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22.10.2018, 18:51Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
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22.10.2018, 19:57Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
interessanter Punkt, kenne ich auch von mir.
ich kenne sogar den Grund, vor 25 Jahren hat mich meine damals allerbeste Freundin sehr betrogen und enttäuscht, seit dem lasse ich nie wieder jemanden so eng (betrifft Freunde nicht den Partner) in mein Leben ...damit ich nicht mehr verletzt werden kann
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22.10.2018, 20:01Inaktiver User
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22.10.2018, 22:05Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Die Frage ist eher, wozu du die brauchen würdest - ich gehe mal davon aus, dass du fest mit beiden Beinen im Leben stehst und nicht ständig jemandem zum Ausweinen nötig hast. Das habe ich jedenfalls bei mir so beobachtet - früher hatte man 1.000 kleine und mittlere Problemchen; wenn man älter wird, hat man vieles einfach schon mal durch, bzw ist entsprechend vorsichtiger, und da braucht man diesen Herzens-Austausch nicht ständig, bzw es reicht, wenn der Partner diese Rolle übernimmt.
Ich habe im Leben eher die Erfahrung gemacht, dass selbst gute Freunde meistens nicht "bleiben" - irgendwann passiert was, sie ziehen weg, oder man selbst zieht weg, oder man zerstreitet sich wegen einer Kleinigkeit. Das ist mir mittlerweile alles viel zu anstrengend, daher möchte ich eigentlich keinen mehr so nah an mich ran lassen, und ich brauche das auch nicht, denke ich. "Get up, kick ass, repeat" - das kriege ich auch so hin.
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22.10.2018, 22:34Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Kara, da hast du recht: ich mache Probleme/Kummer eher mit mir selbst aus. Ich brauche nur den Austausch.
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23.10.2018, 00:27
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Ich sehe die netten Bekannten als potentielle Freunde in Reserve. Das prägt, wie ich mit netten Bekannten umgehe, ich halte die Beziehung unaufwendig, aber auf dem low-maintenance-Niveau halte ich sie stabil und tue ich nichts, was ihr schadet. Wenn dann mal das Bedürfnis nach mehr Nähe und Gemeinsamkeit von meiner Seite auftaucht, kann ich das anbieten und gucken, ob der oder die andere es annehmen mag. Das werden nie die unheimlich innigen Freundschaften, wo von Anfang an eine Faszination und Begeisterung da war, aber es können doch recht gute werden.
Wenn es einem unangenehm ist, Leute zu nahe an sich ranzulassen -- zu viel über sich wissen zu lassen, vielleicht -- dann braucht man's auch nicht. Man kann eine gute Freundschaft pflegen, ohne das Seelenleben auszukauen oder die beidseitigen schmutzigen Geheimnisse und Kindheitstraumata zu kennen. Für mich sind die sehr guten Freundschaften die, wo mich (fast) alles interessiert, was die Leute machen, weil *sie* es machen. Bei Bekanntschaften ist es eher anders herum.
Mein Eindruck ist, daß es früher mehr zu entdecken gab, und es noch eine offene Baustelle war, sich selber zu verstehen und einzuordnen, weswegen man viele Perspektiven, Ideen und Datenpunkte brauchte. Mit der Zeit hat man sich damit arrangiert, wer man ist, und braucht nur noch diese Reflexion, wenn einem das Leben die Nadel aus der Rille gekickt hat, und das macht dann nicht mehr so viel Spaß.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.10.2018, 08:11Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Das ist interessant, das habe ich in der Praxis tatsächlich genauso erlebt. Als in den letzten Jahren ein Kreis ehemaliger Kolleginnen, mit denen ich immer weniger gemeinsam hatte, wegbrach, ebenso eine Freundschaft sich in Richtung Bekanntschaft entwickelte, war auf einmal Platz dafür, dass ein Paar, das mein Mann durch frühere berufliche Verbindungen kannte, zunehmend in den Kreis der engen guten Freunde für uns rückte. Wir haben uns tatsächlich mal die Frage gestellt, warum es erst verhältnismäßig spät dazu kam, denn die beiden Männer waren einige Jahre enge Kollegen, die schon damals viel Zeit mit viel Spaß miteinander verbracht haben. Vielleicht war einfach die Zeit reif und für eine Freundschaft vorhanden.
Ganz genau! Für mich eine der angenehmsten Kontaktformen. Von der Orga-Schiene her verwandt mit "Freundin, die man nur selten sieht (in unserem Fall aufgrund der Tatsache, dass sie in einem anderen Land lebt), aber mit der man sofort wieder in tiefgründige Gespräche eintauchen kann".
Toll ist es auch, wenn Freundschaften Zeiten des Schweigens aushalten können. Das empfinde ich (so paradox es klingen mag) als gemeinschaftliche Me-Time.
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23.10.2018, 09:32Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Für mich funktioniert Sozialverhalten auch "umgekehrt":
D.h. mein eigenes Sozialverhalten ist für mich ein Indikator, wie erschöpft ich bin.
Wenn ich extrem kurz angebunden bin und alles nervt, dann ist es mal wieder fünf nach zwölf und ich kann mich selbst nicht leiden dafür.
Wenn ich Sonnenscheinchen bin und wenigstens mal kurz small talk-Konversation treiben oder sogar erschöpften Kollegen etwas abnehmen, kann, dann ist es ganz ok.
Also sehe ich doch zu, dass ich das möglichst oft schaffe, und das hat nicht nur etwas mit sich-zusammen reissen zu tun, sondern auch mit Selbstfürsorge und Stress-management.
Schliesslich mag ich mich als Sonnenscheinchen selbst viel lieber
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23.10.2018, 09:57
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Ja. Meine langjährigen Freunde kennen die Symptome schon, merken sie, bevor sich sie merke, und machen mich darauf aufmerksam, ehe ich völlig zum Sumpfdrachen werde. Sumpfdrache-werden ist so anstrengend, weil ich dann sauer auf meine schlechte Laune bin, und dabei immer schlechtere Laune kriege.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.10.2018, 12:49Inaktiver User
AW: Me-Time contra Wunsch nach (größerem stabilem) sozialen Netzwerk
Jetzt mache ich gerade Mittags-MeTime.

Schön.



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), aber ich bin nicht jemand, der eng/vertraut sein muss mit anderen oder andere gerne an sich nahe heranlässt. Da habe ich Mr Wong und meine Mutter. Das soll aber nicht heißen, dass ich oberflächlich bin.


