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  1. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....Mir geht es um etwas anderes. Das manchen Menschen in langjährigen Beziehungen "langweilig" wird und deswegen die Beziehung beendet wird. Das finde ich ein Luxus Problem in der heutigen Zeit.
    Inwiefern hast du denn wirklich(!) Einblick in Paarbeziehungen ? Kommt es dir zu zu urteilen, warum sich ein Paar trennt ? Vorschnelle Urteile, also z.B. "Langeweile", sind natürlich schnell zu fällen, klar !

    Ich bin froh und dankbar, dass es die Möglichkeit einer Scheidung für mich gab ohne gesellschaftliche Ächtung. Aufgrund meines Berufes konnte ich auch als Alleinerziehende ein gutes Leben haben. Meine Eltern mussten bis zum bitteren Ende miteinander aushalten, sie hatten nicht den Mut zur Scheidung wegen der Leute, wegen des Häuschens, wegen der Rente. Langeweile war wirklich nicht ihr Problem.

    Es ist eine Errungenschaft unserer Zeit, dass Paare Jahrzehntelang zusammen sind. Früher (wo alles besser war, klaro ) war die Lebenserwartung deutlich geringer, Ehemänner sind z.B. nicht mehr aus dem Krieg gekommen, Frauen bei einer Geburt in recht jungen Jahren verstorben.

    Ich kenne aus meinem Umfeld niemanden, der sich "aus Langeweile" getrennt hat, im Gegenteil.Ich kenne eher Paare, die eine Trennung nicht hinbekommen, weils sie sich vor den Nachbarn oder Verwandten schämen oder weil die Frau finanziell abhängig ist bzw. einen Beruf hat, mit dem sie einen geringeren Lebensstandard hätte als in der Ehe. Da ist die Ehe offenbar das "kleinere Übel". Mitleid habe ich da nicht.

    Gruß Elli

  2. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht auch nicht darum, unglücklich in einer Beziehung auszuharren.

    Mir geht es um etwas anderes. Das manchen Menschen in langjährigen Beziehungen "langweilig" wird und deswegen die Beziehung beendet wird. Das finde ich ein Luxus Problem in der heutigen Zeit.
    Aber das Ergebnis ist doch dasselbe - wenn einem langweilig ist, ist man unglücklich in der Beziehung, und das ist schon ein Grund, sich zu trennen. Im Übrigen ist Langweile doch eben oft ein Zeichen, dass man sich auseinander entwickelt hat bzw sich „entliebt“ hat. Und das ist aus meiner Sicht kein Luxus-, sondern ein handfestes Problem. Das lässt sich nicht immer so einfach reparieren, wie du dir das anscheinend vorstellst.
    Geändert von Inaktiver User (10.02.2019 um 20:23 Uhr)

  3. Moderation

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    AW: Luxus-Problem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir geht es um etwas anderes. Das manchen Menschen in langjährigen Beziehungen "langweilig" wird und deswegen die Beziehung beendet wird. Das finde ich ein Luxus Problem in der heutigen Zeit.
    Wenn man alles glaubt, was einem Leute über ihre persönlichsten (und oft unsortierten) Gefühle und Wahrnehmungen erzählen, kriegt man oft einen ziemlich verschobenen Datensatz. "Langweilig" ist eine leidlich konsensfähige, unkomplizierte Aussage, mit der man den Zuhörern nicht mehr aufs Butterbrot schmiert als sie haben wollen.

    Man steckt nicht drin.

    Wenn du einen Effekt des Zeitgeistes sehen willst, dann siehst du, was zur jeweiligen Zeit gerade als akzeptabler, leidlich konsensfähiger und unkomplizierter Grund für "das wird nichts mit uns" gilt, die man mitteilen kann.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. gesperrt

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    AW: Luxus-Problem?

    Ich persönlich verstehe dieses 'Luxusproblem' ja nicht. Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich eben in den ersten Jahren einer Beziehung zeigt, ob sie vom Bestand ist oder nicht und ist es nicht genau das was eben passiert, wenn sich die Partner nicht mehr genug sind und sozusagen nach neuen Abenteuern suchen? Hat die Beziehung nicht dann irgendwie ihr Ende gefunden, weil es anscheinend doch nicht funktioniert? Ich denke, dass Menschen, deren Beziehung von Bestand ist, sich auch nach langer Zeit nicht langweilen und einander noch immer genug sind. Mit dem Begriff Alltag muss nicht immer etwas schlechtes verbunden werden.

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    AW: Luxus-Problem?

    Zitat Zitat von VelvetRose Beitrag anzeigen
    Ich persönlich verstehe dieses 'Luxusproblem' ja nicht. Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich eben in den ersten Jahren einer Beziehung zeigt, ob sie vom Bestand ist oder nicht und ist es nicht genau das was eben passiert, wenn sich die Partner nicht mehr genug sind und sozusagen nach neuen Abenteuern suchen? Hat die Beziehung nicht dann irgendwie ihr Ende gefunden, weil es anscheinend doch nicht funktioniert? Ich denke, dass Menschen, deren Beziehung von Bestand ist, sich auch nach langer Zeit nicht langweilen und einander noch immer genug sind. Mit dem Begriff Alltag muss nicht immer etwas schlechtes verbunden werden.
    🌹🌹🌹

  6. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    TE - kann es sein, daß das Luxus-Problem ein Pseudoproblem ist ? Ehepaar x trennt sich. Egal was vorgefallen ist, weshalb sie sich getrennt haben - sie haben sich für die durchaus vernünftigen und guten Haltung entschieden " der Welt" also den Freunden, Verwandten, Bekannten, Nachbarn, Arbeitskollegen" nichts über die Gründe der Trennung zu sagen sondern mit der Floskel" wir konnten nicht mehr miteinander " oder "es hat nicht mehr gepasst" die ganzen Nachfragen abzublocken ?

    Einen - statistisch relevanten - Einblick in Ehescheidungen und ihre Gründe ist nicht möglich. Bis 1977 musste in Deutschland ein Ehepartner fremdgegangen sein, dann konnte der andere die Ehescheidung verlangen. Oder die beiden mussten ein Fremdgehen vor Gericht und vor der Welt behaupten ....
    Wenn du an noch früher denkst - 500 - bis 1000 Jahre früher - da konnte sich die High Society munter scheiden lassen - siehe Henry VIII - die Ehe wurde in vielen Fällen - obwohl es Kinder gab - als nicht konsumiert gesehen usw. Die Unterschicht blieb verheiratet, bis dass der Tod - und dieser Tod war so in der Gesellschaft, daß ein Mensch - egal ob M oder W - oft zwei oder drei Ehen erlebt hatte. Da könnte man eine Statistik machen, wie lande die durchschnittliche Ehe in 1500 oder 1800 dauerte. Und Früher - da war die Ehe auch keine romantische Verbindung sondern eine Arbeitsbeziehung - sie die Hausarbeit, er die Erwerbsarbeit - und sogar bei Bauer und Bäuerin waren die Rollen was Arbeiten angeht hübsch apart.

    Ansonsten - ich nehme mal Promis - bei Schröder hat es keine Frau länger als 10-15 Jahre ausgehalten- Bill und seine Hillary sind immer noch zusammen - so what ?

  7. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    Naja, Heinrich den VIII als Beispiel für eine einfache Scheidung hinzustellen, ist dann aber schon doch zu vereinfacht.

    Der Mann musste eine ganze Religionsrichtung aus dem Boden stampfen, damit das ging!


    Die Unterschicht in dieser Zeit hat oft einfach gar nicht geheiratet, es gab durchaus auch früher schon Schichten, in denen "unehelich" blich war.

  8. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Keiner sollte unglücklich in einer Beziehung verweilen, aber wenn es nur wegen dem Kick ist, dann verliere ich langsam dem Glauben an die Menschheit
    Mit der Zeit lernt man auch den Partner kennen und da kann man schon einiges einschätzen. Natürlich gibt es einige, die wegen einem Kick fremdgehen oder sich trennen und für andere kommt das nicht in Frage. Etwas kann man das schon einschätzen in einer guten Kennenlernphase und auch in der Partnerschaft sieht man schon, wie bereit der andere ist sich auseinanderzusetzen oder ob er blockt und lieber weiterzieht, weil er denkt, dass dort alles rosarot bleibt, um es mal stark vereinfacht auszudrücken. Was in Partnerschaften wirklich läuft, bekommt man oft nicht ganz mit als Außenstehender. Manch einer verhält sich zu Hause anders als er es in der Öffentlichkeit darstellt.
    Ich bin eigentlich ganz froh, dass ich mich trennen konnte und nicht ewig etwas versuchen musste zu richten auf was ich offensichtlich gar keinen Einfluss hatte, um auch das mal überspitzt auszudrücken und mich eben nicht auf meine Kosten in irgendetwas schicken musste. Trennung findet nicht immer wegen einem Kick statt, sondern manchmal ganz einfach für einen selbst um für sich eine Verbesserung herzustellen, die mit dem Partner nicht möglich war. Ich würde mich auch immer wieder trennen, wenn eine Beziehung überlebt ist, keine positive Entwicklung mehr absehbar ist oder ich dafür nicht die nötigen 2 bis 5 Jahre Geduld hätte.

    Und ja klar ist es ein Luxus, wenn man unabhängig ist und sich frei entscheiden kann, aber das hat für mich letztendlich auch das Potential frei und gut leben zu können, ob nun mit Partner oder ohne. Auf jeden Fall muss man nicht mehr unnötig viel an Beziehungen sich abarbeiten, die einem nicht gut tun. Das heißt nicht automatisch, dass man ständig einen Partner haben muss zwangsweise und sich von einer Beziehung in die nächste stürzt.

  9. User Info Menu

    AW: Luxus-Problem?

    Also ich weiß nicht. Ich lese ja immermal Romane aus vergangenen Zeiten.Nicht häufig. Aber doch oft Weltliteratur. Also bekannte Lektüre.

    Deshalb weiß ich, dass immer schon fremd gegangen wurde. Die Ehen hatten Bestand. Oftmals wurden die Partner auch geliebt und geachtet. Fremdgehen war für Männer nicht ungewöhnlich.

    Heute trennt man sich. Früher verschwieg man es lediglich. Einziger Unterschied.

  10. Inaktiver User

    AW: Luxus-Problem?

    In Zeiten, in denen Sex fast zwangsläufig zu Schwangerschaften führte und sowohl Schwangerschaft als auch Geburt mit erheblichen Risiken für Leib und Leben der Frau einher ging, gehört es in besseren Kreisen zum „comme il faut“, seine Frau mit Sex weitestgehend zu „verschonen“ und die fleischlichen Gelüste außerhalb der Ehe auszuleben, nachdem die erforderliche Anzahl Nachkommen gezeugt war. Das war die übliche Handhabung und es war beileibe keine Demütigung des Partners wie heute, wenn jemand betrogen wird, das kann man doch gar nicht vergleichen. Wie das in den einfacheren Ständen war, weiß ich nicht so genau, ich vermute mal, dass man sich aus religiösen Gründen bzw. Furcht vor ewiger Verdammnis etwas zurückhielt.

    Ich glaube, die Entscheidung zu einer Scheidung fällt nicht leicht. Wenn ein Paar gemeinsam beschließt, dass sie zukünftig besser dran sind ohne einander, dann ist es halt so. Ich glaube allerdings, dass das der seltenere Fall ist. Die häufigere Variante ist mMn, dass einer der Partner gehen will und es für den anderen erstmal ein herber Schlag ist. Aber leicht macht sich die Entscheidung bestimmt niemand.

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