Mal abgesehen davon, dass zumindest ich keine Sichtweise massiv ablehne, weiss ich (von mir selber halt), dass ich erst gar nicht in diesen Kategorien 'selbstlos' oder "jetzt muss ich doch erst mal eine Kosten-Nutzen-Rechnung verfassen" denke.
(Der Himmel möge es verhindern, dass ich jemals so rational agieren wollte)
Wen ich jemanden liebe, dann überlege ich mir doch nicht "welchen Nutzen ich davon haben könnte", sondern tue es einfach ...eine vernünftige Abwägung meiner Gefühle überlasse ich dann gerne den Leuten, die gerade nicht lieben - oder es vielleicht noch nicht mal können, die armen.
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Thema: Interesse am anderen
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20.02.2019, 16:38Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
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20.02.2019, 16:50Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
So in etwa handhabe ich das auch, Zilla. Allerdings fange ich an zu hinterfragen, wenn ich mich über längere Zeit in einer Beziehung - sei es Freundschaft, Kollegenschaft oder Lebenspartnerschaft - unwohl fühle, und da lege ich mir durchaus auch die Karten in der Form, daß ich mich frage, welchen "Gewinn" ich daraus ziehe, in einer Situation zu verharren, die mir vordergründig mehr Kummer als sonstwas bereitet. Hängt mit meiner Einstellung zusammen, daß hinter allem, was man tut, eine Motivation steckt. Diese Einstellung gibt mir die Möglichkeit, im Bedarfsfall auch zu hinterfragen, wie wichtig mir diese Motivation ist, ob ich sie beibehalten "muß" oder ob es sinnvoll ist, andere, neue Lösungswege zu finden.
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20.02.2019, 17:09Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Sich aus unguten Situationen zu befreien verbuche ich eher unter "einen gesunden Selbsterhaltungstrieb haben".
Und für den brauche ich keine Motivation (und auch keine anderwertigen Gewinnversprechungen):
DER wurde mir - und hoffentlich anderen auch - quasi schon in die Wiege mit hinein gelegt
Geändert von Inaktiver User (20.02.2019 um 17:19 Uhr)
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20.02.2019, 17:35Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Also ich unterstelle jetzt mal, dass so eine "Berechnung" kaum ein Mensch macht.
Vielleicht wenn man einen wirklichen Nutzen aus zb Geschäftsbeziehungen ziehen kann.
Aber wir leben doch sicherlich alle primär recht "unüberlegt" in die Welt hinein- und damit auch unsere Beziehungen.
Warum man mit bestimmten Menschen zusammen ist, wird oft gar nicht gewusst.
Wir reden hier jetzt so überlegt, aber im Leben ist das einem häufig keinesfalls klar.
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20.02.2019, 17:43Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Vielleicht hat es der Himmel bisher verhindert, dass du in eine Situation gekommen bist, wo du dir sehr gut überlegen musstest, ob deine Liebe reicht??
Solange es gut läuft wird niemand das tun, oder nur wenige.Wen ich jemanden liebe, dann überlege ich mir doch nicht "welchen Nutzen ich davon haben könnte", sondern tue es einfach ...eine vernünftige Abwägung meiner Gefühle überlasse ich dann gerne den Leuten, die gerade nicht lieben - oder es vielleicht noch nicht mal können, die armen.
Nein, sicher nicht. Schön wär's.
Jemand der z.B. immer wieder an gewalttätige Männer gerät, weil das ein fatal-vertrautes Kindheitsmuster ist, tut sehr gut daran das zu analysieren.
Ich persönlich finde es nicht schlimm, auch den Verstand einzuschalten. Bestenfalls geht das doch Hand in Hand, ich sehe es nicht negativ, etwas auch rational ergründen zu wollen.
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20.02.2019, 17:45Inaktiver User
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20.02.2019, 17:57
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20.02.2019, 18:04Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Eben nicht. Und das ist ein wichtiger Punkt. Menschen, die sowieso schon unbewusst auf sich achten, kommen gar nicht in solche Situationen, wo sie IRGENDWANN mal merken, dass sie in einer unguten Beziehung/Freundschaft stecken. Vermutlich befreunden sie sich von vorneherein nicht mit "Energievampiren". Die anderen machen sich, wenn es ihnen irgendwann mal dämmert, eben einen Kopp...und drücken sich dann auch mal schräg aus.
Und die, die sich dann über diese "Aufrechnerei" aufregen, sind immer die, die UNBEWUSST garantiert auf Dauer nicht mehr Energie in eine Freundschaft stecken, als sie daraus ziehen.Geändert von Inaktiver User (20.02.2019 um 18:06 Uhr) Grund: Text nachträglich unterstrichen
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20.02.2019, 18:15Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
edit.
Geändert von Inaktiver User (20.02.2019 um 18:52 Uhr) Grund: überflüssig
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20.02.2019, 18:41
AW: Interesse am anderen
Ich kann das nicht auf einen bestimmten Personenkreis festlegen.
Grundsätzlich interessiere ich mich für alle Menschen, die mir sympathisch sind.
D.h. ich kann z.B. nicht nur ehrlich daran interessiert sein, wenn es einem Herzensmensch z.B. gesundheitlich nicht gut geht, das kann auch bei einer Kassiererin sein, die mir sympathisch ist und mit der ich ab und an ein Pläuschchen halte. Nur der zeitliche Rahmen unterscheidet sich hier.
Bei positiven Dingen kann ich mich für alles interessieren, wenn sich mein Gegenüber dafür begeistern kann und leidenschaftlich über etwas erzählt. Da bin ich leicht mitzureißen.
Allerdings kann ich auch schnell das Interesse wieder verlieren, z.B. wenn jemand nur jammert, nur Bestätigung/Applaus braucht oder wenn das Thema sich ständig wiederholt und es irgendwann langweilt oder sehr anstrengt. Das betrifft dann aber auch Herzensmenschen, Familie etc.
Ob das Gegenüber auch Interesse an mir zeigt, ist für mein eigenes Interesse eher untergeordnet.
Ich höre/lese das hier auch oft, aber seltsamerweise mache ich seit Jahren eher die Erfahrung, dass viele "Angst" haben zu viel von sich zu reden und desinteressiert zu wirken und ich höre daher ständig "ach, bei mir gibt es nichts Spannendes, erzähl doch mal von dir." Das finde ich unangenehm, denn da fehlt mir dann auch irgendwie das Gleichgewicht und ich fange dann auch an eher oberflächlich zu erzählen. Das ist dann irgendwie eine Negativspirale.
Oft geht mir das z.B. bei (jungen) Eltern so, die meinen, mich würden ihre Kinderthemen sicher eh nicht interessieren und daher zwanghaft versuchen, ein anderes Thema zu finden obwohl bei Ihnen eben das Kinderthema enorm Raum einnimmt. Das finde ich sehr traurig, denn ich interessiere mich sehr wohl auch für banale Alltagsprobleme in der Schule o.ä., wenn es für mein Gegenüber wichtig ist. Bekomme aber nie was davon erzählt, egal wie oft ich nachfrage. Also kann man sich nur anschweigen oder über das Wetter reden oder irgendein politisches Thema etc. bereden, aber privat wird es dann nicht. Ist auf Dauer auch blöd, da keine Nähe aufgebaut wird oder erhalten bleibt.Geändert von Kathleena (20.02.2019 um 19:15 Uhr)



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