Blindfisch01
Das große Ausmisten habe ich hinter mir.
Es lag nicht nur am Platz, den ich nach meinem Umzug aus einem großen Haus nicht mehr hatte.
Angefangen habe ich damit vor 1,5 Jahren nach dem plötzlichen Tod meiner jüngeren Schwester.
Meinen Kindern will ich nicht zumuten, meinen persönlichen Kram zu entsorgen.
Über 2000 Bücher habe ich verkauft, Wäsche aussortiert (besonders Bettwäsche) und die letzte Woche nochmals meine persönlichen Ordner durchgeschaut. Tagebücher habe ich nochmal gelesen und dann zum Papiercontainer gebracht.
Scheidungsunterlagen geschreddert und entsorgt. Alles Wichtige daraus habe ich mir immer als Mail auf ein geheimes Mailkonto gesendet. So kann ich es immer wieder mal lesen, wenn ich Lust darauf habe.
In einer schönen Pappkartonbox habe ich Weihnachtskarten und Geburtstagskarten aufgehoben.
Meine Mutter ist 90 Jahre alt und seit kurzem im Pflegeheim. Sie hat ein riesengroßes Haus mit 3 Stockwerken und immer alles gesammelt. Mir graust es heute schon davor, dieses Haus zusammen mit meinen beiden Schwestern einmal auszuräumen.
Meine Entscheidung, soviel als nötig auszumisten, hat mir gutgetan. Wenn es mir danach ist, in alten Briefen zu lesen, gehe ich auf eines der E-Mailkonten und lese es oder drucke es aus.
Antworten
Ergebnis 41 bis 42 von 42
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11.03.2019, 14:32
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
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11.03.2019, 14:50
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Blindfisch, bei Platten und Büchern hilft's vage zo sortieren und dann zu ein Anzeige an geeigneter "Jeweils mehrere Kisten sortenrein: Vinyl Klassik, Vinyl Jazz, 80er Rock, Pop, Wave, Krimis, Kochbücher, .... zu verschenken an Selbstabholer, nur ganze Kisten."
Und dann nicht verhandeln, keine dummen Fragen beantworten, wer zuerst kommt, trägt die Beute davon.
Bei solchen Mengen kommen oft die Profis, dann ist das ratzfatz weg.
Was Kugelschreiber und ähnliches angeht: Man hat eingebleut bekommen, daß es Verschwendung ist, etwas wegzuwerfen, was "doch noch gut ist" und lagert deswegen die Deponie in seine Wohnung aus. Dabei ist der Fehler nicht das Wegwerfen, sondern das ins-Haus-bringen.
Bei Kugelschreibern könntest du dir einen in jede Jackentasche und jede Handtasche stecken Der ist dann da, wenn du einen brauchst. Du brauchst dir als nicht vor Ort einen zu nehmen, der dann aus unerfindlichen Wegen über deine Hand in deine Tasche in die Schublade wandert: im Gegenteil! Du kannst einen vergessen! (Und wenn dir jemand einen Werbekuli geben will, kannst du sagen, "danke, hab ich schon").
Ich würde immer überlegen,
a) verkaufen?
b) wenn nicht möglich, nicht sinnvoll, oder nicht erfolgreich: verschenken? (Bevorzugt kistenweise, über Anzeigen oder an wohltätige Einrichtungen, oder eventuell am Straßenrand. Mit mit Sozialkaufhaus habe ich schlechte Erfahrungen, die nehmen nur top erhaltene Premiumteile und verkaufen sie dann zu Preisen, die sich kein Sozialfall leisten kann)
c) erst, wenn niemand sich für das Objekt interessiert, mich damit abfinden, daß es sich um funktionalen Müll handelt, genau wie ein leerer Margerinebecher zwar funktional, aber doch Müll ist. Meistens habe ich mich dann schon so sehr über sie Sachen geärgert, daß der Abschied leicht fällt!
Und dann das wichtigste: Nicht neu ins Haus holen!Geändert von wildwusel (11.03.2019 um 15:02 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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