Nö.
"Minimalismus" oder "Marie Kondo" oder überhaupt dieser ganze Themenkomplex ist gerade schwer angesagt - und deswegen soll ich mich von Dingen trennen, die mir lieb und teuer sind? Kommt überhaupt nicht infrage! Und ob sich irgendjemand nach meinem Tod damit schwertut, interessiert mich nicht die Bohne. Ich lebe jetzt und ich lebe so, wie ich mir das vorstelle. Niemals würde ich mir von anderen sagen lassen, was in den Müll "muss" oder ich behalten "darf".
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 42
-
11.03.2019, 11:21Inaktiver User
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
-
11.03.2019, 11:26
-
11.03.2019, 11:30
-
11.03.2019, 11:43Inaktiver User
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
So richtig lese ich das "möchten" da nicht, sondern eher den Einfluss von draußen, der einen kurzen Gedanken mehr verstärkt, als der TE lieb ist.
-
11.03.2019, 11:56
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Mich interessiert Marie Kondo nicht die Bohne, ich war schon Stammgast auf dem benachbarten Recyclinghof, als der Minimalismus noch gar nicht erfunden war, aber eines weiß ich: es geht beim Wegwerfen nicht um die Dinge, die dir lieb und teuer (im nichtmateriellen Sinne selbstverständlich) sind. Ganz im Gegenteil, du erfährst bei diesem Prozess, was dir lieb und teuer ist (und was nicht).
Natürlich soll man sich von den Dingen nicht trennen, die für einen selbst sehr viel wert sind.
Aber von den anderen.
Wenn das eine Ansichtskarte aus Holzwickede von 1982 von unbekanntem Absender ist, dann kann man das mit großer Bedeutung bewerten.
So man das möchte.
Man kann sie aber auch einfach wegwerfen.
-
11.03.2019, 12:10
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Jepp, so denkt und handelt meine Schwester, die ein ganzes Stück älter ist als ich: "da sollen sich mal schön die Erben drum kümmern".
Bei dem Gedanken an das Haus, das seit rd. 50 Jahren bewohnt wird von Menschen, die sich nicht trennen können, wird mir manchmal ganz komisch. Weil ich die letzte Verwandte meiner Schwester bin. Zum Glück ist höchstvermutlich genug Geld da, um einem Profi-Entsorger entlohnen zu können.life is all about
finding people who
are your kind of
CRAZY
-
11.03.2019, 12:12Inaktiver User
-
11.03.2019, 13:03
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Wie unterschiedlich die Meinungen und Handhabungen in diesen Dingen doch sind.

Ich weiß auch nicht genau, was dieses "Ausmisten wollen", ausgelöst hat. Ich hatte ein wirklich ganz schlimmes Jahr 2018 und dort sind mir auch Sachen, die ich aufbewahrt habe, durch meinen Exfreund an sich genommen worden und er hat Böses damit angestellt. Jetzt ist das alles zu ende und da kam mir irgendwie der Gedanke, dass der ganze Ballast (ich weiß aber gar nicht, ob das Ballast ist) weg muss. Und dann noch meine Freundin, die so vorsorgt und überall wird einem ja grad vorgelebt, dass so etwas nur befreiend sein kann.
Ob das für mich so wäre, kann ich ja nur feststellen, wenn ich es tue, aber ich kann es ja nicht so ohne weiteres.
Ich werde so weiter machen, wie ich beschrieben habe. Immer wieder mal einen Karton mir vorknöpfen und so alles langsam reduzieren, so dass mein Büro im eigenen Haus auch wieder ein Büro ist. Wenn nur die Schränke belegt wären, wär das ja auch kein Problem, aber es ist alles voll, auch die Flächen auf den Schränken. Das will ich nicht mehr.
Und es geht ja auch noch weiter. CD´s, Venylplatten, Bücher .... alles ohne Ende. Ich habe nicht mal mehr einen CD-Player. Soll ich die dann alle (fast) entsorgen? Gelesene Bücher (weiter zu verkaufen ist für mich sinnlos, wenn ich da 15 Cent für eins bekomme).
Stofftiere (gute und teure), alte Puppen, meine Pokale, die ich früher beim Sport eingeheimst habe (in eine Vitrine stellen, mag ich nicht und habe ich auch nicht) - Was bringen mir die in Schaumstoff eingewickelt in einem Karton auf dem Dachboden. Ich wohne auch allein und habe auch keine Kinder. Nicht mal die Entschuldigung, dass ich das ein oder andere für sie aufhebe, gibt es.
Menno, das ist alles ganz schön schwer.
Fakt ist, obwohl ich so viel Platz habe, fühle ich mich einfach erdrückt von so viel Krempel, wobei mir jetzt gerade beim Schreiben auffällt, dass es wohl gar nicht die Briefe oder Karten sind, die lassen sich ja wirklich in zwei, drei Akten legen und nehmen dann keinen Raum mehr ein. Es sind die anderen Dinge, die viel mehr stören.
Eine Schublade mit gefühlt 50 Kugelschreibern. Jedes mal, wenn ich die versuche aufzuräumen, schmeiße ich die weg, die nicht mehr schreiben, ca. 5 und ein Jahr später sind es wieder über 50.
So etwas meine ich. Versteht ihr das? Da hängt doch wirklich nix von ab und diese billig-Kugelschreiber können doch weg. Warum mache ich das nicht?
Oder warum kann ich nicht von 20 Teelichtbehältern aus Glas einfach 10 weg tun, weil 10 reichen.
Das macht mich fertig, weil so ... kriege ich nie Ordnung in meine Wohnung (gefühlt auch in mein Leben)
-
11.03.2019, 13:38
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Zu 1.:
Für CDs, Vinyl und Bücher gibt es ganz gute Lösungen, bei denen man am Ende sogar noch den einen oder anderen Euro herausbekommt.
Zu2.: Ich sehe dieses Leid bei dir. Von anderen Usern wird ja bestritten, dass ein Leidensdruck da ist.
Bei einer Freundin (sehr kaufaffin, sehr spezielle Ordnungssysteme in ihrem Messitum, wollte sinnvoll Sachen abgeben - also an Menschen, die sich darüber freuen) habe ich mit folgendem Plan begonnen:
1: Mehr raus als rein!
2: Jeden Tag 10 wesentliche Dinge entsorgen!
3: Ein Fach in einem Secondhand-Shop "mieten" und einmal wöchentlich nachsehen und nachlegen.
4: Verschenken unter Freundinnen.
5: Kleinanzeigen, Trödler....Vinyl geht sensationell gut
6: Bücher über momox oder rebuy verkaufen. 10 Bücher für 15 Cent, das sind schon 1,50 Euro.
Das als Erstmaßnahme
-
11.03.2019, 13:52Inaktiver User
AW: Loslassen, weg werfen, durchs Tal der Tränen :-(
Ich will und kann keine Sachen wegwerfen, die funktionieren. Gebrauchsfähige Sachen wegschmeissen ist für mich eine Umweltsauerei, und Bücher wirft man schon gleich gar nicht in den Müll.
Ich pack alles was ich nicht mehr brauche in Kisten für das Sozialkaufhaus, incl. Bücher. Alternativ kann man es auch als Flohmarktware verschenken, so man nicht selbst gehen mag.



Zitieren

