Ich finde es im Übrigen bezeichnend, dass sich hier zwar einige zu Wort gemeldet haben, die aus Eigenerfahrung ein weiteres Verschweigen für schlecht hielten, aber wenn ich nicht etwas überlesen habe kein einziger, der irgendeinen blinden Fleck in seiner Familiengeschichte hat und ganz dankbar dafür ist, dass er die Wahrheit (was auch immer das jeweils ist) nie herausfinden konnte.
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Ergebnis 131 bis 140 von 554
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03.01.2019, 18:18Inaktiver User
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
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03.01.2019, 18:19Inaktiver User
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03.01.2019, 18:22
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
Nö, sondern logisch. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass jemand sich freut, endlich die brutale Wahrheit über seine Herkunft erfahren zu haben, von manchen Menschen weiß ich es sogar. Auch wie es freie Menschen zu ängstlichen macht, die nicht nur sich selbst, sondern ihre Kinder und Enkel in diese Richtung beobachten und sich ständig fragen: Ist das normal oder geht das jetzt in diese bestimmte Richtung? Der Einfluss kann enorm sein. Was ist der Nutzen dabei?
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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03.01.2019, 18:24
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
Ich kann nur für mich sprechen: Ich weiß logischerweise nicht, ob es noch irgendwelche Familiengeheimnisse bei mir gibt, denn sonst wären es keine Geheimnisse. Aber kämen welche durch Zufall heraus, die mich betreffen würden - ich wäre sicher nicht dankbar über das jahrelange Verschweigen oder Vertuschen. Ich würde mich stattdessen verarscht fühlen.
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03.01.2019, 18:24Inaktiver User
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
Ich z.B. fände die Vorstellung völlig absurd, da irgendeinen Einfluss zu erwarten - Verbrechen sind doch nicht angeboren.
Natürlich kann das passieren, was Du sagst, aber es kann doch auch ganz anders laufen.
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03.01.2019, 18:26Inaktiver User
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
Es gibt nur wenige Menschen, die man als Monster bezeichnen kann. Wenn mein Erzeuger wirklich zu diesen gehört, dann würde ich das wissen wollen. Ich würde selbst einen Weg finden wollen, mit dem Teil dieses Monsters, der auch ein Teil von mir ist, umgehen zu können.
Ich finde das zu schwerwiegend, um es unter der Decke zu halten.
Wie gesagt: wenn es erstmal mehr Geninformationen von Menschen gibt (und das nimmt ja beständig zu), wird man in absehbarer Zukunft eine Genprobe irgendwo einschicken und dann die Info erhalten "der Vater wurde mutmaßlich in der Region xy geboren, Personen der Familien x, y und z sind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dir verwandt". Stellt euch vor, das tut die Tochter, wenn die Mutter schon verstorben ist. Sie würde nie erfahren, was die Mutter gedacht hat, ob sie womöglich Komplizin war oder Opfer oder sonstwas.
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03.01.2019, 18:30
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
Zu eins, yep.
und zu 2:
Genau letzteres habe ich schon geschrieben.
Das kann nämlich tatsächlich Ängste aufkommen lassen und Einfluss nehmen auf das Kind, das jetzt geboren wird,
Wenn ich wüsste mein Vater sei ein Serienkiller gewesen, werde ich doch schon das Verhalten des Kindes bei einem Streit mit einem anderen Kind ganz anders sehen. Da kann man mir tausende Male sagen, dass sei nicht erblich.
Damit kann man ein Kind erst recht in eine Ecke drängen und ungünstiges Verhalten heranzüchten.
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03.01.2019, 18:31
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03.01.2019, 18:35
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03.01.2019, 18:41
AW: Wenn der Erzeuger ein Monster war...
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