Vielleicht hast Du einfach ein Bild von Deinem Leben, das Deiner Persönlichkeit und den Gegebenheiten nicht entspricht.
Großer, schick umgebauter Bauernhof, auf dem sich viele glückliche Menschen tummeln. Du im Mittelpunkt des Ganzen als erfolgreiche Künstlerin (auf welchem Gebiet auch immer), drei wohlgelungene Kinder, viele Freunde und die Oma ist auch noch dabei.
Nur leider hat sich das Leben anders entwickelt und das macht Dich traurig. Keine Kinder, vielleicht nicht der richtige Partner und das entsprechende Kleingeld für diese Location, 40 Stunden-Job und hohes Ruhebedürfnis aufgrund Deiner Erkrankung., malen und schreiben nur als Hobby.
Manchmal ist es schwer sich von Träumen zu verabschieden und zu akzeptieren, dass es eben nur Träume waren und keine echten Lebenspläne.
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Thema: Immer in der Zukunft leben
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24.02.2019, 15:19
AW: Immer in der Zukunft leben
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24.02.2019, 15:43Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
Ich möchte nur anmerken, das es nicht immer toll ist und ich mich auch oft auf die Umwelt einlassen muss obwohl ich das so nicht möchte ;)
Ich muss einem Job nachgehen, der mir das finanziert. Ich wechsel auch mal öfter den Job - weil es sich nicht vereinbaren lässt.
Es ist nicht 100% pure Zufriedenheit - sondern ein Kompromiss finden ohne mich selbst zu verlieren....
Nicht immer ganz einfach aber machbar wenn es konsequent vollzogen wird.
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Ich kann mir gut vorstellen das dein Job dir zwar kein Gräuel ist aber dich sehr einschränkt. Auf der anderen Seite bist du nicht bereit, diesen sicheren Job aufzugeben.
Da solltest du für Dich einfach klar werden was Dir wichtiger ist.
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24.02.2019, 16:26
AW: Immer in der Zukunft leben
Ich kann gar nicht sagen warum, aber diese Antwort triggert mich. Ich war fast verleitet zu entgegnen: Du täuscht Dich mit dem, was alles nicht eingetreten ist - ich habe in so vielem ein besseres Leben als ich eigentlich geplant hatte, insofern nein, das ist es wohl nicht, was mich so beschäftigt. Und ich werde jetzt nicht nachweisen was ich alles davon ja eigentlich habe, denn darum geht es nicht.
Aber ich werde mal in mich gehen, und mich fragen warum mich das so triggert. Und naja, was unterscheidet schon "Träume" von "echten" Lebensplänen. Vieles was ich verwirklicht habe, habe ich mir nicht träumen lassen. Gegen vieles habe ich mich bewusst entschieden.
Nein, es ist nicht so, dass ich nur nicht akzeptieren kann, was nicht eintreten kann. Tatsächlich kann ich mit dem, was ich einfach nicht haben kann, am besten umgehen. Das akzeptiere ich recht schnell, habe ein recht dickes Fell und nehme mein Schicksal auch ganz gut an. Ich tue mir eher schwer mit dem, was ich mehr oder weniger bewusst entscheide oder eben nicht tue.
Das einzige, was ich nicht gut annehmen kann, sind tatsächlich die Einschränkungen durch die Erkrankung, die körperlichen Grenzen, das nervt mich sehr, weil mein Geist so aktiv ist und mein Körper nicht hinterher kommt und immer wieder so viel Ruhe braucht.
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24.02.2019, 16:27
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24.02.2019, 16:29
AW: Immer in der Zukunft leben
Ja, wobei ich das große Glück habe und mein Job mir eigentlich sehr viel Freiheit lassen würde, ich nutze sie aber viel zu wenig und gehe eine Verpflichtung nach der anderen ein. Da bin ich aber wirklich selbst schuld - das macht es aber auch nicht besser. Tatsächlich bin ich da auch recht erfolgreich, hab mir aber eigentlich alles bewiesen was ich mir darin beweisen wollte und könnte eigentlich zurückfahren, das kriege ich aber trotz allem nicht gut hin.
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24.02.2019, 16:55
AW: Immer in der Zukunft leben
Es tut mir leid wenn meine Antwort einen wunden Punkt getroffen hat. Vielleicht weil dieses Bild so komplett von dem abweicht, was Du aktuell lebst. Vielleicht weil der Kinderwunsch vom Kopf her zwar abgehakt ist, diese Entscheidung aber schmerzt.
Ich kenne Dich ja nicht.
Auf vielen Ebenen hast Du mehr erreicht als jemals erhofft, dafür sind andere Bereiche auf der Strecke geblieben. Das ist normal. Und auch körperliche Einschränkungen sind normal. In der Mitte des Lebens stellt man fest, dass man keine Olympiamedaille mehr gewinnen und kein Rockstar mehr werden wird. Vielleicht weil man weniger Talent hatte als andere, weniger Ehrgeiz, Fleiß, Glück, Unterstützung.
Und manchmal ist es auch schwer zu akzeptieren, dass man eben nur dieses eine Leben hat und jede getroffene Entscheidung ihre Konsequenzen nach sich zieht. Fast jeder Mensch könnte sich auch vorstellen mit einem anderen Lebensentwurf glücklich zu sein. Es gibt Menschen, die probieren alles aus und kommen nie an -und sie sind trotzdem glücklich. Aber einige Dinge kann man eben nicht nur ausprobieren sondern sie binden einen auf lange Zeit.
Wäre es Dir möglich ein Sabbatical zu nehmen um herauszufinden was Dich glücklich machen würde?
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24.02.2019, 17:37Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
@Gini: wenn du dir jetzt so eine Zeitschiene machst, ist es wichtig, dass du dir nicht zu viel auf einmal vornimmst. Das heißt ja nicht, dass du nicht mehrere Dinge parallel mit ausprobieren kannst, aber der Hauptfokus sollte schon auf der Zielerreichung des Haupt-Ziels sein. Vielleicht magst du mal in den Strang „Mein 2019“ hier im Persönlichkeits-Forum reinschauen. Das gibt Dir dann vielleicht Ideen, wie andere ihre Ziele formulieren, und wie sie sich im Lauf des Jahres dann an deren Erreichung herantasten.
In deinem Fall könnte ich mir zB vorstellen, dass du die Entscheidung „Mehrgenerationenhaus ja oder nein“ bis zum Ende des Jahres getroffen haben willst. Dazu gehören dann verschiedene Teilschritte - Projekte finden, Projekte besichtigen, Finanzen drehen (manchmal muss man sich in sowas ja einkaufen und kann das nicht einfach mieten), ggf auch mal probeweise dort wohnen, wenn das geht. Das sind alles Schritte, die man einzeln abhaken kann, das hilft gegen das Prokrastinieren.
Was ich dir ansonsten noch mitgeben möchte: ich bin auch ungefähr in deinem Alter und habe über mich gelernt, dass ich das, was ich aus tiefstem Herzen wollte, auch umgesetzt habe. Das, was ich nicht umgesetzt habe, wollte ich am Ende vermutlich zu der Zeit auch nicht so dringend. Zum Teil bereue ich das heute, aber oft ergibt eben eine einzige falsche Entscheidung einen völlig anderen Weg. Trotzdem kann man die Zeit nicht zurück drehen, sondern immer nur das Beste aus allem machen.
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24.02.2019, 21:19
AW: Immer in der Zukunft leben
Perfektionismus tötet vieles, das stimmt.
Ich hab ein Motto, das heisst: gut genug ist gut genug.
Vielleicht weniger fragen, einfach machen?Und hinterfragen, was da jeweils mein Ziel ist: Nur für mich malen?
Tatsächlich ausstellen?
Da darf sich ja auch das Schicksal einmischen. Angenommen, du kriegtest heute eine Anfrage, ob du an einer Ausstellung in drei Monaten mitmachen willst - wärst du bereit?
Das Leben selbst bringt viele Impulse und Geschenke, nimmst du sie an?
Sich öffentlich machen, heisst natürlich auch, sich für Kritik öffentlich machen. nicht nur für die Anerkennung.
gruss, barbara
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25.02.2019, 11:18
AW: Immer in der Zukunft leben
Gini, sorgt dich die Zukunft, daß du dich ständig um sie kümmern willst?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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25.02.2019, 12:26


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