… und bei meiner "Insel-Kollegin" war es im Verlauf der Zeit zu schönen Kontakten zum einen zu Einheimischen gekommen und zu weiteren Urlaubern, wo sich quasi auch zum nächsten Urlaub verabredet wurde. Ich kann es schon nachvollziehen, dass man dann - so einem der Ort/Umgebung natürlich auch gefällt - mehrmals hinfährt oder auch durch Ferienhaus einen festen Plan verfolgt.
Mein Traum ist Südfrankreich und ich werde mich da noch schlau machen und Möglichkeiten suchen und hoffentlich finden, wo ich mehrere Wochen verweilen kann und das bitte bis zum Schluss und jedes Jahr.![]()
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03.04.2019, 10:46Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
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03.04.2019, 11:37
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen (und natürlich nicht gebookmarkt), wo die Reporterin, etwa 50 Jahre alt, geguckt hat, wo ihre mit-Schulabgängerinnen von vor zirka 30 Jahren heute beruflich sind. Und festgestellt, daß die mit gut gestelltem Ehemann im Hintergrund eher die "Traumjobs" hatten, in denen sie heute nicht mehr arbeiten, und die ohne heute noch in Brotjobs arbeiten und die zum Teil inzwischen durchaus interessant und der Mühe wert finden. (Oder so. Ich find den Artikel nicht mehr.)
Eigentlich ein Fall für "und das überrascht keinen...."
Ich kalkuliere regelmäßig, welchen Einfluß geänderte Umstände auf meinen Lebensstil hätten, oder auch geänderte Ausgangssituationen. Ein Grund dafür ist, daß ich meinen Spielraum für Veränderungen kennen möchte.Geändert von wildwusel (03.04.2019 um 11:51 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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03.04.2019, 11:43
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
echt, wieso denn das?

nun ja, ich kann des öftern mal ausschlafen, kann mir die Zeit recht frei einteilen, kann auch mal den Tag auf mich zukommen lassen, spontanen Impulsen folgen... und ich mach ja Dinge, die ich gut kann, grösstenteils. Was ich als Angestellte im Büro tue, seit vielen Jahren, ist absolute Routine. Unterrichten tu ich auch nicht erst seit gestern, und auch wenn ich da ein paar neue Dinge ausprobieren will (erstmals Kampfkunst unterrichten, Gruppen unterrichten...), so hab ich doch schon ein gutes Fundament, auf dem ich aufbauen kann. Nur eine einzige Tätigkeit würde mich zu Tode langweilen, egal was es ist. Ich brauche Abwechslung und Freiheit.Du klingst unheimlich entspannt dabei - ich glaube nicht, dass ich das mit mehr als einem Job=Arbeitsgedankenschwerpunkt noch wäre.
Und ich habe das Glück, in der Schweiz zu arbeiten, da sind die Löhne gut, und ich habe in den letzten Jahren auch eher auf "mehr Einkommen pro Zeiteinheit" optimiert und nicht auf "mehr Stunden arbeiten".
ausserdem hat's bisher immer geklappt, irgendwie, ich vertraue da dem Universum, dass da schon kommen wird, was kommen soll und muss.
ist noch immer so gewesen
gruss, barbara
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03.04.2019, 12:27
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03.04.2019, 13:22Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
In punkto Urlaub - auch wenn ich sehr gerne verreise (bzw. es tun würde, ich hab im Moment nicht wirklich die Mittel), gefällt es mir eher, mehrere Kurzurlaube pro Jahr zu machen, nicht einen längeren.
Das kann auch ein Nachmittag am Meer sein - als Kind zweier Binnenländer bin ich ja sicher noch einige Jahre lang begeistert genug davon, einfach am Strand herumzulaufen
Und ich mag es, wenn sich zwischendurch nette Stunden oder Tage ergeben: Gestern hat Herr Snicket seine Mini-Dienstreise so gelegt, dass er am Nachmittag mit mir und Tochting in einen kleinen Küstenort fahren konnte, dort haben wir bei strahlendem Sonnenschein (in Schottland ist es außerhalb des Sommers oft am schönsten ...) Fish&Chips gegessen, uns das erste Outdoor-Eis des Jahres gegönnt, Drachen steigen lassen und Muscheln gesammelt.
Diese Momente kommen auf das Glücks-'Konto' und scheinen auch mehr zu wiegen als größere, mehr ausgeplante Unterfangen. (Unser fast dreiwöchiger Urlaub letztes Jahr war toll, allerdings in erster Linie, weil wir Familie besucht haben und viel Sonne genossen haben - das ist auch mit etwas Geschick anders implementierbar. )
Ansonsten: ich habe eine Vorliebe für Altbau, auch wenn es zum Putzen und Heizen ein Alptraum ist,
würde auch lieber in einem alten Bauernhaus wohnen als in einem 'schönen' Neubau - allerdings: egal wo, keine Baustellen mehr, ich hab ein Kindheitstrauma!
Und stilmäßig bin ich relativ anspruchslos, mir gefallen nur wenige Sachen _nicht_ (z.B. eckiger 80er-Jahre-Stil mit Glastischen, schwarze Möbel etc), ansonsten sollte die Optik einfach in sich stimmig sein, die Energie muss passen (ich hab mal in einem Haus gewohnt, das eigentlich so gar nicht meins war -70er, Eiche, hässliche Fliesen, riesige klobige Ledersofas, aber mich dort so wohl gefühlt wie sonst an wenigen Orten).
Wichtiger wäre mir, dass rasch aufgeräumt (Ordnung ist mindestens ein Dreiviertelleben) und staubgesaugt/aufgewischt werden kann.
- Auch da habe ich ein leichtes Trauma und mag Chaos und Schmutz nicht besonders - wenn ich wo auf Besuch bin, ist es mir eher egal, aber zuhause darf es das nicht spielen, zumindest nur sehr temporär,
und in dieselbe Kerbe schlägt mein Wunsch nach relativ geregelten Mahlzeiten (meistens eine, gemütliche, vorrangig abends), und einer heißen Dusche vorm Schlafengehen - weniger die 'creature comforts' als ein Wunsch/Bedürfnis nach Erdung und Regelmäßigkeit/Vorhersehbarkeit, die in meiner Kindheit wohl einmal zuwenig erfüllt wurden
Wobei ich mit Ausfällen leben kann, aber ich glaube, allein das Wissen, dass ich diese Autonomie jetzt generell habe oder organisieren kann, hilft.
Und auch wenn mir jetzt nicht einfällt, wie das dann alles zusammenpasst: mit Anfang, Mitte 20 hat sich bei mir herauskristallisiert, dass ich im Leben vor allem eines will: Abwechslung, bis hin zum irgendwann ausdrücklich so formulierten Wunsch, dass jedes Jahr anders wird.
Und so kam es dann auch (und nicht 'nur halb', wie der Angelsachse sagt) - bisweilen, mehr als mir lieb war, also Vorsicht beim Wünschen ...
Ich habe einerseits immer Leute bewundert, die ihr Leben ziemlich exakt und linear planen und dann auch so führen können - andererseits konnte und könnte ich das kaum, bei mir gab es mehr Umwege als sonstwas.
Allerdings denke ich, dass eh alles so kommt, wie es kommen soll, und ich bin auch glücklich damit, selbst wenn es manchmal schwer ist.
Niemand anderes muss mein Leben leben, und umgekehrt - ich sehe also garkeine Notwendigkeit, irgendwen oder -was abzuwerten. Veto gäb's nur, wenn jemand eine Spur der Verwüstung, Trümmer, Blut und Tränen hinterließe. Aber das kommt nur in den seltensten Strängen vor
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03.04.2019, 15:12
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Wir haben auch so eine Herzensheimat. Zwar nicht immer derselbe Ort (schöne Orte aber durchaus gerne mehrmals), aber dieselbe Region.
Nö, das hat nicht nur was damit zu tun, dass Ihr im Ausland lebt. Es ist auch schlicht eine Frage dessen, was man gerade braucht. Wenn der Alltag voller Stress und Action ist, haben manche Menschen im Urlaub vielleicht einfach eher das Bedürfnis nach Ruhe, nach Vertrautem und nach fünfe-grade-sein-Lassen, als ein neues Ziel nach dem anderen zu erkunden, Party zu machen oder mit dem Rucksack durch die Antarktis zu wandern.Daraus mangelnde Flexibilität, Weltgewandheit oder Engstirnigkeit abzuleiten, wäre einfach falsch. Na gut, wir leben halt auch im Ausland, insofern ist es für uns vielleicht andersherum entspannend, im Urlaub in der alten Heimat zu sein.
Ich fände es auch schön, wenn wir Abwertungen vermeiden könnten. Bloß weil ich Partyurlaub doof finde, muss ich das ja nicht denen miesmachen, die das mögen.May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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07.04.2019, 10:08
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Mich stört ja auch nicht, daß jemand ein anderes Leben lebt als ich!
Mich stört exaktamente das „hausieren gehen“!
Nämlich allen anderen zu erzählen wieviel toller ihr Lebensstil wäre, soviel erfüllender, geistig und sozial bereichernder...
Ja, ist er wahrscheinlich. Aber das kann, bzw. will sich m.M. Nach nicht jede leisten, wenn sie dafür echte Nachteile im Finanziellen erleben müßte.
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07.04.2019, 10:10
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Mich stört nicht das Leben, sondern das Hausieren.
Und ja, ich wäre froh, nicht komplett die finanzielle Verantwortung für die Lebensgestaltung meiner Familie (ich mit Kindern) zu haben.
Das glaube ich Dir!und manchmal bin ich auch neidisch, sicher.Und wenn ich hausiere: ja, mein Leben mit Teilzeitarbeit als Angestellte plus selbständiger Arbeit plus nicht bezahlten Tätigkeiten ist für mich deutlich erfüllter als damals, als ich 100% arbeitete. Das ist in der Tat so.
Die dazu nötigen Veränderungen im Lebensstil finde ich aber unangenehmer - also arbeite ich so, wie ich arbeite.
Möchte damit aber auch „akzeptiert“ werden - was die Hausierinnen mir „kapitalistisch“ oder „warte nur, bis Du dann Burn out bekommst“ kommentieren (nein, ich sehe bei mir keine Gefahr für letzteres...).Geändert von Sacrebleu (07.04.2019 um 10:28 Uhr)
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07.04.2019, 10:23
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Hin und wieder, ja, klar!
Korrekt. Leider habe ich MEHRERE im Umfeld, die genau das tun.Ist doch ok, solange sie mich nicht auffordert, es ihr gleichzutun.
Und daher frage ich mich dann hin und wieder, ob die nicht vielleicht recht haben, und ich den Sparren, weil ich eben eher froh bin, Vollzeit zu arbeiten, und mir daher selbst das leisten zu können, was wir haben/tun.
Und das schließt eben auch die Zusatzkrankenversicherung und ähnliches ein, es geht nicht nur um „größeres Auto“ oder so etwas.
Oder ob andere, die den anderen Lebensstil haben, es genauso machen würden, wenn sie in derselben Situation wären.
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07.04.2019, 10:27
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Ich verstehe leider nicht, wer was macht?
Hat die Kalkulation denn auch tatsächliche Auswirkungen?Ich kalkuliere regelmäßig, welchen Einfluß geänderte Umstände auf meinen Lebensstil hätten, oder auch geänderte Ausgangssituationen. Ein Grund dafür ist, daß ich meinen Spielraum für Veränderungen kennen möchte.




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