Hab gerade gegoogelt und ein Interview angeschaut - sehr interessant, Danke
Liebe TE,
ich habe schon viel gemacht und bereue nichts davon. Manches war ein Strohfeuer meiner Interessen und manches mach ich immer noch. Keines davon war eine Verschwendung meiner Zeit sondern eine Bereicherung meines Lebens.
Es gab und gibt bestimmt Menschen, die mir den Vogel zeigen oder überhaupt nicht verstehen was ich manches mal so treibe.
Aber das tangiert mich nicht. Wichtig ist mir mein (kurzes) Leben.
Das schlimmste für mich wäre, am Ende meines Lebens zurück zu blicken, und es zu bereuen dieses oder jenes nicht gemacht zu haben.
Mein Tipp an Dich
Mach es einfach und genieße es. Und wenn dich kurze Zeit später was anderes anlacht, dann ist das so. Du bist nur Dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig - keinem anderen![]()
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Ergebnis 21 bis 30 von 62
Thema: Immer in der Zukunft leben
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23.02.2019, 14:46Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
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23.02.2019, 16:47
AW: Immer in der Zukunft leben
Wenn nicht jetzt wann dann?
Mein Eindruck: Du flüchtest vor etwas in die Zukunft. Irgendwann haut es dich in die Gegenwart.Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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24.02.2019, 00:15
AW: Immer in der Zukunft leben
"Leben ist das, was stattfindet, während du darauf wartest, daß es anfängt."
Entweder du entscheidest dich für ein Ziel, das du anstrebst, und bei dem du merken wirst, wenn du es erreicht hast. Oder du entscheidest dich für eine Lebensweise, die dir die richtige scheint, und lebst sie. Oder du sagst, du wurstelst dich durch wie alle anderen auch, du weißt nicht, welchen Weg du nehmen sollst und auf welchem du gerade bist, aber du nimmst dir die Zeit, die Blumen am Wegrand zu bewundern. Das ist auch eine Lebensweise.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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24.02.2019, 00:29
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24.02.2019, 02:18Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
ich hatte auch so ein paar vorstellungen von open house und im rudel wohnen und so, viele jahre lang. mein leben lief etwas anders, aber ich dachte lange, das ich irgendwann so leben würde.
irgendwie dachte ich auch, dass sich das von selbst ergeben würde - ich kam gar nicht auf die idee, etwas zu unternehmen, um der sache näher zu kommen, also gezielt leute oder häuser suchen oder so.
inzwischen bin ich alt genug um festzustellen, dass es so wie damals gedacht, nicht mehr laufen wird. vielleicht werde ich noch mit leuten zusammenziehen, würde ich nicht ausschließen. aber es ist anders dann - weil ich anders bin.
ich finde es nämlich gar nicht so toll, im nahbereich noch leute zu haben. ich hab im gegenteil ganz gern meine ruhe. ich langweile mich schnell, wenn ich mit leuten über alltag sprechen muss. ich möchte mich abgrenzen können.
deshalb habe ich auch nie aktiv was gemacht, um meinen vorstellungen näher zu kommen. ich glaube, der grund war, dass ich so eigentlich auch gar nicht leben wollte. ich hab auch nie leute getroffen, mit denen ich mir solche wohnformen hätte vorstellen können, oder die in meine open-house-phantasien reingepasst hätten.
ich denke, wenn man so gar keinen schritt in die richtung solcher vorstellungen macht, dann passen diese ideen auch gar nicht.
@gini, vielleicht bist du doch eine ganz andere, als du denkst.
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24.02.2019, 05:44
AW: Immer in der Zukunft leben
Ich bin Typ "Taucher" und kenne Deine Probleme daher nicht. Aber wenn Du mit Anfang 40 darauf wartest, dass Dein Leben als Erwachsene begimnt, läuft da definitiv etwas falsch.
Einige Dinge wirst Du nicht mehr verwirklichen können. Du wirst keine eigene Kinderschar mehr um Dich herumwuseln sehen.
Aber für die Verwirklichung anderer Ideen ist es nicht zu spät.
Aber dafür musst Du aktiv werden.
Hast Du schon mal Urlaub auf einem Bauernhof gemacht, Dir Mehrgenerationenhäuser angesehen, ange-fangen einen Roman zu schreiben, ein Comedy-Programm entworfen? Vielleicht wirst Du einige dieser Ideen verwerfen weil Du merkst, dass sie doch nicht zu Dir passen. Man kann im Leben zwar nicht alles haben, aber doch eine ganze Menge. Aber nur da zu sitzen und von dem tollen Leben zu träumen, macht unzufrieden .
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24.02.2019, 05:51Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
Ich würde raten, das mal zeitlich zu sortieren.
Stand-up-Comedian kannst du zumindest hobbymässig in jedem Alter werden.
Im Mehrgenerationenhaus werden sie dich mit 80 dagegen vermutlich nicht mehr „wollen“, weil die Idee ja ist, sich erst in die Gemeinschaft einzubringen und dann von ihr zu profitieren.
Wenn du das mal so für dich durchdeklinierst, ergibt sich doch meist recht schnell eine Roadmap, die Dir zeigt, in welcher Reihenfolge du die Dinge angehen musst, damit sie eine Chance auf Unsetzung haben. Viel Erfolg
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24.02.2019, 07:01Inaktiver User
AW: Immer in der Zukunft leben
Hallo Gini,
ich kenne dieses Gefühl auch, dass das alles gar nicht wirklich mein Leben ist, was da stattfindet, was mich da so Tag für Tag beschäftigt. Ich schaute mir irgendwie selbst dabei zu, eigenartig unbeteiligt und fremd - als würde ich einen halben Meter neben mir stehen. Das fand ich damals sehr - erschreckend ist das falsche Wort, ungemütlich und bedrückend...
Im Nachhinein weiß ich, dass ich damals (aus der Not heraus) einige Entscheidungen getroffen hatte, die mich auf einen Irrweg geführt hatten, ich war buchstäblich am falschen Ort und mit den falschen Menschen zusammen. Heimatloser, entwurzelter Streuner - so fühlte sich das an. Ich wollte endlich wieder MEIN Leben spüren, den Wind im Haar und das Salz auf der Haut - und nicht mehr wie betäubt neben mir stehen.
Und dann fing ich an, mein Leben zu ändern. Traf wieder Entscheidungen, zuerst verrückte, dann immer mehr gute. Kam wieder nach hause - zu mir nachhause und auch im wahrsten Sinne des Wortes, lernte wieder, wer ich wirklich bin. Nach und nach. Bis ich feststellte: „Hey TT, DAS HIER, das ist wirklich DEIN Leben, in echt.“ -
Und es ist richtig gut geworden, sehr anders als geträumt, und ohne manches, was ich mir erträumt hatte, aber es ist MEINS.
Ich erinnere mich noch an den Abend damals in der Ferne, als ich eine Entscheidung traf. Ich entschied: Jetzt !!! fange ich wieder an zu leben!!! Und dann hab ich angefangen Dinge zu ändern.
Hab Mut!
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24.02.2019, 07:28
AW: Immer in der Zukunft leben
Jetzt war ich gestern kurz unterwegs und bin heute Morgen ganz überwältigt von den vielen gedankenvollen und hilfreichen Antworten. Vielen Dank!
Ich tue mir jetzt fast schon schwer auf alles einzeln zu antworten, aber ich versuche es erst mal allgemein und dann noch mal auf einzelne Beiträge mit Fragen.
Was mir schon wirklich geholfen hat sind die Hinweise, dass man sich vielleicht eine Zeitschiene macht und überlegt, wann was noch möglich wäre und wie man das verwirklichen könnte. Ich denke, dass ich mich vielleicht wirklich noch mal über ein Mehrgenerationenhaus informiere. Das mit dem Bauernhof habe ich mir eigentlich "in klein" realisiert, eine Art Wochenendhaus im Grünen und ein Garten. Ich schaue schon, dass ich vieles in irgendeiner Form verwirkliche...
Da gab es glaube ich eine Frage, was ich schon ausprobiert habe: Vieles. Ich habe tatsächlich 2/3 eines Romans hier auf dem Computer, ich habe viele Sportarten ausprobiert, ich male und zeichne recht viel. Ein Comedy-Programm habe ich noch nicht geschrieben, aber beruflich gibt es immer mal wieder Situationen in denen ich kurze Witze einstreuen muss bzw. darf, das klappt ganz gut.
Ich hoffe das klingt jetzt nicht eingebildet, aber ich schreibe es trotzdem, da es vielleicht etwas mit dem Problem zu tun hat (wobei mich einige Beiträge hier darauf gebracht haben, dass das eigentliche Problem woanders liegen könnte, dazu schreibe ich noch extra): Ich bin in allen diesen Dingen auch gut. Ich zeichne gut, ich kann gut vor Leuten reden und meine Romanteile habe ich schon einem Freund gezeigt der im Verlagswesen ist und meinte das hat durchaus Potential. Ich schreibe das wirklich nicht um anzugeben, sondern es ist für mich zumindest Teil des Problems.
Das klingt nämlich zwar erst mal großartig, überfordert mich aber oft, weil ich gleichzeitig den Glaubenssatz gespeichert habe, ich müsste aus diesen Talenten auch was machen. Und weil ich mich nicht gut entscheiden kann, da mir alles viel Spaß macht. Und dadurch wird es diffus und unklar und ich will gleichzeitig eine Yoga-Woche in der Ferne machen, ein halbes Jahr Auszeit um den Roman fertig zu schreiben (wobei es inzwischen ein neuer Roman würde, der alte passt nicht mehr zu mir) oder eben doch die Stand-Up angehen.
Das erst mal zu diesen Dingen, ich wollte aber zu einigen Punkten noch extra antworten.
Aber schon das beantworten hilft wirklich, und ich bekomme gerade Lust mich heute Nachmittag an das Stand-Up zu setzen...
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24.02.2019, 07:33
AW: Immer in der Zukunft leben
Ich ziehe nicht um, ich nehme mir zu wenig frei, ich gehe meinen Hobbies zu wenig nach...
Während ich das schreibe, fällt mir auf, dass das schon auch an meinem Beruf liegt und an meinem Umfeld.
Ich arbeite als Akademikerin, d.h. ich schreibe, fahre auf Tagungen etc. Das mache ich oft zuhause und das könnte ich zu jeder Tages- und Nachtzeit tun. Deshalb tue ich mir sehr schwer, auf längere Zeit nicht zu arbeiten (auch weil ich immer, immer Deadlines habe). Ich liebe die Freiheit meines Berufs, aber die Dauerbelastung ist oft schwierig.
Wobei ich aber auch nicht sicher bin, ob ich das nicht manchmal vorschiebe, um das andere nicht angehen zu müssen...
Und das mit dem in Bewegung bleiben:
Das habe ich lange gemacht, mir keine Ruhe gegönnt, hab Ausruhen als Zeitverschwendung angesehen - und mich dabei völlig überarbeitet. Ich habe eine Autoimmunerkrankung und brauche einfach Auszeiten und relativ viel Ruhe.
Gerade das nervt mich unglaublich an meinem Körper, da ich so viel mehr tun will, da ich nicht nach 8 Stunden Schlaf noch mehr Ruhe brauchen will, weil mir eben die Zeit gefühlt durch die Finger rinnt und ich zu wenig von dem schaffe, was ich gerne tun möchte. Ja, das ist ein großes Problem von mir.




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