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  1. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Nur im Biblischen Sinne... „Gegen Deinen Nächsten“.
    Sich selbst braucht man nicht belasten...
    Es geht überhaupt nicht mehr um Bibel, Kirchenphilosophie, Gesetze ...
    Wir sind uns doch einig, dass damit nichts zu klären ist.

  2. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Nunja, wer sagt, dass der biologische ihr "Vater" ist. Sie ist zwar interessiert, aber der Papa für alle Lebenslagen ist doch der angeheiratete Vater.

    Ich hab die Geschichte hier meiner vom Stiefvater adoptieren Freundin erzählt. Deren biologischer Vater gehört altem Sozialamtsadel an und verbringt viel Zeit wegen Gaunereien im Kittchen, keine Schwerverbrechen. Zudem hat sie von ihm eine große Schar Halbgeschwister.
    Er hat sich verpi... als sie ein paar Tage alt war. Kurz darauf kam der Stiefvater in die Familie, der bioVater war fortan kein Thema mehr. In der Zeit der Familiengründung kam das Thema bioVater wieder auf. Sie hat ihn kontaktiert, einen Teil der Geschwister kennen gelernt, für sich befunden, dass da ein paar nette Menschen und ein paar unnette bei sind. Damit war ihre Neugier befriedigt. Ein paar lose Enden haben sich zusammen gefügt.
    Die Schandtaten des bioVaters sind ihr schnuppe, sie hat sich ihrer Familie zugewandt und einen Halbbruder als Freund gewonnen. Sie arbeiten im selben Konzern und waren sich vorher schon sympathisch, ohne zu wissen, dass sie den gleichen exVater haben, er hatte auch das Glück eines guten Stiefvaters.
    Und sie hat durch das Kennenlernen auch verstanden, was ihre damals auch blutjunge Mutter und viele andere Frauen auf ihn hat hereinfallen lassen. Ich glaube, das ist sogar die wertvollste Erkenntnis. Nicht "Mutter ist zu doof mir einen vernünftigen Vater auszusuchen".

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Nun, DU ziehst an den polemischen Haaren herbei, daß das Nichtwissen um Geschehnisse psychische Schäden hervorruft!
    Es erscheint mir einfach unwahrscheinlich, daß das so ist.
    Was man nicht wriß, macht einen nicht nervös.
    Dann muss es heissen: Was DU nicht weißt, macht DICH nicht heiß


    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Hast Du für diese „Schaden“-These auch mehr Nachweise als das, was von der „Cousine der Tante der Nachbarin“ erzählt wird?
    Wissenschaftliche Nachweise statt subjektiver Einzelfallberichte?
    Ja, gibt es, in Hülle und Fülle.
    Ist mir zu spät jetzt, Dir die Links vorzugoogeln. Wenn Du Dich dafür ernsthaft interessierst, findest Du ganz viel und schnell im Netz

  4. gesperrt

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von _Beate_ Beitrag anzeigen
    [...] Jede psychische Erfahrung, die nicht verarbeitet werden konnte, wird sich im Leben der nächsten Generation widerspiegeln. Das können Kriegserlebnisse sein, Flucht und Migration, Verbrechen, Gewalt, schwere Ungerechtigkeiten, Schuld und Scham. [...]

    Familie: Die dunklen Seiten der Vergangenheit - [GEO]
    Nach Lesen des Artikels bin ich mir sehr sicher, daß die gezogenen Schlüsse, daß die „Geheimnisse“ an den Problemen der Nachkomnen schuld sind, total falsch sind
    Zum Beispiel der Mann mit Aggressionsstörung (der einen bestialischen Mörder zum Großvater hatte). Dem hat die Familie jegliches auch nur ansatzweise Aggressive Verhalten abzutrainieren versucht.
    DAS ist die Ursache seiner Probleme. Nicht das Geheimnis!
    Und in den übrigen Beispielen ist es ähnlich.

    Also hängt es davon ab, ob die „Wissenden“ eben sinnvoll mit dem Wissen umgehen, und nicht davon, ob die „Unwissenden“ alles erfahren.
    Geändert von Sacrebleu (22.01.2019 um 00:36 Uhr)

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Ich verfolge diesen Strang von Anfang an. Es sind viele gute Vorschlaege gemacht worden, und ich moechte jetzt nichts wiederholen, aber es ist keine einfache Entscheidung. Alles Gute fuer Dich, lilliengleich.

    Zu mir: Ich suche, seit ich denken kann, nach meinem Grossvater. Das heisst, er ist natuerlich schon lange nicht mehr am Leben, aber ich versuche herauszufinden, wer er war. Das heisst, auch wenn man im Falle der TE nicht weiss, wie das noch nicht geborene Enkelkind mal darauf reagieren wird, nicht zu wissen, wer der Opa war, ich habe die Luecke immer irgendwie gespuert. Nicht so sehr, den konkreten Menschen nicht praesent zu haben, sondern nicht zu wissen, wer es war, wo dieser konkrete Familienzweig herkam, was dass fuer Leute waren, usw.

    Meine Mutter hat nur wenige Anhaltspunkte (jedoch mehr als die Tochter der TE) und meine Grossmutter verstarb, als ich noch klein war. Es ist eine abenteuerliche Geschichte aus dem letzten Weltkrieg, die meine Mutter nie angezweifelt hat. Allerdings, ich finde keine Daten und habe nie welche gefunden. Einen anderen entfernten Verwandten konnte ich aufspueren, dank der Datenbank der Kriegsgraeberfuersoge, und es war troestlich, ueber ihn zu lesen, sein Geburtsdatum, die Umstaende seines Todes usw.

    Nach Lesen dieses Stranges kam mir letztes Wochenende zum ersten Mal der Verdacht, dass bezueglich der Geschichte meines Grossvaters alles konstruiert und "erlogen" sein koennte. Dass nichts stimmt, oder zumindest die Eckdaten, die nachpruefbar sein muessten, nicht. Alles faellt in die Nazizeit und es geht um ein unehelich gezeugtes Kind, warum sollte meine Oma nicht vertuscht haben ... und eine interessante Geschichte erfunden, um die Neugier ihrer Tochter zu befriedigen. Nun ist meine Mutter zu alt, und sie sagt selbst, es interessiert sie micht mehr. Aber es interessiert mich! Es ist so ein fehlendes Stueck ...

    Vogelweide

  6. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Aha?
    Nun, DU ziehst an den polemischen Haaren herbei, daß das Nichtwissen um Geschehnisse psychische Schäden hervorruft!
    Kannst Du mir erklären, wo ich polemisch argumentiere?
    Ich wüsste es gern, weil ich finde, dass Polemik in der Diskussion keinen Platz haben sollte.
    Polemik ist ein "schwaches" Argument. Ich will starke Argumente, so oder so.

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Nach Lesen des Artikels bin ich mir sehr sicher, daß die gezogenen Schlüsse, daß die „Geheimnisse“ an den Problemen der Nachkomnen schuld sind, total falsch sind
    Du liest zu schnell und selectiv und passt es Deiner Sichtweise an.


    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel der Mann mit Aggressionsstörung (der einen bestialischen Mörder zum Großvater hatte). Dem hat die Familie jegliches auch nur ansatzweise Aggressive Verhalten abzutrainieren versucht.
    DAS ist die Ursache seiner Probleme. Nicht das Geheimnis!
    Und in den übrigen Beispielen ist es ähnlich.
    Die Ursache ist zunächst der Großvater, der verursacht die Angst in der Familie, worauf die antiaggressiv erzieht und damit Probleme beim Klienten verursacht und er wundert sich über seine Aggressionen, weiss erstmal von nix.
    Erst als sie es ihm sagen, DIE WAHRHEIT, geht er mit seinen Problemen zum Therapeuten.


    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Also hängt es davon ab, ob die „Wissenden“ eben sinnvoll mit dem Wissen umgehen, und nicht davon, ob die „Unwissenden“ alles erfahren.
    Wie sinnvoll die Wissenden mit dem Wissen umgehen ist nicht vorhersehbar, es gibt keine Regel dafür.
    Entscheidend in diesem Beispiel ist, dass der Klient die Wahrheit erfährt und damit seine Anomalie versteht und behandelt.

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vertrauen ist noch der augenscheinlichste Bruch, auch wenn das bei Dir nicht der Fall war.
    Viel schwerwiegender sind die Folgen, die man nicht sieht.
    Welche Folgen? Und was wären demzufolge Folgen, die man sieht?

    Man kann echt aus allem ein Problem machen, wenn man nur gründlich sucht.

  9. gesperrt

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du liest zu schnell und selectiv und passt es Deiner Sichtweise an.
    Ich lese was da steht, und interpretiere nicht meine Wahrheit drumherum.

    Die Ursache ist zunächst der Großvater, der verursacht die Angst in der Familie,
    Der Großvater ist der Grund für das Verhalten der Familie:
    worauf die antiaggressiv erzieht
    Ergebnis ist, Wie Du selbst schreibst:
    und damit Probleme beim Klienten verursacht
    Die Familie produzierte das Problem!

    und er wundert sich über seine Aggressionen,
    Nicht verwunderlich, würde jeder! Wenn er vom Großvater gewußt hätte, hätte er sich vermutlich auf „ich kann ja nix dafür“ zurückgezogen... oder „kann man ja nichts machen“, weil er davon ausgegangen wäre, daß es „in ihm liegt“.

    weiss erstmal von nix.
    Vollkommen irrelevant! Er hat ein Agressionsproblem, weil man versucht hat, ihm auch den normalen Umgang mit Aggressionen abzutrainieren, ihn da vielleicht sogar mißhandelt hat.
    Erst als sie es ihm sagen, DIE WAHRHEIT, geht er mit seinen Problemen zum Therapeuten.
    Das ist der Auslöser, aber das Thema hätte den guter Therapeut auch geklärt bekommen, OHNE daß das Familiengeheimnis ein Thema wäre - die Ursache der Störung ist es nicht.
    Jemand mit Agressionsproblemen sollte nun mal generell zum Therapeuten, da braucht es nicht das aufdecken eines „großen Geheimnisses“. !!

    Und zur Therapie seines Problems ist auch nicht die „Aufarbeitung des Familiengeheimnisses“ essentiell, sondern das Klären des anerzogenen falschen Umgangs mit Agression.

    Im Gegenteil, diese Erziehung verknüpft mit „der Wahrheit“, hätte den Mann vermutlich ganz in „Hoffnungslosigkeit“ oder ganz übles Ausagieren der Aggression laufen lassen („liegt ja in mir“).
    Hier war es vermutlich sogar seine Rettung, daß er es erst [U]als Erwachsener[/U erfuhr, und die Entscheidung zur Therapie treffen konnte, bevor „das Wissen“ weitere üble Dinge mit seinem Unterbewußtsein veranstaltet hat.

    Wie sinnvoll die Wissenden mit dem Wissen umgehen ist nicht vorhersehbar, es gibt keine Regel dafür.
    Natürlich gibt es keine Regel, es ist deren Verantwortung. Die Erwachsenen hier haben es „übertrieben“!
    Entscheidend in diesem Beispiel ist, dass der Klient die Wahrheit erfährt
    Nein! Das ist der Auslöser für die Therapeutensuche, zwar ganz nett als Geschichte, aber nicht grundsätzlich erforderlich - ein „Geh endlich zum Therapeuten, oder ich lass mich scheiden“ oder sowas hätre das genauso auslösen können.
    und damit seine Anomalie versteht und behandelt.
    Der Großvater hat ziemlich sicher nichts mit der Anomalie zu tun, sondern die „Erziehung“ durch die Familie hat sie produziert!
    Geändert von Sacrebleu (22.01.2019 um 08:09 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Vogelweide Beitrag anzeigen
    ich habe die Luecke immer irgendwie gespuert. Nicht so sehr, den konkreten Menschen nicht praesent zu haben, sondern nicht zu wissen, wer es war, wo dieser konkrete Familienzweig herkam, was dass fuer Leute waren, usw.
    Es gibt auch in meiner Vergangenheit Menschen, die nicht „präsent“ sind. Das schürt meine Neugier, hat es auch als Kind. Das hindert mich aber nicht daran, ein zufriedener Mensch in meinem Leben zu sein?

    Es ist eine abenteuerliche Geschichte aus dem letzten Weltkrieg, die meine Mutter nie angezweifelt hat. Allerdings, ich finde keine Daten und habe nie welche gefunden.
    Der direkt Betroffenen geht es also gut mit der Situation!

    Einen anderen entfernten Verwandten konnte ich aufspueren, dank der Datenbank der Kriegsgraeberfuersoge, und es war troestlich, ueber ihn zu lesen, sein Geburtsdatum, die Umstaende seines Todes usw.
    Wieso war das Wissen über jemand, den Du garnicht kanntest, für Dich tröstlich?

    Nach Lesen dieses Stranges kam mir letztes Wochenende zum ersten Mal der Verdacht, dass bezueglich der Geschichte meines Grossvaters alles konstruiert und "erlogen" sein koennte. Dass nichts stimmt, oder zumindest die Eckdaten, die nachpruefbar sein muessten, nicht. Alles faellt in die Nazizeit und es geht um ein unehelich gezeugtes Kind, warum sollte meine Oma nicht vertuscht haben ...
    Eventuell war es essentiell, daß sie es vertuscht hat, sonst hätten Oma und Kind damals nicht überlebt?
    und eine interessante Geschichte erfunden, um die Neugier ihrer Tochter zu befriedigen.
    Auch möglich.
    Nun ist meine Mutter zu alt, und sie sagt selbst, es interessiert sie micht mehr. Aber es interessiert mich! Es ist so ein fehlendes Stueck ...
    Das Dich nicht berücken braucht, Dein Leben ist so vollständig, wie es ist.
    Mir fehlt seit dem Tod meiner Großmutter die „Brücke in die Vergangenheit“, sie kannte die ganzen Familiengeschichten, die ich auch spannend finde, nun kann ich sie nicht mehr fragen, wie irgendwas war!
    Aber das ist nunmal so!
    Hier gibt es eben kein „großes Geheimnis“, sondern nur eine „nicht mehr existente Informationsquelle“, und damit eben auch „fehlende Stücke“.
    Aber so ist das Leben. Das gehört (leider) dazu, nicht alles zu wissen.
    Aber wie man mit Wissen umgeht, das einen selbst betrifft, ist die Entscheidung des Wissenden.
    Ausnahme: das Nicht-Wissen schadet dem Nichtwissenden definitiv (Stammzellenspender gesucht, oder größerer Erbfall oder so etwas).
    „Nicht-Wissen schadet garantiert“ ist eine Hypothese, keine Tatsache!

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