinem Alter eher nicht mehr finde (und in meiner bevorzugten Gegend gibt es den auch nicht).
Das sind für mich ganz normale Gedanken, die man durchdenkt bei der Gestaltung seines Lebens.
-
08.04.2019, 09:41
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
08.04.2019, 22:44Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Tja, wie würde ich meinen Lebensstil beschreiben... Single und überwiegend zufrieden damit, brauche eher wenig Wohnraum (44qm, und damit für meine Verhältnisse schon viel), neige eher zu Minimalismus und Pragmatismus bei der Einrichtung und bin sehr wenig hausfraulich interessiert, und diese Mischung sieht man meiner Wohnung (und dem Autochen) auch an. Ich hätte gern einen kleineren ökologischen Fussabdruck, andererseits bin als per Öffis pendelnde stromsparende Vegetarierin schon relativ gut dabei.
Lebe aktuell in der Stadt, obwohl Landei, und wo es nun so ist, geniesse ich, vieles ums Eck zu haben, was auf dem Land weit weg ist. Die nächste Wohnung, sollte es so kommen, wird aber wieder ländlicher!
Vollzeit berufstätig und wegen hohem Sicherheitsbedürfnis (und wie ich überascht feststellen musste auch wegen dem verflixten 'was denken wohl xy oder yz') tue ich mich mit einer kleinen Reduzierung, die ich mir schon länger wünsche und die laut Excel auch machbar ist, recht schwer. Aber ich bleib dran, in Babyschrittchen. Mehr geht finanziell sowieso nicht.
Teures Hobbytier und Eltern, die mir nahestehen (und weiter weg wohnen), wo die endgültige Trennung aber näher rückt, nagen am Geld- und Zeitkontingent. Sie sind es wert, Hobbytier und Eltern sind mir Herzensangelegenheiten, aber ja: einige ReiseTräume, die ich hatte, wurden und werden dem geopfert. Das ist im Moment auch OK so.
Mein Körper hat mir leider auch einige Grenzen aufgezeigt, zwei SportHobbies musste ich bereits aufgeben. Habe ich auch etwas gewonnen? Ja, ein anderes Interessenfeld hat dafür an Raum gewonnen und damit einhergehend ist ein toller Freundeskreis hinzugekommen.
Habe ich meine Träume verwirklicht mit meinem jetzigen Lebensstil? Mehrere sicher (noch) nicht. Andere dafür aber schon, auch welche, von denen ich früher gar nicht wusste, dass ich sie habe. Beim Lebenssinn klemmt es noch. Da gehen was ich gern wäre und was ich bin recht weit auseinander. Ich denke, falls dort eine grosse Berufung meiner harrt, ist das erst was für spätere Leben... Für dies Leben bemühe ich mich um Dinge wie Frieden in mir und mit meinem nahen Umfeld, und mein Leben weiterhin möglichst weitgehend eigenverantwortlich meistern. Etwas mehr Mut ist auch noch 'in Arbeit'...
Oft waren Entscheidungen vom 'was will ich nicht' Prinzip geleitet und es hat sich gut entwickelt, es gab aber auch: 'will ich' Entscheidungen, die ich dann doch revidieren musste - und natürlich auch je andersrum!
Würde ich mich an den diversen Wegkreuzungen wieder so entscheiden? Bis auf einige wenige: ja. Und da wo ich heute manchmal wünsche, anders entschieden zu haben, ist fraglich, ob die andere Entscheidung wirklich richtig gewesen wäre oder ich nicht gewaltig gescheitert wäre.
Eigentlich hadere ich grad am meisten damit, dass ich manchmal hadere ;-), denn alles in allem kann ich sehr zufrieden sein und bin es auch oft. Mein 'Hadern' ist wohl eher ein 'den Kuchen essen und behalten wollen' - und das hängt denke ich eher mit meiner Persönlichkeit als mit meinem Lebensstil zusammen.
-
09.04.2019, 17:02
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Abgesehen von Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge mache ich mir darüber auch nicht groß Gedanken, denn wenn ich eines bisher im Leben gelernt habe, dann das, dass es einem gerne mal Brocken vor die Füße schmeißt, die man sich nie hätte vorstellen können (im positiven wie im negativen Sinne). Ich nehme das Leben lieber, wie es kommt, statt in was-wäre-wenn-Szenarien rumzuhirnen, und finde mich damit ab, dass man nie 100% für alles gerüstet sein kann.
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
-
09.04.2019, 18:42Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Das sehe ich auch so, aber ich kann Sacrebleus Gedanken durchaus nachvollziehen, weil ich auch alleinerziehend bei voller Berufstätigkeit war und ja, ich habe mich auch dabei ertappt, dass ich manches Mal gern jemanden an meiner Seite gehabt hätte, der mich unterstützt/hilft. Wenn frau alles allein wuppt: Mutter/Streitgenossin/phasenweise Freundin, Krankenschwester, Ernährerin und Versorgerin/Putzfrau, Köchin, Nachhilfelehrerin ... eben alles in Personalunion ist und nicht mal einer vor Ort ist, der das eine oder andere übernimmt.
Letztlich habe ich mich aber am eigenen Schopf wieder hochgezogen und mir gesagt: Amboise, Du wolltest es so. Nach der Trennung war absolut keine Absicht da, dass ich mich erneut in eine Partnerschaft stürze. Es standen andere Dinge an, wie Basis schaffen, im Job etablieren, die doch sehr heruntergewohnte Wohnung nach und nach so zu richten, wie wir es gerne wollten.
Ich kann von daher nur sagen, dass ich mich immer getröstet habe, dass es ja kein Dauerzustand ist, das Kind wird größer und selbstständiger, das Miteinander (außer Pubizeit) wird entspannter und irgendwann nach ich weiß nicht mehr wievielen Jahren der Zweisamkeit mit meiner Tochter kam dann K. Ich musste erstmal viel mit mir klären und er kam zur rechten Zeit.
Allerdings hatte ich niemanden in meinem Umfeld, der mit seiner/ihrer Paarbeziehung "hausieren" gegangen ist. Da mein Tag ohnehin vollgestopft war, konnte ich Freundschaften gar nicht so wirklich aufbauen und vor allen Dingen pflegen. Ich hatte eine Kollegin, die auch Singleline war und wir haben dann manchmal die Stadt "unsicher" gemacht.
Freundschaften kamen viel später und von daher kann ich da nicht mitreden. Aber blöde finde ich sowas, wenn Leute meinen, sich nur wegen ihres anderen "Statusses" über andere vielleicht zu erheben und kundzutun (ob die anderen es hören wollen oder nicht), wie wahnsinnig glücklich man doch ist.
In späteren Jahren habe ich eher die Erfahrung gemacht: Je mehr die Leute auf die Kacke gehauen haben (nicht nur in diese Richtung), desto desolater sah es aus bei genauem Hinsehen oder gar nach plötzlichen Trennungen, wo doch alles so chic & schön war.
-
10.04.2019, 10:31
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
-
10.04.2019, 21:57
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Wir haben es gemütlich. Ich bin nicht so reich wie die meisten hier, Eigentum wird wohl nix.
Also: Mietwohnung,günstige Miete, 114 am, Balkon, nette Nachbarn.
Leider keine Katze mehr seit 2012. Keine Kinder,aber drei Nichten ( ich) und drei Neffen (er). Ich bin die Organisatorin und die Ordentliche. Mein Mann ist Halbfranzose 😋.
Meine Familie ( Eltern, Geschwister) wohnen in der Nähe, meine Schwester sogar im gleichen Ort Aber so oft sehen wir uns nicht.
Ich gehe gerne auf Nummer sicher und prüfe jede Ausgabe dreimal.
Mein Mann trifft sich viel Mühe Freunden, ich bin Einzelgänger in,aber singe im Chor. Ab und an mache ich noch etwas Ehrenamt. Nix Besonderes also, wir sind nicht aufregend und wollen es auch nicht sein.
Einen Lottogewinn wünsche ich mir auch manchmal, dann würde ich mich evtl mit meiner momentanen Nebentätigkeit selbstständig machen.
So wie es ist, mag ich meine Sozialversicherung.Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.



Zitieren
