Ich finde das ja in erster Linie ehrlich und reflektiert, denn so einfach erschließt sich der Gewinn oftmals ja nicht.
Wenn ich aber so eine abwertende Sichtweise als unausgegorenen Bockmist bezeichne, befriedige ich auch mein Bedürfnis nach Grenzen und vielleicht sogar dem Wunsch, freundlichere Sichtweisen beim Gegenüber anzuregen, damit mein Bedürfnis nach sinnvollem Austausch Befriedigung erfährt.
Mich würde interessieren: was würden diejenigen die diese Sichtweise so massiv ablehnen denn als selbstlose Handlung betrachten, die tatsächlich völlig ohne jeden persönlichen Nutzen nur um ihrer selbst willen erfolgt?
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 217
Thema: Interesse am anderen
-
20.02.2019, 08:50Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
-
20.02.2019, 09:11Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
-
20.02.2019, 10:22
AW: Interesse am anderen
Mir fällt in solchen - die absolute Selbstlosigkeit preisenden - Zusammenhängen immer ein Interview mit einer Ordensschwester ein, die irgendeiner sozialen Tätigkeit nachging, ich weiß nicht mehr genau was es war, auf jeden Fall hoch respektabel. Sie sagte jedenfalls sinngemäß, dass sie hoffe, dass der HERR sie nun bald mal abberufe, denn das was sie in ihrem Leben Gutes getan habe, müsse doch nun für den Himmel reichen.
Das fand ich schon sehr interessant.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
-
20.02.2019, 10:24
AW: Interesse am anderen
Das ist doch ein völlig legitimer und auch guter Wunsch, dass man als Mensch hofft, Gutes und nicht Böses zu tun.
und es kann auch eine gewisse Lebensmüdigkeit, Lebenssattheit geben.
Daran ist doch nichts verwerflich.
gruss, barbara
-
20.02.2019, 11:05
AW: Interesse am anderen
Nein, das habe ich ja auch nicht gesagt. Aber in diesem Fall gab es einen - zumindest für diese Frau - handfesten Nutzen, Gutes zu tun, was für mich die Sache nicht schmälert, aber ich stehe ja auch auf seiten derer, die schon glauben, dass sich menschliche Beziehungen mit dem Nutzen-Modell erklären lassen.
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
-
20.02.2019, 11:46
-
20.02.2019, 11:52
-
20.02.2019, 11:54Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
Bei den Menschen mit Helfersyndrom ist das so, dass ihr Bedürfnis nach "gebraucht werden" anderen zugute kommt. Die bringen lieber den Garten eines anderen in Ordnung als den eigenen

Ein Helfersyndromler hat mir mal erklärt, er fühlt sich dann von diesen Menschen, denen er hilft, geliebt. Und wenn er ehrlich ist fühlt er sich denen gegenüber auch ein bisschen überlegen. Für ihn also gleich eine Befriedigung mehrere Bedürfnisse. Aber sag das mal einem Helfersyndromler, der sich für gaaanz selbstlos hält, der springt dir mit dem nackten Hintern ins Gesicht
-
20.02.2019, 12:13Inaktiver User
-
20.02.2019, 13:19Inaktiver User
AW: Interesse am anderen
genau so ist es.
im Nachbarstrang gehts auch um Beziehung und hier sind doch schön die Interessen abzulesen.
Die TE möchte sich gut fühlen- und dahinter können zig Bedürfnisse stecken. Was sie mit der kranken Freundin erlebt, führt zu keinerlei Erfüllung und sie fühlt sich nicht gut.
Logische Konsequenz- sie zieht sich zurück (was viele Diskussionen gibt
)
Witzigerweise würde kein Mensch raten" von dem Getränk wird dir schlecht? Dann komm, trink noch was!" oder "es geht dir schlecht, wenn du das isst? Dann greif nochmal zu!"
Aber wenn es um Beziehung geht, ist das egal, wie es einem geht........hautpsache man erfüllt das Bild nach außen.




Zitieren
