Genau so.
Scheint sich für sehr Wenige zu erschließen.
Ich persönlich habe nie behauptet, ich sei selbstlos und tue alles immer ohne Zweck.
Das radikale Unverstehen kommt vom Empfänger.
Ich sage nur, wenn man sich ständig vor Augen hält - schlicht laut denkt - was für einen Nutzen dies oder das und vor Allem gewisse Menschen bringen, dann entfremdet man sich von seiner eigenen Unmittelbarkeit, wird irgendwann kalt. Das ist alles. Wer nach seinem Herzen und vom Bauch heraus handelt, der hat zwar auch sein Nutzen, ganz klar, aber die sind nicht bewusst geplant und zweckorientiert, nicht strategsisch angelegt. Keine Absicht. Es ist der unmittelbare Ausdruck der Seele, es ist autenthisch und das eigene Ich.
Ein Mensch ist bei weitem nicht befähigt alle Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten und Ausgänge einer Situation zu berechnen. Da machen Menschen extrem oft Fehler und falsche Berechnungen, weil sie zu viele Unbekannte nicht überblicken, Und deshalb ist es an sich keine gute Strategie vorrängig zweckroientiert zu denken. Besser man handelt so, wie es sich gut anfühlt. Davon hat man sowieso einen immensen Nutzen.
So schwer ist das alles nicht nachzuvollziehen. Ich wüsste nicht, wozu man diskutiert,,,
Kurzum:
Das Erleben ist ein Anderes.
Und jedem das Seine.
Kaori
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Thema: Interesse am anderen
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20.02.2019, 19:44
AW: Interesse am anderen
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20.02.2019, 19:59Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ich glaube, wie viele verwechselst du da was...
Wir philosophieren hier sehr theoretisch und ergründen was (ich find das spannend)- das heißt aber nicht dass man im Alltag genauso rational agiert.
Den einen ist es wohl auch einfach nicht so bewußt, dass bei ihnen dieser Abgleich intuitiv abläuft, worüber andere zwangsläufig mehr nachdenken müssen, weil das mit dem (wie es hier genannt wurde) Selbsterhaltungstrieb nicht so von allein klappt. Kriegt ja eben leider nicht jeder von Haus aus mitgeliefert.
Und die sich schwerer tun damit zu erkennen was ihnen guttut oder schadet, die muss man nicht so angehen im Sinn von: ihr seid kalt und liebt nicht.
Nein, das ist eben kein guter Kompass für alle, weil das nicht für jeden funktioniert.Besser man handelt so, wie es sich gut anfühlt.
Für die Frau ohne Selbstwert fühlt sich nämlich ein prügelnder Mann besser an als ein lieber, weil ihr das vertrauter ist.
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20.02.2019, 20:19Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Aber warum widerlegen?
Jeder kann doch weiterhin glauben, was er oder sie glaubt.
Und wer die eigene "Zone" zu verlassen bereit ist, wird eh von sich aus erfassen, was zu verstehen sein könnte.
Das ist sehr viel einfacher, als der sehr mühsame - und meistens fruchtlose - Versuch, etwas widerlegen zu wollen.
Es geht hier um zwei sehr verschiedene, grundlegend verschiedene Sichtweisen, die man kaum miteinander in Verbindung bringen kann.
Sie entspringen sehr entgegengesetzten Quellen.
Man redet in der Folge aneinander vorbei.
Das ist aber nicht nur bei diesem Thema so.
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20.02.2019, 21:37Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Nein, gar nicht.
Es geht darum etwas zu erkennen, was bei jedem abläuft. Unterschiedlich ist, was man für sich als Nutzen empfindet, aber nicht dass man sich daran orientiert, der eine bewußter, der andere intuitiv.
Ein Beispiel für absolut "nutzloses" Handeln wurde ja leider nicht gebracht.
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20.02.2019, 21:51Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Ok, widerlegen passt weniger, denn wie könnte ich das.
Es geht mehr darum mit welchen Prämissen man die Welt, die Menschen, betrachten will.
Sowieso.Jeder kann doch weiterhin glauben, was er oder sie glaubt.
Ja - es zu erleben ist wohl sinnvoller, aber darüber nachzudenken und zu philosophieren finde ich auch ganz spannend.Und wer die eigene "Zone" zu verlassen bereit ist, wird eh von sich aus erfassen, was zu verstehen sein könnte.
Das ist sehr viel einfacher, als der sehr mühsame - und meistens fruchtlose - Versuch, etwas widerlegen zu wollen.
Ich hoffe da eher auf ein "sowohl als auch".Es geht hier um zwei sehr verschiedene, grundlegend verschiedene Sichtweisen, die man kaum miteinander in Verbindung bringen kann.
Oder anders gesagt: was bringt es denn, wenn man sich immer nur herleitet: es ist alles auf Nutzen ausgerichtet?
Das habe ich bis jetzt noch nicht verstanden, warum dieser Aspekt hier so im Vordergrund steht und es so wichtig scheint festzustellen, dass alles Verhalten auf Nutzen ausgelegt sei.
Ursprünglich ging es ja um "Interesse am anderen".
Hier immer nur nach dem Nutzen zu forschen finde ich schlicht limitierend und eindimensional.
Wer möchte denn hören: "Ich liebe dich, weil mir das nützt"?
Ist der Nutzen dann konkret materieller Natur kann man sich doch vorstellen wie das dann aussieht wenn der Nutzen nicht mehr gegeben ist (Alter frisst Schönheit, Reichtum geht den Bach runter....)Geändert von Inaktiver User (20.02.2019 um 22:00 Uhr)
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20.02.2019, 21:58Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Wirklich bestreiten tut das hier keiner, wie denn auch. Das liegt doch in der Natur der Sache, du kannst alles darauf reduzieren.
Es bleibt eben doch das: eine Reduktion.
Weil es das nach der Argumentationslinie ja gar nicht geben kann.Ein Beispiel für absolut "nutzloses" Handeln wurde ja leider nicht gebracht.
Jedes Handeln folgt einem Antrieb, das bestreitet doch niemand.
Vielleicht, in Verbindung zum Strangthema, wäre doch die eigentliche Frage: gibt es "nutzlose" Menschen, mit denen man sich folgerichtig nicht abgibt weil sie keinen Nutzen bringen, außer als Projekt für Menschen mit Helfersyndrom, überspitzt formuliert.
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20.02.2019, 22:02Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Stimmt, es ist nicht soo wichtig.
Aber mich persönlich triggert es irgendwo, wenn jemand das bestreitet, das empfinde ich als - unaufrichtig.
Mich irritiert viel mehr, dass aus dieser Feststellung abgeleitet (und anderen unterstellt) wird, sie würden permanent ihre Beziehungen einer Kosten-Nutzen-Analyse überprüfen.
Und vollends unglaubwürdig wird es für mich dazu dann noch, wenn niemand das irgendwie belegen kann, was genau er denn - im Gegensatz zu den kalt Berechnenden - wirklich ohne jeden persönlichen Nutzen tut.
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20.02.2019, 22:04Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Das finde ich auch. Im übrigen kann ich der Diskussion langsam nicht mehr folgen. Den Begriff "Interesse" lediglich bis ins letzte Atom auf Bedürfnisbefriedigung durch zu analysieren, führt meines Erachtens zu nichts.
Das war die Frage mit der der Eingangsbeitrag schloss:
Frage an kenzia: was verstehst du denn jetzt eigentlich unter "wirklichem Interesse"?
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20.02.2019, 22:04Inaktiver User
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20.02.2019, 22:08Inaktiver User



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