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  1. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Zuckerwasser Beitrag anzeigen
    Meinungen über den Rest der Welt immer und jederzeit aber über das eigene Verhalten, in den aller seltensten Fällen!
    Also sowohl in Beziehungs- als auch früher in Erziehungsfragen hat sich der Großteil meiner Gespräche darum gedreht.

    Darum spricht man ja mit Freunden, um ein Korrektiv zu haben. Also ich tu das jedenfalls, und mein Umfeld auch.


  2. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Darum spricht man ja mit Freunden, um ein Korrektiv zu haben. Also ich tu das jedenfalls, und mein Umfeld auch.
    ..und nur so kann man sich in seiner Persönlichkeit weiterentwickeln!

  3. Avatar von Kambara
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Zuckerwasser Beitrag anzeigen
    Meinungen [...] aber über das eigene Verhalten, in den aller seltensten Fällen!
    Dann lies dich mal quer durch dieses Forum. Allein hier siehst du, dass das in dieser Absolutheit nicht stimmt. Für mein reales Leben kann ich das auch nicht bestätigen.

    Ich halte dieses Statement schlicht für Wichtigtuerei eines Psychologen auf einer Party. Hat den überhaupt jemand aufgefordert seine Meinung kund zu tun?
    People are so crackers.
    John Lennon


  4. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Hätte ich ihr jetzt wirklich ungefragt (!) meine Einschätzung um die Ohren hauen
    sollen? Was hätte das gebracht - außer, dass ihr das wohl die Freude an
    dem Teil ein wenig verhagelt hätte?
    Ja, muss man nicht, seh ich auch so.

    Aber in meinem Umfeld ist die Freude eben auch nicht verhagelt wenn ich sage, meins wär es nicht, du weißt ja ich mag kein Gelb, oder: ich find es ein bisschen kurz. Das ist doch nicht schlimm?

    Ich geh selbst doch auch nicht davon aus, dass alles allen zu gefallen hat?

    Tatsächlich war mir das ein wichtiges Anliegen in der Erziehung: dass man immer selbst davon überzeugt sein muss, egal was andere sagen. Fällt mir grad ein.


  5. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Dann lies dich mal quer durch dieses Forum. Allein hier siehst du, dass das in dieser Absolutheit nicht stimmt.
    Das www ist aber auch eine Parallelwelt!


    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Ich halte dieses Statement schlicht für Wichtigtuerei eines Psychologen auf einer Party.
    Absolut nicht!!
    War auch kein verstaubter Psychologe mit graumelierten Haaren, der einen Pfeiffe paffend strend über den Brillenrand analysierte!
    Mitte 30, sportlich, Weltoffen, locker, witzig und das war auch sein einziges Statement dazu, bevor er sich wieder seinem Becks widmete, um sich unter andere Gäste zu mischen, weil er wohl so gar keine Lust drauf hatte und lieber feiern wollte.



    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Hat den überhaupt jemand aufgefordert seine Meinung kund zu tun?
    Er wurde als Fachmann quasi dazu genötigt


  6. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Interessant, das Thema hatte ich auch mal (ansatzweise) in einem Beitrag vor ein paar Wochen. (Anderen einen Fehler verzeihen, ist noch auf der Seite hier.)

    Da habe ich mich als "Ich kommentiere nur, wenn ich gefragt werde" - geoutet und stellte fest, dass es auch ganz andere Köppe gibt. Nämlich die, die zu dem, was man so erzählt, dann auch unbedingt ihre Sicht der Dinge loswerden wollen.

    Ich habe auch festgestellt, dass ich jemand bin, der es überhaupt nicht mag, wenn man mir seine Meinung mitteilt, die das, was ich selber vorher gesagt habe oder vertrete, nicht unterstützt.

    Ich sehe es so:

    Ich bin "da" und lebe mein Leben. Ich schreibe niemandem vor, was er zu tun und zu lassen hat. WENN aber jemand daher kommt und meint, mich in irgendeiner Weise "maßregeln" zu müssen, also meine Art zu Denken, Leben, Handeln usw. kommentieren zu müssen ... dann ist mir pieps egal, warum derjenige das tut, ER oder SIE darf dann mit einer entsprechenden Gegenmeinung rechnen. Meiner Meinung. Oder einer kritischen Nachfrage. Oder dem Katzenblick.

    Ich differenziere dabei schon zwischen Menschen, die ich mag, und Menschen, die ich nicht (mehr) besonders mag. Freunde ernten eher den Katzenblick, Kollegen kriegen von mir deutliche(re) Worte.

    Ich glaube mittlerweile, das hat echt was mit Selbstliebe zu tun, dass man sich nicht von anderen ins Bockshorn jagen lässt, sondern einfach zu sich und seiner Welt steht. Ich zum Beispiel habe lange mit mir gerungen, mich oft hinterfragt, vieles "geschluckt", mich nicht getraut "Nein" zu sagen und all das. Glücklicherweise ist das jetzt anders und ich bin echt froh drum.
    Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es letztendlich DAS ist (also das zu sich selber und seiner Meinung stehen), wie man sich Respekt verschafft.

    Schwierig empfand - und empfinde - ich den Spagat zwischen

    INNEN: "Du alter blöder Nervbold, das geht gerade mal gar nicht" !

    AUßen: "Was meinst du damit?" oder "Katzenblick"

    DANACH: "Ich wünsche Dir/Ihnen ein schönes Wochenende!"

    Also die Fähigkeit, emotional bei sich zu bleiben und sich nicht von irgendwelchen Leuten, denen gerade sonstwas über die Leber gelaufen ist (was sie an einem abarbeiten wollen) auf sich selbst zu beziehen. Sondern cool zu bleiben und vor allem auch weiterhin freundlich zu bleiben. - Das nicht nur aufgesetzt, sondern wirklich und echt.
    - Weil ich eben der Auffassung bin, dass das viel sinnvoller und erwachsener ist als alles Rumgeschmolle. Außerdem haben Menschen auch immer irgendeine gute Seite, doofes Verhalten ist ja nicht gleich komplett doofe Person. - Und wir haben alle unsere Fehler.

    Aber, wie gesagt, wer mir in den Garten kommt, der muss auch mit dem Gärtner rechnen.




    PS. Und ja, doch, ich sage doch hin und wieder was, das muss ich aber noch lernen: Alles, was ich moralisch nicht so vertretbar finde, kommentiere ich hin und wieder, auch wenn es sich nicht direkt auf mich bezieht. - Aber das fällt mir noch schwer. Ich gehöre echt zur Gattung: Leben und Leben lassen. ;)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.
    Geändert von Susisa (11.01.2019 um 16:13 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen

    Da habe ich mich als "Ich kommentiere nur, wenn ich gefragt werde" - geoutet und stellte fest, dass es auch ganz andere Köppe gibt. Nämlich die, die zu dem, was man so erzählt, dann auch unbedingt ihre Sicht der Dinge loswerden wollen.
    Nicht nur. Ich find eher, wer zurückhaltend ist hält buchstäblich was zurück, nämlich sich, und zeigt sich nicht. Das find ich eher anstrengend.

    Ich habe auch festgestellt, dass ich jemand bin, der es überhaupt nicht mag, wenn man mir seine Meinung mitteilt, die das, was ich selber vorher gesagt habe oder vertrete, nicht unterstützt.
    Und ich mag das gerade, das ist doch spannend! Leute die mir nur immer beipflichten oder gar nichts sagen find ich oft gähnlangweilig (um auch mal was ungefiltert rauszuhauen hier!).

    Lebendige Diskussionen und ein interessanter Austausch sind doch anders gar nicht möglich?

    Das hat für mich direkt was beklemmendes, so ein supervorsichtiger, distanzierter Umgang. Für viel Vertrauen spricht das für mich nicht, ich fühl mich da sehr unwohl und hab es einfach gern unkomplizierter und weniger - übelnehmend.


  8. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Susisa Beitrag anzeigen
    WENN aber jemand daher kommt und meint, mich in irgendeiner Weise "maßregeln" zu müssen, also meine Art zu Denken, Leben, Handeln usw. kommentieren zu müssen ... dann ist mir pieps egal, warum derjenige das tut, ER oder SIE darf dann mit einer entsprechenden Gegenmeinung rechnen.
    Schau, das find ich recht negativ: wieso soll das maßregelnd sein?

    Nähe ist doch nur möglich, wenn man was von sich preisgibt, und wenn du sagst, ich fahre gern in die Berge, und dein Gegenüber sagt, uah, nein, find ich furchtbar, ich fahr lieber ans Meer - dann hast du was von ihm erfahren und er was von dir.

    Da gibt es doch auch nix klarzustellen oder zu verteidigen, es zeigt sich doch nur, wie verschieden die Menschen sind, und das ist doch gut so.

    Und ganz ehrlich: grad wenn man zu sich steht kann man das locker sehen und muss nicht krampfhaft immer in Verteidigungsposition sein.


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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zitat Zitat von Evelu Beitrag anzeigen
    Ein Beispiel: Gestern besuchte ich meine Eltern. Dort war eine Bekannte meiner Mutter. Ich sehe sie vielleicht mal alle 2 oder 3 Jahre , dann nur durch Zufall, also keine vertraute Person.
    Ich habe nun noch ein Kind bekommen (mittlerweile 1,5 Jahre), bin nun knapp über 40, und fühle mich dennoch recht jung
    Ich kam also mit den Kindern.
    Als sie mich sah, rief sie lauthals, „ mei, also dann stimmt das , dass Du schwanger warst!!! Ich war ja total schockiert, als ich das hörte.“
    Ähem , ja.
    Nächster Satz dann: „ Ja sag mal, hast Du da schon noch die Nerven? Bist ja auch nicht mehr so jung. Na, ja, bleibt dir ja nix anderes übrig“
    Das ist ja nicht nur eine allgemeine Meinung über die allgemeinen Implikationen von Mutterschaft Ende 30, sondern sie drückt eben auch - ungefiltert - ihre Zweifel aus, dass die TE dem gewachsen wäre.

    So etwas würde ich nicht "aus dem Off" machen - also, ohne dass das Gespräch sich in die Richtung entwickelt oder mein Gegenüber selbst diesen Aspekt berührt.
    Darum hat das für mich auch nichts mit "ehrlich die Meinung sagen" zu tun sondern mehr mit Geltungsbedürfnis ausleben und Wichtigtuerei: "Schau mal, was ICH davon halte" (auch wenn es niemanden interessiert, niemandem hilft und mir der andere nicht nahe steht oder ich um meine Meinung gebeten wurde).

    Menschen, die alles in ihrer Umgebung beliebig kommentieren müssen/wollen bekommen in solchen Fällen die entsprechende Reaktion zu spüren: sie werden von mir ignoriert (wenn mir der Mensch nicht nahe steht) oder sie bekommen dann eben meine Meinung dazu zu hören.

    Hier war es schwierig, dass die Situation (zu Besuch bei der Mutter, Kind auf dem Arm) einen schnellen Konter hemmte - was ich verstehen kann. Es ist eben nicht jeder so gestrickt dass er ohne Ansehen der Situation reagieren kann oder will.
    Think before you print.


  10. Registriert seit
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    AW: Ungefiltert die Meinung sagen zu persönlichen Themen

    Zu: "ungefiltert":

    was soll das eigentlich bedeuten?

    Eine ehrliche Meinung?

    Eine Meinungsäußerung ohne höfliche oder taktvolle Formulierungen (auch bei Themen die schwierig sind oder von denen man sich, sofern man bisher nicht in einer Höhle lebte, vorstellen kann dass der andere da eventuell einen wunden Punkt hat), was ja gerne auch als "direkt" bezeichnet wird?

    Eine Meinung, die so geäußert ist wie sie gerade durch den Kopf geht und wenn der Empfänger sich dadurch unangenehm berührt oder angegriffen fühlt, dann ist das eben sein Problem?

    Ich nehme an, dass da die Meinungen auch auseinander gehen was hier mit "Filter" gemeint ist.
    Think before you print.

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