Antworten
Seite 8 von 22 ErsteErste ... 67891018 ... LetzteLetzte
Ergebnis 71 bis 80 von 214
  1. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich? ... und für die wirklich hohen war ich immer zu schlecht, da hat dann auch alle Anstrengung nichts genutzt. Das Ziel ist für mich das Ziel und nicht der Weg dorthin (der ist fast immer steinig, oder alternativ auch einfach nur langwierig).
    Nach deiner Betrachtungsweise hast du dein Ziel also verfehlt und hast keine Chance, es zu erreichen. Und nun?

  2. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach deiner Betrachtungsweise hast du dein Ziel also verfehlt und hast keine Chance, es zu erreichen. Und nun?
    Ein paar mittelhohe Früchte sind ja noch da 😎. Sofern das Hirn und der alte Kadaver mitmachen.

  3. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sage das nicht nur zu Leuten, denen was Doofes passiert ist sondern auch zu mir selbst.
    Same here...

  4. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein paar mittelhohe Früchte sind ja noch da ��. Sofern das Hirn und der alte Kadaver mitmachen.
    Dann halte ich einfach mal die Daumen dafür

  5. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sportverletzung. Da sagen auch wieder alle möglichen Leute „wer weiß, wofür das gut war...“ Daher bin ich wieder mal auf das Thema gekommen.
    Naja, bei einer Verletzung würde ich das nun nicht gerade denken oder sagen.

  6. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Bei Sportverletzungen, die ich zum Glück nur selten habe, versuche ich mich eher mit „das hätte auch viel schlimmer enden können“ zu trösten.

  7. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Vivi23 Beitrag anzeigen
    Ein Spruch, der mE nur ausdrückt, dass die aussprechende Person nicht in der Lage ist, einfach zu sagen ‚es tut mir leid für Dich‘. Es gibt Dinge zwischen Hinmel und Erde, die sind für nix gut. Und werden es auch nicht durch krampfhafte Sinnsuche.
    So habe ich das bisher auch selber erlebt. Meistens fühlte es sich für mich nicht nach Trost, sondern nach einer heftigen Ohrfeige an. Gesagt wurde er bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten (und meist von eher esotherisch veranlagten Menschen.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Weil man nichts Gescheites zu sagen weiß und noch nicht kapiert hat, daß "ach Mensch, so was blödes für dich!" vielleicht nicht brüllend gescheit, aber völlig gut genug ist.

    Statt dessen übt man sich in pseudophilosphischem Optimismus, mit dem das Opfer nicht debattiere kann.

    Ein grumpfiges, "Wofür immer das gut sein soll muß sich aber echt Mühe geben..." kann helfen... .
    Ich stimme zu!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun, dass der Spruch in jeder Situation der optimale Tröster ist, hat hier ja niemand behauptet. Grad bei Fehlgeburten, Tod, Gewalt... Da müsste man wirklich auf der Brennsuppn daher geschwommen kommen, um so einen Spruch zu tun.

    Dennoch gibt es Menschen, die selbst aus solchen Schicksalsschlägen für sich was positives ziehen. Und das halte ich für eine große Kunst. Hilfreich, ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen.

    Es gibt Untersuchungen der Glücksforschung, da kommt immer wieder raus, dass die Leute, die in den Ereignissen einen Sinn erkennen können, wesentlich zufriedener durchs Leben gehen (nachzulesen u.a. bei „Absichtlich glücklich“ von Paul Dolan).
    Genau die Brennsuppenschwimmer kommen aber aus ihren Löchern gekrochen. Ich habe das leider schon mehrmals erleben müssen (persönlich betroffen, oder auch wenn über andere gesprochen wurde). Die Empathie ist nicht vorhanden, Stille wäre besser gewesen. Manchmal wurde dadurch zusätzlich Schuld eingeimpft!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, darum verwendet man den Spruch auch nicht, wenn jemand gerade von seiner Krebsdiagnose berichtet hat.
    Warum nicht? Der Spruch passt doch immer! (Leider so bei lebensbedrohlicher Krankheit und Kinder-Todesfall erlebt!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Wer weiss, wozu das gut war" impliziert, dass das, was geschieht, in dem Moment, in dem es geschieht, zweckgerichtet ist, wir aber diesen Zweck (noch) nicht erkennen. Wenn ein Geschehnis zweckgerichtet ist, heisst das, dass irgendjemand oder irgendetwas das Geschehnis zu genau diesem Zweck geschehen lässt, es also einigermassen bewusst so lenkt.

    Daran glaube ich nicht.
    Daher ist der Satz so, wie er da steht, Unfug. Dass ich mir vor 2 Monaten die Hand gebrochen habe, ist nicht zu einem bestimmten Zweck geschehen, ist nicht geschehen, weil jemand oder etwas damit etwas bezweckt(e), ist nicht geschehen, weil ein Sinn darin oder dahinter stecken würde.
    Sondern es IST einfach geschehen. Ohne jeden tieferen Grund, ohne Zweck, ohne Sinn, ohne "Lernaufgabe"* im Ereignis selbst.

    Was ich mit diesem Ereignis mache, ist was ganz anderes. Dass ich es Scheisse finde - klar. Dass mir hingegen die Teilarbeitsunfähigkeit der letzten Wochen sehr gelegen kam und ich gewisse Seiten daran geniessen konnte und kann - auch klar. Das ist aber allein meine ganz persönliche Bewertung. Diejenige, die dem Geschehnis einen Sinn verleiht, bin ich selbst (falls überhaupt). Das Geschehnis an sich hat hingegen keinen Sinn, keinen Zweck und ist nicht für irgendetwas gut oder schlecht.


    *Der Begriff stösst mir sauer auf wegen gewisser pseudoreligiöser, esoterischer Strömungen, die in ihrer extremen Ausprägung plädieren, dass sogar die Vergewaltigung und Ermordung eines dreijährigen Kindes deswegen stattfand, weil seine Seele "irgendetwas zu lernen hätte" und sich seine Seele genau dieses Leben und Leiden ausgesucht hätte.
    Genau dieses geplante Schicksal ist mir absolut fremd. Das vorbestimmte, unabänderliche genauso wie das spontane Ausfallen durch Krankheit wegen vorheriger Überlastung. Schnell kommt man dann auch zur Frage der Schuld.
    Beim Stau (dem Beispiel dass man sich freuen kann, dass man den Unfall weiter vorne eben nicht hatte) zum Beispiel.

    Der Spruch ist in meinen Augen das hinterletzte!

    Viele Grüße von
    Kiki

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    : „wer weiß, wofür das gut war...“ (...)
    Daher frage ich mich: wieso sagt man so was zu Leuten? Was ist die Intention dahinter? Oder ist das am Ende gar nicht so lieb und mitfühlend gemeint, wie es daher kommt? Wie denkt ihr darüber?
    Vielleicht so: wenn du nicht in deinem ersten Beruf versagt hättest, wäre es vielleicht nie dazu gekommen, dass du danach deinen Traumberuf gesucht und gefunden hast. du wärst halt mittelmässig-zufrieden gewesen, statt das zu finden, was wirklich dein Ding ist. DAs zu tun, wozu du gemeint bist.

    Oder du lernst unter widrigen Umständen Menschen kennen, die dir später weiter helfen oder Chancen eröffnen, die dir zum Beispiel über Vitamin B zu einem Job verhelfen.

    Oder du lernst durch Widrigkeiten neue Fähigkeiten wie Charakterstärke, Beharrlichkeit, Disziplin, Verständnis von Zusammenhängen etc, die dir nachher nützlich sind.

    gruss, barbara

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, aber am besten wäre es doch, man würde es einfach gleich „richtig“ machen - ohne die extra Schleife.... denke ich mir immer so.
    Fehler zu machen und damit verbunden womöglich schmerzhafte oder peinliche oder beschämte oder gedemütigte Momente zu erleben, habe ich zum Prinzip gemacht, und das lautet: ich mache alle Fehler, die ich will, aber jeden nur ein Mal. Kann ich natürlich nicht immer einhalten, aber oft genug inpiriert es mich dazu, für alte Probleme neue Lösungen zu suchen, andere Vorgehen. Irgendwas, egal was, hauptsache was Anderes.

    Wenn man erst mal ein paar hundert unterschiedliche Fehler hinter sich gebracht hat, wächst dann doch die Lebensqualität immer mehr; man muss auch immer kreativer werden, um neue oder interessante Fehler zu finden, die man machen kann.

    Wer das Wort "Fehler" nicht mag, kann ja auch "Experiment" sagen.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: „Wer weiß, wofür das gut war...“

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Vielleicht so: wenn du nicht in deinem ersten Beruf versagt hättest, wäre es vielleicht nie dazu gekommen, dass du danach deinen Traumberuf gesucht und gefunden hast. du wärst halt mittelmässig-zufrieden gewesen, statt das zu finden, was wirklich dein Ding ist. DAs zu tun, wozu du gemeint bist.

    Oder du lernst unter widrigen Umständen Menschen kennen, die dir später weiter helfen oder Chancen eröffnen, die dir zum Beispiel über Vitamin B zu einem Job verhelfen.

    Oder du lernst durch Widrigkeiten neue Fähigkeiten wie Charakterstärke, Beharrlichkeit, Disziplin, Verständnis von Zusammenhängen etc, die dir nachher nützlich sind.

    gruss, barbara

    Der Spruch impliziert aber, dass es besser wird oder man jedenfalls besser im weiteren Leben zurechtkommt.
    Das ist aber durchaus nicht immer der Fall
    :
    Die nächste Arbeitsstelle (-n) können durchaus unbefriedigender sein.
    Es kann das einzige Kind gestorben sein - unersetzlich und oft zu Depressionen und Trennung führen.
    Die Gesundheit kann dauerhaft extrem eingeschränkt sein und den Lebensmut zerstören.
    .
    .
    .

    Gerade die psychischen Folgen habe ich nur als schrecklich erlebt. Auf Jahre!

Antworten
Seite 8 von 22 ErsteErste ... 67891018 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •