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  1. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Nur ist der Titel nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.
    Die TE sagt "ich war jung, sturzbetrunken, wir waren auf dem lauten Discoklo und er hieß Hans oder Franz oder Günther" und das war's.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Was ist schlimmer: wenn du ihr deine Geschichte erzählst oder wenn deine Tochter durch irgendeinen blöden Zufall erfährt, dass du sie ausdauernd angelogen hast? Was erschüttert sie mehr: dass ihre Mutter sich in jungen Jahren mit einem miesen Typen eingelassen hat und nicht abgetrieben hat das Kind dann gut und sicher aufwachsen lassen hat oder dass auch als sie erwachsen war Lügen aufrecht erhalten wurden?

    Meine Mutter hat mich Zeit Lebens über meinen Vater angelogen und zwar auch, als Fakten und Unterlagen auf dem Tisch lagen. Ich weiß bis heute nicht, was von dem, was sie mir erzählt hat wahr und was gelogen ist. Das verunsichert mich. Ich weiß nur, dass ich nicht weiß, wer mein Vater war und auch nicht, wer meine Mutter ist. Ich hätte die Lösung besser gefunden, dass ich wenigstens einen habe, dem ich vertrauen kann.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Ich vermute mal das fast Alle die sagen "Deine Tochter braucht es nicht zu erfahren" kennen ihren echten Vater.

    Dann kennen sie auch das Gefühl nicht, auf ein verschwiegenes Geheimnis zu stoßen.
    Die eine Hälfte iher Herkunft nicht zu kennen. Diese deshalb zu suchen. Einfach weil ein "weißer Fleck" in der persönlichen Entstehungsgeschichte da ist.

    Meine Mutter war bis zu ihrem Tod auf der Suche. Und dieses "Nichtwissen" beschäftigt eben so schwer wiegend.


    Halte deine Tochter nicht für doof liliengleich, denkst du, sie merkt wirklich nicht, das da "mehr" ist?
    Was dich (negativ) beschäftigt? Es gibt ein negatives "Familiengeheimnis".

    Deine Tochter steht fest im Leben, ihr Beide habt ihr viele gute Werte auf den Weg gegeben. Sie ist erwachsen.
    - Nach der Schwangerschaft, wenn die Hormone wieder eingependelt ist, so in zwei Jahren oder so, würde ich es ihr sagen.
    ( B.z.w. sie Fragen, ob sie es immer noch wissen möchte).

    Bis dahin würde ich mir an deiner Stelle ( ist ja viel Zeit bis dahin) überlegen, wie ich ihr das Wissen zu kommen lasse. Notfalls mit der gemeinsamen Ausarbeitung mit einer Psychologin.

    Mein "echter Opa" war im Krieg "ein schlechter Mensch". Aber auch das hat meine Mutter nicht von der Suche abgehalten. Und ihr hat bis zum Schluss etwas "unvollständig zu sein" gefehlt.

    Greife ich einfach mal so raus.
    Merav schrieb:
    Nur ist der Titel nicht das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.
    Die TE sagt "ich war jung, sturzbetrunken, wir waren auf dem lauten Discoklo und er hieß Hans oder Franz oder Günther" und das war's.
    Das wäre zwar eine Idee. Nur dann muß die Mutter das auch ausstrahen. Da sie selber an dem "Päckchen kaut" nimmt ihr das (diese Geschichte/Notlüge) aber Keiner ab.
    Geändert von Floh68 (03.01.2019 um 10:43 Uhr)

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Ich glaube, hier gibt es keine richtige und keine falsche Entscheidung. Beides kann für deine Tochter zur Belastung werden - wenn sie weiterhin fragen stellt und du immer mehr mit den Antworten kämpfst, stellt sie sich vielleicht irgendwann Dinge vor, die schlimmer als die Wahrheit sind (Vergewaltigung oder ähnliches).

    Falls du bei deiner Wahrheit blieben willst, würde ich mir therapeutische Hilfe suchen, damit du besser damit klarkommst - ich glaube auch, dass du mit der tatsächlichen Wahrheit mehr kämpfst, als es deine Tochter tun würde. Vergib dir einfach selbst - du warst jung, du wusstest es nicht und selbst wenn du von etwas wusstest, waren es nicht deine Taten.

    Du hast eine tolle Tochter, bald ein Enkelkind und wenn du nachts nicht schlafen kannst, dann ist es vielleicht an der Zeit, reinen Tisch zu machen und euch zu vertrauen. Ich würde aber auch einplanen, dass deine Tochter dann ev. eine zeitlang auf Abstand geht, nicht wegen der Wahrheit, sondern der jahrelangen Lügen. Die Zeit hat sie sich aber auch verdient und irgendwann wird sie verstehen, warum du es gemacht hast.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    liliengleich vielleicht wäre es ja (später) eine Möglichkeit, die Geschichte aus deiner Warte zu erzählen.
    Wobei ich persönlich die briefliche Form wählen würde.

    - Wie habt ihr -der echte Vater und du- euch kennen gelernt.
    - Was hast du an ihm geliebt? (Oder geglaubt ihn zu kennen)?
    - Was wußtest du zu dem Zeitpunkt des zusammenseins über ihn?
    - Warum hast du dich für das Kind (sie) entschieden?
    - Was liebst du (und dein Partner) an Eigenschaften an deiner Tochter?

    - Was hast du erst später über den Kindvater erfahren/herausgefunden?

    Also den Schwerpunkt auf deine Gefühle sichtweise der Geschichte und der Liebe zu ihr legen.
    Nicht "das Verbrechen" in den Vordergrund stellen.

    Ihr zeigen, das es dir sehr schwer fällt, über dieses Thema zu reden.
    Aber versuchen für Fragen, nach deinen Möglichkeiten (und vielleicht Bedenkzeiten zur Antwort) zu Verfügung zu stehen.
    Hilfestellen aufzeigen, um mit den neuen Wissen umzugehen /einzuordnen.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Danke an Euch alle für die vielfältigen Meinungen und Beiträge !

    Ich bin derzeit nicht in der Lage auf jede Antwort einzugehen,
    werde das aber versuchen. Es ist sehr wertvoll das ganze Problem
    aus verschiedenen und neutralen Positionen zu beleuchten, ich habe
    inzwischen den totalen Tunnelblick.
    Eines stimmt besonders: mein Titel ist schlecht gewählt.
    Ich habe den Erzeuger meiner Tochter als sympathischen, witzigen,
    "hübschen" und auch einfühlsamen Mann kennen gelernt, er tat
    mir nie weh, es gab keine Gewalt. Bis dahin hatte ich auch nur einen
    Freund gehabt, mit dem war alles nicht besonders positiv gelaufen.
    Da war mein neuer Freund ganz anders im Vergleich, viel erfahrener
    in allem. Das Wort "Monster" ist also unglücklich gewählt und als
    solchen würde ich ihn gegenüber meiner Tochter nie bezeichnen.

    Zur Zeit geht es mir derart mies, dass ich nur mit einem starken pflanz-
    lichen Beruhigungsmittel meinen Alltag bewältigen kann. Auch meine
    Kollegen merken das etwas nicht stimmt, fragen nach. Das ist zwar lieb
    gemeint aber sinnlos momentan.
    Im vergangenen Jahr war ich, durch ständig neue Infos zu besagtem
    Mann, permanent mit dem Thema konfrontiert. Manchmal könnte
    ich vor Wut laut schreien, auch wenn diese Wut den Verursacher nicht
    mehr treffen kann.
    Nun ist auch mein Schwiegersohn dauernd im Netz unterwegs, um den
    biol. Vater ausfindig zu machen. Er will seine Frau damit überraschen,
    lieb gemeint, aber sehr belastend.
    Man darf einfach nicht vergessen, das Hier und Jetzt und unser bisheri-
    ges Leben als Familie im Vordergrund zu sehen, das diese Vergangen-
    heit mal so belastend neu auftauchen könnte, nie hätte ich das für mög-
    lich gehalten.

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von liliengleich1709 Beitrag anzeigen
    Nun ist auch mein Schwiegersohn dauernd im Netz unterwegs, um den
    biol. Vater ausfindig zu machen. Er will seine Frau damit überraschen,
    lieb gemeint, aber sehr belastend.
    Oh je, das ist ja eine ganz neue Info und zeigt, wie wichtig das Thema für beide wohl ist.

    In der Familie meines Ex-Partners habe ich einen Fall mitbekommen, wo ein Geheimnis eine Familie stark belastet hat.
    Inhaltlich ganz anders als bei Dir, es ging um einen Suizid, vor allem in der damaligen Zeit, auch ein Tabuthema.
    Das was die Familie belastet hat war aber nicht insbesonders das Geschehene, sondern vielmehr das Geheimnis. Einige in der Familie wussten, andere nicht.
    Und das hat die Menschen viel mehr getrennt, ein gemeinsames Verstehen verhindert.
    Als es dann doch irgendwann raus kam, war es befreiend, manche Verhaltensweisen erklärten sich auf einmal die vorher etwas schräg erschienen, und mehr.
    Gleichzeitig war das blödeste eigentlich, dass über Jahre geschwiegen worden war....
    Letztlich hat es der Familie aber gut getan offen zu reden- allen Beteiligten.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    liliengleich
    Also stehst du zusätzlich unter Druck, wer schneller mit der Wahrheit heraus rückt / findet.
    Du oder dein Schwiegersohn.

    Abgesehen davon, das dich persönlich die Geschichte sehr belastet und du -speziell für dich- vielleicht helfende Gespräche in Anspruch nehmen solltest....

    Denke ich, wäre es besser für deine Tochter - durch deine gesteuerten Worte - von ihrem Vater zu erfahren. Als durch reißerrische Zeitungberichte.

    Vielleicht besteht ja für dich diese Möglichkeit:
    Spreche mit deiner Tochter.
    Sage ihr, das du ihren Wunsch / Gefühle verstehst, mehr zu erfahren.
    Das du mit ihr darüber reden wirst. Aber selber noch etwas Zeit brauchst. Da es auch für dich ein sensibles Thema ist.

    Bitte den Schwiegersohn bis dahin die Suche einzustellen.

    Zu mindestens ist das Thema Vater für deine Tochter so enorm wichtig, das sie sich auch ohne deine unterstützende Wirkung auf die suche macht.
    Daran kannst du erkennen, das dieses Thema sehr schwer für sie wiegt.

    ...Du kannst nun nur noch steuern, von welcher Seite sie die Infos erhält.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Irgendwie verstehe ich das nicht...

    Wie soll denn der Schwiegersohn etwas herausfinden, wenn er den richtigen Namen nicht kennt?

    Da kann er sich ja totsuchen.

  10. gesperrt

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    rein rechtlich hat jedes Kind ( egal wie alt es ist ) Anspruch darauf zu erfahren wer sein Vater ist. Es gab auch schon höchst richterliche Urteile, wenn die Kinder aus der Samenbank stammen dass sie ein Auskunftsrecht darauf haben
    Und im Fall der TE weiß die Mutter ja wer der Vater ist.
    Kaeme es im Fall der TE zu einem Gerichtsverfahren, dass die Tochter klagt, von ihrer Mutter zu erfahren wer ihr Vater ist würde sie garantiert Recht bekommen. Ein Recht auf die Wahrheit ihrer Mutter von dieser zu erfahren, wer der biologische Vater ist.
    Und dann wird die Mutter gefoltert und muss den Namen preisgeben.
    Eher doch wohl nicht.

    Dieses "Recht" der Tochter ist niemals vollstreckbar, wenn die Mutter es nicht möchte, sagt sie es eben nicht. Dann hat die Tochter weder Vater noch Mutter.

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