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  1. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von VelvetRose Beitrag anzeigen
    Die Fragen des Themas würden also wohl lauten: Wie lebt ihr? Welche Art von Lebensstil habt ihr für euren Alltag angenommen? Und wie steht ihr zu anderen Lebensstilen, Lebensmodellen und alles, das noch damit im Zusammenhang steht?
    Wenn man vom Wohnen ausgeht, lebe ich derzeit mit meinem Kind alleine. Mein Lebensgefährte (und der Kindsvater) ist vor kurzem nach über 10 Jahren zusammenwohnen ausgezogen - gleicher Ort, etwa 5 Minuten Fahrtweg. Wir leben in einer Kleinstadt, wenige km von einer etwas größeren Stadt und etwa 45 Min. von der nächsten Großstadt entfernt. Für mich perfekt; bin in einem kleinen Dorf groß geworden, recht abgeschieden von allem und finde heute wie damals die Gegend sehr schön, aber absolut unpraktisch.
    Kind und ich haben eine gemütliche gemietete 75m²-Wohnung mit Balkon. Die Einrichtung ist bunt gemischt - von älteren Modellen (Mitgabe bzw. Übernahmen von meinen Eltern bspw.) bis moderne Möbel ist alles vertreten.
    Ich mag es gerne ordentlich und sauber. Ich bin mir selbst genug und mag abends gerne meine Ruhe haben, viel Trubel um mich brauche ich nicht - ein gutes Buch, ein guter Film, das passt dann. Meine Eltern sind mir sehr wichtig.
    In den Urlaub fahren wir möglichst einmal im Jahr, ansonsten versuchen wir die Gestaltungsmöglichkeiten in der Umgebung zu nutzen.
    Von der Vorstellung der Rama-Familie habe ich mich verabschiedet - wobei ich früher immer von Haus, Kind, Hund, Urlaub etc. geträumt habe. Aber dann ist da die Realität, die einem manchmal eben ins Handwerk pfuscht. Aber auch so finden wir uns gerade in unser noch recht neues Leben ein, ich finde mich ein Stück weit selber und wir hoffen gerade, dass demnächst nicht die nächsten gravierenden Veränderungen anstehen.

    Andere sollen leben wie sie möchten; ich muss es nicht gut finden, ich muss es ja aber auch nicht leben. Es muss sich niemand davon abhängig machen, was andere gut finden. Solange der eigene Weg für einen selber gut funktioniert, ist doch völlig egal was andere sagen (wir treffen mit unserem jetzigen Modell da auch gerne mal auf die verschiedensten, nicht immer wohlwollenden Kommentare...).

  2. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Interessant! Ich bin in so einem Ort mit rund 3000 Einwohnern, in ebenfalls einem riesigen Haus aufgewachsen und habe es ab einem bestimmten Alter gehasst! 30 Minuten mit dem Bus ins Zentrum ist fuer mich einfach zu lange.
    Die Entscheidung hatte drei Gründe.
    1. Priorität Nähe zur Arbeit
    2. Kater braucht Freigang
    3. Preis der Wohnung - in der Stadt hätte ich mir eine Wohnung in dieser Größe nicht leisten können.

    Bezüglich teurem Wohnen in den Großstädten: mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ich habe oft das Gefühl, hier in Österreich meint jeder, ihm stünde selbstverständlich die top ausgestattete Wohnung in top Lage um 5€ pro qm inklusive Betriebskosten zu. Das geht halt nicht. Und Wien ist im internationalen Vergleich günstig.
    Ein paar mit altem Mietvertrag haben das Glück, für alle anderen geht es halt nicht.

  3. Moderation

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    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von VelvetRose Beitrag anzeigen
    Die Fragen des Themas würden also wohl lauten: Wie lebt ihr? Welche Art von Lebensstil habt ihr für euren Alltag angenommen? Und wie steht ihr zu anderen Lebensstilen, Lebensmodellen und alles, das noch damit im Zusammenhang steht?
    Ich bin Schritt für Schritt in einem Lebensmodell gelandet, daß ich nie gewollt habe, aber das trotzdem gut genug ist, um es nicht zu ändern. Ich denk mir, jeder trifft alle Entscheidung, die getroffen werden können, so gut, wie er oder sie kann, und landet dann ... irgendwo, ... oder *landet* eigentlich gar nicht, denn das Leben und die Entscheidungen gehen ja immer weiter.

    Mich erstaunen manche Lebensmodelle, und gelegentlich schüttelt's mich und ich denke mir, "wie schrecklich, so könnte ich nicht leben". Tu ich ja auch nicht. Kein Weg hätte mich dorthin geführt. Aber andere hat nun mal eine Kette von jeweils besten Entscheidungen dorthin gebracht, und vielleicht gefällt es ihnen. Man steckt nicht drin. Solange niemand versucht, mich zu seiner Art, seinen Kram zu regeln, zu bekehren, sehe ich das locker. Allerdings macht es mich immer unglücklich, wenn jemand unglücklich ist und so gar keinen Ausweg und gar keine Möglichkeiten mehr sieht.

    Ich lebe allein mit zwei Katzen in einer Eigentumswohnung, arbeite Vollzeit, habe einige Freunde und viele gute Bekannte, und zu viele Hobbies.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation

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    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Wirklich brauchen" trifft in meinen Augen nur auf weniges zu.
    Mein Einpersonenhaushalt hat eine völlig überdimensionierte Küchen- und Geschirrausstattung, weil's eines meiner Hobbies ist, Festessen für viele Leute zu kochen.

    Als ich "Mittelalter spielen" als Hobby hatten, waren's Kisten und Kasten voller Kostüme, Ausrüstung, und Materialien, die in Kostüme und Ausrüstung verwandelt werden sollten. (Die sind jetzt raus. Immerhin.)

    Und die Musikinstrumente. Die Noten, Bücher, Comics, CDs, Vinyl. Spiele. Die Katzen mit ihren Spielzeugen und Katzenplätzen und Kratzbäumen. Genug Tisch und Stühle für die Leute, die zum Essen kommen. Schlafplätze für Logierbesuch, der nicht mehr wie früher einfach seine Schlafsäcke auf dem Boden ausrollt (wir werden nicht jünger). All der biographisch relevante Kram, den man verschenken würde, aber nicht wegwerfen will (ich arbeite dran).

    Ich hätte auch gerne 200 qm. Mit Studio und Werkstatt.
    Aber will ich das putzen? Nein. Kann ich das bezahlen? Nicht in der Nähe meiner Arbeitsstätte. Habe ich *Zeit* für mehr Hobbies? Nicht solange ich arbeite.

    Ich wollte nie in der Zwickmühle von Geld, Raum, und Zeit gefangen sein, und bin es doch. Man wurstelt sich so durch.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schlußendlich könnten wir auch alle in Zellen leben, mit Tisch, Bett, Stuhl.
    Ach was, man kann auf dem Boden sitzen. Und schlafen.

    Ich finde auch, daß "was man braucht" ein problematisches Konzept ist, und zu oft zu "Four Yorkshiremen"-Wettbewerben führt. ("Ihr hattet eine Pappschachtel?!") "Gebrauchen" ist mMn eine bessere Meßlatte.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich immer, wie die Leute "aufm Dorf" das mit der Arbeit vereinbaren
    Ich wohne in der Stadt und arbeite auf dem Kaff. Das begeistert mich auch nicht so, ist aber besser als umgekehrt. (Der Stau ist immer in der Gegenrichtung.) Und das Kaff ist an der S-Bahn-Linie, auch wenn sie das mit dem Taktverkehr noch nicht so ganz raus haben.

    Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, Pendelzeit für mich war 30-40 Minuten, für meine Mutter 20-30, für meinen Stiefvater 60-90 Minuten, jeweils einfach, und meine Mutter und ich sind das die meisten Tage zweimal gefahren. Nicht schön. Das wollte ich nie wieder haben. Deswegen habe ich mir gesagt, "nächtliche Ruhestörung hin oder her, freistehendes Kleinfamilienhaus erst *nach* dem großen Lottogewinn." :freches grínsen:

    Nicht auf ein Auto angewiesen zu sein, genieße ich sehr. Aber auch, eines zu haben, wenn es richtig ungemütlich oder unpraktisch wäre, keines zu haben, wenn zum Beispiel das Wetter schlecht ist und der Tag knapp getaktet, oder wenn mehrere Leute und ihr Gepäck zu ungünstigen Zeiten irgendwo hin müssen. Möge das kleine Monetenfresserchen noch lange fahren!


    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Hier geht es sehr ums Äußere und weniger ums Innere. Warum?
    Ich denke, wenn man die Möglichkeit hat, so oder so zu wohnen, hier oder da, dann stecken in den Entscheidungen für das eine oder andere Präferenzen: Werte, Ideen, Geschmack, eben das Innere. Aber selbst, wenn sie das nicht tun, wenn man die erste städtische Mietwohnung nehmen mußte, die einem angeboten wird, weil man sonst obdachlos wäre: Man macht daraus, was man kann, man baut sich um die Notwendigkeiten (Dach über dem Kopf) drumrum.

    Wohnen ist mMn ein ebenso zentrales Element des Lebensstils wie die gewählte (oder nicht so) Familie, oder die Arbeit, der man (willig oder unwillig) nachgeht.
    Geändert von wildwusel (19.03.2019 um 23:34 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, Pendelzeit für mich war 30-40 Minuten, für meine Mutter 20-30, für meinen Stiefvater 60-90 Minuten, jeweils einfach, und meine Mutter und ich sind das die meisten Tage zweimal gefahren. Nicht schön. Das wollte ich nie wieder haben. Deswegen habe ich mir gesagt, "nächtliche Ruhestörung hin oder her, freistehendes Kleinfamilienhaus erst *nach* dem großen Lottogewinn."
    Bei mir sind es auch 30 Minuten Fahrzeit einfach mit dem Auto (mit ÖPNV fast 3mal soviel), aber eben von Großstadt nach Großstadt. Wenn ich auf dem Land leben wollte, müsste ich noch viel länger fahren. Man merkt halt schon, wenn man in einem Ballungsgebiet wohnt

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    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Ich habe mich jetzt durch die Seiten gelesen und finde es sehr interessant, wie "Lebensstil" ausgelegt wird.

    Mich hat keine Planung an den Ort geführt, an dem ich mich befinde, sondern eher das Leben und die jeweiligen Entscheidungen, die ich vll gezwungen war zu treffen.

    Ich hätte gerne ein kleines Haus mit Garten, durchaus hier in meiner österreichischen Mittelstadt, kann mir das aber unmöglich leisten. Ich hätte gerne mehr Single-Freunde und Bekannte, um mich nicht immer wie das fünfte Rad am Wagen zur fühlen. Ich hätte gerne eine neue Wohnzimmercouch, bevorzugt aus schwarzem Leder. Ich würde gerne reisen, mir die Welt ansehen. Darüber hat hier eigentlich noch niemand gesprochen...."jeder" hat hier Eigentum und kann noch Geld zurücklegen.....manche Lebensstile sind nicht leistbar und/oder nicht erstrebenswert - für mich!

    Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich und schon gar nicht unzufrieden, manches hätte ich aber doch gerne anders was "Lebensstil" angeht.

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    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    "Eigentum" ist weit gefasst. Mein kleines Haus hat weniger gekostet als mein Auto. Das Haus ist klein, alt und steht auf einem Dorf, das könnte sich fast jeder leisten, es ist aber eben mein "Lebensstil": nicht jeder möchte im Altbau mit Ofenheizung und schwierigem Grundriss auf dem Dorf
    leben. Wir finden es toll und haben es uns nicht anders gewünscht, aber viele andere, z. B. meine Kollegen, finden es schrecklich. ich bin glücklich, wenn ich in meinem kleinen Garten buddele und anschließend mit den katzen auf dem Sofa vorm Kaminofen sitze.

  8. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zitat Zitat von Maccaroni Beitrag anzeigen
    nicht jeder möchte im Altbau mit Ofenheizung und schwierigem Grundriss auf dem Dorf
    leben.
    Damit könnte ich auch leben. Wir haben zwar Heizung im Haus, aber im Winter habe ich nur den Kaminofen an.
    Ich finde die Wärme und das Ambiente herrlich.

  9. Inaktiver User

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    Zum Wohnen mag ich Altbau ganz gerne, ich bin in einem riesigen Altbauhaus aufgewachsen und habe bis vor kurzem in einer Altbauwohnung gewohnt.
    Aber als Eigentum wäre es mir zu riskant. Meine Mutter hat mit ihrem eingangs erwähnten Haus immer wieder Probleme und die Reparaturkosten summieren sich ganz schön.

  10. User Info Menu

    AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen

    ich hab den Vorteil, ich bin vom Fach. Ich konnte vorher beim Besichtigen des optisch ziemlich schäbbigen Gebäudes sehen, dass die Bausubstanz in Ordnung ist. ich kann nur jeden raten, das Geld für einen Sachverständigen beim Kauf eines Altbaus auszugeben.
    Außer Sanitär und Elektro haben wir viel selber gemacht.
    Da das Haus klein ist, war die Fassadensanierung (Mauerwerk neu ausfugen +neue Haustür) erschwinglich und jetzt ist das Haus ein Schmuckstück.
    Seit ich das Haus habe, hatten wir noch kein Bedürfnis zu verreisen. Bislang sind wir gern zuhause. Diesen Sommer haben wir eine kleine Camping-Reise in Deutschland geplant.

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