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  1. Moderation

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Man kann viel diskutieren und durchspielen, im Endeffekt ist und bleibt es doch eine ganz persönliche Entscheidung mit unbekanntem Ausgang.
    Manche juckt's nicht, andere leiden unter fehlender Information in ihrer Familiengeschichte. Oder unter der Wahrheit, wenn sie sie kennen.

    Aber dieser Strang hat mich angestupst, doch bald endlich mal das Buch zu lesen, das ich schon seit einiger Zeit im Regal stehen habe.
    Enkelin von Amon Goth:
    "Mein Grossvater haette mich erschossen" - Kultur-Nachrichten - Augsburger Allgemeine
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  2. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Nicht verwunderlich, würde jeder! Wenn er vom Großvater gewußt hätte, hätte er sich vermutlich auf „ich kann ja nix dafür“ zurückgezogen... oder „kann man ja nichts machen“, weil er davon ausgegangen wäre, daß es „in ihm liegt“.
    Das ist Deine Interpretation. Wenn ich es andersrum behaupte, wäre es nicht weniger richtig.

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Vollkommen irrelevant! Er hat ein Agressionsproblem, weil man versucht hat, ihm auch den normalen Umgang mit Aggressionen abzutrainieren, ihn da vielleicht sogar mißhandelt hat.

    Das ist der Auslöser, aber das Thema hätte den guter Therapeut auch geklärt bekommen, OHNE daß das Familiengeheimnis ein Thema wäre - die Ursache der Störung ist es nicht.
    Jemand mit Agressionsproblemen sollte nun mal generell zum Therapeuten, da braucht es nicht das aufdecken eines „großen Geheimnisses“. !!
    Da wäre ich mir nicht so sicher. Mir leuchtet eher ein, dass ein Therapeut mit dem Hintergrundwissen gezielt ansetzen kann und damit ein Therapieerfolg wahrscheinlicher ist.
    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Und zur Therapie seines Problems ist auch nicht die „Aufarbeitung des Familiengeheimnisses“ essentiell, sondern das Klären des anerzogenen falschen Umgangs mit Agression.
    Nicht nur, es geht auch um das Verstehen, warum bin ich so erzogen worden.
    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil, diese Erziehung verknüpft mit „der Wahrheit“, hätte den Mann vermutlich ganz in „Hoffnungslosigkeit“ oder ganz übles Ausagieren der Aggression laufen lassen („liegt ja in mir“).
    Hier war es vermutlich sogar seine Rettung, daß er es erst [U]als Erwachsener[/U erfuhr, und die Entscheidung zur Therapie treffen konnte, bevor „das Wissen“ weitere üble Dinge mit seinem Unterbewußtsein veranstaltet hat.
    .. wieder reine Hypothese und sehr konstruiert

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Der Großvater hat ziemlich sicher nichts mit der Anomalie zu tun, sondern die „Erziehung“ durch die Familie hat sie produziert!
    Indirekt aber durch den Großvater.
    Dem Autor ging es eher darum aufzuzeigen, wie sich ein Trauma über eine Generation hinweg fortpflanzt.
    Als Beispiel für die Diskussion ob Wahrheit oder nicht, taugt die Geschichte weniger. Ich kann jedenfalls keine starkes Argument finden, das gegen die Wahrheit spricht.
    Allenfalls, wenn die Familie von den Schandtaten des Großvates nichts gewußt hätte. Da wird es dann aber wieder rein hypothetisch und weicht ab von unserem Strangbeispiel.

    Diesen Absatz im GEO Interview aus dem Link finde ich aufschlussreich:

    "Wenn beispielsweise Kinder spüren, dass es Themen gibt, an die besser nicht gerührt wird, stellen sie oft auch keine Fragen. Weil sie das, was die Eltern vorleben und vorschreiben, erst einmal für normal halten und nicht in Zweifel ziehen. Außerdem bringt uns als Kind, aber auch noch als Erwachsener, die Loyalität – also dieses besondere Treuebündnis aus Liebe, Dankbarkeit und Gehorsam – dazu, dass wir uns oft sehr lang an die „Gesetze“ unserer Familie halten. Selbst wenn wir ahnen, dass sie nicht richtig sein können. Es ist für einen Menschen eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben, sich langsam und bewusst aus der Abhängigkeit und einer zu starken Loyalität zu lösen, um so wirklich erwachsen zu werden. Aber nicht jede Familie ist mit dieser Ablösung einverstanden, weil jede individuelle Entwicklung die Regeln der Sippe und somit ihren Zusammenhalt zu bedrohen scheint."

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Folgen? Und was wären demzufolge Folgen, die man sieht?

    Man kann echt aus allem ein Problem machen, wenn man nur gründlich sucht.
    Die meisten fangen erst an zu suchen, wenn ein schwerwiegendes Ereignis ihr Leben verändert und sie sich nicht erklären können, warum was schief gelaufen ist.
    Andere tun es nicht und wundern sich, wenn sich ihre Geschichte wiederholt.

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die meisten fangen erst an zu suchen, wenn ein schwerwiegendes Ereignis ihr Leben verändert und sie sich nicht erklären können, warum was schief gelaufen ist.
    Andere tun es nicht und wundern sich, wenn sich ihre Geschichte wiederholt.
    Na klar, anderen die Schuld geben, ist am einfachsten.

  5. User Info Menu

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Ich hab den Geo Artikel gelesen.
    Angenommen, ich habe jüdische Vorfahren und bin aus mir unerfindlichen Gründen nicht in der Lage, mich in einer Schlange nach Essen anzustellen.

    Was genau bringt mir nun das Wissen um Details aus einem Konzentrationslager?

    Ich arbeite Vollzeit und würde mittags sehr gerne mit den Kollegen in die Kantine. Also wende ich mich an einen Verhaltenstherapeuten...er leitet mich an und ich lerne durch Üben, dass eine Warteschlange ungefährlich ist. Am Ende liegt mein Fokus auf dem angenehmen Aspekt, lecker Essen und Kontakt mit netten Kollegen.

    Mit dem Wissen um den systemischen Hintergrund würde bei mir erst recht Panik in einer Warteschlange nach Mittagessen entstehen.
    27.7.2020

  6. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na klar, anderen die Schuld geben, ist am einfachsten.
    Hä ??

    Wem gebe ich welche Schuld?
    Liest Du auch oder haust Du einfach nur was raus?

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die meisten fangen erst an zu suchen, wenn ein schwerwiegendes Ereignis ihr Leben verändert und sie sich nicht erklären können, warum was schief gelaufen ist.
    Andere tun es nicht und wundern sich, wenn sich ihre Geschichte wiederholt.
    Das liest sich nach Schuldzuweisung.
    Wenn mich ein traumatisches Ereignis in meinem Leben ereilt, muß ich in der Vergangenheit suchen.

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das liest sich nach Schuldzuweisung.
    Wo habe ich was von Schuldzuweisung geschrieben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn mich ein traumatisches Ereignis in meinem Leben ereilt, muß ich in der Vergangenheit suchen.
    Wenn Du nicht nur Symptome behandelst, sondern an die Ursachen, an den Auslöser Deiner neurotischen Verhaltensmuster, Phobien und was es alles gibt ranwillst, dann sucht ein Therapeut in Deiner Vergangenheit.

    @ Ivonne
    Bei Deinem Beispiel behandelt Dein Verhaltenstherapeut nur das Symptom. Das heisst aber nicht, dass diese Phobie nicht an anderer Stelle wieder auftaucht.
    Und ja, es könnte mit Deiner Geschichte zusammenhängen, wie Du daraufhin erzogen wurdest, etc.. In dem anderen Beispiel waren es Aggressionen, bei Dir ist es eine Phobie.
    Wie kommst Du denn darauf, dass Du erst recht Panik hättest, wenn...?

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    @HAPPYpur: Das war nur ein Beispiel, wie in dem Artikel genannt. Ich hab diese Phobie nicht.
    Ich bekomme aber schon als Nichtbetroffener Beklemmungen, wenn ich mir die Zustände in einem Konzentrationslager nur vorstelle.

    Weshalb sollte diese Phobie an anderer Stelle wieder auftreten, wenn es mein einziges Problem ist? Was genau würde mir das Wissen nützen, dass die Ängste nicht meine sind?

    Anderes reales Beispiel: Vom Vater wurde eine Überempfindlichkeit/ besondere Sensibilität gegenüber Flugzeuggeräuschen übernommen. Der Mann weiß genau, woher er diese Überempfindlichkeit hat (vom Vater, 2. Weltkrieg) sie ist aber trotzdem vorhanden.
    27.7.2020

  10. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    @HAPPYpur: Das war nur ein Beispiel, wie in dem Artikel genannt. Ich hab diese Phobie nicht.
    Ich bekomme aber schon als Nichtbetroffener Beklemmungen, wenn ich mir die Zustände in einem Konzentrationslager nur vorstelle.

    Weshalb sollte diese Phobie an anderer Stelle wieder auftreten, wenn es mein einziges Problem ist? Was genau würde mir das Wissen nützen, dass die Ängste nicht meine sind?

    Anderes reales Beispiel: Vom Vater wurde eine Überempfindlichkeit/ besondere Sensibilität gegenüber Flugzeuggeräuschen übernommen. Der Mann weiß genau, woher er diese Überempfindlichkeit hat (vom Vater, 2. Weltkrieg) sie ist aber trotzdem vorhanden.
    Du fragst mich hier nach detaillierten Therapiemassnahmen. Das weiss ich nicht, das kann Dir nur ein Experte beantworten.

    Aber es scheint mir plausibel, dass ein Therapeut besser arbeiten kann, je mehr Informationen er hat.
    So, und jetzt gehe ich noch ein wenig Skifahren. Bis denne

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