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Thema: Vaterlos

  1. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    .
    Geändert von Inaktiver User (22.11.2021 um 20:28 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wie gehst du damit um?
    Seit ich weiß, das es nichts mit mir persönlich zu tun hat, geht es. Trotzdem ist da dieser Schmerz, wenn die Eltern idealisiert werden, obwohl keiner von beiden anwesend war/ist.
    In der Therapie wurde das verglichen mit mißhandelten Kindern, die trotzdem ihr Eltern lieben, egal was sie gemacht haben.
    Allerdings wackelt der Thron bedenklich, je älter das Kind wurde.

  3. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso konkurrieren?
    Konkurieren in dem Sinn, das die leiblichen Eltern in den Augen des Kindes vieles anders/besser gemacht hätten. Besonders gut zu beobachten war das zu Beginn der Pubertät.

  4. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Die Begriffe "Vater" und "Mutter" sind für mich Synonyme für Gewalt, Demütigung und immer und immer wieder Ablehnung und Verhöhnung.



    Ich kann nicht in Worte fassen, was mir bedeuten würde, nur für ein paar Minuten mal zu erleben, wie es sich anfühlt, von seinen Eltern geliebt zu werden.

  5. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Begriffe "Vater" und "Mutter" sind für mich Synonyme für Gewalt, Demütigung und immer und immer wieder Ablehnung und Verhöhnung.



    Ich kann nicht in Worte fassen, was mir bedeuten würde, nur für ein paar Minuten mal zu erleben, wie es sich anfühlt, von seinen Eltern geliebt zu werden.
    oh man.

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    AW: Vaterlos

    Meine Kinder sind teilweise auch ohne Vater aufgewachsen, hat ihnen nicht geschadet. Auch wenn das gerne immer Suggeriert wird. Sie hatten ja trotz allem männliche Personen im Umfeld (Opa, Onkel, Bekannte )

    Als meine Kinder plötzlich nach ihrem 18, Geburtstag von ihrem Vater kontaktet wurden, erzählte er ihnen die absurdesten Schauermärchen. Ich hab ihn davor nie schlecht gemacht, aber bei dieser Konfrontation konnte ich natürlich auch nicht alles so stehen lassen. Sie waren eher abgestoßen von ihm. Jetzt ist er in Rente und hätte gerne Enkelkinder. Sein anders Kind hat bereits einen Enkel, aber sich auch wieder von ihm abgewandt, was er so gar nicht versteht!!! Alkohol und Angeberei, Betrug wegen dem Unterhalt, ist nun mal nicht jedermanns Sache!

  7. gesperrt

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    AW: Vaterlos

    Ich bin auch mehr oder weniger ohne Vater aufgewachsen. Als meine Eltern noch verheiratet waren, hat er immer gearbeitet. Einmal im ganzen Leben hat er mich auf Drängen meines Großvaters vom Kindergarten abgeholt. Einschulung war er weder bei der Vorschule noch bei der Grundschule dabei. Erstkommunion auch Fehlanzeige. Aus diesem Grund fand ich es, im Gegensatz zu einigen anderen Klassenkameraden mit denen ich mich früher ausgetauscht habe, eben auch nicht schlimm, dass meine Eltern sich scheiden ließen. Dann habe ich ihn ab und an gesehen, später nur mehr zweimal im Jahr und dann kam sowieso der Kontaktabbruch. Ich bin froh darüber und würde es mir nicht anders wünschen. Manches Mal denke ich, dass ich meinen Vater am liebsten gar nicht kennen würde, denn vielleicht wäre unsere Beziehung dann anders, wenn ich ihn sozusagen erst jetzt kennenlernen würde, anstatt dass ich eben mein ganzes Leben über wusste wer er war, aber kaum eine Beziehung zu ihm hatte.

  8. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Er wollte einfach nichts von mir und meiner Mutter wissen.
    Ist das eine Aussage deines Vater oder deine Interpretation oder die deiner Mutter, die du übernommen hast?

    Wie auch immer, hieraus können aus meiner Sicht längerfristige aufzuarbeitende Problemfelder werden. Man kann sich nicht liebenswert genug fühlen (sonst wäre der Vater ja geblieben), man ist verunsichert, was die Bindungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Männern angeht, oder man traut sich vielleicht nicht, die Sicht darauf zu ändern (weil man damit die wichtigste, einzigste Bezugsperson aus der Kindheit, die Mutter, kränken könnte) .

    Falls es ein schwieriges Thema ist, wäre mein Rat, möglichst früh einen nicht belastetenden Umgang mit diesem Punkt zu finden, ggf. mit psychologischer Hilfe,

    Es muss aber nicht belastend oder einschränkend sein. Mein Vater ist aus der Familie gegangen, als ich zwei Jahre alt war, weil er die richtige Frau für sich getroffen hat. Meine Mutter hat das sehr verletzt und ihre Unversöhnlichkeit hat meine Beziehung zu meinem Vater sehr erschwert, am Ende zerrüttet. Ich hatte als Kind wohl das Gefühl, ich muss mich für eines der Elternteile entscheiden und das war dann meine Mutter, bei der ich gelebt habe. Hat bis ins mittlere Erwachsenalter gedauert, bis ich damit so richtig meinen Frieden gefunden habe und an meinen Vater neutral liebevoll denken konnte.

    Das hat mein Leben aber nicht grundsätzlich beeinträchtigt, würde ich meinen. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, habe leicht Männer kennengelernt, stabile Beziehungen geführt (okay nicht ein ganzes Leben lang, aber durchaus eine sehr langfristige und nun eine zweite auch nicht mehr so kurze). Und in dem Mutter/Tochter-Haushalt bin ich mit der festen Überzeugung aufgewachsen, Frauen können allein wirklich alles im Leben meistern. Die Emanzipation und Gleichberechtigung als Normalfall wurde in meiner Kindheit gewissermaßen einzementiert und damit von mir immer als selbstverständlich vorausgesetzt, was mir vielleicht so manche Unsicherheiten zu Rollenbildern und Kämpfe in Beziehungen erspart hat. Männliche Bezugspersonen hatte ich in meiner Kindheit eher nicht, manchmal hatte meine Mutter einen Partner und zum Ende meiner Kindheit hat sie ihren zweiten Mann kennen- und liebengelernt, aber mit mir hatte das wenig zu tun, die Männer waren nicht sehr präsent für mich. Zusammengefasst würde ich sagen, es war viellleicht anders als in einer Zwei-Elternteile-Familie, aber nicht schlechter oder besser.

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    AW: Vaterlos

    Mein Vater war zwar körperlich manchmal anwesend, gehörte aber dennoch zu den absenten Vätern.
    Ich empfehle das Buch: Julia Onken, Vatermänner.

  10. Inaktiver User

    AW: Vaterlos

    Zitat Zitat von Katzir Beitrag anzeigen
    Mir auch, dabei bin ich mit Vater aufgewachsen.

    Ich glaub wirklich, es gibt so ein paar sozial erwartete Verallgemeinerungen. Wenn du keinen Vater hast, hast du ein Defizit zu haben, gehört dazu. Wenn deine Mutter früh arbeiten geht, verschwindet erfreulicherweise gerade so ein bißchen. Dafür ist Eine Abtreibung macht dich unglücklich fürs Leben gerade wieder stark im kommen.
    Ich bin nicht ganz sicher, ob du damit meinen Beitrag negieren wolltest? Ich hatte gesagt, dass mir massiv soziale Erfahrung im Umgang mit Männern fehlt. Für mich kann ich das so einfach noch einmal bestätigen, unabhängig dessen, ob dies nun sozial so erwartet wird.

    Ich ging arbeiten und ja, es belastete mich sehr und mein Kind auch.

    Und ich trauerte extrem lange wegen einer Abtreibung; und war mir dessen aber nicht einmal bewußt. Erst nach vielen Jahren wurde mir das bewußt.

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