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Thema: Umgang mit anderen
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03.11.2018, 17:33
AW: Umgang mit anderen
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03.11.2018, 17:36Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Ja weich im Ton und hart in der Sache :-)
Was meine Friseurin angeht, so hab ich gesagt..das und das und das war anders besprochen. Es gefällt mir garnicht.
Trotzdem werde ich sie nicht meiden.
Vor m nächsten Schnitt werde ich wiederholen was ich will, sie auf letztes Fiasko hinweisen, daran erinnern dass sie ja oft schon gut geschnitten hat. Und sie fragen ob sie glaubt meiner Vorstellung entsprechend schneiden zu können sonst soll sie nur bitte Kollegen empfehlen.
Viele Menschen glauben es gäbe nux zwischen Streit (gegen die Person gehen!) und Harmonie.
Das weite Feld des "agree to disagree" und knallhart seinen sachlichen Standpunkt zu vertreten ohne persönlich, laut und respektlos zu werden oder Eskalation; Kontakt Abbruch fällt gerade Frauen oft schwer.
Neulich sass ich im ICE. Eine Frau führte ein Geschaeftstelefonat. Im höflich freundlich sachlichen Ton sagte sie:" ich wuerde gerne mit Ihnen ins Geschäft kommen. Wenn Sie jedoch immer so unzuverlässig sind wie neulich wirds schwierig."
Fand ich super. Das ist der Bereich zwischen Eskalation einerseits und Vertuschen; Schweigen;Harmoniesucht andererseits von dem für wir alle mehr brauchen.
Nachtrag: dass Du Boden zerstört wirst wenn Dich Leute nicht mögen deutet auf Koabhaengigkeit hin. Daran wuerde ich arbeiten. Aber das tust Du ja bereits :-)
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03.11.2018, 17:38
AW: Umgang mit anderen
Für mich war es eine extreme Auseinandersetzung, weil ich nicht klein beigegeben habe.
Ich war immer ruhig, nicht beleidigend. Aber ich habe ihn natürlich in seiner Kompetenz angegriffen. Ist ja letztlich immer so, wenn man jemanden kritisiert,
Und sowas fällt mir eben schwer. Jemanden auf einen Fehler (in meinen Augen) hinzuweisen.
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03.11.2018, 17:39
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03.11.2018, 17:42
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03.11.2018, 17:51Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Ist doch total wichtig!
Ich meine ich kritisiere oder belehre nicht "einfach so" Leute.
Aber wenn es MICH betrifft (mein Geld, meine Frisur, mein Kind, meine Gesundheit, n ine Würde..) ist das doch selbstverständlich den Mund auszumachen!!
Oder wenn jmd auf Schwächeren rumtrampelt.
Ansonsten ist meine Devise durchaus leben und leben lassen.
Aber meine Grenzen lass ich nicht über latschen.
Mach Dir keinen Kopf, liebe TE.
So wie Du schreibst bist Du vermutlich immer noch zu nett und lässt Dich zu schnell ins Bockshorn jagen.
Bleib dran :-)
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03.11.2018, 17:52Inaktiver User
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03.11.2018, 17:56
AW: Umgang mit anderen
Ich kann dich total nachvollziehen.
Und ich glaube auch, es ist in gewisser Weise eine Altersfrage.
Einerseits mag ich mich sehr gern abgrenzen - ich habe ü-ber-haupt keine Lust, mir alles gefallen zu lassen, was andere Menschen von mir wollen könnten. Und ich kann das auch gut, mit wachsendem Alter wachsend besser.
Andererseits, manchmal macht es mir dann trotzdem zu schaffen - denn grundsätzlich bin ich ja ganz gern die Nette.
Es ist ein Dilemma: man will gern gemocht werden, aber natürlich nicht um jeden Preis. Und je älter und geerdeter man wird, desto geringer ist der Preis, den man zu zahlen bereit ist.
Wir haben derzeit ein adäquates Problem zu dem, was du so schilderst: mein Mann und ich, wir betreiben einen kleinen Handwerksbetrieb mitsamt Ladengeschäft, haben recht ausgedehnte Öffnungszeiten und nehmen für die Nachbarn des darüber befindlichen Mietshauses oft Post an. Oder man lässt Schlüssel für Handwerker bei uns, etc.
Da gibts dann die, die das sehr zu schätzen wissen und dankbar und freundlich sind - und es gibt die, die meinen, dass das doch sowieso ganz selbstverständlich ist.
Im Moment sind wir da deutlich bestrebt, klarzumachen, dass wir keinen selbstverständlichen und kostenlosen Conciergeservice fürs Haus betreiben, sondern von unserer Arbeit leben.
Da macht man sich eben mal unbeliebt. Man kann einfach unmöglich immer alles klaglos hinnehmen - aber wir sind natürlich nicht gern unbeliebt... nur: entweder die Nachbarn lernen, wo die Geschmacksgrenze ist oder sie halten uns einfach für blöde Leute.
Oft kann ich schulterzuckend davorstehen und denken "das haste umsonst!" und genauso oft finde ich einfach unschön, wenn jemand mich aus dem Hause direkt nichtmal mehr grüßt, weil ich auf die Ansage "Ich lasse mal meinen Schlüssel hier, der Sohn kommt gleich!... Ist das nicht selbstverständlich!?" lediglich reagiert habe mit "Sooooo selbstverständlich ist das nicht!"
Ähnlich wie du: ich bin eigentlich gern nett.
Aber manchmal gehts halt' nicht. Und dann lebe ich besser damit, dass Menschen mich blöd und zickig finden, als damit, dass ich allen Wünschen und Vorstellungen ständig gerecht werde.
Vielleicht hilft dir, wenn du dir im jeweiligen Einzelfall vor Augen hältst, was wäre, wenn du nicht unangenehm reagiert hättest.
Bist du lieber die stillschweigende Dulderin als die Querulantin?
In der Mehrzahl der Fälle wahrscheinlich nicht die Dulderin. Dann ist (auch nur so empfundenes) Querulantentum das kleinere Übel.
Und so viele andere Möglichkeiten hast du jeweils nicht: stilles Ertragen oder Auflehnung in irgendeiner Form. Egal wie höflich, nett und angemessen man sich auflehnt, derjenige, gegen den die Auflehnung sich richtet, wird nie so richtig begeistert davon sein.
Und letztlich bin ich dann im Endeffekt lieber konfliktfähig als konfliktscheu.Geändert von Mitternachtsblau (03.11.2018 um 18:04 Uhr) Grund: Typo
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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03.11.2018, 17:57
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03.11.2018, 17:58Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Was glaubst Du wie Martin Luther King, Ghandi oder Alice Schwarzer jahhrzehntelang oeffentlich diffamiert wurden. Heute sind ihre Forderungen selbstverständlich in weiten Teilen.
Es wird immer Leute geben, die versuchen eine Person zu vernichten, die unangenehme Dinge anspricht.
Weil Ihnen die Argumente fehlen.
Weil sie neidisch sind.
Das sollte man nicht ernst nehmen.
Wer mich als Person schätzt klärt Konflikte mit mir direkt, sachlich, ehrlich, ohne Dritte als Verstärkung und respektvoll. Und wer das nicht macht gehört eh nicht zu meinem "tribe" und kann mir egal sein.



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