Nein,natürlich nicht. Das war eher grundsätzlich gemeint.
Ohne Frage gibt es diese Menschen, wo sich im Gespräch keine Verbindung ergibt weil die einen gar nicht wahrnehmen.
Antworten
Ergebnis 151 bis 160 von 217
Thema: Interesse am anderen
-
21.02.2019, 17:18Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
-
21.02.2019, 17:25Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Da bin ich bei dir, es geht nicht um eine 1:1 Aufrechung.
Aber eines von den von dir aufgezählten Dingen sollte es haben.....und um auf das Gespräch zu kommen, war der Inhalt von ihr für mich nichts davon- weder interessant noch spannend oder bestätigend....
Ich war aufmerksam und hab zugehört, aber mit dem, was sie da hatte- habe ich keinen Bezug und gerade wenn man jemanden noch nicht kennt, weiß man ja nie, was noch kommt.
Stimmt- wenn man so ist- kann das schwierig werden. Außerdem hört man dann ja kaum richtig zu, weil man nur auf seinen Einsatz wartet.
Das ist perfekt, aber kommt nicht immer vor.
-
21.02.2019, 17:27Inaktiver User
-
21.02.2019, 17:28Inaktiver User
-
21.02.2019, 17:31Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Manchmal habe ich den Eindruck, daß vieles von dem, was als Interesse oder Desinteresse interpretiert wird, in Wirklichkeit Kommunikationsschwierigkeiten sind.
Natürlich gibt es "Rampensäue", die viel und lebhaft erzählen und wenig Spielraum bleibt, da einzuhaken und aktiv am Gespräch teilzunehmen. Und andere, die ruhig sind, viel zuhören und nachdenken, bevor sie sich äußern. Das kann mitunter auch kühl oder uninteressiert wirken.
Als ich noch in meiner früheren Umgebung lebte (München), war ich immer mit vielen Leuten im Kontakt, es wurde erzählt und geplaudert, oft ging's auch lauter zu, man fiel sich ins Wort und trotzdem war das immer so eine Art Fluß, den ich belebend und toll fand. Nie hatte ich das Gefühl, zu vorlaut oder "raumgreifend" zu sein, weil die anderen eine ähnliche Diskussionskultur hatten wie ich. Kurz: ich konnte reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
Seit ich in Brandenburg lebe ist das anders, meine Art zu reden wird als besserwisserisch, als "wessihaft" und vielleicht als zu ich-bezogen empfunden (das letztere kann ich nur vermuten). Die Leute sagen wenig, ich merke nur, wie sie oft innerlich einen Schritt zurückgehen und "dicht" machen. Nicht alle, aber viele. Und das hat mich lange verunsichert, ich fing an mich zurückzunehmen. Ich komme nicht gut klar, wenn Leute nicht genauso lebhaft mitdiskutieren, weil es mir so ein Gefühl macht als wolle der andere nicht Austausch.
Ich las mal ein Buch von Olaf Georg Klein zum Thema Kommunikation zwischen Ossis und Wessis. Das ist jetzt nicht das Thema hier, aber es hat u.a. auch beschrieben, wie Gesprächsgeschwindigkeit, Redepausen und dergleichen unter Umständen ganz massiv Einfluß darauf haben, ob beim anderen Interesse, Sympathie oder Ablehnung entstehen.
Ich glaube, daß in unserer heutigen Zeit Kommunikation sehr viel mehr im Wandel begriffen ist und daß Menschen viel unsicherer sind, was das Miteinander angeht. Leute ziehen viel öfter um, wegen Beruf, Studium oder neuer Liebe, geraten in neue Umgebungen, wo die "Mentalität" und die Art, wie miteinander umgegangen wird, anders wirken. Und man interpretiert dann vieles anhand dessen, was man als "normal" gelernt hat, ohne zu wissen, daß in der neuen Umgebung vielleicht ganz anderes Gesprächsverhalten als normal gilt.
Ich liebe es, anderen zuzuhören, ihre Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen zu hören, das gehört tatsächlich zu meinen Interessen. Ich merke allerdings auch, daß es mir mittlerweile zunehmend schwer fällt, mich auf andere Kommunikationsmuster einzulassen.
Geht es euch auch so? Ich meine, daß ihr euch in der Art, wie ihr miteinander redet, fehl-interpretiert fühlt? Daß ihr z.B. als uninteressiert oder zu neugierig wahrgenommen werdet, obwohl eure Intention eigentlich ganz anders ist?
-
21.02.2019, 17:33Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Tatsächlich kenne ich das auch und ist es hier im Forum nicht dasselbe?
Ein Beitrag zu XY wird zum ersten Mal gelesen- man antwortet begeistert darauf.
Wieder ein Beitrag zu XY kommt ins Forum- man erkennt "oh- ist ja wie letztes Mal" udn antwortet begeistert.
Nach ein paar Jahren......der xte Beitrag zu XY- man liest durch, winkt innerlich ab und........lässt andere schreiben.
Und ich finde daher auch so ein Forum toll, denn es kommen immer wieder neue user, die sich Themen annehmen und es wird damit immer Unterstützung und Hilfe geben.
-
21.02.2019, 17:55Inaktiver User
-
21.02.2019, 17:57Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Also ich bin vor einigen Jahrzehnten in eine ganz andere Ecke von Deutschland gekommen und habe genau das erlebt, was du nun beschreibst.
Ich war zu schnell, zu laut, zu direkt, zu offen, zu raumgreifend........und ich wusste gar nciht, was los ist!
irgendwann hab ich dann mal mit einem geredet und der meinte "stell dir vor- da kommt jemand, der ganz anders redet und man versteht ihn gar nicht-- da ziehen wir uns nur zurück"
Da war ich echt platt, denn sowas hätte ich nie gedacht.
Tatsächlich habe ich mich dann mit der Zeit angepasst und dann war es auch gut
Wenn man den Dialekt dann annimmt- wenn man im Dialekt denkt........dann ist man angekommen.
Erfahrungen mit Ossis hab ich so nicht gemacht, wobei - die reden doch tooooootal schnell, so das alles nur wie 1 Wort klingt!
Wie kannst du dann schneller sein?
Ein Mensch wirkt mit allem, was er mitbringt- Kleidung, Haltung, Geruch, vielem und natürlich auch mti seiner Sprache.
Alles wird interpretiert- unbewusst und schnell in Schubladen gelegt und da kommt man nur schwer heraus.
Vorurteile sind gerade mit Dialekt bestimmt sehr weit verbreitet........oder Akzent beim Sprechen.
Dann steht noch vor einem wachsenden Kontakt, das Urteil und da wird es dann richtig schwierig, wenn nicht der Funke überspringt.
-
21.02.2019, 18:01Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ich kann das gut nachvollziehen.
Man kann sich nämlich auch scheuen jemand zu fragen, weil man nicht in ihn dringen will. Ich seh es auch eher als Einladung, wenn ich was von mir erzähle, dass der andere dann auch von sich was erzählt, ich denke, ich muss ihn da doch nicht extra abholen, oder eine Sprecherlaubnis erteilen? Wer sprechen mag spreche - und wenn jemand dann nicht viel sagt mag ich ihn da eben auch nicht dazu bringen, das fände ich aufdringlich.
Ich geh halt immer davon aus, dass doch jeder selbst groß ist und selbst entscheiden kann, red ich oder hör ich zu.
Ich finde daher sehr zurückhaltende Menschen oft eher anstrengend, das ist so mein Thema, weil ich immer das Gefühl hab, ich soll da irgendwie verantwortlich sein dafür sie einzubinden. Das will ich aber nicht sein, ich will für niemand sorgen müssen. Und wenn jemand schüchtern ist und sich nichts sagen traut - kann ich ja auch nix dafür.
Ist wie gesagt aber auch mein eigenes Thema, weil ich mich schnell verantwortlich fühle, vielleicht ist das manchmal gar nicht so gemeint.
Aber erst heute hab ich wieder hier gelesen von: mundtot machen, hier im Forum. Da frag ich mich schon, wie soll das gehen? Kann doch jeder schreiben wieviel er will????
-
21.02.2019, 18:04Inaktiver User


Zitieren


