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  1. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Roxy_Music Beitrag anzeigen
    Das ist eine der schönsten, innigsten Erfahrungen meines bisher durchaus ereignisreichen Lebens.
    Das freut mich sehr für euch.

    Umso mehr, weil ich eine der wenigen war, die dir nicht abgeraten haben, nur weil dein Partner keine Dauerpräsenz leben will. Liebe ist eben mehr als körperliche Anwesenheit.

  2. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da stand "Regulativ". Das bedeutet nicht automatisch reglementieren.
    Nein, aber offenbar tritt bei langer Beziehungsdauer gern sowohl eine gewisse Hemmungslosigkeit ein, gepaart mit Betriebsblindheit.

  3. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist es eine Sexualgemeinschaft. Du hast schnell, kostengünstig, meist doch stets verfügbar Deinen Sexualpartner.
    Dieses Zitat habe ich mal stellvertretend gewählt für alle Aussagen, laut denen eine Beziehung "Freundschaft + exklusiver Sex" ist.
    Das sehe ich nicht so. Für mich ist der wesentliche Bestandteil einer Beziehung die Liebe, welche weit mehr ist als Freundschaft plus Sex.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre mir sogar lieber, so eine Verbindung die wächst und tiefer wird im Gegensatz zu Feuerwerk am Anfang und dann eine Phase der Ernüchterung.
    Liebe wächst und wächst und kennt keine Ernüchterung.
    Zwar weiß ich für mich, dass ich einen qua Arrangement zugeführten Partner nicht würde lieben können, weil auch das "Erkennen" des Partners als jemanden, den ich lieben kann und will, (für mich) vor Beziehungsbeginn dazugehört. Aber das Grundprinzip passt für mich.
    @print, kennst Du "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm? Darin geht es um eine HALTUNG der Liebe - sofern diese vorhanden ist, bleibt die Liebe stabil.
    Bei den erwähnten erfolgreichen arrangierten Ehen ist sicherlich so eine Haltung der Schlüssel. Sie beinhaltet z.B. 100%ige Akzeptanz und vollstes Vertrauen in die (eigene!) Liebe; sie ist völlig frei von Erwartungen an den Anderen.

    Zu mir:
    Ja, ich führe schon lange eine schöne Beziehung.
    Warum? Da bin ich bei Mambi, das gehört so selbstverständlich zu meinem Lebensstil, dass es sich Erklärungen entzieht.
    Wenn ich intellektuell darüber nachdenke, komme ich zum Schluss, dass ich mein Liebespotenzial ausleben möchte, statt es unter Verschluss zu halten.
    So wie für andere Kinder zu einem erfüllten Leben automatisch dazugehören, ist es für mich mit Liebe/Beziehung. (Mit Kindern ist es bei mir so, wie es wildwusel in einem anderen Strang so schön formulierte: Ich hatte auch noch nie den Wunsch, nach Ecuador auszuwandern.)

    Allerdings: Die Art, wie wir die Beziehung führen, ist sehr untypisch. Ich bin überzeugte Alleine-Wohnerin und brauche auch viel Freiraum in Sachen Freizeitgestaltung. Von daher erscheinen mir die Argumente gegen eine Beziehung, die in der Bri so oft aufgeführt werden, wie aus einer anderen Welt. Ich musste z.B. noch nie einem Mann hinterherputzen oder wurde/werde in welcher Weise auch immer eingeschränkt.
    Das schmälert die Nähe nicht. Mein Partner und ich spüren z.B. auch aus der Entfernung, ob es dem anderen gerade gut geht oder nicht, sind füreinander da, usw.
    Ich habe noch nie das grundsätzliche Für und Wider einer Beziehung abgewogen, da ich für mich gar keine Wider-Argumente sehe - aber eben nur unter o.g. Prämisse. Da diese fester Bestandteil meiner Persönlichkeit ist, ist das für jemanden, der mich liebt, in Ordnung. Wer es anders möchte, passt nicht zu mir.
    Und hier greift das Paradoxon, das man auch bei Fromm nachlesen kann: Die Liebe führt die Richtigen zusammen, sofern man in die Kraft der eigenen Liebe vertraut.

  4. gesperrt

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    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da merkt man schon dass sie es nur sich selbst recht machen müssen, auf niemanden Rücksicht nehmen, der Rest der Welt geht dann am A*** vorbei. Also bei den Exemplaren die mir persönlich bekannt sind.
    ich bin ja jetzt schon eine ganze Weile lang allein leben, und ich merke, mein Haushalt ist nicht sehr sozialkompatibel. Zum Beispiel fülle ich gern Dinge wie Zucker, Salz, Schokopulver, aber auch Sodakristalle etc in leere Gläser ab - ohne diese anzuschreiben. Als ich dem Mann meines Herzens das erste mal bei mir zuhause Kaffee kochte, hat er mein Glas mit dem Zucker drin so misstrauisch beäugt, als ob es ihn gleich beissen würde... ok ok, es ist Vollrohrzucker, der sieht nicht aus wie normaler Zucker. aber ich hab da schon auch festgestellt, dass mir das soziale Regulativ in Bezug auf meinen Haushalt fehlt.

    gruss, barbara

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    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, aber offenbar tritt bei langer Beziehungsdauer gern sowohl eine gewisse Hemmungslosigkeit ein, gepaart mit Betriebsblindheit.
    Ja sicher, und Frauen in Beziehung putzen die Treppe mir der Zahnbürste und trauen sich nicht allein in's Restaurant oder in's Kino. Habe ich was vergessen?
    Und weil sie so unbeholfen sind brauchen sie eine Beziehung.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  6. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Und hier greift das Paradoxon, das man auch bei Fromm nachlesen kann: Die Liebe führt die Richtigen zusammen, sofern man in die Kraft der eigenen Liebe vertraut.
    Schöner Beitrag

    Jetzt habe ich echt Pipi in den Augen....

  7. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ja sicher, und Frauen in Beziehung putzen die Treppe mir der Zahnbürste und trauen sich nicht allein in's Restaurant oder in's Kino. Habe ich was vergessen?
    Und weil sie so unbeholfen sind brauchen sie eine Beziehung.
    Nun, alle nicht, schrieb ich auch nicht. Aber genausowenig sind alle schrulligen Leute Single. Man kann auch zu zweit sehr schrullig werden und sein.

    Das war ja die These, dass Singles sonderbar sind - und da erlaub ich mir schon darauf hinzuweisen, dass ich den Zusammenhang nicht sehe. Mehr hab ich über Menschen in Beziehung nicht geschrieben, schon gar nicht sowas Pauschales was du mir jetzt in den Mund legen willst, warum auch immer.

    Wenn dich das triggert, ok, aber ich hab damit nicht angefangen.
    Geändert von Inaktiver User (19.08.2018 um 21:43 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zwar weiß ich für mich, dass ich einen qua Arrangement zugeführten Partner nicht würde lieben können, weil auch das "Erkennen" des Partners als jemanden, den ich lieben kann und will, (für mich) vor Beziehungsbeginn dazugehört.
    So empfinde ich das auch.

    Dieses gegenseitige Erkennen ist für mich unverzichtbar, und das was den Zauber ausmacht.

  9. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So empfinde ich das auch.
    Dieses gegenseitige Erkennen ist für mich unverzichtbar, und das was den Zauber ausmacht.
    Zu diesem Erkennen gehört für mich auch, dass man ins Risiko geht, d.h. Interesse/Zuneigung auch zeigt, wenn von der Gegenseite noch kein Signal kam, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. (Fromm formulierte den Satz "Liebe ist eine Kraft, die Liebe erzeugt" - und darauf muss man vertrauen.)

    Genau deshalb gefällt mir das Singlebörsen- und Tinder-Prinzip nicht. Tinder treibt das ja auf die Spitze, indem man nur die Treffer angezeigt bekommt, die einen auch ausgewählt haben. Das nimmt doch 98% von besagtem Zauber.

  10. Inaktiver User

    AW: Warum eine Beziehung führen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu diesem Erkennen gehört für mich auch, dass man ins Risiko geht, d.h. Interesse/Zuneigung auch zeigt, wenn von der Gegenseite noch kein Signal kam, dass das auf Gegenseitigkeit beruht.
    Ah ok, nein, dann meinte ich das anders. Ich verlieb mich mehr in die Verbindung zu jemandem, ich brauche da gerade die Resonanz, die ich im anderen finde und dass wir beide aufeinander reagieren.

    Riskant ist das ja dennoch...

    Und über Tinder müssen wir nicht reden, ich erleb das derzeit life mit. Ich finde schon die Vorstellung jemanden "wegzuwischen" als sehr unangenehm.

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