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  1. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau heißt das jetzt mit Bezug auf die Kopf- Bauch- Problematik?
    Ein Mensch, der mit sich selbst achtsam umgeht, einen guten Draht zu sich hat, seine Grenzen ernst nimmt, kurz: ein Mensch, der sich (wieder) spürt, auch in den feinen Signalen, wie maryquitecontrary das beispielsweise beschreibt, zählt nicht zu denjenigen, deren Lebensmotto auch heissen könnte: Nur die Harten kommen in den Garten. Ich habe noch Deine bucket list in Erinnerung - nein, es kam mir nicht so vor, als habest Du ein gutes Gespür für Dich und Deine Bedürfnisse, aber ich mag mich da sehr irren und möchte Dir keinesfalls zu nahe treten.

  2. gesperrt

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    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Wenn ich mal irgendwann einen Strang eröffne, werde ich schon im EP das Wort “achtsam“ in allen Variationen verbieten.

  3. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Wenn ich mal irgendwann einen Strang eröffne, werde ich schon im EP das Wort “achtsam“ in allen Variationen verbieten.
    Was stört Dich an dem Begriff?

    Er impliziert nur, dass man sich, anderen und der Welt mit Achtung, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit begegnet.

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    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Ich hab' mir früher immer wieder alle meine Fehler im Leben zusammen gezählt aber manches versteht man erst später.

    Ich war immer sehr unglücklich darüber, keine Kinder bekommen zu haben.

    Auf der anderen Seite habe ich lange mit Depressionen gekämpft, die für ein Kind nicht gut gewesen wären. Langsam denke ich, es ist gut, dass meine Genetik nicht weiter vererbt wird. Und dass kein Kind unter meinen Depressionen gelitten hat.

  5. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich hab' mir früher immer wieder alle meine Fehler im Leben zusammen gezählt aber manches versteht man erst später.

    Ich war immer sehr unglücklich darüber, keine Kinder bekommen zu haben.

    Auf der anderen Seite habe ich lange mit Depressionen gekämpft, die für ein Kind nicht gut gewesen wären. Langsam denke ich, es ist gut, dass meine Genetik nicht weiter vererbt wird. Und dass kein Kind unter meinen Depressionen gelitten hat.
    Ich kann Dich gut verstehen. Bei mir ist es ähnlich. Auf der Seite meines Mannes gibt es soo viele Depressive (Oma, Vater und dessen Bruder, alle vier Geschwister und mehrere Cousins), dass ich die Wahrscheinlichkeit auf depressive Kinder als groß einschätze.
    Meinerseits sind sehr viele Krebsfälle in sehr jungen Jahren (deutlich vor 50) vorhanden, und auch diese Wahrscheinlichkeit ist groß. Als Kombi wäre dann wahrscheinlich ein depressives krebskrankes Würmchen draus geworden.
    Tja: keine Kinder, damit gibt es dieses Problem schon mal nicht- ich hätte mir schwere Vorwürfe gemacht, wir sind so schon zu oft mit allen Verwandten überfordert und müssen auf uns aufpassen!

    Mein Fehler:
    Der Hauskauf. Das Haus ist sehr alt (> 100 Jahre) und kostet Unsummen an Reparaturen. Irgendwas ist immer, und immer ist es fünfstellig, mehrmals im mittleren Bereich. Leider sind Handwerker immer schwerer zu finden (Bauboom) und dann gibt es auch noch Folgeschäden...

  6. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Mein Fehler:
    Der Hauskauf. Das Haus ist sehr alt (> 100 Jahre) und kostet Unsummen an Reparaturen. Irgendwas ist immer, und immer ist es fünfstellig, mehrmals im mittleren Bereich. Leider sind Handwerker immer schwerer zu finden (Bauboom) und dann gibt es auch noch Folgeschäden...
    Jaaa, kenn ich auch. Eine Immobilie ist am Ende doch irgendwie eine Kreuzung aus Sparbüchse ohne Schlüssel und einem dicken Klotz am Bein. Das hätte ich zu meiner Liste von Fehlern eigentlich auch noch hinzufügen können *notier*.

  7. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    nein, es kam mir nicht so vor, als habest Du ein gutes Gespür für Dich und Deine Bedürfnisse, aber ich mag mich da sehr irren und möchte Dir keinesfalls zu nahe treten.
    Mein „Bauch“ hat meistens das Bedürfnis, auf dem Sofa zu sitzen und Nutella aus dem Glas zu essen. Am besten dabei noch eine Serie gucken. Das kann‘s aber ja auch nicht sein, so als Perspektive für‘s Leben.

  8. Inaktiver User

    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein „Bauch“ hat meistens das Bedürfnis, auf dem Sofa zu sitzen und Nutella aus dem Glas zu essen. Am besten dabei noch eine Serie gucken. Das kann‘s aber ja auch nicht sein, so als Perspektive für‘s Leben.
    Vielleicht wäre Reframing eine gute Sache für Dich. Du wirst nicht zum Pudding, wenn Du manchmal einen geniesst.

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    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Ich sehe es mittlerweile auch so, dass letztendlich im Leben allesmögliche passieren kann und es darum geht, die innere Einstellung zu den Gegebenheiten entsprechend zu halten.

    Haltung bewahren.

    Manchen gelingt das besser, sie sind zum Teil auch vom Glück begünstigt (tolle Familie, gutes Selbstbewusstsein), manchen gelingt das weniger gut und oft ist die Herkunft und (frühe) Kindheit ausschlaggebend.

    Je nach Charakter, Veranlagung und Temperament kann sich aber jeder(?) weiter entwickeln und ggf. Hilfe dabei holen sich selbst und seine Handlungen zu verstehen.

    Was mich anbelangt: Ich bin noch auf dem Weg des Harderns, langsam in Richtung Akzeptanz.

    Nicht richtig zufrieden, aber auch nicht unzufrieden. Oder mal das eine, mal das andere.

    Ich bin sehr zufrieden mit meinem Beruf, es war genau die richtige Entscheidung. Aber ich hardere auch damit, vor allem, wenn irgendwo der Schuh drückt, weil ein Kollege gerade "doof" ist oder ein Kunde einen Auftrag absagt.

    Ich habe keinen Partner und finde das die meiste Zeit über okay, aber es gibt auch Tage, an denen es mir damit schlechter geht und ich denke, ich "müsse" jetzt sofort jemanden finden.

    Zusehends merke ich, wie gut es tut, im Augenblick zu leben und konkrete Gedanken und Entscheidungen zu denken. Dadurch, so fühlt es sich zumindest an, "passiert" auch gerade sehr viel positives in meinem Leben, es geht also voran.

    Mit der Vergangenheit habe ich sehr lange gehardert, es hat mir aber gut geholfen mir Hilfe zu holen, um sie zu verstehen. Seitem komme ich besser damit zurecht, kann sie ruhen lassen.
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: Der "mein größter Fehler" - Thread

    Ich lese euch als sehr saturierte, in einem guten Leben lebende Mitteleuropäerinnen. Vielleicht hängt das Bedauern, das Hadern und ja, das Verzweifeltsein schon davon ab, wie man halt so lebt. Oder?

    Ich habe in meinem engen Umfeld ein paar Menschen, die tief bereuen:

    Meine eine Freundin war in jungen Jahren von einem Vorgesetzen schwanger. Sie hat das Kind abtreiben lassen.
    Sie war dann in anderen Beziehungen noch mehrere Male schwanger, immer mit Fehlgeburten geendet.
    Sie ist tief drin überzeugt, das sei die Strafe - rational weiß sie, dass das nicht stimmt. Emotional...
    Sie bereut die Abtreibung zutiefst. Das wissen in der Form nur sehr wenige Menschen.


    Ein Bekannter von mir bereut sehr, dass er seine Frau betrogen hat. Es kam zur Scheidung, die Familie ist zerbrochen. Kinder sieht er viel seltener als nicht-getrennte Elternteile. Er sagt er würde es rückgängig machen, wenn er könnte.


    Ich kenne einen Menschen gut, der eine Krebserkrankung leider sehr lange verdrängt hat. Also die ersten Symptome sozusagen. Als es diagnostiziert wurde, hatte sie bereits Metastasen in vielen Organen. Ich weiß, dass sie sehr bereut, nicht gleich zum Arzt gegangen zu sein. Sie denkt, vielleicht hätte man .....

    Was Steven Jobs leid tat weiß die Welt auch.

    Ich kenne jemand, der früher sehr promisk Geschlechtsverkehr hatte. Jetzt hat er eine HIV-Infektion. Der sagt auch, was er anders machen würde.


    Ich will damit sagen, dass es teilweise nicht nur in der Bewertung etc. liegt. Manchmal hat man schon richtig Grund sich in den Arsch zu beißen.

    Es geht auch undramatischer:
    Meine Kollegin bereut, dass sie einen Job an der Charité nicht angenommen hat. Das höre ich quasi täglich. Leider finde ich auch, das wäre die Karrierechance gewesen. Mein Trost ist daher nur halbherzig.
    Mein Mann bereut, dass er sich nicht früher von einem Aktienpaket getrennt hat.

    Ich bereue auch so einiges zutiefst. Je nach Tagesform ist es mir halbegal bis sehr runterziehend.

    Ich möchte aber mit etwas Positivem schließen:
    Ich habe eine Sache, die ich immer und unter allen Umständen als eine der drei weisesten Entscheidungen meines Lebens ansehen werde.
    Ich habe nach sehr langen Jahren vor 15 Jahren zu rauchen aufgehört. Ich bin echt jeden Tag aufs neue froh darüber.

    Bereuen tu ich natürlich, dass ich überhaupt anfing

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