Hallo Allesch, das ist die praktische Herangehensweise, kein Thema. Was mich zu diesem Strang veranlasst hat, ist Folgendes:
Konkreter Anlass ist, dass ich nächstes Jahr einen großen Geburtstag feiere und bis vor wenigen Jahren war immer klar, der wird gefeiert, egal wie. Jetzt war ich auf zwei 50er Geburtstagen und da waren viele Leute, auch und vor allem viele von früher und da war irgendwann mein Gedanke: kriege ich auch viele zusammen und wenn nicht, liegt es daran, dass ich in der Vergangenheit meine Metime zu sehr durchgesetzt habe? Ich erinnere mich an eine alte Schulfreundin, die immer relativ spontan, wenn sie in der Stadt war, sich meldete und nach einem Treffen fragte, sich aber zwischendurch gar nicht meldete. Und ich erinnere mich durchaus, dass ich ein paar Mal absagte mit "das passt nicht in die Wochenendplanung, die ich mir vorgenommen hatte." Und das kam nicht gut an, das weiß ich noch.
So, und während ich das schreibe und ich mir überlege, bei wem ich Metime in der Vergangenheit durchgesetzt habe, wird mir klar, es waren auch Menschen, von denen ich mich entfernt hatte. Hm.
Es ist jetzt auch so, dass ich der Zahl 50 keine so große Bedeutung beimesse, wie ich es vor Jahren noch dachte, ich würde es tun. Das hat aber mit dem Metime-Thema nichts zu tun.
I
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04.11.2018, 10:19Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
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04.11.2018, 10:21Inaktiver User
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08.11.2018, 11:36
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Ich würde mich gar nicht so sehr an der Anzahl der Gäste aufhängen. Ist es Dir wirklich persönlich wichtig oder ist das eher eins dieser diffusen "hm, wieso ist das bei mir anders als bei anderen"-Gefühle?
Letztere kenne ich auch, weiß aber eigentlich im Grunde meines Herzens, dass ich mit dem, "was man halt so macht" bzw. der Art, wie es die meisten anpacken, gar nicht glücklich wäre.May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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08.11.2018, 12:20Inaktiver User
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Ich finde Qualität bei Freundschaft und Partnerschaft wichtiger als Quantität. Dann wirds auch nicht eng mit der eigenen Zeit und me time.
Wenige Freunde, die echt sind, loyal, nicht an mir "kleben" und mich bereichern ist mir wichtiger als viele Kontakte.
Gleiches mit Partnern. Ich Date seit 3 Wochen einen Mann. Jede Woche ein Date. Ganz gemütlich. Ohne Druck. Ohne Ansprüche. Aber wir bleiben dran und signalisieren beide Interesse.
Ich kenne das so garnicht. Meine Exfreunde wollten gleich alles von mir. Zeit, viele Treffen, Kompromisse..so dass ich das Gefühl hatte, entweder Partner ODER metime.
Ich merke jetzt wie wohltuend es ist bei diesem Mann. Was anderes werde ich nie mehr tolerieren. Letztlich ist auch hier die Qualität der Beziehung, die Ehrlichkeit, die Passung wichtiger als die Anzahl der Stunden, die man gemeinsam verbringt. Das ist anscheinend das, was gut zu mir passt. Kann aber ja jeder so machen wie er,sie will....
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08.11.2018, 13:39
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Ich habe jetzt zum 50. das Problem, daß ich einen Raum mieten muß und ich wünschte, ich hätte es nicht! Aber ich krieg die Gästeliste nicht zusammengestrichen, ich will die Leute alle sehen, und ich will, daß sie alle einander sehen, und ich kann sie nicht in meine Bude quetschen wie Sardinen in die Dose, also watt mutt dat mutt.

Merke: Egal was man hat, man hätte es gern anders. Aber nicht genug, meistens, um es anders zu machen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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08.11.2018, 13:51
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Suzie, woher willst du denn wissen, dass der Gastgeber mit all diesen Gästen so super eng ist?
Vielleicht hat er einfach alles was nicht bei 3 auf dem Baum war eingeladen
(damit es was zusammen kommt und es nicht so ausschaut, als ob er nicht genug Leute kennt?)
Wenn die Location und das Essen gut zu werden scheint, dann kommen auch immer alle, die man ruft.
Dann macht die Gästezahl was her, kostet aber auch immens Geld und Nerven.
Willst du das denn überhaupt?
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08.11.2018, 14:11
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Ich sehe, Du denkst in eine ähnliche Richtung wie ich. Große Feiern finde ich als Gastgeberin fürchterlich anstrengend - ich mag vor allem das Gefühl nicht, dass ich aufpassen muss, am Ende auch tatsächlich mal mit jedem Gast mehr als nur "Hallo, schön dass du da bist, danke fürs Geschenk" geredet zu haben.
Klein, aber fein gibt mir viel mehr. (Was jetzt keine Wertung ist, nur mein persönliches Empfinden.)May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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08.11.2018, 18:53Inaktiver User
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In den beiden Fällen war ich ja dabei und hatte jetzt schon das Gefühl, dass da nicht nur Füllmaterial war.

Eine ist eine Kollegin. Sie hatte ihre Familie da, die Familie ihres Manne, dann Schulfreundinnen, Freundinnen, die sie je in Bezug auf ihre beiden Kinder kennengelernt hat, die Hausgemeinschaft, Yoga ... Ich hatte schon das Gefühl, es waren gute Bekannte/Freunde.
Die andere hat tatsächlich Familie und Freunde aus 50 Jahren da gehabt.
Ich will jetzt nicht rumjammern. Würde ich einen Rundumschlag machen, kämen auch einige. Aber sicher würde der/die ein oder andere denken: suzie hat sich so lange nicht gemeldet.
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09.11.2018, 17:06
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Ich ertappe mich immer wieder dabei dass ich mich verabrede und zu dem Moment in dem ich die Verabredung treffe darauf auch Lust habe, aber dann wenn es soweit ist, würde ich lieber nach Hause auf die Couch oder für mich etwas machen als mich mit derjenigen Person zu treffen. Das ist recht oft so. Auf der anderen Seite suche ich einen größeren Bekanntenkreis, weil ein Teil der Bekannten wegbricht bzw ich das Gefühl habe nicht die richtigen Leute um mich zu haben, da es in einer Großstadt nach vielen Umzügen echt schwierig ist, jemanden auf der richtigen Wellenlänge zu finden. So verabrede ich mich mit den Menschen, die ich kenne und versuche daraus eine Freundschaft entstehen zu lassen. Halte ich zu lange fest an Menschen, die gar nicht zu mir passen? Oder ist das einfach mangelnder Antrieb? Und das obwohl ich beim Treffen der Verabredung eigentlich Lust darauf hatte. Leider ist es auch so, dass ich nur einzelne Menschen kenne , aber es keinen richtigen Freundeskreis gibt, indem man sich mit mehreren treffen kann. Leider können die Damen nicht miteinander. Ist natürlich dann viel Zeit zu verlangen, wenn man sich mit jedem einzeln treffen muss.
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10.11.2018, 18:29
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Ja. Ich nenne das "Mangel an Ar***-hoch-Energie" oder "mein innerer Schweinehund sitzt auf mir drauf."
Zusagen werden eingehalten, Wartungsarbeiten durchgeführt, also rolle ich den Schweinenhund von mir runter, krieg den A*** hoch, denk mir, "warum geh ich so doofe Verabredungen ein", und komm dann doch oft erst nach Mitternacht zufrieden mit "müssen wir bald wieder machen" heim.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **




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