Antworten
Seite 9 von 43 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 425
  1. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf der Sonnenseite des Lebens ist es leicht, moralisch integer zu sein, sich an seiner eigenen Charakterstärke zu erfreuen und den geraden Weg zu gehen.

    Und dann kommen die dunklen Wolken, Stürme und Unwetter des Lebens daher - und nix ist mehr mit moralisch stark bleiben, weil man manchmal seine ganze Kraft zum nackten Überleben braucht. Und dann zapft man Kraftquellen an, die man für sich - als man noch auf der Sonnenseite unterwegs war - ausgeschlossen oder gar nicht gekannt hatte. Einfach um nicht unterzugehen.

    Schön für alle, die nicht wissen, wovon da die Rede ist.

    Und ja: Demut und Dankbarkeit, wenn die Sonne dann irgendwann wieder scheinen sollte. Genau das!
    Und das bewältigt man alles, in dem man eine Affäre beginnt?

    Da lern ich hier ja echt noch was dazu. Hätt ich mal früher wissen sollen, dass das dann die Rettung ist.

  2. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und das bewältigt man alles, in dem man eine Affäre beginnt?

    Da lern ich hier ja echt noch was dazu. Hätt ich mal früher wissen sollen, dass das dann die Rettung ist.
    Zynismus - wie nett.
    Ich für meinen Teil schrieb nirgends von Affären. Aber ja, auch die können Kraft spenden in dunklen Zeiten.

  3. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    ich weiß nicht - wenn hier schon geschrieben wurde von einer ehemaligen Geliebten dass sie sich selbst als Geliebte schuldig fühlte - wieviel schlimmer muss sich da der Fremdgeher selbst fühlen, ein Gewissen mal vorausgesetzt?
    Und das soll Kraft spenden, dieser Dauerzustand des sich schrecklich fühlens?

  4. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    In dunklen Zeiten ist Sex eigentlich das letzte, an das ich denke.

  5. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dunklen Zeiten ist Sex eigentlich das letzte, an das ich denke.
    Stressabbau.
    Endorphin-Kick.
    Vorfreude.
    Geliebt werden.
    Mal das was mir als „Kraftstoff“ bei einer Affäre in den Sinn kommt.
    Wie gesagt, in manchen Zeiten nehmen manche Menschen das, was grad da ist, weil sonst wär gar nix mehr da.

    Aber es gibt auch andere Dinge, die man nicht für möglich hielt und sie dann doch gemacht hat.

  6. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Man kann viel, wenn man glaubt zu müssen - im Guten wie im Schlechten.

    Und damit meine ich viele bzw. fast alle Lebensbereiche - und ich bin mir gegenüber da sehr realistisch. Es gibt eine Menge Dinge, die ich nicht will, nicht mag, nicht ausüben möchte oder vor denen ich zurückschrecke. Darunter natürlich auch so ziemlich alles, was rechtlich nicht einwandfrei ist - von "läßlichen Sünden" bis zu schweren Verbrechen.

    In der "richtigen" - respektive "falschen" Situation würde ich vermutlich fast alles davon tun.
    Ehrlicherweise würde ich vermutlich sogar jemanden töten, wenn dieser Jemand für mich oder die meinen lebensbedrohend wäre. (also die klassische Notwehr-Situation).

    Ich würde auch fast jeden Job machen, wenn er mich durchs Leben bringt.
    Und ich würde - wenn ich Hunger leiden würde - eine Menge Dinge essen, die ich jetzt ganz sicher nicht auf dem Teller haben wollte.

    Wenn es ums blanke Überleben geht, kann man sehr viel. Auf die Art hat die Generation unserer Mütter oder Großmütter ihre Familien durch Krieg und Nachkriegszeit gebracht. Und ich garantiere - manches davon würden sie nie zugeben, haben die Männer nie erfahren, als sie aus dem Krieg kamen. Man braucht nur das Buch "Anonyma: Eine Frau in Berlin" lesen...

  7. User Info Menu

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ohne die Haltung wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin...auf der "Sonnenseite", während Andere immer noch ihren Status Quo des Leidens vor sich her tragen und Jeden, den es gar nichts angeht, um Mitleid bitten.
    Genau dieses Werten ist es, worum es mMn in dem Strangtitel geht.

    Um jene, die „niemals nienicht“ egal was tun würden und sich über jeden, der anders gehandelt hat im Leben, erheben.

    Es ist dabei völlig egal, ob es um Betrug geht oder um Diebstahl, Suizid, Fahren unter Alkohol, Unfallflucht, eine Schwangeschaft unter subotimalen Vorrausetzungen, oder weiß der Geier.

    Wenn man will, findet sich immer etwas, was man niemals getan hätte oder tun würde oder könnte.

    In dieser Vehemenz, in der mancher seine Statements vor sich herträgt, ist es manchmal schon unerträglich.

    Merav zitiert da am Anfang eine Statistik, die ich sehr interessant finde.

    Ganz ohne statistischen Beleg, dafür ganz reell aus dem (meinem) Leben gegriffen:

    Der Mann, der im Dunkeln ein Kind anfuhr und dann abgehauen ist, war am Morgen noch ein ganz normaler Lehrer und überaus geachtetes Mitglied der Gemeinschaft. Warum er so gehandelt hat, kann er sich selber bis heute nicht erklären.

    Nichts ist mehr wie es war, nicht für ihn, noch für das Kind und dessen Familie.

    Der Mann, der sich am Fluss auszog, seine Sachen ordentlich zusammengelegt zurückließ und ins Wasser ging...

    Ich würde durchaus sagen, das würde ich nie tun. Einfach abhauen. Mir das Leben nehmen.

    Wissen werde ich es erst, wenn ich tatsächlich mal in genau der Situation, in dieser Verfassung bin.

    Was hoffentlich nie passieren wird.

    Ich muss das Handeln anderer nicht immer gut findet. Ebenso wenig wie andere mein Handeln gut und richtig finden müssen. Ich bin, weder im Guten noch im Bösen, das Maß aller Dinge.

  8. Inaktiver User

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Mit den besten Silvsterwünschen für alle, die schnell mit Urteilen sind und für alle, die noch lernen...



    Judge Softly

    Pray, don’t find fault with the man that limps,
    Or stumbles along the road.
    Unless you have worn the moccasins he wears,
    Or stumbled beneath the same load.

    There may be tears in his soles that hurt
    Though hidden away from view.
    The burden he bears placed on your back
    May cause you to stumble and fall, too.

    Don’t sneer at the man who is down today
    Unless you have felt the same blow
    That caused his fall or felt the shame
    That only the fallen know.

    You may be strong, but still the blows
    That were his, unknown to you in the same way,
    May cause you to stagger and fall, too.

    Don’t be too harsh with the man that sins.
    Or pelt him with words, or stone, or disdain.
    Unless you are sure you have no sins of your own,
    And it’s only wisdom and love that your heart contains.

    For you know if the tempter’s voice
    Should whisper as soft to you,
    As it did to him when he went astray,
    It might cause you to falter, too.

    Just walk a mile in his moccasins
    Before you abuse, criticize and accuse.
    If just for one hour, you could find a way
    To see through his eyes, instead of your own muse.

    I believe you’d be surprised to see
    That you’ve been blind and narrow-minded, even unkind.
    There are people on reservations and in the ghettos
    Who have so little hope, and too much worry on their minds.

    Brother, there but for the grace of God go you and I.
    Just for a moment, slip into his mind and traditions
    And see the world through his spirit and eyes
    Before you cast a stone or falsely judge his conditions.

    Remember to walk a mile in his moccasins
    And remember the lessons of humanity taught to you by your elders.
    We will be known forever by the tracks we leave
    In other people’s lives, our kindnesses and generosity.

    Take the time to walk a mile in his moccasins.

    ~ by Mary T. Lathrap, 1895

  9. User Info Menu

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Also ich bin auch eine von denen, die es so gut wie ausschließen, dass sie fremdgehen würden.

    Fremdgehen passiert ja nicht einfach so, da gehen ja trifft man ja vorher schon einige bewusste Entscheidungen. Ich sage nicht, dass ich mich nicht mal fremdverliebe oder einen anderen Mann sexuell total anziehend finde, aber zwischen Gefühlen (die man teilweise nicht kontrollieren kann) und den eigenen Verhalten (was man trotz Krisen, Lust usw ) kontrollieren kann, liegt für mich eben der Unterschied.

    Ich denke auch, dass die meisten Menschen in Ausnahmesituationen (Notwehr, Krieg usw) zu fast allen Fähig sind, aber eine schlimme Lebensphase oder eine frustrierende Ehe ist keine Ausnahmesituation, sondern man hat einen großen Eigenanteil daran und da gibts sicher x bessere Lösungen als fremdgehen und ich rede nicht von offenen Ehen, sondern von heimlichen Betrug.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  10. User Info Menu

    AW: Das könnte ich nie! - Oh, doch, warte nur ab!

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Genau dieses Werten ist es, worum es mMn in dem Strangtitel geht.

    Um jene, die „niemals nienicht“ egal was tun würden und sich über jeden, der anders gehandelt hat im Leben, erheben.

    [...]

    Ich muss das Handeln anderer nicht immer gut findet. Ebenso wenig wie andere mein Handeln gut und richtig finden müssen. Ich bin, weder im Guten noch im Bösen, das Maß aller Dinge.
    Das trifft es ziemlich genau. Aber gerade dieses "sich erhaben über die anderen fühlen", wird ja vehement bestritten bzw. gerechtfertigt.

    Aber egal. Sind jedenfalls trotzdem mal interessante andere Sichtweisen und Erklärungsversuche.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —

Antworten
Seite 9 von 43 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •