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  1. Registriert seit
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    Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Ihr Lieben,
    nach einer kräftezehrenden Trennung mit einem Umzug bin ich nun seit einem Monat in einer wunderschönen Wohnung mit meiner 12jährigen Tochter.

    In diesen vier Wochen ist viel passiert, vor allem in mir.
    Ich fühle mich befreit und gleichzeitig muss und möchte ich eine 29jährige Beziehung verarbeiten, die ich beendet habe weil sie mir nicht (mehr) gutgetan hat.

    Ich habe einen sehr anspruchsvollen Job, alte Eltern und einen Bruder mit Behinderung der bei meinen Eltern lebt.

    Ich war und bin ein lebensfroher und positiver Mensch und habe mich in den letzten Jahren im Job sehr verausgabt- eine Art Kompensation, merke ich jetzt.

    Ich liebe meinen Job und bin -trotz Teilzeit- und auch während der Trennungszeit sehr präsent gewesen und auch an meinen freien Tagen für meine Chefin erreichbar.

    Das war die letzten Wochen zuviel für mich und ich habe mir vorgenommen, dies meiner Chefin zu sagen.

    In den letzten drei Monaten war ich oft erkältet und jetzt habe ich eine eitrige Stirnhöhlenentzündung und bin 14 Tage krank geschrieben.

    Ich muss sagen, dass ich daran glaube, dass Psyche und Körper eine Einheit sind.
    Also kein Zufall was passiert, eine Freundin sagte so schön „ Der alte Rotz muss raus“.

    Es geht mir seit ich hier wohne so, dass ich mich frage: wer ist diese Greeneyeredhair jenseits von ihren Rollen als Mutter, Tochter, Arbeitnehmerin, Partnerin und Freundin?

    Wer bin ich jenseits von der Arbeit und dem Vorwärtskommen und Karriere machen?

    Ich möchte diese 14 Tage nutzen für den Weg zu mir- auch wenn das nur ein Anfang ist.

    Habt ihr Ideen? Was hat euch in solchen Phasen geholfen?

    Ganz lieben Dank!!

  2. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Du willst gleich wieder nützlich sein? Und in 14 Tagen Selbstfindung (nach Programm?) betreiben?
    Mach doch mal Pause ... und mal NIX.
    Einen Schritt nach dem anderen. (Dann ergibt sich auch jeder von selbst.)


  3. Registriert seit
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Du suchst " jenseits von ihren Rollen als Mutter, Tochter, Arbeitnehmerin, Partnerin und Freundin"

    Vielleicht fängst du aber mit genau diesen Rollen erst einmal an?
    Diese zu definieren und zwar möglichst konkret.
    Jede Rolle für sich ist randvoll und wird nie ganz ausgelebt werden.
    Genau darüber kannst du dich dem nähern, was du auch "bist", aber gerade schwer definieren kannst.

    Mit der Arbeit darüber, werden sich dir auch andere Anteile zeigen- das muss man dir gar nicht vorgeben- das wird von ganz alleine in dir auftauchen.

    Primär- musst du dir ZEIT nehmen und Ruhe.
    Oft genug auch eine genug große Packung Taschentücher, denn was man sehen kann, ist nicht immer die pure Freude

    viel Glück auf deinen ersten 14 Wandertagen zu dir


  4. Registriert seit
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Ich bin sehr in der Ruhe und ich werde nix machen.
    Ich habe geschrieben, dass die 14 Tage der Anfang sind. Es ist mir schon klar, dass das nicht reicht.

    Mein Anliegen hier, war Impulse zu bekommen, was hilfreich sein kann und das von Menschen die diesen Prozess schon hinter sich haben.

    Danke dafür.


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Vielleicht fängst du aber mit genau diesen Rollen erst einmal an?
    Diese zu definieren und zwar möglichst konkret.
    Jede Rolle für sich ist randvoll und wird nie ganz ausgelebt werden.
    Genau darüber kannst du dich dem nähern, was du auch "bist", aber gerade schwer definieren kannst.

    Das ist ein sehr guter Gedanke!!! Danke:-)


  6. Registriert seit
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Wenn ich mir grad mal wieder selbst im Weg steh oder mich verirrt hab, dann nehm ich ein großes weißes Blatt Papier, das größte, das ich finden kann (momentan hab ich sogar DIN A2-Bögen hier), Buntstifte oder Tusche oder Acrylfarbe und lege die Musik ein, die mich grad am meisten anlächelt. Und dann lass ich Farbe auf Papier fliessen. Nur für mich.
    Manchmal brauch ich noch ein Papier und noch eins.

    Danach bin ich wieder bei mir. Und weiß, wer ich neben Tochter, Partnerin.... bin:

    Gestatten, third_thought.

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Vielleicht liest Du mal Bücher von spirituellen Lehrern? Eckhart Tolle?

  8. Moderation
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Zitat Zitat von greeneyeredhair Beitrag anzeigen
    Habt ihr Ideen? Was hat euch in solchen Phasen geholfen?
    Sachen helfen nur, wenn man bereit dafür ist. Die wahre Arbeit findet im Dunkeln statt.

    Was mir geholfen hat, die bereits getane Arbeit ans Licht zu ziehen: Schreiben und Verfremdung.

    Online-Questionnaires oder Psychotests (mitteldumme) durchzuarbeiten, indem ich sie kommentiere. Sätzelang. Seitenlang. Im Dialog mit meinen Alter Egos.

    Mit geeigneten Romanfiguren über einer Tasse Tee meine und ihre relevanten/identitätsbestimmenden Entscheidungen zu diskutieren. (Der sprechende Hut von Hogwarts hat sich z.B. bewährt.)

    Eine Geschichte zu entwerfen, in der jemand, der nicht ich bin, aber sein könnte in eine Situation geworfen wird, in der alle Regeln nicht mehr gelten und neu bestimmt werden müssen (z.B. wacht in einem anderen Körper auf / ist von der Welt vergessen worden / plöppt in eine andere Welt / hat Superkräfte / ...). Überlegen, was er/sie tun würde. Wie unterscheidet sich das von dem, was ich tun würde? Was finde ich angenehm und befriedigend, mir vorzustellen? Wie bringe ich das für die Geschichte ans funktionieren? Welche Desaster machen so richtig großes Drama, und wie motiviere ich *die*?

    Wenn mir das reale oder virtuelle weiße Blatt Papier noch zu viel ist, gehe ich spazieren und lasse diese Gedanken im Kopf herumrollen.

    Wenn ich noch keine Gedanken habe, die genug Form hätten, um rollen zu können, muß ich eben nachladen und ganz viel Lesen/Musik hören/Filme sehen, ... . Von nichts kommt nichts.

    Wenn es mehr darum geht, Sachen hinter mir zu lassen, sind geistig und körperlich fordernde Reisen hilfreich. Da findet sich immer etwas interessanteres, als das hunderste Mal den selben Gedankengängen zu folgen, und so kann ich mich aus der Gewohnheit der immer selben Gedankengänge bringen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Für mich lagen die Antworten mehr im (kleine Dinge) tun als im Grübeln.

    Das Leben mit mehr Leben füllen. Nicht denken “irgendwann will ich mal (wieder)” diese alte Freundin treffen/alleine in den Urlaub fahren/in die Oper gehen/Tagebuch schreiben/wissen wie es sich anfühlt, fit zu sein/Stricken lernen” , sondern grad einen Termin machen oder loslegen.

    Ausprobieren.

    Zudem hat mir die Trainerin geholfen, die mir mal erklärte, dass die innere Stimme „aber das bin doch nicht ich/kann ich nicht/passt doch gar nicht/kann ich doch nicht machen“ nicht immer positiv ist, sondern auch der innere Gefängniswärter sein kann, der langsam in Panik gerät, weil man schon so nah am Ausgang ist. Dann noch ein paar Schritte machen.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  10. Moderation
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    AW: Mein Weg zu mir in 14 Tagen

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Zudem hat mir die Trainerin geholfen, die mir mal erklärte, dass die innere Stimme „aber das bin doch nicht ich/kann ich nicht/passt doch gar nicht/kann ich doch nicht machen“ nicht immer positiv ist, sondern auch der innere Gefängniswärter sein kann, der langsam in Panik gerät, weil man schon so nah am Ausgang ist. Dann noch ein paar Schritte machen.
    Ja. Wenn man bei "aber das geht doch nicht" oder "das bin nicht ich" ist, ist "weiß ich erst, wenn ich's probiert habe", oder "ich bin doch nicht unter Denkmalschutz" ein Gedanke, auf dmen man sich einlassen sollte.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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