Ich verstehe nicht, wieso einige von euch (Putulu z.B. - hat diese schräge Richtung vorgegeben) die Gedanken mit den Bedürfnissen, die unter Psychologen und Wissenschaftlern als ganz normal gelten (und als bewiesen!) solche Szenarien machen wie "Rechenmaschinen" und Schlimmeres. IHR macht daraus "KÄLTE", "BERECHNUNG" und "NUTZLOSE MENSCHEN". Anscheinend geht euch da gedanklich etwas der Gaul durch!!! Informiert euch doch mal im Netz, wie das gemeint ist, ehe ihr hier solche Szenarien entwerft! Das grauseligste sind doch die Verknüpfungen, die ihr da in euren eigenen Köpfen habt. Ich verknüpfe die Bedürfnistheorie jedenfalls anders!
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Thema: Interesse am anderen
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21.02.2019, 09:17Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
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21.02.2019, 09:26Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ein interessanter Aspekt! Ich kann mir gut vorstellen, dass das durchaus mal genau so passiert. Da fasse ich mich auch an die eigene Nase, ich kenne es auch von mir, dass ich erst einmal zurückhaltend bleibe, es einfacher finde, das Gegenüber zu fragen und mir seine Geschichten anzuhören. Muss mal weiter darüber nachdenken.
Das erfordert ein anderes Reflektieren und einen anderen Umgang als bei den Menschen, die wirklich kein Interesse am Gegenüber haben bzw. diesen nur als Bühne für ihre Solo-Show ansehen.
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21.02.2019, 09:40Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ich habe zwei Personen im Bekanntenkreis, die verhalten sich genau so. Sie wollen gefragt werden und dann erst reden sie über sich selbst. Warum sie sich von sich aus nicht ins Gespräch bringen habe ich noch nicht heraus gefunden. Sie fangen z.B. auch in der WA-Gruppe nie von sich aus ein Gespräch an. Schreiben dann aber wie die Wilden über sich, wenn jemand anderes die Unterhaltung anfängt. So als müsste man ihnen erst mal den roten Teppich ausrollen (Scherz)....bin gespannt, ob das hier jemand erklären kann. Ein Gedanke von mir war, sie brauchen zuerst das Gefühl/die Gewissheit, dass man an ihnen oder dem was sie sagen interessiert ist.
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21.02.2019, 09:56
AW: Interesse am anderen
Ich stelle das auch immer wieder fest.
Eigentlich bin ich eher die zurückhaltende Person, aber ich mag keine peinlichen Redelücken in Erstkontakten, also versuche ich diese zu füllen und klar, das mag so rüber kommen, als ob ich das Gespräch übernehme. Aber eigentlich denke ich mir, Mensch was ein blöder Gesprächspartner, da kann man es auch lassen. Also habe ich den Eindruck ein einseitiges Gespräch zu führen, obwohl ich das gar nicht will.
Und noch dazu erwecken viele dieser "sich zurücknehmenden Gesprächspartner" den Eindruck, dass sie einem damit auch noch großzügig einen Gefallen tun, wenn sie einem "die Bühne" überlassen. Für mich ist Ausgeglichenheit auch was anderes.
Personen, die wirklich immer und dauerhaft nur von sich erzählen, kenne ich kaum. Aber ich kenne einige, die gerne und viel reden und eigentlich mag ich diese gerade beim Kennenlernen. Denn dann kann ich mich eben zurücknehmen und mich da einbringen, wo ich will. Und das klappt meist auch sehr gut. Aber dann bin ich mir meines Parts auch bewusst und darüber, dass der andere mich vielleicht jetzt als schlechten Gesprächspartner ansehen könnte.
Wenn jemand nach mehreren Treffen immer noch kein Interesse an meinen Interessen zeigt, dann stufe ich das als "passt halt nicht" ein. Ist aber auch kein Problem, so ist es dann halt. Nicht jeder kann sich für alles interessieren, das erwarte ich nicht, da es bei mir auch so ist.
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21.02.2019, 10:15Inaktiver User
AW: Interesse am anderen

Oha, das klingt wirklich gruselig.
Der "Zweck" eines Menschen liegt sicher nicht darin anderen Menschen von Nutzen zu sein. Das würde ich eher als praktischen Nebeneffekt sehen.
Ich vertrete eher die Einstellung das der Sinn des Daseins im Streben nach Glück und der Suche nach dem individuellen ZdE liegt. Insofern wäre das Dasein reiner Selbszweck und kann daher per Definition schon nicht nutzlos sein.
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21.02.2019, 10:34Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ich nehme jetzt diesen Teil eines Post exemplarisch für die Diskussion der letzten Seiten.
Zuerst klingt es nicht sehr angenehm, wenn der andere nur über sich redet und nicht mal nach dem anderen fragt. Ist nachvollziehbar.
Aber:
Wenn man dem anderen zuhört und auch mal nachfragt, hauptsächlich aus der Vorstellung heraus, dass man dann auch mal eine Bühne geboten bekommt, auf der man von sich erzählt und der andere dann dran ist mit nachfragen, ist das nicht meine Vorstellung von "Interesse am anderen". Sondern der Titel wäre: "ich habe gewartet, bist du fertig erzählt hast, jetzt bin ich auch mal dran".
Mir gibt das nichts, auch wenn es ausgeglichen sein sollte. "Interesse am anderen" heißt doch, das ich das, was der andere zu erzählen hat, interessant finde. Oder inspirierend. Oder spannend. Oder bestätigend. Oder...
Wenn ich also das, was der andere von sich erzählt hat, nicht interessant finde, sondern nur darauf warte, ob er jetzt mal nach mir fragt oder ich dran bin, dann ist das Gespräch bzw der Kontakt zu der Person für mich nicht wirklich befriedigend oder wert ausgebaut zu werden.
Interesse am anderen bedeutet für mich genau das: ich interessiere mich für die andere Person. Natürlich kann das nicht einseitig bleiben, aber für mich ist das Interesse an der anderen Person genau das Gegenteil von: erst hat der eine die Bühne, dann darf der andere.
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21.02.2019, 10:51Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ich weiß, was du meinst. Da gibt es auch noch unterschiedliche "Sorten": die reinen Selbstdarsteller, die stets nur über sich und ihre Belange reden und ihr Gegenüber gar nicht erst zu Wort kommen lassen. Dann die, die einfach ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis haben. Oft aus einer persönlichen Problemlage heraus, besagte Probleme werden ständig wiederholt, da sie das Gefühl haben nie wirklich gehört zu werden. Und dann die, die tatsächlich nie gelernt haben, ein echtes Gespräch zu führen, weil sie sich kaum auf etwas fokussieren können. Weder auf ein Thema noch auf eine Person. Wenn sich zwei von der Sorte treffen, reden sie permanent gegeneinander an wie zwei Leute, die gleichzeitig Selbstgespräche führen.
Das lässt sich, meine ich, nicht alles auf "Interesse" herunterbrechen. Was ich oft vermisse, ist eine gute Gesprächskultur. Die schlichte Erkenntnis, dass ein Gespräch (im Idealfall) ein Austausch auf Gegenseitigkeit ist. Dem Anderen zuhören, auf das Gesagte eingehen und vice versa - eben dieses unverkrampfte Ping-Pong zwischen zwei Menschen, völlig unabhängig von Themen und Einzelinteressen. Wenn diese grundsätzliche Voraussetzung gegeben ist, kann es von Small-Talk bis hin zu ernsthaften Gesprächen gehen. Und allem, was dazwischen liegt.
Ich bin immer eine aufmerksame Zuhörerin gewesen und bin es noch heute. Allerdings ziehe ich heute konsequent eine Grenze, wenn ich den Eindruck habe, dass mir Gespräche zu einseitig werden. Wer, warum auch immer, Desinteresse an mir signalisiert und mich gleichzeitig zuquatscht, wird von mir nicht mit Interesse meinerseits belohnt. Ich frage mich dann auch nicht, ob oder warum ich uninteressant bin. Denn das bin ich nicht.
Umso mehr freue ich mich aber, wenn sich ein für beide Seiten interessanter Austausch ergibt.
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21.02.2019, 16:15Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
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21.02.2019, 17:12Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Richtig- und genau das denke ich ebenfalls, wobei ich mit meinen Erfahrungen (die nun auch nicht oft sind, aber vorkommen) auch nicht alleine bin- es ist in unserer Clique immer wieder Thema (hier im Forum ja übrigens genauso).
Kein Mensch spricht von Schuld- es wird schlicht Verhalten betrachtet und versucht einzuordnen.
Naja- also wenn 1 von 5 passen sollte, dann wäre verallgemeinern sogar sehr gut, denn dann trifft es jeden doch recht regelmäßig
(auch hier wieder sei das Forum erwähnt)
Wieso ist ein Hinterfragen und Betrachten gleich ein Überbewerten? versteh ich nicht.
Und wieso so ein Übertreiben mit der ganzen Menschheit?? andersrum- 1 von 5......dann gehört es doch auf sehr viele bezogen.
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21.02.2019, 17:16Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Hatte ich bei dem Telefonat zu viel erwartet?
Wir kennen uns beide kaum und ich hatte gar keine bewusste konkrete Erwartungshaltung als wir telefoniert haben.
Als das ganze Gespräch sich aber nur um sie drehte, was sie macht, wie und warum und dann "ich muss jetzt Schluss machen" und aufgelegt wurde- war mir schon klar, dass ich also zumindest EINE Frage nach mir- doch irgendwie nett gefunden hätte.
Ob nun DAS eine zu hohe Erwartung war.........? würde ich jetzt nicht so sehen.
also in dem Fall denke ich nicht- wenn jedoch zu hohe Erwartungen gestellt werden, kann das natürlich zu Enttäuschungen führen- das stimmt natürlich.


Zitieren
. Am besten sich nicht mehr treffen,
)reicht.

