Das versuche ich auch, es gelingt mir mit zunehmendem Alter auch immer besser.
Zumal an meinen beiden 'größten Fehlern' jeweils noch eine andere Person beteiligt war (nein, wir haben keine Bank ausgeraubt) und mein Anteil beide Male somit bei höchstens 50% lag. Damit zu hadern wäre doppelt unsinnig.
Es sind auch nicht immer unbedingt die größten Fehler, die die größte Tragweite haben, das können in dem Moment, in dem man sie begeht, auch ganz kleine Fehler oder sogar nur Nachlässigkeiten sein.
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17.08.2018, 13:57Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
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17.08.2018, 14:09Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Und die Fehler und Nachlässigkeiten muss man auch im Kontext der jeweiligen Zeit betrachten. Ich hab neulich noch davon gesprochen, dass es früher im Job durchaus auch üblich war, im Kreis der Kollegen eine Flasche Sekt aufzumachen, wenn es was zu feiern gab. Und zum Feiern gabs genügend Gründe, waren sie auch noch so klein. Ich bin anschließend immer mit dem Auto nach Hause gefahren, auch wenn ich zwei Gläser Sekt getrunken habe, heute wäre das für mich undenkbar. Die Promillegrenze lag höher und ich wusste einfach nicht, wie sehr die Fahrtüchtigkeit durch Alkohol beeinträchtigt ist und ich habe mir nicht genügend Gedanken darüber gemacht, wie ich mich fühlen würde, wenn ein Mensch durch mich zu Schaden käme. Es war absolut so üblich, alle tranken zwei Gläser, manche auch mehr und alle fuhren mit dem Auto heim. Passiert ist meiner Erinnerung nach nie was, also keinem, trotzdem würde ich das heute anders machen, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte.
Denn ein Fehler war es trotzdem, jedesmal.
Bei mir gibts auch noch so einiges an Undankbarkeit und miesem Benehmen, auf das ich nicht stolz bin. Heute mache ich das besser. Das sind zwar keine „größten Fehler“ und danach hattest du gefragt, sie machen mir aber viel aus, da ich sie ja auch nicht ungeschehen machen kann. Dagegen sind Fehler wie falsche Geldanlagen (mehrfach, jung und naiv) für mich pillepalle, damit hab ich mir nur selber geschadet. Da denke ich so gut wie nie dran.
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17.08.2018, 14:58
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Interessantes Thema !
Leben und keine Fehler machen- wie soll denn das funktionieren !?
Ich habe sicherlich etliche gemacht im Leben und es werden noch einige dazu kommen.
Mancher "Fehler" erwies sich im Nachhinein als Segen. Es war zB. kein Fehler mein Studium
abzubrechen, wegen meines 1.Kindes- und auch nicht früh Mutter geworden zu sein.
Heute wäre ich nicht gerne als Sozialarbeiterin/Pädagogin tätig. Da gibt es noch andere
segensreiche "Fehler"; ansonsten gibt es nichts was ich total bereue, das sind peanuts , so gesehen.
Was mir bis heute schrecklich leid tut und was definitiv ein Fehler war: ich habe 2004 meinen Mann
zu einer letzten und am Ende sehr qualvollen Chemotherapie überredet; das bereue ich zutiefst und
werde ich nie wieder gut machen können, leider.Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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17.08.2018, 16:26Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Jobs kommen und gehen, Liebe und Partnerschaft ist dann doch für die Ewigkeit.
Und auch in Fernbeziehungen kann man erstmal gemeinsam austesten, ob die neue Joboption denn sooo toll auch ist (FB wird aber meist nicht als zumindest vorübergehendes Lebensmodell propagiert, das stimmt).
Zu zweit an einem Ort den Superjob für beide abzugreifen, ist schwierig, das stimmt.
PS Sorry, dass ich das so sehe - ist nur gerade jemand relativ jung gestorben, und die Liebe kam von seiner unglaublich tollen Familie. Ein Chef stand nicht mit am Grab.Geändert von Inaktiver User (17.08.2018 um 16:34 Uhr)
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17.08.2018, 16:32Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Okay, ab und an mich ausnutzen zu lassen.
Andererseits sehe ich das wiederum nicht als "meinen" Fehler an, sondern als Versäumnis der anderen.
Ich bin mir selbst treu geblieben. Und halt einfach ein Mensch, der gern hilfsbereit ist.
Allerdings bin ich heute vorsichtiger geworden, was ich sogar mir selbst gegenüber ein wenig schade finde.
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17.08.2018, 17:05
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Fehler würde ich auch nicht dazu sagen, lieber Erfahrungen.
Was mich bis heute ärgert, ist, dass ich nie Abitur gemacht habe. Ich hätte auch gerne studiert und das Studentenleben genossen. Manchmal denke ich, da fehlt mir was.
Was ich nie mehr machen würde: in eine Großstadt ziehen. Dachte damals mit 20, das müsste ich mal als Erfahrung haben. Das war gar nix für mich.
Ansonsten: etwas konsequenter bei der Kindererziehung sein. (Sind aber trotzdem 2 tolle junge Menschen geworden)
Und: mir nicht soviel von anderen in mein Leben rein quasseln lassen!
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)
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17.08.2018, 18:20Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
"Fehler" wenn man es als solchen bezeichnen kann:
Bestimmte Dinge erst so spät gemacht zu haben.
Das Studium mit 50 (Wäre früher sicher erfolgversprechender gewesen)
....und das Herausklettern aus den destruktiven Strukturen meiner Herkunftsfamilie, ich hätte mir und uns (besonders meinen Kindern viel Leid erspart)
Aber besser spät als nie.....und so passt es schon irgendwie.
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17.08.2018, 19:11Inaktiver User
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17.08.2018, 19:16Inaktiver User
AW: Der "mein größter Fehler" - Thread
Ein prägende Lektion aus meinem Leben ist: Verlass dich niemals darauf, dass Menschen „bleiben“. Da können alle möglichen Sachen passieren (man zerstreitet sich; einer zieht weg; einer verstirbt). Kein Mensch ist eine „sichere Bank“, auch nach vielen Jahren nicht.
Was das Thema: „wer steht an deinem Grab“ angeht: das fand ich schon immer komisch, denn man selbst wird es ja nicht mitbekommen - warum sich also Gedanken darum machen?
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17.08.2018, 19:19Inaktiver User



) und mein Anteil beide Male somit bei höchstens 50% lag. Damit zu hadern wäre doppelt unsinnig.
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