Auf gar keinen Fall werde ich Psychopharmaka nehmen.
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Thema: Mir ist alles zu viel
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20.09.2018, 16:01
AW: Mir ist alles zu viel
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20.09.2018, 16:18Inaktiver User
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20.09.2018, 17:16
AW: Mir ist alles zu viel
Das ist der Anfang.
Klar, es gibt immer Hausärzte, die einen noch mit 39 Grad Fieber in die zugige Messehalle schicken, aber das weiß man erst, wenn man's ausprobiert.
Daß die Quartalsabrechnung sauber durch die Tür kommt ist nur noch sehr eingeschränkt dein Thema. Wenn du noch Urlaubstage hast, nimm die, wenn du nicht mehr arbeitsfähig bist, laß dich arbeitsunfähig schreiben. Wenn du arbeitsfähig bist, mach was anliegt aber reiß dir kein Bein aus, du hast kein Pferd mehr im Rennen.
Psychopharmaka kommen erst zum Einsatz, wenn ein Psychiater eine Störung diagnostiziert, die dich daran hindert, die mentalen oder emotionalen Ressourcen zu haben, wieder auf die Beine zu kommen. Dann sind sie (vorausgesetzt, es werden die richtigen gefunden) der Unterschied zwischen "seinen Kram machen" und "leise weinend in einem abgedunkelten Zimmer liegen und darauf warten, daß man verschimmelt". Es kann aber durchaus schwer sein, welche verschrieben zu bekommen, selbst wenn das die Alternativen sind.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.09.2018, 18:11
AW: Mir ist alles zu viel
Ich habe noch 2 Wochen Urlaub. Denke beziehe den zuerst. Dann schaue ich weiter.
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20.09.2018, 18:27Inaktiver User
AW: Mir ist alles zu viel
Liebe Lilu
Ich finde deine Beiträge sehr gesundheitlich bedenklich. Und kann nur vielen Vorschreiberinnen zustimmen..
Ich finde mich in deinem Beiträgen wieder. Nur das ich noch 2 Kinder hatte.
Bitte nimm deine Situation ernst. Geh zu deinem Hausarzt. Sag ihm alles. Du wirst auf Verständnis stossen. Du steuerst dich sonst nicht in einen Burnout. Den hast du schon. Sondern in eine Depression.
Was dein Umfeld sagt ist wurscht. Ausserdem geht es niemanden was an. Schau auf dich. Schreib dir eine Gefühlsliste.
Schreib dir eine Wunschliste für dich.
Wenn dir jetzt Wörter wie Stress, Undankbarkeit, Fehlende Anerkennung, Leistung, Wut, Trauer usw. In den Kopf kommen und aber auch Wünsche Ruhe Einsamkeit usw. Wirds Zeit.
Die Liste ist keine Phantasie von mir. Ich hab das in der Klinik gemacht mit meiner Ärztin.
Lass es nicht so weit kommen.
Der Mix deiner Umstände führte dich dort hin wo du jetzt stehst. Nicht die Arbeit, dein Ex, deine Freizeit sondern das Mixverhältnix daraus.
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20.09.2018, 21:25
AW: Mir ist alles zu viel
Zusammen reissen geht nicht, wenn man am Ende seiner Kräfte ist. Hole Dir jetzt Hilfe, before Du ungewollt im Krankenhaus landest.
Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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21.09.2018, 09:39Inaktiver User
AW: Mir ist alles zu viel
Liebe lulu,
zusätzlich zu dem bereits geschriebenen möchte ich dir noch etwas aufschreiben:
Aus dem, was du beschreibst, bist du ein sehr pflichtbewusster und aufrichtiger Mensch. Leider bist du gerade beruflich, als auch (viel schlimmer natürlich) an Menschen (bzw. A*löcher) geraten, die das nicht zu schätzen wissen. Das tut ganz natürlich sehr weh, dies zu realisieren.
ABER: Du bist noch sehr jung und dein Arbeitsleben wird noch viele Jahre weitergehen. Du wirst an Menschen geraten, die diese Eigenschaften sehr zu schätzen wissen, und auch beruflich wird dir das zum richtigen Zeitpunkt sehr weiterhelfen!
Auch, wenn dies viele betrifft, so ist nicht jeder im Arbeitsumfeld ein manipulativer Egomane. Man kommt mit Ehrlichkeit auf lange Sicht sehr viel weiter.
Alles Gute dir!
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21.09.2018, 09:49Inaktiver User
AW: Mir ist alles zu viel
Der Satz macht mich hellhörig.
Es ist doch egal, was Deine Mutter sagt. Du bist kein Kind mehr, das erzogen werden muss. Hast Du Angst, dass Deine Mutter Dich "ausschimpfen" würde, wenn Du Dich krankschreiben lassen würdest, wenn Du krank bist?
Kann es sein, dass dieser ganze Druck auch ein bißchen aus dieser Ecke herkommt?
Lulu, ja, Du brauchst eine Auszeit. Urlaub würde ich an Deiner Stelle nicht dafür herschenken. Wärst Du in einem ungekündigten Angestelltenverhältnis und wärst krank, würdest Du ja auch keinen Urlaub nehmen, sondern zum Arzt gehen. Und ja, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist, ist ganz offensichtlich.
Ich wünsch Dir viel Kraft
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24.09.2018, 10:30
AW: Mir ist alles zu viel
Hallo ihr Lieben
Ich habe mir eure Antworten durchgelesen, vielen Dank dafür. Ich war am Freitag so fertig, dass ich mich krankgemeldet habe. Am Wochenende gings besser, da habe ich auch noch einigermassen Freude aufzustehen, aber heute war's wieder ganz schlimm. Als ich ankam, las ich einen Infoletter, da stand, dass die Firma das beste gibt, alle Mitarbeitenden intern zu beschäftigen und nur sieben Personen gekündigt wurde. Also inklusive mir. Und dann denke ich an die vielen Male, wo ich mir den Arsch aufgerissen habe. Kein einziges Mal hatte ich das Gefühl, dass irgendeiner hinter mir stand. Und niemand hat mich auch nur gefragt, ob ich Interesse hätte, eine andere Stelle zu besetzen. Ich verstehe das einfach nicht. Die behalten zum Teil Leute, die den ganzen Tag nichts machen. Habe langsam das Gefühl, dass ich einfach immer zu bequem, zu ruhig, zu smooth war. So dass niemand Angst hatte, mich zu kündigen.
Ja, das mit den Erwartungen meiner Mutter stimmt. Sie war immer sehr auf Leistungen aus. Wenn ich keine guten Leistungen hatte, war sie auch dementsprechend launisch.
Ach, ich kann mich gerade einfach null auf die Arbeit konzentrieren, meine Wut blockiert mich.
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24.09.2018, 10:57
AW: Mir ist alles zu viel
Der Fluch von jungen Leuten, Kinderlosen, und (manchmal) verheirateten Frauen: Die Sozialauwahl. Das dauert lange, bis man sich auf der "Gewinnerseite" wiederfindet.
Vermutlich ist es nicht zielführend, das jetzt anzufechten. Das frißt Energie, die du anderweitig brauchst. Denk dir, "alles Idioten", nimm dir mit, nächstes mal sichtbarer zu werden -- älter (und damit besser in den Sozialauswahlkriterien) wirst du ganz von alleine -- und erinnere dich daran, daß du dich in diesem Job nie wohlgefühlt hast. Mit dem gleichen Mist in der gleichen blöden Situation zwanzig Jahre weiterzumachen wäre auch nicht der Brüller gewesen. Und dadurch, daß sie dir gekündigt haben und nicht du ihnen kriegst du keine Sperre beim ALG.
Konzentrier dich darauf, den Mist hinter dir zu lassen.
Wenn deine Eltern zu den Leuten gehören, die dich runterziehen, finde etwas anderes zu tun, als dich von ihnen volltexten zu lassen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **


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