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  1. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Promethea - der letzte Stand im Thread war doch, dass sie in einer Weile mit der Tochter reden möchte?

  2. Moderation

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Das hält uns ja nicht vom Diskutieren ab.

    Aber eigentlich hast du Recht, eigentlich sollten wir hier die Diskussion stoppen, bis die TE sich in ein paar Wochen oder Monaten wirder meldet.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Ich möchte und kann keinen Rat geben, wie die TE sich verhalten soll. Generell bin ich für Wahrhaftigkeit, und ich verstehe auch die Beweggründe für die Lügen/das Verschweigen.

    In meiner Verwandtschaft gibt es verschiedene Situationen bzgl. unklarer Herkunft, die auch ganz unterschiedlich gehandhabt werden bzw. wurden.

    a) Fall Adoption. Es ist bekannt, dass A adoptiert wurde. Er selbst weiß es auch seit er Kind ist (ich weiß nicht genau, in welchem Alter er adoptiert wurde und wann er es erzählt bekam). Ihm liegt seine Geburtsurkunde mit den leiblichen Eltern vor - und er hat keinerlei Interesse daran, sich mit seiner biologischen Familie zu befassen. Seine Adoptiveltern sind inzwischen verstorben, also kann es auch nicht daran liegen, dass er sie nicht verletzen möchte.

    b) Biologischer Vater ist Kriegsgefangener. B wurde von seiner Großmutter aufgezogen, da die Mutter kurz nach der Geburt komplett verschwunden ist. B. hielt die Großmutter viele Jahre für seine leibliche Mutter. Dies wurde über alle Jahre als großes Familiengeheimnis verschwiegen. Dies war meine Elterngeneration. Erst in unserer Generation fingen die Abkömmlinge als Erwachsene an, darüber offen zu sprechen und für unsere Kinder ist es kein Geheimnis mehr. Sie können mit der Info nicht viel anfangen (B. ist relativ jung gestorben), aber manchmal kommt die Frage: Wie war das nochmal mit B.? Gerade wenn in der Schule im Geschichtsunterricht diese Zeit besprochen wird. Ich finde es gut, dass sie jetzt so unbefangen fragen können und es ihnen so unwichtig ist, dass sie es dann wieder vergessen. In der Generation von B. und in meiner Generation als Kind/Jungendliche war es ein Eiertanz. Man machte eine unbedachte Bemerkung - und jemand brach in Tränen aus, schrie einen an oder verließ den Raum. Ich will da niemandem einen Vorwurf machen, diese Generation war auch ein Produkt ihrer Zeit.

    Warum ich das schreibe, weiß ich nicht so richtig - für mich sind es einfach zwei Beispiele, wie mit dem Thema 'Biologische Abstammung' in meiner Verwandtschaft umgegangen wurde.

    Liebe TE - ich kann Dir nur wünschen, dass Du für Dich erstmal Ruhe bekommst und dann den Weg gehst, den Du für den besten hältst. Denke liebevoll und zärtlich an das 19jährige Mädchen, das sich verliebt hat. Nimm das Mädchen in den Arm und tröste es, dass es sich in einen Mann verliebt hat, der so negative Seiten hat(te). Gratuliere ihr dazu, dass sie ihr Kind bekommen hat und sich der Aufgabe als blutjunge Frau gestellt hat, alleinerziehend zu werden. Beglückwünsche sie dazu, dass sie trotz ihrer negativen Erfahrungen eine liebevolle Partnerschaft mit einem anderen Mann aufbauen konnte und dass sie und ihr Mann dem Kind ein zu Hause geben konnten, das den Namen verdient.

    Sei stolz auf das, was Du geschafft hast.

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Aber eigentlich hast du Recht, eigentlich sollten wir hier die Diskussion stoppen, bis die TE sich in ein paar Wochen oder Monaten wirder meldet.
    ... und wenn sie sich nicht mehr meldet?
    Ich würde es wirklich schade finden, dieses Thema zu stoppen.

    Die Tiefe, mit der dieses Thema behandelt wurde, alle Pro- und Contra Argumente haben dazu geführt, dass ich mich meiner Geheimnisse wieder erinnere, die ich meinen Kindern vorenthalten habe.
    Womit sich für mich auch die Frage stellt, wann und wie sage ich es meinen Kindern.

    Dass ich es ihnen sage, hat sich nicht nur mit den wuchtigen, eindrucksvollen Pro Beiträgen festgesetzt, sondern ebenso Bestätigung durch die m. M. schwachen Argumente bekommen, die gegen die Wahrheit sprechen, die aber genau deshalb NICHT weniger wichtig sind.

    ... und ich bin immer noch ganz Ohr für sowohl - alsauch.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    @HAPPYpur: Mich würde interessieren, weshalb du die gegen-die-Wahrheit-Argumente als schwach wahrnimmst. Magst du dazu etwas schreiben?

    Ich hätte schwören können, dass du eine Tochter bist, der Wahrheit vorenthalten wurde.

    Genauso wenig wie Eltern alles erfahren müssen brauchen eigene Kinder alles wissen aus der Jugendzeit der Eltern. Von meinem mittlerweile erwachsenen Kind weiß ich auch nicht alles aus seiner Jugend und frag auch nicht. Es geht mich nichts an, ganz einfach. Entweder er hat erzählt oder nicht. Er hat viel erzählt, aber mit Sicherheit nicht alles. Manches kommt erst nach Jaaahren mit einem Schmunzeln zur Sprache.

    Es stellt sich die interessante Frage, was überhaupt ein Geheimnis ist.
    27.7.2020

  6. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    @HAPPYpur: Mich würde interessieren, weshalb du die gegen-die-Wahrheit-Argumente als schwach wahrnimmst. Magst du dazu etwas schreiben?
    Weil ich anfangs neutral war und bei mir auch noch keine Erinnerungen da waren, ich aber von dem Thema gewaltig angezogen wurde, tendenziell für die Wahrheit, aber nur reines Bauchgefühl.
    Die Erinnerungen kamen erst nach und nach, mit den "wuchtigen Beiträgen", wodurch auch meine Ungeheuer geweckt wurden und ich mir selbst die Frage stellen konnte, sag ich es ihnen oder nicht.
    Hätten mich Gegenargumente überzeugt, wäre ich gar nicht soweit gekommen.

    Ich hätte schwören können, dass du eine Tochter bist, der Wahrheit vorenthalten wurde.
    Nein, ich bin der Sohn eines Vaters, der mir Wahrheiten mitteilte und mit denen ich viel anfangen konnte, zu wissen, wer ich bin. Ich bin der Sohn einer Mutter, die das nicht tat und wo ich das Gefühl habe, dass mir was abgeht, auch wenn ich Dir nicht sagen kann, was.

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Genauso wenig wie Eltern alles erfahren müssen brauchen eigene Kinder alles wissen aus der Jugendzeit der Eltern. Von meinem mittlerweile erwachsenen Kind weiß ich auch nicht alles aus seiner Jugend und frag auch nicht. Es geht mich nichts an, ganz einfach. Entweder er hat erzählt oder nicht. Er hat viel erzählt, aber mit Sicherheit nicht alles. Manches kommt erst nach Jaaahren mit einem Schmunzeln zur Sprache.

    Es stellt sich die interessante Frage, was überhaupt ein Geheimnis ist.
    Da sind wir doch wieder ganz beim Thema, wo es interessant bleibt.
    Wie unterscheide ich Banales von Wichtigem? Was beeinflußt meine Kinder, wodurch wurde ich beeinflußt von dem, was ich nicht weiss.
    Was macht mich unvollständiger mit dem, was ich weiss.
    Warum verhalte ich mich so oder so, obwohl es mir schadet, ich aber nicht weiß, warum ich es tue.
    Könnte ich es abstellen, wenn ich mehr über meine Eltern wüßte?
    Ich habe das Gefühl, JA.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    @HAPPYpur: Danke für deine Antwort. So ganz falsch lag ich nicht. Dir fehlt eine Antwort deiner Mutter.

    Es bleibt spannend. Wichtig ist immer, finde ich, offen zu bleiben für die Wahrheit, ob man sie sofort weitererzählt oder nicht. Früher wurde großteils nur vertuscht meiner Wahrnehmung und leider auch Erfahrung nach. Es wurde verdrängt und abgestritten auf Teufel komm raus.

    Bleibt man offen, kann man wenigstens mit sich selber oder wie hier im Forum im Dialog bleiben. Diese Offenheit und Ehrlichkeit färbt auf die nächste Generation ab, auch wenn nicht zu 100% immer alles erzählt wird.

    Was das eigene Verhalten anbelangt: Das sind meistens erlernte oder abgeguckte Muster. Nichts Unbewusstes....

    Die Mutter hatte, banales Beispiel, als Strategie für sich entwickelt, zuviel Alkohol zu trinken, um ein schlimmes Erlebnis zu verdrängen. Wird das Kind zum Alkoholiker, hat es sich - sehr vereinfacht ausgedrückt - von der Mutter das irgendwann mal abgeguckt. Das Wissen um einen evtl. Missbrauch der Mutter durch (Onkel, Vater oder Nachbarn) ist dabei mMn völlig irrelevant.

    Es geht immer um die weitergegebenen und ungesunden Copingstrategien.

    Ehrlichkeit wäre in meinem Beispiel, dass die Mutter ihr Alkoholproblem einräumt, zugibt, bearbeitet und nicht als "normal" hinstellt oder mit zuviel Stress oder schlimmstenfalls damit begründet, weil die Familie sie so sehr ärgert.
    27.7.2020

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    @HAPPYpur: Danke für deine Antwort. So ganz falsch lag ich nicht. Dir fehlt eine Antwort deiner Mutter.
    Ich glaube, uns allen fehlen viele Antworten, insbesondere auf Fragen, die wir nie gestellt haben.
    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Was das eigene Verhalten anbelangt: Das sind meistens erlernte oder abgeguckte Muster. Nichts Unbewusstes....
    Es sind aber doch gerade die unbewussten Verhaltensauffälligkeiten, die Ärger machen.

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Die Mutter hatte, banales Beispiel, als Strategie für sich entwickelt, zuviel Alkohol zu trinken, um ein schlimmes Erlebnis zu verdrängen. Wird das Kind zum Alkoholiker, hat es sich - sehr vereinfacht ausgedrückt - von der Mutter das irgendwann mal abgeguckt. Das Wissen um einen evtl. Missbrauch der Mutter durch (Onkel, Vater oder Nachbarn) ist dabei mMn völlig irrelevant.
    Das sind offene, sichtbare Wahrheiten. Kinder sehen und spüren sehr genau, was gut und was schlecht ist.
    Meine Frau und ich haben geraucht, zwar immer nur draussen und nie im Auto, aber doch vor unseren Kindern. Alle Kinder sind militante Nichtraucher, haben nie eine Zigarette angerührt.


    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Es geht immer um die weitergegebenen und ungesunden Copingstrategien.
    Du meinst vermutlich die verborgenen, unsichtbaren Strategien. Ungesund sind sie, wenn sie auf Täuschung und Lügen basieren, wenn Kindern die Wahrheit nicht zugänglich ist.

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    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    @HAPPYpur: Ich denke, dass jeder selbst verantwortlich ist für sein Verhalten und man evtl. grenzwertiges Verhalten, das man selber als solches bei sich wahrnimmt und an dem man sich selber stört, auch nur selbst abstellen kann. Das hat mit nicht zugänglichen Wahrheiten aus einer dunklen Vergangenheit vorheriger Generationen nichts zu tun. Das Verhalten wird sich durch noch soviel Geständnisse nicht wie von Zauberhand auflösen. Ist nicht böse gemeint, entspricht meiner eigenen Erfahrung.

    Es sei denn, es handelt sich z.B. um unerklärliche Albträume...da wüsste ich auch nicht wie man dem beikommt.
    27.7.2020

  10. Inaktiver User

    AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    @HAPPYpur: Ich denke, dass jeder selbst verantwortlich ist für sein Verhalten und man evtl. grenzwertiges Verhalten, das man selber als solches bei sich wahrnimmt und an dem man sich selber stört, auch nur selbst abstellen kann.
    Aber JA, selbstverständlich, das bestreite ich nicht.

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Das hat mit nicht zugänglichen Wahrheiten aus einer dunklen Vergangenheit vorheriger Generationen nichts zu tun. Das Verhalten wird sich durch noch soviel Geständnisse nicht wie von Zauberhand auflösen. Ist nicht böse gemeint, entspricht meiner eigenen Erfahrung.
    Wahrheiten schaden aber auch nicht auf der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen der unergründlichen dunklen Vergangenheit.
    Ich möchte nicht, dass mir meine Kinder vorwerfen, ich hätte sie angelogen oder bewußt im Unwissen gelassen.

    Vielleicht ist es sogar ein Teil der Natur und wir verdammt sind, unsere "Erbsünden" weitergeben zu müssen, damit wir sind, wie wir sind.

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Es sei denn, es handelt sich z.B. um unerklärliche Albträume...da wüsste ich auch nicht wie man dem beikommt.
    Da wüßtest Du auch gerne, was dahinter steckt. Lügen würden jedenfalls nicht helfen.

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