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  1. User Info Menu

    AW: Umgang mit anderen

    Danke für eure tollen Beiträge. Ich bin gerade beschäftigt und kann deswegen leider nicht wirklich auf jeden einzelnen eingehen. Aber Danke für eure Mühe!!!!

    Was mir gerade noch kam:
    Wenn ich Konflikte mit jemandem habe, mach ich mich erstmal selbst dafür verantwortlich und überlege ewig hin und her, wo ich hätte besser handeln können und denke erstmal, dass der andere ja gar keine Schuld haben KANN.

    Mein Onkel zB überlegt da sicher nicht so ewig rum.

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Moralkeule Beitrag anzeigen
    Danke für eure tollen Beiträge. Ich bin gerade beschäftigt und kann deswegen leider nicht wirklich auf jeden einzelnen eingehen. Aber Danke für eure Mühe!!!!

    Was mir gerade noch kam:
    Wenn ich Konflikte mit jemandem habe, mach ich mich erstmal selbst dafür verantwortlich und überlege ewig hin und her, wo ich hätte besser handeln können und denke erstmal, dass der andere ja gar keine Schuld haben KANN.

    Mein Onkel zB überlegt da sicher nicht so ewig rum.
    Ferndiagnose:-) klassisch weibliche Koabhaengigkeit. Kann man bzw Frau auflösen.
    Kleiner Tip: wer wirklich! Schuld auf sich lädt, hat oft kein Schuldbewusstsein. Sonst waere er,sie ja nicht schuldig geworden.
    Das was Du da hast ist anerzogen denke ich.

    Der "Schuld" begriff bringt eh nicht weiter. Schuld ist letztlich ein parareligioeser Begriff und schon deshalb mit Vorsicht zu geniessen weil er nach "Sühne" schreit (Rache, Zerstörung, Abwertung).

    Ich arbeite lieber mit dem Begriff Verantwortung. Meine Verantwortung. Deine Verantwortung. Und Abgrenzung derselben. Ggf Wiedergutmachung und Entschuldigung an mir oder durch mich. Je nachdem.

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    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ferndiagnose:-) klassisch weibliche Koabhaengigkeit. Kann man bzw Frau auflösen.
    Kleiner Tip: wer wirklich! Schuld auf sich lädt, hat oft kein Schuldbewusstsein. Sonst waere er,sie ja nicht schuldig geworden.
    Das was Du da hast ist anerzogen denke ich.

    Der "Schuld" begriff bringt eh nicht weiter. Schuld ist letztlich ein parareligioeser Begriff und schon deshalb mit Vorsicht zu geniessen weil er nach "Sühne" schreit (Rache, Zerstörung, Abwertung).

    Ich arbeite lieber mit dem Begriff Verantwortung. Meine Verantwortung. Deine Verantwortung. Und Abgrenzung derselben. Ggf Wiedergutmachung und Entschuldigung an mir oder durch mich. Je nachdem.
    Damit triffst du wohl den Nagel auf den Kopf. Ich denke auch, dass es was Anerzogenes ist und eben ein ganz altes Muster, das ich nur schwer ablegen kann.

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Moralkeule Beitrag anzeigen
    Damit triffst du wohl den Nagel auf den Kopf. Ich denke auch, dass es was Anerzogenes ist und eben ein ganz altes Muster, das ich nur schwer ablegen kann.
    Geht vielen so. Du bist da nicht allein. Es ist auch so n gesellschaftliches Ding (früher waren ja immer die Frauen schuld: wenn sie vergewaltigt wurden, haben sie ja verführt. Wenn sie geschlagen wurden, haben sie ja provoziert, wenn sie betrogen wurden, haben sie halt nicht oft genug die Beine breit gemacht...und wenn mit Kindern was ist, hat natürlich! immer die Mutter schuld, nie der Vater, Onkel oder Großvater...)

    Ich kenne dieses unangemessene Schuld Dingens noch sehr gut von meiner Mutter. Ich glaube es betrifft ganze Generationen von Frauen.

    Ich habe mich davon radikal distanziert. Und halte es für gefährlich.
    Es macht manipulierbar (über nichts kann ein Mensch so gut und schnell manipuliert werden wie über Schuldzuweisungen.. GERADE wenn es eine gewissenhafte und verantwortliche, reflektierte Frau ist...das ist ja das perverse daran) und damit ausbeutbar.

    Wenn ich selber das Gefühl habe, jemand verletzt zu haben bin ich die erste die sich entschuldigt. Aber die Deutungshoheit darüber gebe ich nicht nach außen ab. Ebensowenig wenn jmd mich angreift und verletzen will. Auch hier: der Maßstab dafür bin ich und mein Empfinden. Sonst niemand.

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    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Moralkeule Beitrag anzeigen
    Ja, das kann sein. Ich habe prinzipiell ja nie was gesagt. Aber va seit ich Kinder habe, hat sich das geändert.
    Das war bei mir genauso. Ich habe auch erst angefangen mich durchzusetzen und die Schüchternheit abzulegen, als ich ein Kind hatte.

    Allerdings habe ich mich damit eher wohl gefühlt. Vllt. nicht, wenn ich zu heftig reagierte. Aber nach und nach lernte ich, das souveräner rüber zu bringen.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Das war bei mir genauso. Ich habe auch erst angefangen mich durchzusetzen und die Schüchternheit abzulegen, als ich ein Kind hatte.

    Allerdings habe ich mich damit eher wohl gefühlt. Vllt. nicht, wenn ich zu heftig reagierte. Aber nach und nach lernte ich, das souveräner rüber zu bringen.
    Und reagierst du heute immer noch manchmal zu heftig?

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    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Moralkeule Beitrag anzeigen
    Und reagierst du heute immer noch manchmal zu heftig?
    Selten. Ich habe gelernt, meine Meinung zu äußern, klar und ehrlich. Das habe mich mir auch abgeschaut bei anderen.

    Meine Erfahrungen z. B. als ich vor 20 Jahren in eines der alten Bundesländer zog: Die Menschen hier konnten das sehr selbstbewusst mit einer Selbstverständlichkeit rüber bringen. Das war völlig neu für mich Ossi. Das kannte ich gar nicht. Und ich lernte Stück für Stück, es ebenso souverän rüber zu bringen.

    Wenn Kontakte daran zerbrechen, erachte ich es als normal und eher befreiend. 😊

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    AW: Umgang mit anderen

    Liebe TE, ich halte deine deine Ansagen bzw. Reaktionen in den beschrieben Fällen für völlig richtig.
    Viele Leute lassen sich viel zu viel gefallen. Ja, so bin auch ich erzogen worden. Habe ich aber abgelegt.
    Wenn ich im Restaurant womöglich noch mit der Ansage "Sie sehen doch was hier los ist" ewig nicht bedient werde, dann gehe ich wieder. Oder ich gebe eben KEIN Trinkgeld. Fühlt sich anfangs komisch an (weil es sich so gehört), kann man aber lernen.
    Wenn die Kassierin nicht mal einen lumpigen Fuffi wechseln kann, bleiben die Einkäufe eben stehen. ICH renne nicht in zwei andere Geschäfte um Wechselgeld zu besorgen.
    Menschen, die übergriffig und unverschämt sind, sind so, weil ihnen niemand Grenzen setzt. Bei der ersten Ansage "Gehen Sie mir nicht auf die Nerven" kriegen die den Mund nicht wieder zu und sind erst mal sprachlos. Habe das in einem MFH mal erlebt, zu manchen Mietern traute sich das Hausmeisterehepaar nicht, irgendwelche dummen Forderungen zu stellen, weil sie dann 1. eine gepfefferte Antwort bekamen und/oder sich beim Eigentümer beschwert wurde, bei anderen, die sich nicht wehrten, schon.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Umgang mit anderen

    Aber mal ne blöde Frage:
    Woher weiß ich denn, ob ich wirklich fair gehandelt habe und nicht selbstgerecht war?

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    AW: Umgang mit anderen

    Zitat Zitat von Moralkeule Beitrag anzeigen
    Aber mal ne blöde Frage:
    Woher weiß ich denn, ob ich wirklich fair gehandelt habe und nicht selbstgerecht war?
    Wenn jemand dein Kind anmault, der Friseur Mist baut - ähm was soll denn sonst die angemessene Reaktion sein? Und selbst wenn es selbstgerecht ist, ist doch auch kein Problem. Solange du nicht andere Leute runtermachst, die es nicht verdient haben (z. B. die Putzfrau auf Arbeit, die es nicht schaffen KANN aufgrund von Zeitvorgaben, auch noch die allerletzte Ecke blitzblank zu polieren) oder Hilfscheriff spielst indem du jeden fotografierst und anzeigst, der sich mal wagt bei 20 Grad Minus sein Auto kurz warmlaufen zu lassen... Oder jemanden anzeigst, der sein Kind hinter den Baum pinkeln lässt.... Da muss man eben aufpassen, dass man nicht in einen Dauermeckerer mutiert, der sich in Dinge einmischt, die ihn gar nicht beeinträchtigen.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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