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15.03.2019, 18:10
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
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15.03.2019, 18:49
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
"Persönlichkeit" hat doch auch etwas damit zu tun, wie man sein Leben gestaltet, die "Persönlichkeit" hat Einfluß auf die Partnerwahl und das Leben in Beziehungen, und zwar nicht nur in Partnerschaften.
Dieses Thema hier, bei dem es nicht nur um das Für und Wider von Eigenheimen geht und um die Beschreibung der Immobilie, sondern um den Lebensstil als solchen, hätte ich auch bei "Persönlichkeit" verortet.
Da ich in einer popeligen Mietwohnung lebe, fühle ich mich eigentlich nicht angesprochen, hier überhaupt mitzuschreiben.
Ein Eigenheim ist ein eigenes Heim. Es handelt sich dabei um Eigentum.Ich dachte eigentlich, dass mit der Kategorie jegliche Art von Heim gemeint ist. Ob nun das große Haus im Grünen, die Mietwohnung in Berlin, oder das 14 m2 große WG Zimmer in München. Ja selbst das Kinderzimmer bei den Eltern würde zählen, da man das ja auch bewohnt und mehr oder weniger alleine gestaltet, ordentlich hält, etc. Ich denke nicht, dass man unter Eigenheim im weiteren Sinn 'nur' einen Wohnort verstehen darf, der einem selbst gehört, denn wenn man eine Hypothek aufnimmt oder einen Kredit, dann gehört das Heim einem genauso wenig vollkommen selbst wie eben die Mietwohnung.
Und es hat schon einen Grund, warum es hier die unterschiedlichen Foren "Rund ums Eigenheim" und "Miet-Forum" gibt.
Mein Lebensstil?
Mit 20 habe ich mich begonnen, mich vom Elternhaus (Mietwohnung) abzunabeln, indem ich eine eigene kleine Wohnung gemietet und bezahlt habe (Marke: Wohnklo mit Kochgelegenheit). Ich habe es immer so gehalten, dass ich die Wohnung gemietet habe, die ich mit leisten konnte mit dem Teil des verfügbaren Einkommens, der mir das Wohnen wert war. Die Betonung liegt auf "was ich mir leisten konnte": da ich von den Eltern nicht alimentiert wurde bzw. sowieso nicht alimentiert werden wollte. Sie haben für Schule und Berufsausbildung gesorgt, fertig, der Rest war meine Sache, auch während des Studiums.
Die Menge meiner Besitztümer bzw. mein Kaufverhalten richtet sich nach dem verfügbaren Platz. D.h.: ich habe nur so viel Kram, wie in meine Wohnung paßt. Ich ziehe nicht alle paar Jahre um, damit ich den zwischenzeitlich angeschafften Kram auch noch unterbringe.
D.h. z.B.: mein Kleiderschrank hat eine Stange von gut einem Meter. Der hohe Wäscheschrank von geringer Tiefe ist 80 cm breit und bietet Platz für Wäsche, Strümpfe, Shirts, Sportkleidung. Reicht. Also die Menge meiner Kleidung richtet sich nach dem vorhandenen Platz. Das klappt gut, weil ich mich auf sehr wenige Farben beschränke (die mir gut stehen) und fast alle Teile gut miteinander kombinierbar sind. Höre ich ein Kleidungsstücck rufen "kauf mich", frage ich mich: brauche ich das wirklich? wozu paßt das? und kann meistens widerstehen. Kaufen ist nicht der Sinn meines Lebens. Lieblingsteile trage ich sehr lange. Und freue mich daran.
Mein Mann hat übrigens eben soviel Schrankplatz zur Verfügung wie ich. Das Schuhregal teilen wir uns.
Da ich mein Leben selbst finanziere, muss ich Prioritäten setzen. Wohneigentum ist für mich nicht wichtig. Reisen machen Spaß, Ausflüge, schön zum Essen gehen mit netten Menschen, so etwas gefällt mir.
Besitztümer sind mir nicht so wichtig. Was war ich froh, als ich einen Großteil meiner Bücher verkauft und gespendet hatte. Als ich vor Jahren in kurzem Abstand dreimal hintereinander meine Schränke durchforstet hatte und all die unnützen Schrankleichen endlich in blauen Säcken beerdigt waren. Als ich meine riesige Katzensammlung (die größtenteils aus Geschenken bestand) verkauft und gespendet hatte. Und ich habe hier noch einiges zu tun...
Schön wären nur mehr leere Wände: bei Bildern kann ich immer wieder schwach werden. Seufz.
Und das Leben hat mich gelehrt: es kommt oft anders als man denkt. Leben ist wirklich das, was passiert, während man Pläne macht.
Und ein durchgeplantes Leben, in Stein gemeißelt, hätte mich vermutlich sehr gelangweilt.
Schaun wir mal, wie es weitergeht. Ich mag Überraschungen.life is all about
finding people who
are your kind of
CRAZY
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16.03.2019, 10:19
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Genau so geht es mir auch.
Bügeln ist auch gleichzeitig die einzige Hausarbeit, die ich mache. Ich habe immer recht anstrengende Jobs gehabt und leiste mir daher schon seit über 20 Jahren (bin Mitte 50) eine Putzfrau. Jetzt ist mein Mann Rentner und kümmert sich komplett um Wäsche und meistens auch Einkaufen, normalerweise kocht er auch, nur am Wochenende mache ich das hin und wieder und dann ist es eher Hobby als Pflicht.
Was das Horten von Besitz angeht: es gibt gewissen Dinge, die besitze ich wahnsinnig gerne, obwohl sie nicht oft benutzt werden. Stichwort Porzellan. Wir haben gern Gäste zum essen und da liebe ich es einfach, alle Schüsseln, Teller etc. passend zu haben, gern in mehrfacher Ausführung. Was Kleidung angeht, bin ich ganz anders als Velvet Rose. Ich sehe für mich keinen Sinn darin, die Schränke voll mit Sachen zu haben, die ich dann nur fünfmal trage. Ich gehe meistens zweimal im Jahr etwas ausgiebiger shoppen (real, nicht virtuell) und kaufe mir die Dinge, die ich saisonal benötige. Das sind dann das eine oder andere eher hochwertige Stück für den Job und ein paar Casual Sachen, die mir entweder spontan gefallen oder ich muss etwas ersetzen. Für meinen Sport z.B. habe ich Kleidung, die nach und nach nicht mehr gut aussieht, da wird dann etwas Neues gekauft. Ich habe über die Jahre festgestellt, dass mir Shoppen immer weniger Spaß macht. Mit Mitte 20 gab es da kein Halten, aber jetzt empfinde ich es fast eher als Pflicht als als Kür.
Vollgestopfte Schränke empfinde ich eher als belastend. Früher habe ich exzessiv viele Bücher gekauft und fand meine Bücherregale einfach klasse. Ich habe auch nie ein Buch weggeworfen oder weggegeben, das mir nicht gefallen hat. Das hat sich geändert. Heutzutage lege ich nur noch Wert auf Bücher im Schrank, die hochwertig sind - z.B. Gesamtausgaben von irgendeinem Autor oder aufwändige Sachbücher. Darüber hinaus ist es jetzt der E-Reader geworden, aus gewissen Gründen finde ich den mittlerweile praktisch.
Mein Mann und ich leben übrigens auf etwas über 100m² in einem älteren Haus auf 3 Etagen, das ist für uns und unsere 4 Katzen genau richtig.Geändert von Islabonita (16.03.2019 um 10:24 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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16.03.2019, 10:33
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Ergänzung: wir leben in einer der größten Städte Deutschlands, aber in einem ruhigeren Stadtviertel. Früher habe ich in Berlin gelebt, da konnte es nicht zentral genug sein, das hat sich mittlerweile jedoch gewandelt. Ruhig wohnen und doch schnell im Herzen einer Stadt mit allen Angeboten zu leben, finde ich gut. Ich könnte mir aber auch vorstellen, in einigen Jahren an die See zu ziehen.
Was ich an Deinen Schilderungen, VR, wirklich merkwürdig finde, sind nicht die vollen Schränke oder die Geringschätzung von Bindungen zu Menschen außerhalb Deiner Familie, sondern die fest zementierte Lebensplanung. Gepaart mit der Erwartung an andere, genau so starr in der einmal vorgegeben Spur zu bleiben. Wie kann es so feststehen, dass Deine Mutter nie wieder einen Partner findet? Deine Oma nicht doch pflegebedürftig wird? Dein Freund sich trennt? Du Dich in einen Südamerikaner verliebst und mit ihm in seinem Land leben willst?? (ersetze Südamerikaner durch Schweizer, Engländer whatever). Oder sich die Traumjobchance weiter weg von dem jetzigen Zuhause bietet?
Man ändert sich im Laufe der Zeit, einige Dinge bekommen größere Bedeutung, andere geringere. Passt ein festzementiertes Lebensmodell dazu?Islabonita
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16.03.2019, 10:34
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Und noch etwas von mir: Forum Persönlichkeit fände ich auch richtiger. Auch wenn die Gesamtüberschrift dieses Forenbereichs nicht 100%ig passt.
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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16.03.2019, 10:51
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Wir wohnen zu 3. in einem 100 qm Häuschen - im Süden. In Deutschland hätte ich mir das nicht vorstellen können. Ich habe schon alle möglichen Versionen hinter mir. Alles hat seine schönen und nicht so schönen Seiten und ich hänge nicht wirklich an einer. Ich hatte auch schon ein Jahr nur einen Rucksack. Obwohl ich mich echt wohl fühle hänge ich an keiner Bleibe. Dass wir gekauft haben war eine reine Rechensache. Mieten sind hier so unglaublich teuer im Vergleich zu den Kaufspreisen. Da lohnt sich kaufen und ggf. wieder verkaufen mehr, zumindest zur Zeit. Bin immer noch überrascht wie unsagbar "billig" wir gekauft haben. Es sind ca. 10 km zu einer Metropole, leider 23 lange Kilometer Stau zur Arbeit. Mein Mann in die gegengesetzte Richtung. Es ist aber der Anfang der Pampa, Grundstück mit Palmen und Pool. Sehr chillig. Offiziell noch Stadtzone. Ein Monatsticket wúrde mich 30 EUR kosten während das Benzin mich 120 EUR kostet. Der Schnellbus fährt direkt in die Stadt, allerdings müsste ich dort nochmal quer durch die Stadt, was insgesamt 1h30m dauern würde, dann doch lieber Auto. Eine gleichgrosse Wohnung (ohne das Drumherum) würde bei meiner Arbeit das 3-fache kosten. Wir haben einmal renoviert, seitdem nicht viel dazu gekauft. Wir fahren lieber in den Urlaub oder gehen essen. Wenn ich mein Auto volltanke verdoppelt es seinen Wert ;)).
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16.03.2019, 11:01
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16.03.2019, 11:30
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16.03.2019, 11:39
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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16.03.2019, 12:11
AW: Verschiedene Lebensstile und ihre Ausformungen
Ich verschiebe den Strang



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