Man könnte es aber auch erst mal freundlich versuchen. Mir kommt es so vor, dass diejenigen, die häufig Stress mit anderen haben, denen immer sowas wie Absicht unterstellen. Viele sind aber einfach ein bisschen verteilt und gedankenlos. Im Supermarkt an der Kasse könnte man auch einfach sagen, dass man noch nicht fertig ist und derjenige soll bitte erst auflegen, wenn die eigenen Einkäufe komplett drauflegend. Ergebnis ist gleich, aber so hab ich dann nicht mir und dem anderen die Laune versaut. Wenns dann nicht klappt, kann man ja immer noch „ne Ansage machen“.
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Thema: Umgang mit anderen
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05.11.2018, 20:49Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
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05.11.2018, 20:54Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Es ist auch eine Frage von Selbstliebe, Wuerde und Stolz. Zelebrieren viele Frauen viel zuwenig.
Sie schlucken diese tausend "Kleinigkeiten" täglich runter und wundern sich dann, dass sich die ungeliebte berechtigte Aggression durch permanente Grenzverletzungen in Form von Depression, Essstörungen o.a. zeigt.
Angemessene Gefuehle auf unangemessenes Verhalten lösen sich nicht in Luft auf, nur weil sie dem Klischee der rosaroten, lieben, verständnisvollen, Frau widersprechen und daher verleugnet werden.
Frau muss nicht immer freundlich sein. Warum? Eine höfliche, klare, respektvolle Ansage was sie duldet und was nicht an Ton und Inhalt ihr gegenüber ist gesund und sollte selbstverständlich sein.
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05.11.2018, 21:24Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Freundlich und höflich zieht ja gar nicht bei solchen Leuten. Die sind auch nicht verpeilt sondern einfach nur egoistisch. Meinst du im ernst, es hätte sich mal jemand entschuldigt? Nein, ich war schuld weil zu langsam...Ob ich jemandem die Laune versaue, interessiert mich gerade mal gar nicht und wenn dann haben sie etwas zum nachdenken. Denken bildet!
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05.11.2018, 23:08
AW: Umgang mit anderen
(Antwort aufs Eingangposting, Strang lese ich noch.)
Ich habe auch die Tendenz, Leute zu meiden, mit denen es Streß gibt. Aber man kann nicht aus jedem Haus empört rausrauschen, sondern muß auch einfach mal Grenzen setzen und entschieden aber gelassen sagen "so nicht" und akzeptieren, daß man für sich spricht und nicht ex cathedra, und das so genau richtig ist. (Oder man für sein Kind spricht.) Und es dann gut sein lassen. Man hat gesagt, was zu sagen war, man braucht keine Szene zu machen. Man muß die Leute nicht mögen, aber man sollte imstande sein, zu ihnen zu sagen, "guten Morgen, guten Abend, und ein Viertel Leberwurst bitte."
Für sich einstehen ist ein Weg zur einem Modus Vivendi, nicht zur Vermeidung.
Wenn du zu lange immer die Klappe gehalten hast, ist es bestimmt befreiend, mal die sozialen Konventionen zu brechen und zur Furie zu werden. Und es kann das Leben auch angenehm machen, gefürchtet zu werden, so unbequem und wild zu sein, daß sich keiner mit einem anlegt! Nur, diese Mischung aus "an die Gurgel gehen" und "vermeiden" kann auf Dauer schwierig zu navigieren werden. (Wobei, vier Fälle in zwei Jahren... das ist keine hohe Quote.)
Wo hast du Rückhalt?** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.11.2018, 23:43
AW: Umgang mit anderen
Feinabstufungen und ein größeres Repertoire an "seinen Standpunkt vertreten" muß man sich erarbeiten. Manchmal hilft's, sich von Anfang an klarzumachen, was man erreichen will. Eine Entschuldigung? Einen Preisnachlaß? Daß das nie wieder passiert? Daß der andere merkt, daß es so nicht läuft? Verstehen, was der andere sich gedacht hat und eine Lösung finden? Mehr als eines davon?
Nicht wissen wann es genug ist und wie man einen Streit beendet?
Nicht klar sein, was man erreichen will?
Nein, eigentlich nicht. Man kann es nur besser, oder lernt es schnell, sonst macht es nicht lange
Weißt du genau genug, was "fair" ist, um zu wissen, ob du fair gehandelt hast?
Kennst du diese Menschen gut genug, hast du genug Einsicht in ihr Leben und ihre Seele um zu wissen, was sie "verdienen?
Warum mußt du fair handeln? Bist du Richter, Schiri, Lehrer, Gott?
Du hältst kein Plädoyer vor Gericht. Du mußt keine zwölf Geschworenen überzeugen. Du mußt den Tathergang, Motiv und Methode nicht zweifelsfrei darlegen.
Du mußt nur den Menschen um dich rum genug über dich sagen, daß sie das Wissen haben, dir nicht versehentlich auf die Zehen zu treten, und den Respekt, es nicht absichtlich zu tun, außer sie erwarten sich davon einen Vorteil, der den Preis wert ist.
Lies Knigge und Machiavelli.Die hatten viel über den Umgang mit Menschen zu sagen.
Zu der Verkäuferin könnte man sagen, "Haben Sie das auch eine Nummer größer?"
Auf jemands Kommentar überhaupt nicht einzugehen ist auch eine Abfuhr, und erfordert keine Schlagfertigkeit. (Die zu lernen ist viel Arbeit und wirkt auch nicht viel besser, wenn man nicht gerade vor Publikum spielt.)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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06.11.2018, 00:05Inaktiver User
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06.11.2018, 13:45Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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06.11.2018, 14:50Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Es geht doch nur um die Fairness in diesem speziellen Moment, nicht. Da kann man sich schon fragen, ob es in der aktuellen Situation gerade fair ist, jemandem „eine Ansage zu machen“, nur weil derjenige einen Fehler gemacht hat. Es ist doch ein Unterschied, ob jemand etwas falsch gemacht hat, weil er es selbst nicht wusste oder aus Boshaftigkeit - und den 528 Schattierungen dazwischen.
Ich staune beispielsweise immerüber diejenigen, die sich auch noch damit brüsten, dass sie jemanden an der Hotline von Unternehmen XY rundgemacht haben. Mach ich nie, was kann derjenige dafür, wenn jemand anders von der Bude was falsch gemacht hat? Ist doch unfair hoch zehn.
Ich komme zu meinem Recht, auch wenn ich freundlich bin. Spart aber Nerven.
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06.11.2018, 15:48
AW: Umgang mit anderen
Ja, das hilft auf jeden Fall.
Aber, Fairness: Ich seh gerade hier in der Bricom (aber auch auf vergleichbaren Seiten) so oft, daß Frauen glauben, sie müßten einen hieb- und stichfesten und revisionssicheren Beweis der Rechtmäßigkeit ihrer Gefühle und Gedanken führen, so daß sie sich bemühen, nie nach ihren Gefühlen und Gedanken zu handeln, da das hochmütig wäre. Und dann beginnt das hin und her zwischen der Duckmaus und der Furie, je nach Druck auf dem Kessel.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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06.11.2018, 16:16Inaktiver User
AW: Umgang mit anderen
Das Problem als solches und der Umgang mit demselbigen nach „außen“ sind nun mal zwei Paar Stiefel. Ich habe für mich beschlossen, mich über solchen Kleinkram nicht mehr aufzuregen, und das würde ich der TE auch empfehlen (das Friseurproblem mal ausgenommen). Ich hänge mich nur noch in Sachen rein, wo ich tatsächlich für mich was gewinnen kann. Jemandem mal die Meinung zu geigen, ist meistens nicht damit verbunden, da braucht man was Substanzielleres.


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