Es kann gerne auch über Inneres diskutiert werden. Gerade die Beweggründe, wieso man einen gewissen Lebensstil ausgewählt hat, beruhen ja eher auf inneren persönlichen Einstellungen und Werten. Bisher wurde wohl eher über äußere Aspekte diskutiert, weil wir das Thema aus einem anderen Strang ausgelagert haben.
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17.03.2019, 11:43
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
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17.03.2019, 11:56Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Habe nicht alles gelesen, weiß nicht ob es hier reingehört. Ganz einfach die Frage beantwortet:
Ich lebe mit Anfang 50 weitgehend unverändert so wie mit Anfang 20, manchmal denke ich abgesehen von der Arbeit könnte ich auch sagen wie mit 15.
Mir war nicht bewusst daß das ungewöhnlich ist bevor ich mit Mitte 40 nach Ende einer 10jährigen Beziehung wieder "auf Partnersuche" ging, gleichaltrige Menschen kennenlernte.
Job, Brotberuf zum Geldverdienen, in der Freizeit etwas Sport, fahre gerne Rad mit einer Begeisterung wie ein kleiner Bub, einige Hobbies, Musik hören, sammeln, spiele ein Instrument, lese viel, achte auf gesunde Ernährung, Haushalt und Kochen mache ich natürlich alleine für mich, ich mag schöne Kleidung, gefalle mir im Spiegel, mag generell schöne Dinge.
Dieses Leben ist und war all die Zeit weitgehend unabhängig und unbeeinflusst von Gesellschaft oder anderen Menschen, es ist mir leider nie gelungen ein soziales Umfeld zu finden oder ein Netzwerk aufzubauen in dem ich mich wohlfühle, in jungen Jahren weil ich extrem schüchtern und introvertiert war, in den letzten Jahren habe ich viel ausprobiert, bin mehr und vielfältiger als je zuvor unter Menschen gegangen, leider ohne Ergebnis, fühle mich von Lebensthemen eher Menschen die 20 Jahre jünger als ich ich sind verbunden.
Würde mein Leben, besonders die Dinge die mich begeistern, Musik, Natur, Tanzen, eventuell Sport sehr gerne (wieder) mit einer Frau teilen.Geändert von Inaktiver User (17.03.2019 um 12:07 Uhr)
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17.03.2019, 13:16
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Mein Lebensstil ist eine Mischung aus Minimalismus, Idealismus und Großherzigkeit:
Mein Partner und ich leben in einer Miet-Wohnung im Zentrum einer Großstadt und betreiben in letzten Jahren immer stärker "Konsumverweigerung aus Überzeugung", was klassische Konsum-Produkte angeht: Kein Auto, kein Technikkram, kein To Go-Becher... es strengt uns an, erscheint uns fad und inspiriert... Wir interessieren uns sehr für Stadtsoziologie und die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt, sind uns aber sehr einig, dass wir schon aus Prinzip keine 400.000€ für 80m2 ausgeben wollen, lieber unser Geld weglegen und dann schauen, ob es uns im Alter woanders hinverschlägt...
Dafür konsumieren wir bewusst und viel, was Ausflüge, Vorträge, Reisen angeht nutzen die viel zitierten kulturellen Angebote der Stadt bewusst - auch gerne unter der Arbeitswoche. Am Wochenende zieht es uns aber immer öfter raus ins Kleinsstädtische, Dörfliche, in die Wälder und die Natur...
Meine größte Zufriedenheit ziehe ich daraus, wenn ich helfen oder anderen eine Freude machen kann: Ein Lippenstift für mich macht mir nicht so halb viel Freude wie einer für eine ältere Bekannte im Altenheim, weil sie sich so sehr freut, dass es mir eine Wonne ist... (so erfreuen sich an einem Lippenstift gleich zwei, ist doch viel "effizienter";-)
Ich bin sehr gerne Gastgeberin und werde als gesellig, energisch und fröhlich wahrgenommen. Gleichzeitig mache ich mir viele Gedanken um den sozialem Zusammenhalt unserer Gesellschaft und zwinge mich, nicht zu pessimistisch zu werden... Statt "man sollte" sage ich mir immer öfter "ich mache"... und lege einfach los mit Kleinigkeiten... Hier eine Holzzahnbürste... Dort eine Spende... Regionales und saisonales Obst und Gemüse... Macht mir Spaß so!
Erkennt sich jemand wieder? Gerne melden, wir können ja mal einen Kaffee trinken gehen:-)
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17.03.2019, 13:42Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Raviola, sehr sympathisch - ja, bist du zufaellig in Schottland oder Ostoesterreich?
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17.03.2019, 13:45Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Nur ganz kurz noch, das soll ja nicht das Hauptthema sein: hier bei uns kostet eine halbwegs akzeptable 2 Zimmerwohnung um die 80qm ungefähr 900 Euro KALTmiete. Bei 120 qm liegt der Mietpreis bei 1700 Euro kalt. Da geht jeden Monat ganz schön was weg an Geld
.
Und trotzdem ist der Wohnraum knapp. Ein Wahnsinn, wirklich.
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17.03.2019, 13:47
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17.03.2019, 13:54
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Und deswegen danke ich jeden Tag dem lieben Universum, dass wir einen 20 Jahre alten Mietvertrag bei den besten Vermietern der Welt übernehmen durften und eine tolle Hausgemeinschaft haben. (Wo man sich noch einen Schuss Milch bei der Nachbarin ausleiht, statt 10 min vor Ladenschluss zum Supermarkt zu Hetzen).
Mir tun die vielen (jungen) Singles und Alleinstehenden leid, die wegen des Jobs in die Großstadt ziehen und während der Wohnungssuchodyssee feststellen, dass sie nun 40-60% ihres Gehaltes für die Miete ausgeben müssen. (Und dann noch so viel arbeiten, dass sie die teuer eingekauften Vorteile der Stadt gar nicht richtig auskosten können, weil sie am WE auch mal ihre Familien in der Heimat besuchen wollen...)
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17.03.2019, 14:07Inaktiver User
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Mein grundsätzlicher Lebensstil ist wohl auch das ganze Leben gleich geblieben, mit leichten Variationen je nach Lebensphase. Vom Grundsatz her kleinbürgerlich. Eine finanzielle Grundsicherheit für die Familie und mich ist mir wichtig und geht vor gesellschaftlichem Einsatz. Nicht über die finanziellen Verhältnisse leben und ein bisschen Vorsorge betreiben, wobei ich da aber nicht übertreibe, also ich habe so gut wie keine Versicherungen und ichkratz e ich nicht möglichst viel Ersparnisse zusammen, um für alle Worst-Cases gerüstet zu sein. Da geht das übrig bleibende Geld dann doch eher an die Familie als ins Depot.
Meinen Tagesablauf, den Jahresverlauf und damit wohl auch mein Leben ist strukturiert und es gibt Vorplanungen. Es liegt mir nicht, in den Tag hinein zu leben und mich nicht um morgen zu scheren. Ich würde mir da etwas mehr Leichtigkeit wünschen. Aber so eine Unsicherheit macht mir eher Angst, die ich dann abstellen will und damit lande ich dann wieder im wohlgeordneten Leben.
Die Konsum- und Spaßgesellschaft ist wohl so ziemlich an mir vorbeigegangen. Besitz über das Notwendige hinaus (das Notwendige darf aber durchaus komfortabel und ansehnlich sein) bedeutet mir wenig bis gar nichts, und Spaß haben, hat irgendwie bei mir auch nicht viel mit Geldausgeben zu tun. Das, was ich aus Spaß tue oder mir leiste, kostet dann eher doch wenig, wobei ich nicht mal das Gefühl habe, vorrangig auf Preise zu achten. Ich nehme am Kulturleben der Stadt teil, ich reise, wie ich Lust habe, ich nehme Bildungsmöglichkeiten wahr, ich kaufe an Lebensmitteln, wonach mir der Sinn steht, bekoche/bewirte ganz gern Leute. Aber alles zusammen ist dann doch nicht allzu kostenintensiv.
Um die Brücke zum Wohnen zu schlagen: Die Wohnformen waren abhängig von Lebensphase und Einkommenverhältnissen. Zuerst billigste Studentenbude in zentraler Lage, dann Hausmeisterwohnung im gediegenen gehobenen Altbau im Villen-Vorort (1. Kind), Ein-Zimmer-Küche-Dusche-Kleinbau (2 Kinder), während auf dem Grundstück ein Einfamilienhaus gebaut wurde, dann eben lange Häuschen mit Garten am Stadtrand (3 Kinder), Auszug und Aufgabe (meinerseits) des Hauses und zurück in Mietwohnungen in immer zentralerer Stadtlage (zentral ist gut, angesagter Szene-Bezirk ist nicht meins, habe ich dabei gelernt). Die Wohnung in unaufgeregter Wohnlage mit bester Verkehrsanbindung passt jetzt gut. Haus will ich definitiv nie mehr, aber vielleicht in eine etwas grünere Stadtlage, wenn ich nicht mehr arbeite, weiß ich aber noch nicht so genau, die sehr gute Infrastruktur und kurzen Wege haben eindeutig auch Vorteile.
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17.03.2019, 16:38
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Interessant! Ich bin in so einem Ort mit rund 3000 Einwohnern, in ebenfalls einem riesigen Haus aufgewachsen und habe es ab einem bestimmten Alter gehasst! 30 Minuten mit dem Bus ins Zentrum ist fuer mich einfach zu lange.
Ich denke dass fuer mich die Lage wichtiger ist als wie eine Wohnung von innen aussieht. Ob jetzt modern oder alt und mit Schnoerkeln. Wenn es sein muss fuehle ich mich auch in einer 400m^2 Villa die der Groesse wegen kaum moebliert ist, mit Fliesenboden wohl. Auch wenn es ganz sicher nicht meine erste Wahl waere, oder die 2, 3, 4, usw..
Natuerlich habe ich Wuensche an eine Wohnung, aber wenn das nicht klappt ist die Lage immer wichtiger als irgendwas anderes.
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18.03.2019, 11:12
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
life is all about
finding people who
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